ELB, GNB online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Rehabeams Torheit – Teilung des Reiches – Jerobeam

1 Und Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum König zu machen.

2 Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn des Nebat, {das} hörte – er war aber noch in Ägypten, wohin er vor dem König Salomo geflohen war –, da kehrte Jerobeam aus Ägypten zurück[3]so mit LXX, Vulg. und der syr. Üs. ; Mas. T. : da blieb Jerobeam in Ägypten.

3 Und sie sandten hin und ließen ihn rufen. Da kamen Jerobeam und die ganze Versammlung Israels. Und sie redeten zu Rehabeam und sagten:

4 Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. Du aber erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf uns gelegt hat! Dann wollen wir dir dienen.

5 Er sagte zu ihnen: Geht hin, noch drei Tage, dann kommt wieder zu mir! Und das Volk ging hin.

6 Und der König Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er {noch} am Leben war, und sagte: Wie ratet ihr, diesem Volk Antwort zu geben?

7 Und sie redeten zu ihm und sagten: Wenn du heute diesem Volk zum Knecht wirst und ihnen dienst und sie erhörst und gute Worte zu ihnen redest, dann werden sie alle Tage deine Knechte sein.

8 Doch er verwarf den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten, und beriet sich mit den Jüngeren[4]w. mit den Kindern, die mit ihm groß geworden waren {und} die vor ihm standen.

9 Und er sagte zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk zur Antwort geben, das zu mir geredet und gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat?

10 Und die Jüngeren[5]w. Kinder, die mit ihm groß geworden waren, redeten zu ihm und sagten: So sollst du zu diesem Volk sprechen, das zu dir geredet und gesagt hat: »Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber erleichtere es uns« – so sollst du zu ihnen reden: Mein kleiner {Finger} ist dicker als die Hüften meines Vaters.

11 Nun denn, mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgeladen, ich aber will euer Joch noch schwerer machen[1]w. ich will auf euer Joch hinzufügen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen[2]o. Geißeln {mit Widerhaken} züchtigen.

12 Und Jerobeam und das ganze Volk kamen am dritten Tag zu Rehabeam, wie der König geredet hatte, als er sagte: Kommt am dritten Tag wieder zu mir!

13 Und der König antwortete dem Volk hart und verwarf den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten;

14 und er redete zu ihnen nach dem Rat der Jüngeren[3]w. Kinder: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will euer Joch noch schwerer machen[1]w. ich will auf euer Joch hinzufügen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen[2]o. Geißeln {mit Widerhaken} züchtigen.

15 So hörte der König nicht auf das Volk; denn es war eine Wendung vonseiten des Herrn, damit er sein Wort aufrechthielt, das der Herr durch Ahija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohn des Nebat, geredet hatte.

16 Und als ganz Israel sah, dass der König nicht auf sie hörte, da gab das Volk dem König {zur} Antwort: Was für einen Anteil haben wir an David? Wir haben kein Erbteil am Sohn Isais! Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Haus, David! – Und Israel ging zu seinen Zelten.

17 Die Söhne Israel aber, die in den Städten Judas wohnten, über sie wurde Rehabeam König.

18 Und der König Rehabeam schickte Adoram, den {Aufseher} über die Zwangsarbeit, aus. Aber ganz Israel steinigte ihn, sodass er starb. Der König Rehabeam aber bestieg eilends den Wagen[4]o. Dem König Rehabeam aber gelang es {gerade noch} , den Wagen zu besteigen, um nach Jerusalem zu fliehen.

19 So brach Israel mit dem Haus Davids bis zum heutigen Tag.

20 Und es geschah, als ganz Israel hörte, dass Jerobeam zurückgekehrt war, da sandten sie hin und ließen ihn zur Gemeinde rufen und machten ihn zum König über ganz Israel. Niemand folgte dem Haus David außer dem Stamm Juda allein.

21 Und Rehabeam kam nach Jerusalem und versammelte das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180000 auserlesene Krieger, um mit dem Haus Israel zu kämpfen und {so} das Königtum an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurückzubringen.

22 Da geschah das Wort Gottes zu Schemaja, dem Mann Gottes:

23 Sage zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum Rest des Volkes:

24 So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinaufziehen und sollt nicht mit euren Brüdern, den Söhnen Israel, kämpfen! Kehrt um, jeder in sein Haus! Denn von mir ist diese Sache ausgegangen. Da hörten sie auf das Wort des Herrn und wandten sich – nach dem Wort des Herrn – zur Heimkehr[5]o. und kehrten zurück, um nach dem Wort des Herrn zu gehen o. um sich nach dem Wort des Herrn zu verhalten.

25 Und Jerobeam baute Sichem auf dem Gebirge Ephraim aus und wohnte darin. Und von dort zog er fort und baute Pnuël aus.

Jerobeams Götzendienst

26 Und Jerobeam sprach in seinem Herzen: Jetzt wird das Königtum an das Haus David zurückkommen.

27 Wenn dieses Volk hinaufzieht, um im Haus des Herrn in Jerusalem Schlachtopfer zuzubereiten, dann wird sich das Herz dieses Volkes zu ihrem Herrn zurückwenden, zu Rehabeam, dem König von Juda. Mich aber werden sie erschlagen und sich zu Rehabeam, dem König von Juda, zurückwenden.

28 So beschloss denn der König, zwei goldene Kälber[6]Das Wort Kalb ist hier eine verächtliche Bezeichnung für ein Stierbild. anzufertigen. Zum Volk[7]w. Zu ihnen aber sagte er: Es ist zu viel für euch, nach Jerusalem hinaufzugehen. Siehe da, Israel, deine Götter, die dich aus dem Land Ägypten heraufgeführt haben![1]o. dein Gott, der … hat

29 Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere gab er nach Dan.

30 Diese Sache aber wurde zur Sünde. Und das Volk zog vor dem einen her bis nach Dan.

31 Auch baute er Höhenheiligtümer[2]w. Und er machte das Höhenhaus und machte Priester aus dem gesamten Volk, die nicht von den Söhnen Levi waren.

32 Und Jerobeam machte ein Fest im achten Monat, am fünfzehnten Tag des Monats, wie das Fest, das in Juda {stattfand} ; und er stieg {selbst} auf den Altar[3]o. er opferte {selbst} auf dem Altar; so tat er es in Bethel, um den Kälbern zu opfern, die er gemacht hatte. Und er stellte in Bethel die Höhenpriester an[4]o. Und er ließ {dazu} in Bethel die Höhenpriester antreten, die er gemacht hatte.

33 Und er stieg {selbst} auf den Altar[3]o. er opferte {selbst} auf dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fünfzehnten Tag im achten Monat, in dem Monat, den er aus seinem Herzen erdacht hatte; und er veranstaltete für die Söhne Israel ein Fest und stieg auf den Altar, um Rauchopfer darzubringen.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

REICHSTEILUNG UND GESCHICHTE DER GETRENNTEN REICHE ISRAEL UND JUDA (12,1–16,28)

Ein König verachtet gute Ratschläge (2 Chr 10,1-15)

1 Rehabeam ging nach Sichem, denn dort wollten ihn die Nordstämme Israels zum König machen.

2-3 Auch Jerobeam, der Sohn Nebats, war dort. Er hatte vor König Salomo nach Ägypten fliehen müssen; als dann aber nach Salomos Tod die Stämme Israels Boten zu ihm geschickt hatten, war er zurückgekehrt. Jerobeam und die versammelten Männer der Nordstämme traten vor Rehabeam und sagten zu ihm:

4 »Dein Vater hat uns hohe Abgaben und schwere Frondienste auferlegt. Erleichtere uns die Last, dann werden wir dich als König anerkennen.«

5 »Kommt übermorgen wieder!«, antwortete ihnen Rehabeam. Als sie gegangen waren,

6 beriet er sich mit den erfahrenen Männern, die bereits im Dienst seines Vaters Salomo gestanden hatten. Er fragte sie: »Was ratet ihr mir? Welche Antwort soll ich dem Volk geben?«

7 Sie rieten ihm: »Komm ihnen entgegen und sprich freundlich mit ihnen! Wenn du ihnen heute ein einziges Mal den Willen tust, werden sie dir für immer gehorchen.«

8 Rehabeam gefiel der Rat der erfahrenen Männer nicht. Er fragte die jungen Leute, die mit ihm aufgewachsen waren und nun in seinem Dienst standen:

9 »Was ratet ihr mir? Wie soll ich diesen Leuten antworten? Sie verlangen von mir, dass ich ihre Lasten erleichtere!«

10 Da rieten ihm die jungen Leute, die mit ihm aufgewachsen waren: »Wenn dieses Volk zu dir sagt: ›Dein Vater hat uns schwere Lasten auferlegt, mach du sie leichter!‹, dann gib ihnen die Antwort: ›Mein Finger ist dicker als die Hüften meines Vaters!

11 Wenn mein Vater euch schwere Lasten auferlegt hat, dann werde ich sie noch schwerer machen. Wenn er euch mit Peitschen angetrieben hat, dann werde ich euch mit Stachelpeitschen antreiben.‹«

12 Am dritten Tag, wie verabredet, erschienen Jerobeam und das ganze Volk vor Rehabeam.

13 Der König gab ihnen eine harte Antwort. Er folgte nicht dem Rat der erfahrenen Männer,

14 sondern richtete sich nach dem Rat seiner Altersgenossen. Er sagte: »Mein Vater hat euch schwere Lasten auferlegt; ich werde sie noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen angetrieben; ich werde euch mit Stachelpeitschen antreiben.«

15 Der König blieb taub für die Bitte des Volkes. Der HERR hatte es so gefügt, denn das Wort, das er durch Ahija von Schilo zu Jerobeam gesagt hatte, sollte in Erfüllung gehen.

Nordisrael sagt sich von der Davidsdynastie los (2 Chr 10,16-19)

16 Als die Männer der Nordstämme merkten, dass der König auf ihre Forderung nicht einging, riefen sie: »Was geht uns alle das Haus Davids an? Seit wann gehört der Isai-Sohn zu uns? Ihr Männer Israels, auf und nach Hause! Mag Davids Sippe sehen, was ihr bleibt!« Die Versammlung löste sich auf.

17 Nur die Angehörigen der Nordstämme, die in den Städten Judas wohnten, erkannten Rehabeam als König an.

18 Als Rehabeam noch einen Versuch machte und Adoniram, den Beauftragten für die Fronarbeiten, zu den Vertretern der Nordstämme schickte, empfingen sie ihn mit einem solchen Steinhagel, dass er den Tod fand. Der König konnte sich gerade noch auf seinen Wagen retten und nach Jerusalem entkommen.

19 Die Nordstämme Israels sagten sich vom Königshaus Davids los und sind bis zum heutigen Tag von ihm getrennt geblieben.

20 Überall im Bereich der Nordstämme hatte es sich herumgesprochen, dass Jerobeam zurückgekehrt war. Da schickten die Männer Israels Boten zu ihm, riefen ihn in ihre Versammlung und machten ihn zu ihrem König. Niemand hielt zum Königshaus Davids außer dem einen Stamm Juda.

Gott untersagt die Rückeroberung Nordisraels (2 Chr 11,1-4)

21 Rehabeam war nach Jerusalem zurückgekehrt und hatte aus den Stämmen Juda und Benjamin ein Heer von 180000 bewährten Kriegern aufgestellt. Sie sollten gegen das Nordreich Israel ziehen und die Königsherrschaft für den Sohn Salomos zurückgewinnen.

22 Aber das Wort Gottes erging an den Propheten Schemaja; Gott sagte zu ihm:

23 »Ich gebe dir eine Botschaft für Rehabeam, den Sohn Salomos, den König von Juda, und für alle Männer aus Juda und Benjamin. Sage zu ihnen:

24 ›So spricht der HERR: Kämpft nicht gegen eure Brüder, die Männer von Israel! Kehrt um und geht nach Hause! Ich selbst habe alles so gefügt.‹« Sie gehorchten der Weisung des HERRN, kehrten um und gingen nach Hause.

Die Religionspolitik König Jerobeams

25 Jerobeam ließ die Stadt Sichem im Bergland von Efraïm befestigen und machte sie zu seiner Residenz. Später befestigte er auch die Stadt Penuël.

26 Aber Jerobeam machte sich Sorgen. »Wenn ich nichts unternehme«, sagte er sich, »werde ich mein Königtum wieder an die Nachkommen Davids verlieren.

27 Denn wenn das Volk regelmäßig nach Jerusalem geht und im Tempel des HERRN Opferfeste feiert, werden die Leute sich wieder ihrem früheren Herrn, dem König von Juda, zuwenden und Rehabeam als König anerkennen. Sie werden mich umbringen und sich wieder der Herrschaft des Königs von Juda unterstellen.«

28 Jerobeam überlegte sich, was er dagegen tun könnte. Er ließ zwei goldene Stierbilder anfertigen und sagte zum Volk: »Ihr braucht nicht länger zum Tempel in Jerusalem zu gehen. Hier ist dein Gott, Israel, der dich aus Ägypten hierher geführt hat!«

29 Das eine Standbild ließ er in Bet-El aufstellen, das andere in der Stadt Dan.

30 Damit verleitete er das Volk zur Sünde. In einer großen Prozession zogen die Männer Israels vor dem zweiten Standbild her bis nach Dan.

31 Jerobeam ließ auch an anderen Stellen des Landes Heiligtümer errichten und setzte Priester beliebiger Herkunft ein, die nicht zum Stamm Levi gehörten.

32 Schließlich ordnete er an, am 15. Tag des 8. Monats ein Wallfahrtsfest zu feiern, das dem Laubhüttenfest in Jerusalem entsprechen sollte. Er selbst stieg an diesem Tag in Bet-El die Stufen zum Altar hinauf und opferte vor seinen Stierbildern. Die Priester, die er eingesetzt hatte, wirkten dabei mit.

Ein Prophet kündigt die Entweihung von Jerobeams Staatsheiligtum an

33 Am 15. Tag des 8. Monats – in dem Monat, den er eigenmächtig festgelegt hatte – veranstaltete Jerobeam in Bet-El ein Fest für die Leute im Reich Israel und opferte auf dem Altar, den er dort errichtet hatte. Er selbst trat auf die Stufen des Altars, um dem HERRN Opfer darzubringen.

Videos zu 1. Könige 12 (ELB, GNB)