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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Ahabs Gewalttat an Nabot – Elias Strafrede und Ahabs Buße

1 Und es geschah nach diesen Ereignissen: Nabot, der Jesreeliter, hatte einen Weinberg, der in Jesreel war, {und zwar gleich} neben dem Palast Ahabs, des Königs von Samaria.

2 Und Ahab redete zu Nabot und sagte: Gib mir deinen Weinberg! Er soll mein Gemüsegarten werden, denn er ist nahe bei meinem Haus. Ich gebe dir dafür einen besseren Weinberg als den {hier}. {Oder} wenn es besser ist in deinen Augen, gebe ich dir Geld als Kaufpreis für ihn.

3 Aber Nabot sagte zu Ahab: Fern sei es von mir[1]w. {Das sei} mir {etwas} Entweihtes vor dem Herrn, dass ich dir das Erbe meiner Väter gebe!

4 Da ging Ahab in sein Haus, missmutig und wütend über das Wort, das der Jesreeliter Nabot zu ihm geredet hatte, dass er gesagt hatte: Ich gebe dir das Erbe meiner Väter nicht. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Gesicht ab und aß nichts[2]w. und aß kein Brot (V.4) bzw. und isst du kein Brot? (V.5) bzw. iss Brot (V.7).

5 Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und sagte zu ihm: Warum denn ist dein Geist missmutig, und {warum} isst du nichts?[2]w. und aß kein Brot (V.4) bzw. und isst du kein Brot? (V.5) bzw. iss Brot (V.7)

6 Er sagte zu ihr: Weil ich zu dem Jesreeliter Nabot geredet und ihm gesagt habe: Gib mir deinen Weinberg für Geld, oder wenn du Lust hast, will ich dir stattdessen einen {anderen} Weinberg geben! Er aber sagte: Ich gebe dir meinen Weinberg nicht.

7 Da sagte seine Frau Isebel zu ihm: Du, du übst {doch} jetzt die Königsherrschaft über Israel aus. Steh auf, iss[2]w. und aß kein Brot (V.4) bzw. und isst du kein Brot? (V.5) bzw. iss Brot (V.7) und lass dein Herz fröhlich sein! Ich werde dir den Weinberg des Jesreeliters Nabot geben.

8 Dann schrieb sie Briefe im Namen Ahabs und siegelte sie mit seinem Siegel und sandte die Briefe an die Ältesten und an die Vornehmen, die mit Nabot {zusammen} in seiner Stadt wohnten[3]w. die in seiner Stadt waren, die mit Nabot wohnten.

9 Und sie schrieb in den Briefen Folgendes: Ruft ein Fasten aus und lasst Nabot obenan im Volk sitzen!

10 Und setzt ihm gegenüber zwei Männer, Söhne der Bosheit, dass sie gegen ihn zeugen, indem sie sagen: Du hast Gott und den König gelästert[4]w. gesegnet; hier beschönigend gebraucht! Dann führt ihn hinaus und steinigt ihn, dass er stirbt!

11 Da taten die Männer seiner Stadt, die Ältesten und die Vornehmen, die in seiner Stadt wohnten, wie Isebel zu ihnen gesandt hatte, so, wie in den Briefen geschrieben stand, die sie ihnen gesandt hatte.

12 Sie riefen ein Fasten aus und ließen Nabot obenan im Volk sitzen.

13 Dann kamen die beiden Männer, die Söhne der Bosheit, und setzten sich ihm gegenüber. Und die Männer der Bosheit zeugten gegen ihn, gegen Nabot vor dem Volk, indem sie sagten: Nabot hat Gott und den König gelästert[4]w. gesegnet; hier beschönigend gebraucht! Dann führte man ihn zur Stadt hinaus und steinigte ihn, und er starb.

14 Und sie sandten zu Isebel und ließen {ihr} sagen: Nabot ist gesteinigt worden und ist tot.

15 Und es geschah, als Isebel hörte, dass Nabot gesteinigt worden und tot war, sagte Isebel zu Ahab: Mache dich auf, nimm in Besitz den Weinberg des Jesreeliters Nabot, der sich geweigert hat, ihn dir für Geld zu geben! Denn Nabot lebt nicht mehr, er ist tot.

16 Und es geschah, als Ahab hörte, dass Nabot tot war, da machte sich Ahab auf, um in den Weinberg des Jesreeliters Nabot hinabzugehen {und} ihn in Besitz zu nehmen.

17 Da geschah das Wort des Herrn zu Elia, dem Tischbiter:

18 Mache dich auf, geh hinab Ahab, dem König von Israel, entgegen, der in Samaria {wohnt} ! Siehe, er ist im Weinberg Nabots, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen.

19 Und rede zu ihm und sage: So spricht der Herr: Hast du gemordet und auch {fremdes Gut} in Besitz genommen? Und rede zu ihm: So spricht der Herr: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben, sollen die Hunde dein Blut, ja deines, lecken.

20 Und Ahab sagte zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Und er sagte: Ich habe {dich} gefunden, weil du dich verkauft hast, um zu tun, was böse ist in den Augen des Herrn.

21 Siehe, ich bringe Unheil über dich und fege aus hinter dir her. Ich werde von Ahab ausrotten, was männlich ist[1]w. was an die Wand pisst, den Unmündigen und den Mündigen[2]s. Anm. zu Kap.14,10 in Israel.

22 Und ich mache dein Haus dem Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, gleich und dem Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, wegen des Zornes, zu dem du mich gereizt hast, und {weil} du Israel zur Sünde verführt hast.

23 Und auch über Isebel hat der Herr geredet und gesprochen: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Vormauer[3]9 hebr. Handschr. , LXX, Vulg. und die syr. Üs. : auf dem Feld von Jesreel.

24 Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf {freiem} Feld stirbt, den werden die Vögel des Himmels fressen.

25 Es hat in der Tat keinen wie Ahab gegeben, der sich {so} verkauft hätte, um zu tun, was in den Augen des Herrn böse ist. Ihn hatte seine Frau Isebel verführt.

26 Und er handelte ganz abscheulich, indem er den Götzen[4]w. Mistkugeln, o. Klötzen; ein verächtlicher Ausdruck nachlief, ganz wie es die Amoriter getan hatten, die der Herr vor den Söhnen Israel vertrieben hatte.

27 Und es geschah, als Ahab diese Worte hörte, da zerriss er seine Kleider und legte Sacktuch um seinen Leib und fastete; und er lag im Sacktuch und ging still[5]o. bedrückt einher.

28 Da geschah das Wort des Herrn zu Elia, dem Tischbiter:

29 Hast du gesehen, dass Ahab sich vor mir gedemütigt hat? Weil er sich vor mir gedemütigt hat, will ich das Unheil nicht in seinen Tagen kommen lassen; {erst} in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil über sein Haus kommen lassen.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Nabots Weinberg: Ein König missbraucht seine Macht

1 Nach einiger Zeit geschah Folgendes: König Ahab von Samaria hatte in der Stadt Jesreel einen Palast. Unmittelbar daneben lag ein Weinberg, der einem Einwohner der Stadt namens Nabot gehörte.

2 Eines Tages sagte der König zu Nabot: »Überlass mir deinen Weinberg! Er grenzt direkt an meinen Palast und wäre gerade der rechte Platz für einen Gemüsegarten. Ich gebe dir dafür einen besseren, oder wenn es dir lieber ist, bezahle ich ihn dir in gutem Geld.«

3 Aber Nabot erwiderte: »Der HERR bewahre mich davor, dass ich dir den Erbbesitz meiner Vorfahren gebe!«

4 Der König war verstimmt und zornig, weil Nabot ihm eine solche Antwort gegeben hatte. Er ging in den Palast, legte sich auf sein Bett und drehte sich zur Wand; er rührte keinen Bissen an.

5 Seine Frau Isebel ging zu ihm hinein und fragte: »Warum bist du so verstimmt? Warum isst du nichts?«

6 Ahab antwortete: »Mehr als einmal habe ich Nabot aus Jesreel zugeredet und gesagt: ›Gib mir deinen Weinberg! Ich bezahle ihn dir, oder wenn es dir lieber ist, gebe ich dir einen andern dafür.‹ Aber er bleibt dabei: ›Meinen Weinberg bekommst du nicht!‹«

7 Da sagte seine Frau Isebel zu ihm: »Bist nicht du der König im Land? Steh auf, sei wieder vergnügt und lass es dir schmecken! Ich werde dir Nabots Weinberg schon verschaffen.«

8 Sie schrieb im Namen Ahabs an die Ältesten und die einflussreichen Männer in Jesreel, Nabots Mitbürger, und versah die Briefe mit dem königlichen Siegel.

9 Die Briefe lauteten: »Ruft einen Bußtag aus! Lasst die Bewohner der Stadt zusammenkommen und gebt Nabot einen der vordersten Plätze.

10 Setzt ihm zwei gewissenlose Männer gegenüber, die als Zeugen gegen ihn auftreten und sagen: ›Du hast Gott und dem König geflucht!‹ Dann führt ihn vor die Stadt hinaus und steinigt ihn.«

11 Die Ältesten der Stadt und die einflussreichen Männer, Nabots Mitbürger, machten alles genau so, wie Isebel es in ihren Briefen verlangt hatte.

12 Sie riefen die Bürger der Stadt zu einer Bußfeier zusammen und ließen Nabot ganz vorne sitzen.

13 Ihm gegenüber saßen die beiden Schurken. Sie standen als Zeugen gegen Nabot auf und erklärten: »Nabot hat Gott und dem König geflucht!« Nabot wurde vor die Stadt hinausgeführt und gesteinigt.

14 Dann ließen die Ältesten der Stadt Isebel melden: »Nabot ist tot, man hat ihn gesteinigt.«

15 Als Isebel die Nachricht erhielt, sagte sie zu Ahab: »Auf, nimm den Weinberg in Besitz! Dieser Nabot aus Jesreel, der sich geweigert hat, ihn dir zu verkaufen – er lebt nicht mehr, er ist tot!«

16 Als Ahab hörte, dass Nabot tot war, ging er sofort hinunter, um Nabots Weinberg in Besitz zu nehmen.

Elija kündigt Ahab und Isebel die Bestrafung an

17 Da erging das Wort des HERRN an den Propheten Elija aus Tischbe. Der HERR sagte zu ihm:

18 »Auf, geh zu Ahab, dem König von Israel, der in Samaria regiert! Er ist gerade in den Weinberg Nabots hinuntergegangen, um ihn in Besitz zu nehmen.

19 Sage zu ihm: ›Erst mordest du und dann raubst du! So spricht der HERR: Wo die Hunde das Blut Nabots aufgeleckt haben, dort werden sie auch dein Blut auflecken.‹«

20 Als Ahab den Propheten kommen sah, rief er ihm entgegen: »Hast du mich gefunden, mein Feind?« Elija erwiderte: »Ja, ich habe dich ertappt! Du hast dich dazu anstiften lassen, zu tun, was dem HERRN missfällt.

21 Darum lässt er dir sagen: ›Ich werde dich und deine Familie ins Unglück stürzen. Du selbst musst sterben, und alle deine männlichen Nachkommen werde ich ausrotten, die mündigen wie die unmündigen.

22 Weil du meinen Zorn herausgefordert und die Leute im Reich Israel zum Götzendienst verleitet hast, werde ich deiner Familie das gleiche Schicksal bereiten wie den Familien von Jerobeam und von Bascha.‹

23 Der Königin Isebel aber lässt der HERR sagen: An der Stadtmauer von Jesreel werden die Hunde ihren Leichnam fressen.

24 Wer von deiner Familie in der Stadt stirbt, den fressen die Hunde, und wer auf dem freien Feld stirbt, den fressen die Geier.«

25 In der Tat gab es keinen, der so bereitwillig wie Ahab tat, was dem HERRN missfällt. Seine Frau Isebel hatte ihn dazu verleitet.

26 Seine schlimmste Sünde war, dass er die Götzen verehrte, genau wie die Amoriter, die der HERR vor den Israeliten aus dem Land vertrieben hatte.

27 Als Elija zu Ende gesprochen hatte, zerriss Ahab vor Entsetzen sein Gewand. Er zog den Sack an, trug ihn auf der bloßen Haut und legte ihn selbst zum Schlafen nicht ab. Bedrückt ging er umher und wollte kein Essen anrühren.

28 Da erging das Wort des HERRN an den Propheten Elija, er sagte:

29 »Hast du bemerkt, dass Ahab sich vor mir gebeugt hat? Weil er das getan hat, lasse ich das Unheil noch nicht zu seinen Lebzeiten über seine Familie hereinbrechen, sondern erst wenn sein Sohn König ist.«

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