Als "halbfreudiges" Ereignis bezeichnete meine Schwester den Tod unserer Oma. Anfang Juli (Independence Day) wäre die "braune Oma" 90 geworden ("braune Oma" bezog sich nicht auf die politische Gesinnung, als Kinder hatten wir nur den Eindruck, sie trägt immer braune Kleider; wir hatten auch noch eine "rote Oma" - mit der gleichen Erklärung :-). Samstag früh durfte sie dann nach Hause gehen, begleitet mit Liedern von Martins Eltern.
Ihre letzten Jahre waren geprägt von einer Demenzerkrankung. In dieser Zeit erkannte uns Oma namentlich nicht mehr, aber irgendwie kamen wir ihr bekannt vor.
Martins Eltern kümmerten sich liebevoll um Oma. Praktisch ihr ganzes Leben (bis auf ein paar Jahre in Thüringen) verbrachte sie in Geroldsgrün. Phänomenal war die Freude und Dankbarkeit, die Oma an den Tag legte. Klagen war nicht ihre Art, passender war Nehmia 8,10
"Seid nicht bekümmert, denn die Freude am Herrn ist eure Stärke."
Nun habe wir die Gewissheit, dass sie bei Jesus ist. Denn nur mit dem Glauben an Christus können wir am Ende sagen: Alles wird gut! Diesen Glauben hat Oma gehabt. Dieser Glaube ist unsere Hoffnung, trotz der Trauer (darum "halbfreudig").
Wir sehen uns Oma!
Finn und die "braune Oma" 2008
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