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Artikel vom: 19.07.2011
18 - Hochlandreisen
Durch meinen Umzug nach Abancay hat nun auch mein eigentlicher Missionsdienst begonnen. Ich unterstütze AIDIA, eine peruanische Organisation, deren Ziel es ist, dass die Menschen in dieser Region das Wort Gottes in ihrer Sprache (Quechua) lesen, hören und schreiben können. Das geschieht durch verschiedene Arbeitsbereiche: Übersetzung der Bibel ins Quechua dieser Region, Alphabetisierungskurse, Schulungen für Gemeindeleiter, Herstellung von Material (Bücher, Video, Audio) in Quechua, Training von Sonntagsschullehrern und Stärkung der Familie.

Zusammen mit Rocio bin ich für „Kinder - Jugendliche - Familien" zuständig. Dazu gehört, dass wir zweimal pro Monat ins Hochland (Campo) reisen und Gemeinden besuchen. Dort veranstalten wir Schulungen für Kindermitarbeiter oder Workshops für die ganze Familie - „una familia feliz" (eine glückliche Familie).

Im Juni war ich mit Rocio auf meinen ersten Hochlandreisen in Chuquibambilla und Vischingay. Die Dörfer im Hochland haben eine ganz eigene und andere Kultur, als die Städte der Anden. Man kommt in die Dorfgemeinschaft und ist sofort mit hinein genommen in alle Aktivitäten.

Rocio und ich in Chuqui, wo wir einige Kindermitarbeiter getroffen haben, um mit ihnen Kinderstunden über Geschichten aus dem alten Testament zu erstellen. Das Wichtige dabei ist, die Stundenentwürfe so einfach wie möglich zu gestalten.In Vischingay haben wir ein Seminar über die Bedeutung von Kinder- und Jugendarbeit in der Gemeinde gehalten. Dieses Dorf liegt 1 Stunde Fußweg, steil bergab, von der Straße entfernt.

Das Essen haben die verschiedenen Gemeindemitglieder immer im Freien, direkt auf der Wiese zubereitet und dann im Haus auf 3 Feuern gekocht. Das Essen habe ich sehr gut vertragen, was für mich ein kleines Wunder war - viele Missionare werden bei diesen Besuchen krank.

 

Am Sonntag haben wir die Kinderstunde in der Kirche abgehalten, während die Eltern ihr Seminar über Ehe und Familie im Freien hatten. Mit den Kindern haben wir „faules Ei" gespielt - so wie ich es aus meiner Kindheit kenne - und sie hatten großen Spaß dabei. Ich musste nach einigen Runden allerdings aussetzen, weil ich körperliche Anstrengung in einer Höhe von über 3000 m nicht gewohnt bin.Von Leuten aus der Gemeinde haben wir Mais, Bohnen, Käse und Fleisch (sie hatten ein ganzes Schaf für das WE für uns geschlachtet) geschenkt bekommen - den Mais mussten wir für den Transport pulen. Da es keinen befahrbaren Weg zum Dorf gibt, hatten wir einen 2 Stunden Aufstieg bis zur Straße, wobei uns Leute aus der Gemeinde ihre Pferde zum Transport unserer Sachen geliehen haben.


Für mich sind die Hochlandreisen körperlich sehr anstrengend, auch wenn ich jung und sportlich bin. Mein Körper muss sich an diese Anstrengung in Höhen von 3000 bis 4000 Meter erst noch gewöhnen. Da bleibt mir wohl nichts anderes übrig, als ab und zu Trainingseinheiten zu machen. :-)



Quelle: Bibel TV
Kommentare
Annekathrin | 18.01.2012 17:00
Liebe Sabine, ganz vielen Dank für euren lieben Gruß aus Falkenstein. Liebe Grüße aus Abancay, Annekathrin
Sabine (Helge) + Steffen Janke | 11.01.2012 19:38
Grüße aus Falkenstein an Dich liebe Annekathrin!! Da ich (Steffen) schon fast dutzendmal in Peru war und das Land,seine Menschen,(mit allen Nöten und aller GASTFREUNDLICHKEIT)sowie die spektakuläre Landschaft sehr gut kenne, kann ich Deinen Dienst und Deine Erfahrungen dort gut nachvollziehen.Wir wünschen Dir noch weiterhin Gottes Beistand und viele segensreiche Begegnungen! Sabine + Steffen
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