
Die letzten Wochen waren für mich sehr abwechslungsreich – ich war viel unterwegs, habe viel gesehen und viel erlebt.
Seit einem Monat bin ich nun stolze Besitzerin eines „Carné de Extranjería“, eines Ausweises (Carnet), der mich als Ausländerin mit Residenzrecht in Perú ausweist. Mit diesem Carnet kann ich nun auch alle Vorteile eines Peruaners nutzen und muss z.B. keine Touristenpreise bei Flügen bezahlen.
Außerdem war ich in Abancay, wo ich ab nächstem Jahr arbeiten werde. Ich habe mich sofort in diese kleine Bergstadt mit 16.000 Einwohnern verliebt. Das ganze Leben dort erscheint so friedlich und langsam, die Menschen kommen mir so viel freundlicher und liebevoller vor. Ich hatte dort die Möglichkeit AIDIA kennen zu lernen, die peruanische Organisation, mit der ich arbeiten werde. Die restliche Zeit war mit Lernen und Sprachschule gefüllt und auch mit touristischen Aktivitäten, um Land und Leute besser kennen zu lernen.
Letztes Wochenende habe ich mit 3 Freundinnen bei Cusco einen Inka–Trail mitgemacht und Machu Picchu besucht. Montagmorgen um 6 Uhr wurden wir von unserem Guide abgeholt und um 7 Uhr begann unsere Wanderung in einer Höhe von 3600 m. Schon nach 20 m habe ich wie eine alte Frau gekeucht. Wir wanderten 6 Stunden bergauf, in der Mitte von Nirgendwo und dank der Coca-Blätter, die ich immerzu gekaut habe, haben wir den höchsten Punkt unserer Wanderung in 4600 m Höhe erreicht. Danach ging es über 4 Stunden bergab, entlang eines alten Inka – Pfades über wacklige Brücken, schmale Steinpfade und breite Inka – Terrassen. Diese lange Wanderung war sooo anstrengend und wenn ich es vorher gewusst hätte, wäre ich nicht mitgegangen. Doch im Nachhinein bin ich sehr stolz auf mich, dass ich es geschafft habe. Ich bin immer noch so ergriffen von der Schönheit Perus: die kargen Berglandschaften, mit dem trockenen Gras – die einzigartige und vielfältige Vegetation – die mächtigen Felsen – die Einfachheit der Menschen… Gott ist so ein wunderbarer Schöpfer!
Nachts sind wir gegen 2 Uhr erst im Hotel angekommen und am nächsten Morgen ging es gegen halb 8 schon wieder weiter, mit dem Bus hoch auf Machu Pichu, der alte Ruinenstadt der Inkas. Es ist schon beeindruckend gewesen, wie geschickt die Inkas beim Bau ihrer Tempel und Häuser waren. Und trotz dieser Genialität und Einzigartigkeit hatte das Inka – Reich keinen Bestand. Mit großer Ehrfurcht habe ich auf dem Berg gestanden, über Machu Pichu geschaut und Gott für seine Größe und Beständigkeit gedankt.
Am dritten Tag bin ich wieder mit dem Nachtbus von Cusco nach Arequipa zurück gefahren.
Nun muss ich erstmal wieder bisschen in die Sprachschule gehen und mein Spanisch weiter verbessern. Im September geht es dann vielleicht auf den Vulkan Misti, einen der drei „Hausvulkane“ Arequipas, der fast 6000 m hoch ist.
Anne | 28.08.2010 20:18
Daniela Gun | 27.08.2010 21:52
- Geistlicher Impuls
- Aktuelle Programmtipps
- Neues rund um Bibel TV









