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Henning Röhl

Pastorensohn, Journalist, Medienmanager

Neue Sender aufzubauen, damit kannte er sich aus. Ein ganzes Funkhaus zu leiten, auch das hatte er schon gemacht. Ja, mehr noch: Henning Röhl war Chefredakteur von „Tagesschau" und „Tagesthemen", Deutschlands ganz großen Nachrichtensendungen. Nur eines hatte der Vollblut-Journalist, Medienmanager und Pastorensohn bislang noch nicht gemacht: Er hatte noch nie einen christlichen TV-Sender gelenkt. 2001 sollte sich das ändern.

Es war Norman Rentrop, dem die Idee zu Bibel TV kam. 
Für den Bonner Verleger stand fest: Nur ein erfahrener Medienmann und überzeugter Christ kann einen christlichen Fernsehsender steuern. Sein Blick fiel auf Henning Röhl, jenen Medienmacher, der als Fernsehdirektor Anfang der Neunziger Jahre beim neu gegründeten Mitteldeutschen Rundfunk in Leipzig das MDR-Fernsehen aus der Taufe gehoben hatte, heute eines der erfolgreichsten Dritten Programme innerhalb der ARD. Henning Röhl, ein Mann mit steiler öffentlich-rechtlicher Karriere - und ein Pastorensohn. Ja, er könnte Bibel TV führen...

Verleger Rentrop hatte Erfolg, er konnte Henning Röhl von seiner Idee überzeugen. Für Röhl bedeutete das die Abkehr vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk - nach mehr als drei Jahrzehnten. Viele Branchenkollegen staunten, als Röhl verkündete, was er Neues vorhatte. Einige schmunzelten sogar, gaben Bibel TV keine Chance. Ein Jahr, spotteten sie, dann würde der Sender wieder verschwunden sein. Wie sehr sie sich irrten.

Henning Röhl wurde 1943 im schleswig-holsteinischen Töstrup geboren. Er ist der jüngste Sohn des evangelischen Pastors und späteren Propsten von Eiderstedt Cay-Heinrich Röhl und dessen Ehefrau Betty. In Flensburg zur Schule gegangen, zog es Henning Röhl zum Studium nach Wien und Freiburg. Seine Studienfächer: Philosophie, Geschichte und Germanistik. Beim Südwestfunk (SWF) in Baden-Baden absolvierte er ein Volontariat. 1967 wurde er Politik-Journalist beim SWF, 1978 stellvertretender Chefredakteur beim SWF-Hörfunk.

1981 folgte der Wechsel zum Norddeutschen Rundfunk, zurück in den hohen Norden. 1983 wurde Röhl zum Direktor des NDR-Landesfunkhauses Schleswig-Holstein in Kiel ernannt. Fünf Jahre später wurde er Chefredakteur von ARD-aktuell und damit von Deutschlands Nachrichten-Flaggschiffen „Tagesschau" und „Tagesthemen".

Die Spitze seiner Karriere? Mitnichten. Nach dem Fall der Mauer ging Röhl nach Leipzig und wurde 1991 Fernsehdirektor des neuen Mitteldeutschen Rundfunks. Unter ihm entstand das erfolgreiche MDR-Fernsehen. Seiner Initiative ist es auch zu verdanken, dass die ARD sich entschloss, einen Fernsehkanal für Kinder zu gründen und dass der KI.KA, wie er heute heißt, seinen Sitz in Erfurt hat.

2001 schließlich wurde Henning Röhl zum Geschäftsführer von Bibel TV ernannt. Dadurch ergab sich für ihn nicht nur die Chance, beruflich nach Hamburg zurückzukehren, sondern es bot sich ihm erstmals die Möglichkeit, seine christlichen Wurzeln und sein berufliches Geschick unter einen Hut zu bringen. Christliches Fernsehen, für Henning Röhl weit mehr als nur ein Beruf - es ist seine Berufung.

Eine der größten Umstellungen bestand für Henning Röhl darin, dass er von nun an mit einem Bruchteil dessen Fernsehen machen musste, was ihm beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk an Geld zur Verfügung stand. Noch heute scherzt er: „Anfangs musste ich bei Bibel TV mit dem Geld, das ich früher für eine einzige 'Tatort'-Folge hatte, ein ganzes Jahr lang auskommen." Er bewies, dass er mit Geld umgehen kann - das Projekt Bibel TV ließ sich tatsächlich mit so wenig Geld finanzieren. Röhl lachend: „Das ZDF hat ein Nachrichtenstudio für 30 Millionen Euro gebaut, wir eines für 900 Euro!"

Stand Henning Röhl früher für so manchen „Tagesthemen"-Kommentar vor der Kamera, tat er es von nun an als Moderator beispielsweise von „Bibel TV - Das Gespräch". Und: Er begann, mit der Religionswissenschaftlerin Ruth Lapide vor laufenden Kameras zu diskutieren. Etliche Gesprächssendungen mit den beiden sind im Laufe der Jahre entstanden, so manche entwickelte sich zum kontroversen Streitgespräch. Und auch wenn Henning Röhl ein äußerst wortgewandter Moderator ist, so gesteht er ein: „Bei Ruth Lapide ziehe selbst ich manchmal den Kürzeren!"

Henning Röhl liebte den direkten Draht zu den Zuschauern. In der Sendung „Bibel TV - Ihre Fragen" beantwortete er regelmäßig Zuschauerpost. Jedes Jahr am Tag der offenen Tür und auf vielen weiteren Veranstaltungen begrüßte er die Bibel TV-Zuschauer persönlich mit Handschlag - die meisten kannte er bereits beim Namen, und mit jedem pflegte er gern das freundschaftliche Gespräch.

Henning Röhl - ein Fernseh-Profi zum Anfassen.

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