Kommentare

Thomas Motz | 10.02.2011 23:44
Guten Tag,
Das Buch "Baupläne der Schöpfung" ist noch nicht erschienen. Der Titel und die Autorenschaft versprechen eigentlich, daß dies eine interessante Lektüre wird. Nun habe ich auf Bibel-TV die ersten beiden Folgen der Sendung "Design der Schöpfung" gesehen und merke, wo das hinläuft.
Wieso können diese Leute Widersprüche nicht stehen lassen? Wieso muss alles immer künstlich harmonisiert werden? Für Prof. Huber ist der Mensch ein "Säugetier". Damit wird Darwin viel zu schnell recht gegeben. Kritik an Darwin und an seiner schwammigen - zufalls- und selektions-"gesteuerten" - Entwicklungstheorie wird nicht geübt. Hier fehlt einfach ein Gesprächspartner, der nicht so einfach hörig ist gegenüber Darwin und Urknalltheorie. Folgende Fragen hätten mich interessiert, bisher kam aber dazu gar nichts in Ihrer Sendung.
Ist nun der Mensch durch neodarwinistische Evolution aus dem Tierreich erstanden oder hat Gott dem Hominiden ein neues (übernatürliches) Bewusstsein (Denken/Sprache/Gewissen) eingehaucht, so daß eine natürliche (auf Umweltanpassung basierende) Evolution gar nicht die zentrale Erklärung für die Entstehung des Menschen ist. In welcher Weise hat Gott gewirkt? Ist Gott die Informationsquelle für die biologische Information oder reichen rein natürliche Ursachen aus - wie Darwin fälschlicherweise behauptet hat. Der Fossilbericht zeigt ja bekanntlich keine Übergangsformen mit teilentwickelten (Viertel- oder halbe) Organen. Wieso wird das nicht gesagt, daß der Fossilbericht Darwin nicht unterstützt? Wenn Gott durch Darwinsche Mechanismen geschaffen hätte, dann würde das bedeuten, daß der Schöpfer (=Jesus als Werkmeister der Schöpfung) grausame (Zufall=Dummheit, Selektion=Grausamkeit) Methoden verwendet hat, um durch den Tod von Millionen von Arten den Menschen erstehen zu lassen. Ist das dann ein Gott der Liebe ? Als Erklärung für den Tod muß doch nach biblischem Zeugnis auch der Sündenfall eine Rolle spielen. Bei den Diskussionspartnern taucht der Sündenfall gar nicht auf, weil sie ihn ohnehin für einen Mythos halten. Wieso wird der fundamentale Unterschied zwischen Mikro- und Makroevolution nicht erwähnt, etwa weil sie ihn nicht für bedeutsam halten?
Das Problem an dieser Runde ist: es handelt sich um einen "gleichgeschalteten" Gesprächskreis, in dem keine Diskussion aufkommt. Deswegen fehlen die vielen provokanten Fragen, die dieses Thema hergeben würde. Die Autoren stimmen leider im wesentlichen Darwin zu und deuten die Bibel dann entsprechend so, daß Gott durch Evolution geschaffen habe. Alles was nicht dazu passt, wird mythologisiert. Alles Nachfolger von Bultmann.
Die Origin-Filme mit Arthur Ernest Wilder Smith haben Darwins Theorie deutlich widersprochen. Senden Sie doch diese Reihe wieder.
Hier noch zwei Zitate, die schon deswegen als höchstwahrscheinlich wahr eingestuft werden müssen, weil sie von selbstkritischen Evolutionsforschern stammen.
"Wir Paläontologen haben gesagt, dass die Geschichte des Lebens [die Geschichte der sich allmählich anpassenden Veränderung] bestätigt, wohl wissend, dass dies nicht zutrifft." Niles Eldredge, zitiert in (Lennox, Hat die Wissenschaft Gott begraben?, 2009, S. 163)
Oder der berühmte Paläontologe Stephen Jay Gould sagte bereits 1977:
"Auf einer höheren Stufe der evolutionistischen Veränderung zwischen grundlegenden morphologischen Strukturen war die schrittweise Entwicklung immer ein Problem, und doch stellt sie noch immer die offizielle Position der meisten westlichen Evolutionstheoretiker dar. Sanfte Übergänge zwischen Bauplänen sind fast unmöglich zu verwirklichen, selbst in gedachten Experimenten; es gibt sicherlich keinen Beweis für die Übergänge in der fossilen Überlieferung (seltsame Mosaike wie der Archäopteryx zählen nicht)." Prof. Dr. S.J. Gould
mit freundlichem Gruß
Thomas Motz
- ein Zuschauer, der Fernsehen als systemtische Verdummung ansieht -