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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Widerstand der Samaritaner gegen den Tempelbau

1 Als aber die Gegner Judas und Benjamins hörten, dass die Kinder der Wegführung[2]o. die Söhne der Weggeführten dabei waren, dem Herrn, dem Gott Israels, einen Tempel zu bauen,

2 da traten sie zu Serubbabel und zu den Familienoberhäuptern[1]w. den Häuptern der Väter und sagten zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen! Denn wir suchen euren Gott wie ihr; und ihm opfern wir seit den Tagen Asarhaddons, des Königs von Assur, der uns hierher heraufgeführt hat.

3 Da sagten Serubbabel und Jeschua und die übrigen Familienoberhäupter[3]w. Häupter der Väter Israels zu ihnen: Ihr habt nichts mit uns {zu tun bei dem Auftrag} , unserm Gott ein Haus zu bauen; sondern wir allein, wir werden dem Herrn, dem Gott Israels, bauen, wie es uns der König Kyrus, der König von Persien, befohlen hat.

4 Da machte das Volk des Landes die Hände des Volkes Juda schlaff und schreckte sie vom Bauen ab.

5 Und sie nahmen Ratgeber gegen sie in Dienst[4]o. sie bestachen {königliche} Ratgeber gegen sie, um ihren Plan zunichtezumachen, {und zwar} alle Tage des Kyrus, des Königs von Persien, und bis zur Regierung des Darius, des Königs von Persien.

Anklage gegen die Juden bei den persischen Königen wegen des Wiederaufbaus Jerusalems

6 Und unter der Regierung des Ahasveros, am Anfang seiner Regierung, schrieben sie eine Anklage gegen die Bewohner von Juda und Jerusalem. –

7 Und in den Tagen Artahsastas schrieben Bischlam, Mitredat, Tabeel und seine übrigen Gefährten an Artahsasta, den König von Persien. Der Text[5]w. Das Schriftstück des Briefes war aber aramäisch geschrieben und übersetzt. Aramäisch[6]o. war aber aramäisch geschrieben und ins Aramäische übersetzt; das folgende Stück Kap.4,8 bis Kap.6,18 ist aramäisch geschrieben; ebenso Kap.7,12–26:

8 Der Befehlshaber Rehum und der Schreiber Schimschai schrieben einen Brief gegen Jerusalem an den König Artahsasta mit folgendem {Wortlaut}.

9 Dann {stand da: Wir} , der Befehlshaber Rehum und der Schreiber Schimschai und ihre übrigen Gefährten, die Richter[7]so mit einer Ausgabe der LXX; Mas. T. : dinaje (= Diniter?), die Gesandten[8]Im Aram. steht hier ein Beamtentitel mit unsicherer Bedeutung., die Schreiber[8]Im Aram. steht hier ein Beamtentitel mit unsicherer Bedeutung. und die Verwalter[8]Im Aram. steht hier ein Beamtentitel mit unsicherer Bedeutung., die Männer aus Erech, Babel und Susa, das sind die Männer aus Elam,

10 und die übrigen Nationen, die der große und erlauchte Asenappar[9]d. i. Assurbanipal; nach anderen: dessen Vater Asarhaddon wegführte und in den Städten Samarias und im übrigen {Gebiet} jenseits des Stromes wohnen ließ –. Und nun:

11 Dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn sandten: An den König Artahsasta, deine[10]so mit T. ; Mas. T. : Dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn, an den König Artahsasta, sandten: Deine Knechte, die Männer jenseits des Stromes[11]d. i. die persische Provinz westlich des Euphrat. Und nun:

12 Es sei dem König kund, dass die Juden, die von dir heraufgezogen sind, zu uns nach Jerusalem gekommen sind. Sie bauen die aufrührerische und böse Stadt {wieder} auf, sie vollenden die Mauern und bessern die Fundamente aus.

13 Nun sei dem König kund: Wenn diese Stadt {wieder} aufgebaut wird und die Mauern vollendet werden, dann werden sie Steuern, Abgaben und Zoll nicht mehr geben, und das wird schließlich die Könige schädigen[1]o. und sie wird {so} die Vorräte der Könige schädigen.

14 Weil wir nun das Salz des Palastes essen und es uns nicht geziemt, die Bloßstellung des Königs mitanzusehen, deswegen senden wir hin und teilen es dem König mit,

15 damit man in den Protokollen[2]w. im Buch der Erinnerung deiner Väter nachforscht. Und du wirst in dem Buch der Denkwürdigkeiten finden und erkennen, dass diese Stadt eine aufrührerische Stadt gewesen ist, die Könige und Länder geschädigt hat, und dass man von den Tagen der Vorzeit her Empörung darin gestiftet hat. Deshalb ist diese Stadt zerstört worden.

16 Wir teilen dem König mit: Wenn diese Stadt {wieder} aufgebaut wird und die Mauern vollendet werden, wirst du infolge davon {im Gebiet} jenseits des Stromes[3]d. i. die persische Provinz westlich des Euphrat keinen Anteil mehr haben.

17 {Folgende} Antwort sandte der König: An den Befehlshaber Rehum, den Schreiber Schimschai und an ihre übrigen Gefährten, die in Samaria und in dem übrigen {Gebiet} jenseits des Stromes[3]d. i. die persische Provinz westlich des Euphrat wohnen, den Friedensgruß. Und nun:

18 Der Brief, den ihr an uns gesandt habt, ist Stück für Stück[4]o. in Übersetzung vor mir gelesen worden.

19 Und von mir ist Befehl gegeben worden, und man hat nachgeforscht und gefunden, dass diese Stadt sich von den Tagen der Vorzeit an gegen die Könige erhoben hat und dass Aufruhr und Empörung in ihr gestiftet worden sind.

20 Und mächtige Könige hat es zu Jerusalem gegeben; die haben über alles geherrscht, was jenseits des Stromes[5]d. h. westlich des Euphrat ist, und Steuern, Abgaben und Zoll wurden ihnen gegeben.

21 Nun gebt Befehl, diesen Männern Einhalt zu gebieten! Diese Stadt soll nicht {wieder} aufgebaut werden, bis von mir Befehl gegeben wird.

22 Und hütet euch, hierin eine Nachlässigkeit zu begehen! Warum sollte ein großer Schaden zum Nachteil der Könige entstehen? –

23 Als dann die Abschrift des Briefes des Königs Artahsasta vor Rehum und dem Schreiber Schimschai und ihren Gefährten gelesen worden war, gingen sie in Eile nach Jerusalem zu den Juden und geboten ihnen mit Waffengewalt Einhalt.

24 Damals[6]Andere lesen mit geringfügiger Korrektur: Ebenso wurde die Arbeit am Haus Gottes in Jerusalem eingestellt, und sie blieb eingestellt bis zum zweiten Jahr der Regierung des Königs Darius von Persien.

Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Unterbrechung des Wiederaufbaus von Tempel und Stadt: 4,1–24

1 Die Feinde von Juda und Benjamin erfuhren, dass die Heimkehrer für den HERRN, den Gott Israels, einen Tempel bauten.

2 Da kamen sie zu Serubbabel und den Familienoberhäuptern und sagten: Wir wollen zusammen mit euch bauen. Denn wie ihr suchen auch wir euren Gott auf und opfern ihm seit der Zeit des Königs Asarhaddon von Assur, der uns hierher gebracht hat.

3 Aber Serubbabel, Jeschua und die übrigen Oberhäupter der Großfamilien Israels erwiderten ihnen: Es geht nicht, dass wir mit euch zusammen unserem Gott ein Haus bauen, sondern wir allein wollen für den HERRN, den Gott Israels, bauen, wie es uns König Kyrus, der König von Persien, geboten hat.

4 Da machte das Volk des Landes die Leute von Juda mutlos und schreckte sie vom Bauen ab.

5 Man bestach sogar königliche Räte gegen sie, um ihr Vorhaben zu vereiteln; das dauerte die ganze Regierungszeit des Perserkönigs Kyrus bis zur Regierung des Königs Darius von Persien.

6 Als dann Xerxes König wurde, setzten sie zu Beginn seiner Herrschaft eine Anklage gegen die Bewohner von Juda und Jerusalem auf.

7 In der Zeit des Artaxerxes schrieb Bischlam zusammen mit Mitredat, Tabeel und seinen übrigen Amtsgenossen an den König Artaxerxes von Persien. Der Brief war ins Aramäische übersetzt und in aramäischer Schrift geschrieben.

8 Ebenso schrieben der Befehlshaber Rehum und der Schreiber Schimschai einen Brief gegen Jerusalem an den König Artaxerxes,

9 darauf dann der Befehlshaber Rehum und der Schreiber Schimschai sowie ihre übrigen Amtsgenossen, Leute aus Dina, Afarsatach, Tarpal, Persien, Erech, Babel und Susa - das sind Elamiter -

10 und die übrigen Volksgruppen, die der große und berühmte Asenappar weggeführt und in den Städten von Samaria und im übrigen Gebiet jenseits des Stroms angesiedelt hat.

11 Dies ist nun eine Abschrift des Briefes, den sie an Artaxerxes schickten: An den König Artaxerxes, von deinen Knechten, den Leuten jenseits des Stroms.

12 Dem König sei gemeldet: Die Juden, die aus deiner Nähe wegzogen, sind zu uns nach Jerusalem gekommen. Sie bauen die aufrührerische und böse Stadt wieder auf; sie stellen die Mauern wieder her und sichern die Fundamente.

13 Dem König sei nun gemeldet: Wenn diese Stadt wieder aufgebaut ist und ihre Mauern vollendet sind, dann entrichten die Juden keine Steuern, Abgaben und Zölle mehr. So bringt sie den Königen schließlich nur Schaden.

14 Nun ist aber das Salz des Palastes unser Salz; darum ist es nicht recht, wenn wir mit ansehen, wie der König erniedrigt wird. Deshalb senden wir dem König Nachricht:

15 Man möge in der Chronik deiner Väter nachforschen; du wirst dann in der Chronik finden und feststellen: Diese Stadt ist eine aufrührerische Stadt; sie hat Königen und Provinzen Schaden gebracht und von jeher hat man in ihr Empörung angestiftet. Deshalb ist diese Stadt ja auch zerstört worden.

16 Wir machen also den König darauf aufmerksam: Wird diese Stadt wieder aufgebaut und werden ihre Mauern vollendet, dann hast du keinen Anteil mehr am Gebiet jenseits des Stroms.

17 Der König schickte folgende Erwiderung: An den Befehlshaber Rehum und den Schreiber Schimschai sowie ihre übrigen Genossen, die in Samaria und dem übrigen Gebiet jenseits des Stroms wohnen, meinen Gruß.

18 Das Schriftstück, das ihr an uns gesandt habt, ist mir Wort für Wort vorgelesen worden.

19 Daraufhin befahl ich nachzuforschen und man fand: Diese Stadt hat sich von jeher gegen die Könige erhoben und in ihr gab es immer wieder Aufruhr und Empörung.

20 Mächtige Könige geboten über Jerusalem und herrschten über das ganze Gebiet jenseits des Stroms und ihnen entrichtete man Steuern, Abgaben und Zölle.

21 Gebt also Befehl, dass man jenen Männern ihr Tun verwehrt! Diese Stadt darf nicht wieder aufgebaut werden, bis weitere Anordnungen von mir ergehen.

22 Hütet euch, in dieser Sache nachlässig zu sein; sonst könnte großer Schaden zum Nachteil der Könige entstehen.

23 Sobald das Schreiben des Königs Artaxerxes vor Rehum und dem Schreiber Schimschai sowie ihren Amtsgenossen verlesen worden war, gingen diese eilends nach Jerusalem zu den Juden und hinderten sie mit Waffengewalt an ihrer Arbeit.

24 So kam die Arbeit am Gotteshaus in Jerusalem zum Stillstand und ruhte bis zum zweiten Jahr der Herrschaft des Perserkönigs Darius.

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