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Artikel vom: 10.03.2009
9 - Mein erster Friseurbesuch in Kambodscha
Nachdem ich (Wolfram) gehört hatte, dass die reale Gefahr bestünde, sich durch gebrauchte Rasierklingen beim Friseur mit HIV zu infizieren, habe ich meine Haare lieber erst mal wachsen lassen... Irgendwann wurde es unvermeidbar und ich machte mich auf dem Weg um mir die Haare schneiden zu lasssen.Gegen 9 Uhr morgens stand ich vor einem Salon, der einen gewissen Standard zu haben schien - sicherheitshalber hatte ich eine Haarschneidemaschine im Rucksack... Als ich eintrat war ich überrascht: Es schienen doch nicht alle Kambodschaner Morgenmenschen zu sein. Die beiden "Haarabschneider" schliefen. Einer der beiden war wohl gerade im Tiefschlaf. Aber der "Meister" hatte etwas gehört und kam aus dem hinteren Raum, weckte seinen jungen Kollegen und bat mir einen Stuhl an. Wie man das hier als Ausländer machen sollte, erkundigte ich mich, was der Spaß kosten würde und
setzte mich, als ich "Ein Dollar" zur Antwort bekam.
Während der Junior noch im Halbschlaf seine Frisur salonfähig machte, holte der Ältere ein Heft mit asiatischen Beispielfrisuren. Bevor ich etwas finden konnte, das zu mir passt, bekam ich schon eine ausgerissene Seite mit 5 westlichen Modellköpfen unter die Nase gehalten. Schnell zeigte ich auf einen Haarschnitt und es konnte losgehen. Der junge Friseur übernahm. Das Schneiden selber war unspektakulär und er steckte eine neue Rasierklinge in sein Rasiermesser. Später rasierte er mich noch - was ich erst 20 Minuten vorher selbst getan hatte... Während der anschließenden Kopf- und Nackenmassage dachte ich mir: "Der Dollar hat sich gelohnt!". Als er fertig war frisierte er mir einen Seitenscheitel, wie ihn mein Opa trug. Das war NICHT das Modell, auf das ich gezeigt hatte, aber mit etwas Nachschneiden ließ sich das Problem auch beheben. Jetzt weiß ich, wo ich nächstes Mal, zum Haareschneiden wieder hingehe. :-)
Quelle:
Bibel TV








