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Artikel vom: 03.11.2011
Zu Gast bei Friedhelm Loh
Bibel TV das Gespräch SPEZIAL

Er ist Vorstandsvorsitzender und Inhaber der Friedhelm-Loh-Group, eines der erfolgreichsten deutschen Familienunternehmen, er ist Vizepräsident des BDI und Vorsitzender des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. Er ist Oldtimerliebhaber, Familienvater und gläubiger Christ: Friedhelm Loh. Bibel TV hat den Top-Unternehmer in seiner Firmenzentrale in Haiger (Hessen) besucht. Im Gespräch mit Henning Röhl zeigte sich der Unternehmer  als bodenständige und bescheidene Persönlichkeit.



Kann ein Unternehmer Christ sein?

Neben der Wirtschaftskrise, seinen Unternehmensgrundsätzen und gesellschaftlichen Entwicklungstendenzen, kam auch Lohs persönlicher Glaube zur Sprache. Oft wird er gefragt, ob ein Unternehmer Christ sein könne. Für Loh keine Frage,  für ihn schließt sich sein Beruf und Christsein nicht aus. Er versucht auch in seiner Firma seine Glaubensgrundsätze und Prinzipen zu leben. Die 10 Gebote sind für ihn auch im Geschäftsleben wichtig. Als Christ und Unternehmer erinnerten sie ihn immer wieder daran, darauf zu achten, „verantwortungsvoll zu wirtschaften" und sich nicht allein vom Ziel der persönlichen Bereicherung antreiben zu lassen.  Auch das dritte Gebot, „du sollst den Feiertag heiligen", versucht er umzusetzen. Die Einhaltung der Sonntagsruhe ist ihm wichtig.

Er verzichtet -soweit möglich- auf Sonntagsbeschäftigung, sieht dies aber eindeutig auch als Vorteil, den die Industrie bietet: „Ich habe das Privileg ein Unternehmen zu haben, wo ich es nicht tun muss, und dafür bin ich dankbar!" Engagement im christlichen, aber auch im weltlichen Bereich ist für Loh wichtig. Der Unternehmer spendet 10% seines Bruttoeinkommens und 10% seiner Arbeitszeit für gemeinnützige Zwecke. In Krisenzeiten hat sich sein Glaube an Gott bewährt, 2009 ging die Wirtschaftskrise nicht spurlos an dem hessischen Betrieb vorbei, Mitarbeiter mussten entlassen werden. Nicht nur in solchen Zeiten findet Loh -dem Familienmotto „ora et labora" gemäß- Rückzug und Ermutigung im Gebet: „Für mich ist wichtig, dass ich eine höhere Instanz habe, dass ich nicht die letzte bin." Im Gebet kann er abgeben und empfangen, mit Gott sprechen und Hilfe erfahren. Gerade in seiner verantwortungsvollen Position, in der auch die Zukunft seiner Mitarbeiter und des Unternehmens von seinen Entscheidungen abhängen, empfindet Loh es als Segen, im Gebet Hilfe und Unterstützung zu erleben.

Der Weg in den Gottesdienst am Sonntag ist für Loh von großer Bedeutung. Für ihn ist die Gemeinde „einer der wichtigsten Orte für Auftanken, Zuhören, lernen können, beten können, teilen können [...], das ist für mich das Entscheidende an Gemeinde [...]."

Standpunkt beziehen

Von den Christen in Deutschland wünscht sich Loh mehr Initiative und Standhaftigkeit, „was den Kirchen fehlt, sind klare Positionen, man vermeidet die Reibung." Dass man über Positionen auch mal streiten müsse, sei dabei gar nichts Schlechtes. Er kritisiert die Konformität, die in den Kirchen oft vorherrsche. Man müsse wieder Mut haben klar Stellung zu beziehen und zu christlichen Grundprinzipien und Positionen zu stehen, selbst wenn man dabei verlieren sollte.  „Die Kirche muss die Botschaft Christi wieder verkaufen [...], dass heißt den Menschen schlicht und einfach sagen, was Sache ist! Dass es nur einen Weg gibt durch Jesus Christus zum ewigen Leben zu kommen, und dass die Alternative zum ewigen Leben die ewige Verdammnis ist!"


Lebensmotto


Friedhelm Loh
Auf die Frage welches Bibelzitat ihm in seinem Leben wichtig geworden sei, zitiert Friedhelm Loh Johannes 3, 16: „Also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben". „Das ist das, was für mich die Plattform meines Lebens ist...das ist letztlich auch die Beruhigung in bewegten Zeiten, dass es eine feste Führung gibt!"

Das Unternehmen

Friedhelm Loh übernahm 1974 mit gerade einmal 28 Jahren die Geschäftsführung des Familienunternehmens, das sein Vater Rudolf Loh 1961 gegründet hatte. Die Belegschaft bestand damals aus 180 Personen. Heute arbeiten 11.500 Mitarbeiter in 10 inländischen und 63 internationalen Tochtergesellschaften weltweit für die Friedhelm-Loh-Group, die im Wesentlichen acht Firmen in der Unternehmensgruppe verbindet. Die Firma Rittal gehört zum stärksten Unternehmenszweig. Als Spezialist für Schaltschränke ist das Unternehmen Weltmarktführer. Der erwartete Umsatz für 2011 liegt bei 2,2 Milliarden Euro.

Sehen Sie das ganze Interview mit Friedhelm Loh Bibel TV das Gespräch SPEZIAL.

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Quelle: Bibel TV
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