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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Weissagung gegen Jerobeam durch den Mann Gottes aus Juda – Ungehorsam und Tod des Propheten

1 Und siehe, ein Mann Gottes kam aus Juda auf das Wort des Herrn hin nach Bethel, als Jerobeam auf dem Altar stand, um Rauchopfer darzubringen.

2 Und er rief gegen den Altar auf das Wort des Herrn hin und sagte: Altar, Altar, so spricht der Herr: Siehe, ein Sohn wird dem Haus David geboren werden, sein Name ist Josia. Der wird auf dir die Höhenpriester schlachten, die auf dir räuchern; und Menschengebeine wird man auf dir verbrennen!

3 Und er gab an jenem Tag ein Wunderzeichen[5]o. Wahrzeichen und sagte: Dies ist das Wunderzeichen[5]o. Wahrzeichen dafür, dass der Herr geredet hat: Siehe, der Altar wird zerbersten, und die Fettasche, die darauf ist, wird verschüttet werden.

4 Und es geschah, als der König das Wort des Mannes Gottes hörte, das er gegen den Altar in Bethel ausgerufen hatte, da streckte Jerobeam vom Altar herab seine Hand aus und sagte: Packt ihn! Da verdorrte seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.

5 Und der Altar zerbarst, und die Fettasche wurde vom Altar verschüttet nach dem Wunderzeichen[5]o. Wahrzeichen, das der Mann Gottes auf das Wort des Herrn hin gegeben hatte.

6 Da hob der König an und sagte zu dem Mann Gottes: Besänftige doch das Angesicht des Herrn, deines Gottes, und bete für mich, dass ich meine Hand wieder an mich ziehen kann[6]w. dass meine Hand zu mir zurückkehrt! Und der Mann Gottes besänftigte das Angesicht des Herrn, und die Hand des Königs wurde ihm wiedergegeben und wurde wie vorher.

7 Und der König redete zu dem Mann Gottes: Komm mit mir ins Haus und stärke dich, und ich will dir ein Geschenk geben!

8 Der Mann Gottes aber sagte zum König: {Selbst} wenn du mir die Hälfte deines Hauses gäbest, so würde ich nicht mit dir hineingehen. Ich werde an diesem Ort kein Brot essen und kein Wasser trinken.

9 Denn so ist es mir durch das Wort des Herrn befohlen worden: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken, und du sollst nicht auf dem Weg zurückkehren, den du hingegangen bist!

10 So ging er auf einem anderen Weg {fort} und kehrte nicht auf dem Weg zurück, auf dem er nach Bethel gekommen war.

11 Ein alter Prophet wohnte in Bethel; und seine Söhne kamen und erzählten ihm alles[7]so mit LXX, Vulg. und der syr. Üs. ; Mas. T. : und sein Sohn kam und erzählte ihm alles. – Als »Söhne des Propheten« werden häufig seine Jünger bezeichnet., was der Mann Gottes an dem Tag in Bethel getan hatte; die Worte, die er zum König geredet hatte, die erzählten sie ihrem Vater.

12 Da sagte ihr Vater zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Söhne zeigten ihm den Weg[1]so mit LXX und der aram. Üs. ; Mas. T. : Und seine Söhne sahen den Weg, den der Mann Gottes gegangen war, der aus Juda gekommen war.

13 Da sagte er zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er bestieg ihn.

14 Und er folgte dem Mann Gottes und fand ihn unter der Terebinthe sitzen. Und er sagte zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der aus Juda gekommen ist? Und er sagte: Ich bin es.

15 Da sagte er zu ihm: Komm mit mir in {mein} Haus und iss Brot!

16 Er aber sagte: Ich kann nicht[2]o. Ich darf nicht mit dir umkehren, um mit dir hineinzugehen, und an diesem Ort werde ich kein Brot essen und kein Wasser mit dir trinken.

17 Denn durch das Wort des Herrn ist ein Befehl[3]w. ein Wort an mich {ergangen}: Du sollst dort kein Brot essen und kein Wasser trinken! Du sollst nicht wieder auf dem Weg {zurück} gehen, auf dem du hingegangen bist!

18 Da sagte er zu ihm: Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel hat zu mir geredet durch das Wort des Herrn und gesagt: Bring ihn mit dir in dein Haus zurück, dass er Brot isst und Wasser trinkt! Er belog ihn {aber}.

19 Da kehrte er mit ihm zurück und aß in seinem Haus Brot und trank Wasser.

20 Und es geschah, während sie {noch} zu Tisch saßen, da geschah das Wort des Herrn zu dem Propheten, der ihn zurückgebracht hatte.

21 Und er rief dem Mann Gottes, der aus Juda gekommen war, zu: So spricht der Herr: Dafür, dass du gegen den Befehl des Herrn widerspenstig gewesen bist und das Gebot, das der Herr, dein Gott, dir geboten hat, nicht beachtet hast

22 und umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an dem Ort, von dem er zu dir geredet hat: Iss kein Brot und trinke kein Wasser! – {darum} soll deine Leiche nicht in das Grab deiner Väter kommen!

23 Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken hatte, da sattelte man für ihn den Esel des Propheten, der ihn zurückgebracht hatte.

24 Und er zog fort. Da fand ihn ein Löwe auf dem Weg und tötete ihn. Und seine Leiche blieb hingestreckt auf dem Weg liegen, und der Esel stand daneben, und der Löwe stand neben der Leiche.

25 Und siehe, da kamen Männer vorbei und sahen die Leiche auf dem Weg hingestreckt liegen und den Löwen neben der Leiche stehen. Und sie kamen und sagten es in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte.

26 Als nun der Prophet, der ihn von dem Weg zurückgeführt hatte, {das} hörte, sagte er: Das ist der Mann Gottes, der gegen den Befehl des Herrn widerspenstig gewesen ist; {darum} hat der Herr ihn dem Löwen preisgegeben: Der hat ihn zerrissen und getötet nach dem Wort des Herrn, das er zu ihm geredet hat.

27 Und er redete zu seinen Söhnen und sagte: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten {ihn}.

28 Und er ging hin und fand seine Leiche auf dem Weg hingestreckt liegen und den Esel und den Löwen neben der Leiche stehen; der Löwe hatte die Leiche nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.

29 Da hob der Prophet die Leiche des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und brachte ihn zurück. Und er kam in die Stadt des alten Propheten, um ihm die Totenklage zu halten und ihn zu begraben.

30 Und er legte seine Leiche in sein eigenes Grab; und man hielt die Totenklage über ihn: Ach, mein Bruder!

31 Und es geschah, nachdem er ihn begraben hatte, sagte er zu seinen Söhnen: Wenn ich gestorben bin, dann begrabt mich in dem Grab, in dem der Mann Gottes begraben ist! Neben seine Gebeine legt meine Gebeine!

32 Denn das Wort wird ganz gewiss geschehen, das er auf das Wort des Herrn hin ausgerufen hat gegen den Altar, der in Bethel ist, und gegen alle Höhenheiligtümer[1]w. Häuser der Höhen, die in den Städten Samarias sind.

33 Nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam von seinem bösen Weg nicht um, sondern machte weiter {Leute} aus dem gesamten Volk zu Höhenpriestern; wer Lust hatte, den weihte er[2]w. dem füllte er seine Hand, dass er ein Priester der Höhen wurde.

34 Und diese Sache wurde zur Sünde des Hauses Jerobeam und zum {Anlass, es} auszutilgen und zu vernichten von der Oberfläche der Erde hinweg.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

1 Der HERR aber hatte einen Propheten aus Juda nach Bet-El geschickt, der kam gerade dort an, als Jerobeam am Altar stand und sein Opfer darbringen wollte.

2 Im Auftrag des HERRN wandte sich der Prophet gegen den Altar und rief ihm zu: »Altar! Altar! So spricht der HERR: ›In der Königsfamilie Davids wird ein Sohn mit Namen Joschija geboren werden. Der wird die Priester töten, die auf dir Opfer darbringen, und wird Totengebeine auf dir verbrennen lassen.‹«

3 Weiter sagte er: »Der HERR wird ein Zeichen geben, an dem alle sehen können, dass dies eintreffen wird. Der Altar wird bersten und die fettgetränkte Opferasche wird über den Boden verstreut werden.«

4 König Jerobeam, der gerade auf den Stufen des Altars stand, streckte die Hand gegen den Propheten aus und befahl: »Nehmt den Mann fest!« Aber im selben Augenblick wurde sein Arm steif, sodass er ihn nicht mehr zurückziehen konnte.

5 Der Altar zerbarst und die Opferasche wurde über den Boden verstreut, genau wie es der Prophet im Auftrag des HERRN angekündigt hatte.

6 Da sagte der König zu dem Propheten: »Besänftige doch den Zorn des HERRN, deines Gottes, und bete für mich, dass ich meinen Arm wieder bewegen kann.« Der Prophet tat es und der Arm wurde gesund und beweglich wie zuvor.

7 Nun sagte der König zu dem Propheten: »Komm mit mir in mein Haus und iss etwas bei mir! Ich möchte dir auch noch ein Geschenk machen.«

8 Aber der Prophet erwiderte: »Ich komme nicht mit, auch wenn du mir die Hälfte deines Besitzes versprichst. Ich werde an diesem Ort weder essen noch trinken.

9 Als der HERR mich herschickte, hat er mir befohlen: ›Du darfst dort nichts essen und nichts trinken und auch nicht auf demselben Weg zurückkehren, auf dem du hingehst.‹«

10 Der Prophet verließ Bet-El und kehrte auf einem anderen Weg nach Hause zurück.

Der Prophet lässt sich zum Ungehorsam verführen

11 In Bet-El lebte ein alter Prophet. Dessen Söhne erzählten ihm, was der Prophet aus Juda getan und was er zum König gesagt hatte.

12 »Auf welchem Weg ist er nach Hause gegangen?«, fragte ihr Vater. Sie hatten es beobachtet und berichteten es ihm.

13 »Sattelt mir meinen Esel«, befahl er. Dann saß er auf

14 und ritt dem Propheten aus Juda nach. Er fand ihn, wie er unter einer Eiche saß, und fragte ihn: »Bist du der Gottesmann, der aus Juda gekommen ist?« »Ja«, sagte der andere.

15 Da forderte der Alte ihn auf: »Komm mit mir in mein Haus und iss etwas bei mir!«

16 Aber der Prophet aus Juda erwiderte: »Ich kann nicht mit dir gehen. Ich darf an diesem Ort mit niemand essen oder trinken.

17 Der HERR hat es mir verboten und hat mir auch befohlen, auf einem anderen Weg nach Hause zurückzukehren.«

18 Da sagte der Alte: »Ich bin auch ein Prophet, genau wie du. Der HERR hat mir durch einen Engel befohlen: ›Nimm ihn mit dir nach Hause und gib ihm zu essen und zu trinken.‹« Das war gelogen;

19 aber der andere glaubte es, kehrte mit ihm um und aß und trank bei ihm.

20 Während sie bei Tisch saßen, erging das Wort des HERRN an den Propheten, der den Mann aus Juda wieder zurückgeholt hatte.

21 Er rief seinem Gast zu: »So spricht der HERR: ›Du hast mir, dem HERRN, deinem Gott, nicht gehorcht,

22 sondern bist umgekehrt und hast gegessen und getrunken, obwohl ich dir gesagt hatte: Du sollst an diesem Ort weder essen noch trinken. Deshalb wirst du nicht im Grab deiner Vorfahren bestattet werden.‹«

23 Als die Mahlzeit beendet war, ließ der Prophet aus Juda sich von seinem Gastgeber den Esel satteln

24 und machte sich auf den Heimweg. Unterwegs fiel ein Löwe über ihn her und tötete ihn. Der Löwe und der Esel blieben neben dem Toten stehen.

25 Ein paar Leute, die gerade vorbeikamen, sahen den Toten auf dem Weg liegen und den Löwen neben ihm. Sie erzählten es in der Stadt, in der der alte Prophet lebte.

26 Als der es hörte, sagte er: »Das ist der Gottesmann, der dem Befehl des HERRN nicht gehorcht hat. Deshalb hat der HERR einen Löwen geschickt, damit er über ihn herfällt und ihn tötet. So hat der HERR es angekündigt.«

27 Er befahl seinen Söhnen, ihm einen Esel zu satteln,

28 ritt zu der Stelle und fand alles, wie es ihm berichtet worden war. Der Esel und der Löwe standen neben dem Toten, und der Löwe hatte weder den Toten aufgefressen noch dem Esel etwas zuleide getan.

29 Der alte Prophet hob den Toten auf seinen Esel und brachte ihn nach Bet-El zurück, um ihn zu betrauern und zu bestatten.

30 Er legte ihn in seine eigene Grabkammer und die Leute dort stimmten die Totenklage an: »Ach, mein Bruder! Mein Bruder!«

31 Nachdem er ihn bestattet hatte, sagte der Alte zu seinen Söhnen: »Wenn ich sterbe, dann legt mich in dasselbe Grab wie diesen Gottesmann! Lasst meine Gebeine neben den seinen ruhen.

32 Denn was er dem Altar in Bet-El und den Opferstätten in den Ortschaften Samariens im Auftrag des HERRN angekündigt hat, das wird ganz bestimmt eintreffen.«

Jerobeam hat nichts gelernt

33 Jerobeam ließ sich durch diese Vorfälle nicht von seinem falschen Weg abbringen. Auch weiterhin machte er jeden, der sich darum bewarb, zum Priester an den Opferstätten des Landes.

34 Die Schuld, die er damit auf sich lud, führte zur Vernichtung seiner Familie und zum Untergang seines Königshauses.

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