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Artikel vom: 28.05.2010
10 - Peru: Reis, Staub, Hunde und andere Dinge

Seit dem 16.5. befinde ich mich in Peru. Nach einem 22-stündigen Trip erreichte ich endlich Lima, wo ich ganz herzlich von Don und Mae empfangen wurde. Am Nachmittag habe ich mich für einen 2-stündigen Mittagsschlaf hingelegt – aus diesen 2 Stunden wurden 12 Stunden! Nachts um 3 bin ich wieder aufgewacht – in Deutschland war es morgens um 10. Um wieder müde zu werden habe ich eine DVD geschaut und danach schlief ich bis 10 Uhr…

So langsam gewöhnt sich mein Körper an die Zeitverschiebung und ich schlafe endlich auch nachts wieder einigermaßen durch. Und auch sonst gewöhne ich mich so langsam an das Leben hier in Peru.

Fast jeden Mittag gibt es Reis zu essen in allen möglichen Variationen. Es gibt unglaublich viele Hunde, die überall herrenlos herumlaufen. Arequipa liegt in der Wüstenregion von Peru – es ist unglaublich trocken, warm und staubig hier. Normalerweise bin ich sehr penibel mit meinen Schuhen – sie müssen alle immer picobello sauber sein. Hier in Arequipa ist es eigentlich unmöglich, saubere Schuhe zu haben. Man geht keine 2 Schritte aus dem Haus, schon hat man eine Staubschicht auf den Schuhen.

Diese Woche habe ich mit dem Sprachunterricht begonnen. Unterricht ist dienstags bis samstags jeweils von 9 bis 13 Uhr. Meine Lehrerin Marisol ist sehr geduldig mit mir, wenn ich wieder einmal vergessen habe, wie ein Buchstabe ausgesprochen wird, oder wenn ich zum wiederholten Male vergeblich versuche „pra“ oder „tri“ richtig auszusprechen. Es frustriert mich dass meine Zunge nicht so will, wie ich es gerne hätte. Und es ist ebenso frustrierend, wenn man für jeden kleinen Einkauf oder jede Taxifahrt einen Dolmetscher braucht.

Meine Spanisch-Fibel

Ich muss geduldiger mit mir selbst werden und akzeptieren, dass es nur Schritt für Schritt geht. Marisol sagt immer „poco a poco“ (Stückchen für Stückchen). In meiner Gastfamilie funktioniert die Verständigung erstaunlich gut – Dank Händen, Füßen und dem Wörterbuch!

Nun wünsche ich Euch „Buenos noches“ (Gute Nacht) und bis bald!



Quelle: Annekathrin Dörffel
Kommentare
Petra | 17.06.2010 10:29
Hallo liebe Annekathrin, respekt das du diesen Schritt in ein neues Leben gewagt hast. Schön das es Menschen gibt die nicht nur Gottes Wort hören sondern auch seinen Weisungen folgen. Ich weiß nicht ob du das Jugendlied \"Ich singe für die Mutigen\" kennst? Wenn wir das singen, dann denke ich immer an dich! Wir wünschen dir viel Kraft und Geduld beim Sprachunterricht, viel Freude mit deiner Gastfamilie und natürlich Gottes Segen auf deinem weiteren Weg. Wir sind im Gebet bei dir! Alles Liebe wünscht Petra! (Nichte von Tante Christiane)
Anne | 6.06.2010 16:18
Liebes Schwesterherz! Ja, ich kann mich noch an deine Fibel erinnern. Schön, dass dir der Eintrag gefällt. Ich wünsche dir eine schöne Schulwoche und ich freue mich auf deine nächste Email. Ich hab dich lieb, Anne
Christina-Maria | 4.06.2010 13:43
Hallo Anne, dein Artikel gefällt mir sehr. Dein Schulbuch sieht aus wie meine Fibel aus der ersten Klasse. Kannst du dich noch daran erinnern? Deine Schwester Christina-Maria.
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