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Artikel vom: 29.07.2011
42 - Grab´ tiefer!
Einige Leute werden überrascht sein zu hören, dass wir ein Einkaufszentrum in Galena haben. Die letzten Wochen war dort immer viel los. Meistens treiben sich hier die Schwarzbären rum auf der Suche nach Futter. Aber auch Leute finden tolle Sachen. In Galena gibt es keine "Second Hand" Läden (die erste Adresse für uns wenn wir nach Anchorage oder Fairbanks fliegen). Silke fand z.B. zwei fast neue Schlafsäcke. Sie hat sie gewaschen und wir haben sie die letzten zwei Wochen auf der Kinderfreizeit benutzt (im nächsten Blog schreibe ich mehr von den Freizeiten).
Die Bären sind nicht sehr scheu und so muss man gut aufpassen, wenn man einkaufen geht. Ich habe großartige Sachen gefunden, um nächstes Jahr ein Gewächshaus zu bauen.. Bevor der Winter kommt, möchten wir noch einen Hühnerstall bauen. Frische Eier sind hier draußen ein Genuss, aber fast noch wichtiger ist die Hühnerkacke. Damit wird der Garten gedüngt. Komposterde ist normalerweise nicht sehr teuer aber sehr schwer und das schlägt sich dann doch beträchtlich bei den Portokosten nieder.
Wir gehen etwa einmal die Woche einkaufen wenn möglich. Die Leute setzen den Müll gerne in Brand, so muss man schnell sein. Am Anfang waren wir noch begeistert, Schwarzbären zu sehen, im Auto sind wir sicher und sie kommen sehr nahe. Aber wenn die Bären da sind, können wir nicht einkaufen oder wir müssen warten, bis sie sich trollen.
Im letzten Eintrag hatte ich erwähnt, dass wir keinen Lachs fangen können, sehr ärgerlich für alle Neulinge im ersten Jahr. Unser Schöpfer wusste Bescheid und so schenkte uns jemand einen 20kg Karton voll mit Lachsfilet und Lachskaviar! Extrem lecker. Gott versorgt!
Freunde, die wegziehen, machten uns ein großes Geschenk. Sie gaben uns ihr kleines Boot mit einem 30 PS Motor. Nun sind wir hier draußen sehr viel beweglicher. Wir haben einen kleinen Sandstrand gegenüber von unserem Haus am anderen Ufer, Finn und Hund Kiska genießen den Sand, dazu ein kleines Lagerfeuer - herrlich!
Ein stolzer Bootsbesitzer in Aktion. Unser Gott ist sehr fürsorglich und er benutzt eine Menge Leute dafür. Vielen herzlichen Dank!
Auf unserem Weg nach Nulato, einem Dorf flussabwärts konnten wir ein Foto unseres Hauses machen. Es ist das gelbe Haus in der Mitte, links von dem blauen Haus direkt am Yukon. Der Garten befindet sich vor dem Haus. Die Wiese hinter dem Dorf gehört schon zum Flughafen.
Unser Vermieter hat die Wasserpumpe wieder repariert (siehe letzter Eintrag) und so haben wir wieder fließen Wasser. Nichts ist selbstverständlich hier draußen, nun wissen wir es um so mehr zu schätzen. Als wir von der Kinderfreizeit wieder zurück kamen, war der Waschraum überflutet! Der Druckbehälter für das Wasssersystem hatte ein Loch bekommen, so rieselte eine Woche lang ein feiner Wasserstrahl heraus. Alles war rostrot, da das Wasser sehr eisenhaltig ist. Das heißt, als wir die kaputte Wasserpumpe ausgewechselt haben, handelte es sich nur um eine Symptomreparatur. Das eingentliche Problem war nicht gelöst. Der Druckbehälter konnte den Druck nicht halten, deshalb ist die Pumpe ständig angesprungen, bis sie überhitzt war. Das Symptom zu reparieren war nicht genug, wir mussten dem eingentlichen Problem auf den Grund gehen. Wie wahr ist das für viele Dinge in unsere Welt. Wir sehen viele Probleme und versuchen sie zu lösen. Eine Studie besagt, dass unser Gesundheitssystem in 99% aller Fälle nur Symptome behandelt und nur in 1% die eigentliche Ursache behebt. Die Probleme sind vielfältig und unser Staat probiert, die Probleme zu lösen. Gleichzeitig müssen wir aber auch realisieren, dass in den allermeisten Fällen nur Symptome behandelt werden und das eigentliche Grundproblem nicht gelöst wird. In 1. Mose 8,21 sagt Gott, dass das menschliche Denken und Handeln von Grund auf bösen ist. Keiner von uns hört so etwas gerne aber wenn ich die täglichen Nachrichten höre, bekommen ich jeden Tag die Bestätigung dafür.
Wir sehr freuen wir uns, wenn unsere Herr Jesus in Zukunft wieder kommt. Es ist gut zu wissen, dass Jesus vor über 2000 Jahren das Grundproblem gelöst hat, als er für uns am Kreuz gestorben ist. Wir sehen immer mehr Menschen die ihr Leben zum Positiven wenden, wenn Jesus die Führung in ihrem Leben übernimmt.
Quelle:
Familie Hornfischer
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