Der christliche Familiensender

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Artikel vom: 01.05.2009
12 - Missionare haben keinen Urlaub!
befreundetefamilieAls in Deutschland Ostern gefeiert wurde, trafen sich in Kambodscha sämtliche Familien zum Khmer Neujahr. Deshalb hatten wir diese Woche auch schulfrei und entschieden uns, die Zeit für einen Urlaub in einem Nachbarland zu nutzen. Vor allem Christine war nicht sicher, ob das jetzt schon "dran" ist. Doch Gott hatte kein Problem damit, uns das Ganze zu bestätigen:

- Zuerst besuchten wir eine befreundete Familie, bei denen wir im Container kostenlos Gepäck von Deutschland nach Vietnam transportieren durften. Sie waren schon länger auf der Suche nach einem internationalen Gottesdienst. Das ist im kommunistischen Nachbarland selbst für Ausländer, die sich cafealaskamanntreffen, nicht so einfach. Deswegen finden die Veranstaltungen in verschiedenen Häusern statt. Durch eine Bekannte von einer Allianz-Missions-Kollegin konnten wir aber einen Ostergottesdienst ausfindig machen und hoffen, dass die Familie nun dort Anschluss findet. Besonders schön war es, zusammen mit verschiedenen Nationen Gott zu loben und im Anschluss gemeinsam Mittag zu essen.

- Dann ging es weiter zu einer Kleinstadt am Strand. Dort gab es eine große, katholische Kirche vor der Wolfram einen Mann entdeckte, der in der Bibel las. Nachdem er ihn angesprochen hatte, stellte sich heraus, dass er aus Alaska kam und jetzt mit einer steuerfrauEinheimischen verheiratet ist. Er vermisst seine freie Gemeinde und fühlt sich mit seinem Glauben einsam. Wir haben ihn später noch in seinem Laden, in dem man wunderbar Erdbeershake trinken konnte, getroffen. Bei den Gesprächen wirkte er tendenziell depressiv über seine Lage. Er kann leider auch nicht viel von der Sprache, so dass er sich schwer tut sich mit einheimischen Christen zu verständigen. Wolfram konnte ihm zumindest eine Gemeinde mit Übersetzung und Kontakt zu anderen Ausländern vermitteln. Wir hoffen, dass das ein Hoffnungsschimmer für ihn wird!

- Bei einem Strandspaziergang hat uns ein alter Fischer auf sein Boot eingeladen und dort für fischerdorfuns gekocht, weil er sein Englisch trainieren wollte. Er konnte uns viel aus seinem Leben erzählen und wir sind auch über den Glauben ins Gespräch gekommen.

- Wir haben uns sehr gefreut Tanja, eine Shorty der AM, an unserem Urlaubsort zu treffen. Sie hilft dort einem Ehepaar beim Vorbereiten von verschiedenen Lektionen, die sehr einfach aber mit großer Wirkung sind. Dabei lernen die Christen aus einer Minderheit, wie man z. B. Nächstenliebe praktisch macht. Zuvor haben die einfachen Bergleute sich von ihren Nachbarn abgeschottet. Jetzt haben sie mehr Selbstvertrauen und räumen z. B. den Müll im Dorf weg, bauen Brücken oder sanitäre StrandkircheAnlagen. Das hat so große Auswirkungen, dass die Regierung ein positiveres Bild von unseren Geschwistern dort bekommen hat. Durch die Lektion "wie können wir unsere Frauen mehr lieben?" wurde das Leben einiger dramatisch verändert. In dem Dorf war es nämlich völlig normal, dass die Frauen um 3 Uhr nachts aufstehen Feuerholz und Wasser holen, um das Frühstück der Männer vorzubereiten. Die konnten bis 7 Uhr ausschlafen. Doch nach der Lektion ging ihnen ein Licht auf, dass sie ja ihre Frauen gerade da unterstützen konnten. Zuerst wurden sie von den anderen Jungs ausgelacht. Als die aber sahen, wie die Ehen der Christen besser wurden, entschlossen sie sich auch ihren Frauen mehr zu helfen, bis das ganze Dorf Jugendgruppemitmachte.
Wir waren über die Berichte beeindruckt, wie manche Taten lauter sprechen als tausend fromme Worte!

- Unbekannte Worte, aber eine sehr bekannte Melodie hörten wir eines Abends am Strand. Christine war eine Gruppe Jugendlicher schon aufgefallen, weil eine davon ein Buch mit einem Fischaufdruck in der Hand hielt. Etwa 20 Leute saßen für ein Picknick gemütlich zusammen. Doch dann packte einer die Gitarre aus und wir konnten "Du bist die Kraft, die mir oft fehlt..." auf „Einheimisch“ hören. Da fingen wir an auf englisch mit zu singen und setzten uns einfach mit unseren Keksen dazu. Zuerst kam dadurch ein wenig Unruhe auf, weil plötzlich jeder mit uns ein Foto schießen wollte. Aber später stellte eine richtig fest: " Jetzt können wir gemeinsam Gott loben!" und wir versuchten in ihrer Sprache mitzusingen, oder einfach mit zu summen. Natürlich mussten wir auch mal zu zweit etwas vorsingen. Wir waren froh, dass wir den Einheimischen zeigen konnten, dass sie es auf jeden Fall besser drauf haben, als die zwei Weißen :-) Als dann Aufbruchsstimmung aufkam wurden wir zum Gottesdienst am nächsten Tag eingeladen.
Das ist für die Leute dort nicht so einfach, weil der erst von 6 Ämtern genehmigt werden muss. Wir hoffen, dass die Christen dort trotzdem weiterhin so offen ihren Glauben ausleben!

naturgeniessen- So begeistert von unseren Geschwistern im Nachbarland, waren wir doch etwas überrascht, als in unserem Gästehaus plötzlich Leute aus Kambodscha auftauchten. Als wir sie mit "Dschum rieb sue" begrüßten, schauten die Khmer auch etwas irritiert, haben sich dann aber sehr gefreut. So kam es, dass wir dort von Kambodschanern zum Abendessen eingeladen wurden - die es sich nicht nehmen lassen wollten, dir Rechnung alleine zu bezahlen! Zwei von den drei Leuten, arbeiten bei einer Entwicklungshilfeorganisation und konnten uns einiges berichten. Der Dritte hatte uns sofort als Missionare entlarvt, weil er selber Christ ist. Jetzt hoffen wir, dass wir die Drei auch mal bei uns zum Essen einladen können.

Für alle, die bei der Überschrift etwas besorgt waren:

- Natürlich haben wir es genossen endlich mal wieder Natur um uns herum zu haben. Wir hatten sogar in der Urlaubsstadt den Bonus Meer und Berge gleichzeitig zu haben :-) Und die überraschenden Begegnungen von Gott waren für uns keine Arbeit, sondern ein Vergnügen!

Also lasst Euch bei Eurem nächsten Urlaub oder Ausflug überraschen, wer Euch über den Weg läuft !

Quelle: Bibel TV
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