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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Zweite Rede des Bildad: Unwillen über Hiobs anmaßendes Reden – Unvermeidlicher Untergang der Gottlosen

1 Und Bildad von Schuach antwortete und sagte:

2 Wie lange wollt ihr den Worten Grenzen setzen? Nehmt Einsicht an, und danach wollen wir reden!

3 Warum werden wir denn für Vieh gehalten, sind dumm[7]o. unrein in deinen[8]so mit LXX; Mas. T. : euren Augen?

4 Du, der sich selbst zerfleischt in seinem Zorn, soll deinetwegen die Erde verlassen werden, ein Fels von seiner Stelle wegrücken?

5 Doch das Licht des Gottlosen[9]so mit Vulg. ; Mas. T. : der Gottlosen wird erlöschen, und die Flamme seines Feuers wird nicht leuchten.

6 Das Licht in seinem Zelt wird finster, und seine Leuchte erlischt über ihm.

7 Gehemmt werden seine kräftigen Schritte, und sein eigener Ratschlag wird ihn stürzen.

8 Denn durch seine eigenen Füße wird er ins Netz getrieben, und auf Fallgittern geht er einher.

9 Das Klappnetz wird seine[10]so mit der syr. Üs. und Vulg. ; Mas. T. : eine Ferse festhalten, die Schlinge ihn packen.

10 Sein Strick ist verborgen in der Erde und die Falle für ihn auf dem Pfad.

11 Ringsum jagen ihn {plötzliche} Schrecken auf, sie hetzen ihn auf Schritt und Tritt.

12 Sein Reichtum wird zum Hunger[11]w. wird hungrig, und das Verderben steht an seiner Seite bereit.

13 Stücke von seiner Haut wird er fressen, seine Glieder wird er fressen, der Erstgeborene des Todes.

14 Von seinem Zelt, wo er sich sicher fühlte[12]w. Von seinem Zelt, dem Gegenstand seines Vertrauens, wird er fortgerissen, und es treibt ihn zum König der Schrecken.

15 Was nicht sein ist, wird in seinem Zelt wohnen[13]Die Üs. ist unsicher., auf seine Wohnstätte wird Schwefel gestreut werden.

16 Von unten werden seine Wurzeln verdorren, und von oben wird sein Gezweig abwelken.

17 Seine {Namens} nennung verschwindet von der Erde, und weit und breit[14]w. auf der Fläche draußen hat er keinen Namen.

18 Man stößt ihn aus dem Licht in die Finsternis und verjagt ihn aus der Welt.

19 Er wird keinen Spross und keinen Nachkommen haben in seinem Volk, noch wird ein Entkommener in seinen Schutzorten sein.

20 Über seinen {Gerichts} tag entsetzen sich die Leute im Westen, und die im Osten packt Schauder[1]so mit LXX und Vulg. ; Mas. T. : die im Osten packen den Schauder.

21 Ja, dies sind die Wohnungen des Übeltäters, und dies ist die Stätte dessen, der Gott nicht erkennt.

Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

ZWEITE REDE BILDADS: 18,1–21

Selbstverteidigung Bildads: 18,1–4

1 Da antwortete Bildad von Schuach und sprach:

2 Wann endlich macht ihr Schluss mit den Reden? / Nehmt Einsicht an, dann reden wir.

3 Warum sind wir wie Vieh geachtet, / gelten als unrein in euren Augen?

4 Du zerfleischt dich selbst in deinem Zorn. / Soll deinetwegen die Erde sich entvölkern, / der Fels von seiner Stelle rücken?

Schicksal des Frevlers: 18,5–21

5 Ja, der Frevler Licht erlischt, / die Flamme seines Feuers strahlt nicht auf.

6 Das Licht in seinem Zelte wird finster, / seine Leuchte über ihm erlischt.

7 Eng werden seine gewaltigen Schritte, / sein eigener Plan bringt ihn zu Fall.

8 Denn mit seinen Füßen gerät er ins Netz / und über Flechtwerk schreitet er dahin.

9 Das Klappnetz packt ihn an der Ferse, / die Schlinge hält ihn fest.

10 Versteckt am Boden liegt sein Fangstrick, / die Falle für ihn auf dem Pfad.

11 Ringsum ängstigen ihn Schrecken / und scheuchen ihn auf Schritt und Tritt.

12 Hungrig nach ihm ist sein Unheil, / das Verderben steht bereit zu seinem Sturz.

13 Es frisst die Glieder seines Leibes, / seine Glieder frisst des Todes Erstgeborener.

14 Ausgerissen wird er aus seinem Zelt, aus seiner Zuversicht, / es treibt ihn fort zum König der Schrecken.

15 Ihm Fremdes wohnt in seinem Zelt, / Schwefel wird auf seinen Hof gestreut.

16 Von unten her verdorren seine Wurzeln, / von oben welken seine Zweige.

17 Sein Andenken schwindet von der Erde, / kein Name bleibt ihm weit und breit.

18 Sie stoßen ihn vom Licht in die Finsternis / und jagen ihn vom Erdkreis fort.

19 Kein Spross, kein Stamm bleibt ihm in seinem Volk, / am Ort seines Aufenthaltes keiner, der ihn überlebt.

20 Über seinen Tag schaudern die im Westen, / die im Osten packt das Grauen.

21 Ja, so geht es mit den Wohnungen des Frevlers, / mit dem Ort des Menschen, der Gott nicht kennt.

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