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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Josef im Haus des Potifar
1 Und Josef war nach Ägypten hinabgeführt worden. Und Potifar, ein Kämmerer des Pharao, der Oberste der Leibwächter, ein Ägypter, kaufte ihn aus der Hand der Ismaeliter, die ihn dorthin hinabgeführt hatten.
2 Der Herr aber war mit Josef, und er war ein Mann, dem alles gelang[4]w. ein Mann des Gelingens; und er blieb im Haus seines ägyptischen Herrn.
3 Als nun sein Herr sah, dass der Herr mit ihm war und dass der Herr alles, was er tat, in seiner Hand gelingen ließ,
4 da fand Josef Gunst in seinen Augen, und er bediente ihn {persönlich}. Und er bestellte ihn über sein Haus, und alles, was er besaß, gab er in seine Hand.
5 Und es geschah, seitdem er ihn über sein Haus bestellt hatte und über alles, was er besaß, da segnete der Herr das Haus des Ägypters um Josefs willen; und der Segen des Herrn war auf allem, was er hatte, im Haus und auf dem Feld.
6 Und er überließ alles, was er hatte, der Hand Josefs und kümmerte sich bei ihm um gar nichts, außer um das Brot[5]o. und kannte bei ihm gar nichts außer dem Brot, das er aß. Josef aber war schön von Gestalt und schön von Aussehen.
7 Und es geschah nach diesen Dingen, da warf die Frau seines Herrn ihre Augen auf Josef und sagte: Liege bei mir!
8 Er aber weigerte sich und sagte zu der Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr kümmert sich um[6]o. kennt nichts bei mir im Haus; und alles, was er besitzt, hat er in meine Hand gegeben.
9 Er {selbst} ist in diesem Haus nicht größer als ich, und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich dieses große Unrecht tun und gegen Gott sündigen?
10 Und es geschah, obwohl sie Tag für Tag auf Josef einredete, hörte er nicht auf sie, bei ihr zu liegen, mit ihr {zusammen} zu sein.
11 Da geschah es an einem solchen Tag[7]o. um diese Zeit, dass er ins Haus kam, um sein Geschäft zu besorgen, als {gerade} kein Mensch von den Leuten des Hauses dort im Haus war,
12 da ergriff sie ihn bei seinem Gewand und sagte: Liege bei mir! Er aber ließ sein Gewand in ihrer Hand, floh und lief hinaus.
13 Und es geschah, als sie sah, dass er sein Gewand in ihrer Hand gelassen hatte und hinausgeflohen war,
14 da rief sie die Leute ihres Hauses und sagte zu ihnen: Seht, er hat uns einen hebräischen Mann hergebracht, Mutwillen[8]w. Scherz mit uns zu treiben. Er ist zu mir gekommen, um bei mir zu liegen, aber ich habe mit lauter Stimme gerufen.
15 Und es geschah, als er hörte, dass ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Gewand neben mir und floh und lief hinaus.
16 Und sie ließ sein Gewand neben sich liegen, bis sein Herr nach Hause kam.
17 Da redete sie zu ihm mit[1]w. nach denselben Worten: Der hebräische Sklave, den du uns hergebracht hast, ist zu mir gekommen, um Mutwillen[2]w. Scherz mit mir zu treiben;
18 und es geschah, als ich meine Stimme erhob und rief, da ließ er sein Gewand neben mir und floh hinaus.
Josef im Gefängnis – Träume der beiden Kämmerer
19 Und es geschah, als sein Herr die Worte seiner Frau hörte, die sie zu ihm redete, indem sie sagte: Nach diesen Worten hat mir dein Sklave getan; da entbrannte sein Zorn.
20 Und Josefs Herr nahm ihn und legte ihn ins Gefängnis, an den Ort, wo die Gefangenen des Königs gefangen lagen; und er war dort im Gefängnis.
21 Der Herr aber war mit Josef und wandte sich ihm {in} Treue zu[3]mit geringfügiger Änderung: wandte ihm Treue (o. Huld) zu und gab ihm Gunst in den Augen des Obersten des Gefängnisses.
22 Und der Oberste des Gefängnisses übergab alle Gefangenen, die im Gefängnis waren, der Hand Josefs; und alles, was man dort tat, das veranlasste er[4]w. und alles, was sie dort taten, er war es, der {es} tat.
23 Der Oberste des Gefängnisses sah nicht nach dem Geringsten, das unter seiner Hand war, weil der Herr mit ihm war; und was er tat, ließ der Herr gelingen.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Josef bei Potifar. Konflikt mit dessen Frau
1 Josef war von den ismaëlitischen Kaufleuten nach Ägypten gebracht worden. Ein Mann namens Potifar, ein Hofbeamter des Pharaos, der Befehlshaber der königlichen Leibwache, kaufte ihn den Ismaëlitern ab.
2 Josef wurde in seinem Haus beschäftigt. Gott aber half ihm, sodass ihm alles glückte, was er tat.
3 Weil der Ägypter sah, dass Gott Josef beistand und ihm alles gelingen ließ,
4 fand Josef seine Gunst. Er machte ihn zu seinem persönlichen Diener, übergab ihm sogar die Aufsicht über sein Hauswesen und vertraute ihm die Verwaltung seines ganzen Besitzes an.
5 Von diesem Zeitpunkt an lag der Segen Gottes auf Potifar; Josef zuliebe ließ Gott im Haus und auf den Feldern alles gedeihen.
6 Sein Herr überließ Josef alles und kümmerte sich zu Hause um nichts mehr außer um sein eigenes Essen. Josef war ein ausnehmend schöner Mann.
7 So kam es, dass Potifars Frau ein Auge auf ihn warf. Eines Tages forderte sie ihn auf: »Komm mit mir ins Bett!«
8 Josef wies sie ab: »Mein Herr hat mir seinen ganzen Besitz anvertraut und kümmert sich selbst um nichts mehr in seinem Haus.
9 Er gilt hier nicht mehr als ich. Nichts hat er mir vorenthalten außer dich, seine Frau! Wie könnte ich da ein so großes Unrecht begehen und mich gegen Gott versündigen?«
10 Tag für Tag redete sie auf Josef ein, aber er gab ihr nicht nach.
11 Einmal hatte Josef im Haus zu tun; niemand von der Dienerschaft war gerade in der Nähe.
12 Da hielt sie ihn an seinem Gewand fest und sagte: »Komm jetzt mit ins Bett!« Er riss sich los und lief hinaus; das Gewand blieb in ihrer Hand zurück.
13 Als sie merkte, dass Josef fort war und sie sein Gewand in der Hand hielt,
14 rief sie die Dienerschaft herbei und sagte: »Seht euch das an! Mein Mann hat uns diesen Hebräer ins Haus gebracht, der nun seinen Mutwillen mit uns treibt. Er drang bei mir ein und wollte mit mir ins Bett. Da habe ich laut geschrien.
15 Und als er mich schreien hörte, ließ er sein Gewand neben mir liegen und rannte davon.«
16 Sie legte Josefs Gewand neben sich und wartete, bis ihr Mann nach Hause kam.
17 Auch zu ihm sagte sie: »Dein hebräischer Knecht, den du ins Haus gebracht hast, drang bei mir ein und wollte sein Spiel mit mir treiben;
18 und als ich laut zu schreien anfing, ließ er sein Gewand neben mir liegen und rannte davon.«
19 Als Potifar das hörte, packte ihn der Zorn.
20a Er ließ Josef festnehmen und in das königliche Gefängnis bringen.
Im Gefängnis deutet Josef Träume
20b Josef war nun also im Gefängnis.
21 Aber der HERR in seiner Treue stand ihm bei. Er verschaffte ihm die Gunst des Gefängnisverwalters.
22 Der Verwalter übertrug Josef die Aufsicht über alle anderen Gefangenen, und alle Arbeiten im Gefängnis geschahen unter Josefs Leitung.
23 Der Verwalter vertraute ihm völlig und gab ihm freie Hand; denn er sah, dass der HERR ihm beistand und alles gelingen ließ, was er tat.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart