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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Das zukünftige Reich der Gerechtigkeit

1 Siehe, ein König wird in Gerechtigkeit regieren; und die Obersten, sie werden nach Recht herrschen[7]T. ; Mas. T. : für Oberste werden sie … herrschen.

2 Und jeder wird sein wie ein Bergungsort vor dem Wind und ein Schutz vor dem Wolkenbruch, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, wie der Schatten eines gewaltigen Felsens im lechzenden Land.

3 Da werden die Augen der Sehenden nicht {mehr} verklebt sein[8]T. ; Mas. T. : nicht {mehr} sehen, und die Ohren der Hörenden werden aufmerksam sein.

4 Und das Herz der Unbesonnenen wird auf Erkenntnis achtgeben, und die Zunge der Stammelnden wird fließend Deutliches reden.

5 Der Törichte wird nicht mehr edel genannt und der Schurke nicht mehr vornehm geheißen werden.

6 Denn ein törichter {Mensch} redet Törichtes[9]o. der Gottlose redet Gottloses. Und sein Herz bereitet Unheil, Ruchloses zu tun und Irreführendes gegen den Herrn zu reden, um die Seele des Hungrigen leer zu lassen und dem Durstigen den Trank zu verweigern.

7 Und die Werkzeuge des Schurken sind böse: er beschließt böse Anschläge, um die Elenden[10]o. Demütigen durch Lügenreden zugrunde zu richten, selbst wenn der Arme redet, {was} Recht {ist}.

8 Aber der Edle beschließt Edles, und auf Edlem besteht er.

Die Ausgießung des Geistes nach der Demütigung Jerusalems

9 Steht auf, ihr sorglosen Frauen, hört meine Stimme, ihr Töchter, die ihr so sicher seid, nehmt zu Ohren meine Rede!

10 Über Jahr und Tag, da werdet ihr zittern, ihr Sicheren. Denn die Weinlese ist dahin, die Obsternte kommt nicht.

11 Bebt, ihr Sorglosen; zittert, ihr Sicheren! Zieht euch aus und entblößt euch und umgürtet die Lenden {mit Sacktuch} !

12 An die Brust schlägt man sich[1]Andere üs. mit leichter Veränderung: Schlagt euch an die Brust!; vgl. die Befehlsformen in V.11 wegen der prächtigen Fluren, wegen des fruchtbaren Weinstocks,

13 wegen des Ackerlandes meines Volkes, das in Gestrüpp {und} Dornen aufgeht, ja, wegen aller Häuser {voller} Freude {in} der ausgelassenen Stadt.

14 Denn der Palast ist aufgegeben, verödet das Getümmel der Stadt. Ofel[2]w. Buckel. – Damit ist öfter der von Jotam befestigte Südabhang des Tempelberges gemeint. und Wachtturm dienen als Höhlen für ewig, zur Freude der Wildesel, zur Weidefläche der Herden,

15 bis der Geist aus der Höhe über uns ausgegossen wird und die Wüste zum Fruchtgarten wird und der Fruchtgarten dem Wald gleichgeachtet wird.

16 In der Wüste wird das Recht sich niederlassen und die Gerechtigkeit im Fruchtgarten wohnen.

17 Und das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein und der Ertrag der Gerechtigkeit Ruhe und Sicherheit für ewig.

18 Dann wird mein Volk wohnen an einer Wohnstätte des Friedens[3]w. an einem Weideplatz des Friedens und in sicheren Wohnungen und an sorgenfreien Ruheplätzen[4]w. sorglosen Rastplätzen. –

19 Und stürzen wird mit {mächtigem} Sturz der Wald[5]so mit einer hebr. Handschr. und der aram. Üs. ; ähnlich die syr. Üs. ; Mas. T. : Es wird hageln beim Sturz des Waldes und die Stadt in Niedrigkeit versinken. –

20 Glücklich ihr, die ihr an allen Wassern sät und Rind und Esel freien Lauf lasst[6]w. den Fuß von Rind und Esel frei umherstreifen lasst!

Einheitsübersetzung

Einheitsübersetzung 2016

Das künftige Reich von Gerechtigkeit und Recht: 32,1–8

1 Siehe: Ein König wird nach Gerechtigkeit regieren / und Fürsten handeln nach Recht.

2 Jeder von ihnen wird wie ein Zufluchtsort vor dem Sturm sein, / wie ein Versteck vor Starkregen, wie Wasserbäche in dürrer Gegend, / wie der Schatten eines mächtigen Felsens im erschöpften Land.

3 Und die Augen der Sehenden werden nicht mehr verklebt sein / und die Ohren der Hörenden werden aufhorchen.

4 Das Herz der Unbesonnenen wird begreifen, was Erkenntnis ist, / und die Zunge der Stammelnden wird fließend und deutlich reden.

5 Der Dummkopf wird nicht mehr edel genannt / und der Schurke wird nicht mehr für vornehm gehalten.

6 Denn der Dummkopf redet Dummes / und sein Herz tut Unheil, um Ruchloses zu tun / und Lästerliches über den HERRN zu reden, er lässt die Kehle des Hungrigen leer ausgehen / und dem Durstigen versagt er den Trank.

7 Der Schurke, seine Waffen sind böse, / er plant Verbrechen, um die Schwachen durch Lügenworte zu schädigen, / während der Arme von Recht redet.

8 Der Edle aber plant Edles / und tritt für das Edle ein.

Trauer der selbstsicheren Frauen: 32,9–14

9 Ihr sorglosen Frauen, steht auf, hört meine Stimme, / ihr selbstsicheren Töchter, horcht auf meine Rede!

10 Über Jahr und Tag werdet ihr zittern, / ihr Selbstsicheren; denn die Weinernte ist vernichtet, / es gibt keine Obsternte mehr.

11 Bebt, ihr Sorglosen, / zittert, ihr Selbstsicheren! Zieht euch aus, entblößt euch / und legt das Trauerkleid an!

12 An die Brust schlägt man sich und klagt / wegen der begehrenswerten Felder, / wegen des fruchtbaren Weinstocks,

13 wegen des Ackerbodens meines Volkes, / auf dem Dornen und Disteln wachsen, wegen aller Häuser voll Jubel, / der fröhlichen Stadt.

14 Ja, der Palast ist verlassen, / der Lärm der Stadt ist verstummt. Burghügel und Wachtturm dienen als Höhlen bis in Ewigkeit, / ein Jubel für die Wildesel, / dort weiden die Herden,

Wirken des Geistes aus der Höhe: 32,15–20

15 bis über uns der Geist aus der Höhe ausgegossen wird. / Dann wird die Wüste zum Garten / und der Garten wird zum Wald.

16 In der Wüste wird wohnen das Recht / und in dem Garten wird die Gerechtigkeit weilen.

17 Das Werk der Gerechtigkeit wird Friede sein / und der Ertrag der Gerechtigkeit sind Ruhe und Sicherheit für immer.

18 Dann wird mein Volk auf der Aue des Friedens weilen, / an sicheren Wohnorten und an sorgenfreien Ruheplätzen.

19 Aber der Wald wird stürzen in jähem Sturz, / die Stadt wird versinken in tiefer Senke.

20 Selig, die ihr an jedem Wasser sät, / die ihr freilasst den Fuß des Ochsen und des Esels!

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