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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
1 So wurden der Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet.
2 Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk[6]o. hatte am siebten Tag sein Werk vollendet, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte.
3 Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte.
4 Dies ist die Entstehungsgeschichte[7]hebr. toledot; d. h. w. Erzeugungen; es bedeutet im AT Nachkommen, Generationenfolge, Entstehungsgeschichte des Himmels und der Erde, als sie geschaffen wurden. An dem Tag, als der Herr, Gott, Erde und Himmel machte
Der Mensch im Garten Eden
5 – noch war all das Gesträuch des Feldes nicht auf der Erde, {und} noch war all das Kraut des Feldes nicht gesprosst, denn der Herr, Gott, hatte es {noch} nicht auf die Erde regnen lassen, und {noch} gab es keinen Menschen, den Erdboden zu bebauen;
6 ein Dunst[8]o. ein Grundwasser, {unterirdischer} Quellstrom; LXX: eine Quelle aber stieg von der Erde auf und bewässerte die ganze Oberfläche des Erdbodens –,
7 da bildete der Herr, Gott, den Menschen {aus} Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.
8 Und der Herr, Gott, pflanzte einen Garten in Eden[9]d. h. Wonne im Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte.
9 Und der Herr, Gott, ließ aus dem Erdboden allerlei Bäume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.
10 Und ein Strom geht von Eden[1]d. h. Wonne aus, den Garten zu bewässern; und von dort aus teilt er sich und wird zu vier Armen[2]w. Häuptern, Abteilungen.
11 Der Name des ersten ist Pischon; der fließt um das ganze Land Hawila, wo das Gold ist;
12 und das Gold dieses Landes ist gut; dort {gibt es} Bedolach-Harz[3]ein wohlriechendes, gelbliches und durchscheinendes Harz und den Schoham-Stein[4]d. i. Onyx, o. Karneol.
13 Und der Name des zweiten Flusses ist Gihon; der fließt um das ganze Land Kusch.
14 Und der Name des dritten Flusses ist Hiddekel[5]d. i. der Tigris; der fließt gegenüber von[6]o. östlich von Assur. Und der vierte Fluss, das ist der Euphrat.
15 Und der Herr, Gott, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren.
16 Und der Herr, Gott, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen;
17 aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben!
18 Und der Herr, Gott, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht[7]o. als sein Gegenüber; w. wie seine Entsprechung.
19 Und der Herr, Gott, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Vögel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen würde; und genau so, wie der Mensch sie, die lebenden Wesen[8]o. Seelen, nennen würde, {so} sollte ihr Name sein.
20 Und der Mensch gab Namen allem Vieh und den Vögeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber für Adam[9]o. für einen Menschen fand er keine Hilfe, ihm entsprechend[7]o. als sein Gegenüber; w. wie seine Entsprechung.
21 Da ließ der Herr, Gott, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, sodass er einschlief. Und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch;
22 und der Herr, Gott, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau, und er brachte sie zum Menschen.
23 Da sagte der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Männin[10]dasselbe Wort wie Frau in V.22 und 24; im Hebr. ist das Wort für »Frau« durch Anhängen der weiblichen Endung an das für »Mann« gebildet heißen, denn vom Mann ist sie genommen.
24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhängen, und sie werden zu einem Fleisch werden.
25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schämten sich nicht.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
1 So entstanden Himmel und Erde mit allem, was lebt.
2 Am siebten Tag hatte Gott sein Werk vollendet und ruhte von aller seiner Arbeit aus.
3 Und Gott segnete den siebten Tag und erklärte ihn zu einem heiligen Tag, der ihm gehört, denn an diesem Tag ruhte Gott, nachdem er sein Schöpfungswerk vollbracht hatte.
4a Dies ist die Geschichte der Entstehung von Himmel und Erde; so hat Gott sie geschaffen.
Der Mensch im Garten Eden (Das Paradies)
4b Als Gott, der HERR, Erde und Himmel machte,
5 gab es zunächst noch kein Gras und keinen Busch in der Steppe; denn Gott hatte es noch nicht regnen lassen. Es war auch noch niemand da, der das Land bearbeiten konnte.
6 Nur aus der Erde stieg Wasser auf und tränkte den Boden.
7 Da nahm Gott, der HERR, Staub von der Erde, formte daraus den Menschen und blies ihm den Lebensatem in die Nase. So wurde der Mensch ein lebendes Wesen.
8-9 Dann legte Gott im Osten, in der Landschaft Eden, einen Garten an. Er ließ aus der Erde alle Arten von Bäumen wachsen. Es waren prächtige Bäume und ihre Früchte schmeckten gut. Dorthin brachte Gott den Menschen, den er gemacht hatte. In der Mitte des Gartens wuchsen zwei besondere Bäume: der Baum des Lebens, dessen Früchte Unsterblichkeit schenken, und der Baum der Erkenntnis, dessen Früchte das Wissen verleihen, was für den Menschen gut und was für ihn schlecht ist.
10 In Eden entspringt ein Strom. Er bewässert den Garten und teilt sich dann in vier Ströme.
11 Der erste heißt Pischon; er fließt rund um das Land Hawila, wo es Gold gibt.
12 Das Gold dieses Landes ist ganz rein, außerdem gibt es dort kostbares Harz und den Edelstein Karneol.
13 Der zweite Strom heißt Gihon; er fließt rund um das Land Kusch.
14 Der dritte Strom, der Tigris, fließt östlich von Assur. Der vierte Strom ist der Eufrat.
15 Gott, der HERR, brachte also den Menschen in den Garten Eden. Er übertrug ihm die Aufgabe, den Garten zu pflegen und zu schützen.
16 Weiter sagte er zu ihm: »Du darfst von allen Bäumen des Gartens essen,
17 nur nicht vom Baum der Erkenntnis. Sonst musst du sterben.«
Die Erschaffung der Frau
18 Gott, der HERR, dachte: »Es ist nicht gut, dass der Mensch so allein ist. Ich will ein Wesen schaffen, das ihm hilft und das zu ihm passt.«
19 So formte Gott aus Erde die Tiere des Feldes und die Vögel. Dann brachte er sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er jedes Einzelne nennen würde; denn so sollten sie heißen.
20 Der Mensch gab dem Vieh, den wilden Tieren und den Vögeln ihre Namen, doch unter allen Tieren fand sich keins, das ihm helfen konnte und zu ihm passte.
21 Da versetzte Gott, der HERR, den Menschen in einen tiefen Schlaf, nahm eine seiner Rippen heraus und füllte die Stelle mit Fleisch.
22 Aus der Rippe machte er eine Frau und brachte sie zu dem Menschen.
23 Der freute sich und rief: »Endlich! Sie ist’s! Eine wie ich! Sie gehört zu mir, denn von mir ist sie genommen.«
24 Deshalb verlässt ein Mann Vater und Mutter, um mit seiner Frau zu leben. Die zwei sind dann eins, mit Leib und Seele.
25 Die beiden waren nackt, aber sie schämten sich nicht voreinander.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart