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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Kain und Abel

1 Und der Mensch erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar Kain[1]d. h. so viel wie Erworbenes, Gewinn; und sie sagte: Ich habe einen Mann hervorgebracht[2]o. erworben mit dem Herrn.

2 Und sie gebar noch einmal, {und zwar} seinen Bruder, den Abel[3]hebr. hevel; d. h. Hauch, Nichtigkeit. Und Abel wurde ein Schafhirt, Kain aber wurde ein Ackerbauer.

3 Und es geschah nach einiger Zeit, da brachte Kain von den Früchten des Ackerbodens dem Herrn eine Opfergabe.

4 Und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der Herr blickte auf Abel und auf seine Opfergabe;

5 aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Da wurde Kain sehr zornig, und sein Gesicht senkte sich.

6 Und der Herr sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt?

7 Ist es nicht {so} , wenn du recht tust, erhebt es sich[4]w. Ist nicht, wenn du recht tust, Erhebung; vgl. Hi11,15? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Sünde vor der Tür. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst über sie herrschen.[5]w. Wenn du aber nicht recht tust, lagert er – die Sünde – zur Tür hin. Und nach dir wird sein Verlangen sein, du aber sollst über ihn herrschen. – Der Wechsel des Geschlechts (Sünde – er) ist nicht befriedigend zu erklären.

8 Und Kain sprach zu seinem Bruder Abel[6]SamPent, LXX, syr. und die alte lat. Üs. lesen hier noch: Lass uns aufs Feld gehen!. Und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und erschlug ihn.

9 Und der Herr sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Und er sagte: Ich weiß nicht[7]o. habe es nicht erkannt. Bin ich meines Bruders Hüter?

10 Und er sprach: Was hast du getan! Horch! Das Blut[8]w. Die Stimme des Blutes deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden her.

11 Und nun, verflucht seist du von dem Ackerboden hinweg, der seinen Mund aufgerissen hat, das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen!

12 Wenn du den Ackerboden bebaust, soll er dir nicht länger seine Kraft geben; unstet und flüchtig sollst du sein auf der Erde!

13 Da sagte Kain zu dem Herrn: Zu groß ist meine Strafe[9]o. Schuld, als dass ich sie tragen könnte.

14 Siehe, du hast mich heute von der Fläche des Ackerbodens vertrieben, und vor deinem Angesicht muss ich mich verbergen und werde unstet und flüchtig sein auf der Erde; und es wird geschehen: Jeder, der mich findet, wird mich erschlagen.

15 Der Herr aber sprach zu ihm: Nicht so[10]so mit LXX, Vulg. , der syr. und anderen alten Üs. ; Mas. T. : Darum, jeder, der Kain erschlägt – siebenfach soll er gerächt werden! Und der Herr machte an Kain ein Zeichen, damit ihn nicht jeder erschlug, der ihn finden würde.

16 So ging Kain weg vom Angesicht des Herrn und wohnte im Land Nod[11]d. h. Land der Heimatlosigkeit, östlich von Eden.

Nachkommenschaft Kains – Sets Geburt und Nachkomme

17 Und Kain erkannte seine Frau, und sie wurde schwanger und gebar Henoch. Und er wurde der Erbauer einer Stadt und benannte die Stadt nach dem Namen seines Sohnes Henoch.

18 Dem Henoch aber wurde Irad geboren; und Irad zeugte Mehujaël, und Mehujaël zeugte Metuschaël, und Metuschaël zeugte Lamech.

19 Lamech aber nahm sich zwei Frauen; der Name der einen war Ada und der Name der andern Zilla.

20 Und Ada gebar Jabal; dieser wurde der Vater derer, die in Zelten und unter Herden wohnen.

21 Und der Name seines Bruders war Jubal; dieser wurde der Vater all derer, die mit der Zither und der Flöte umgehen.

22 Und Zilla, auch sie gebar {, und zwar} den Tubal-Kain, den Vater all derer, die Kupfer und Eisen schmieden[1]so mit einer aram. Üs. ; Mas. T. : den Hämmernden jedes Arbeiters in Kupfer und Eisen. Und die Schwester Tubal-Kains war Naama.

23 Und Lamech sprach zu seinen Frauen: Ada und Zilla, hört meine Stimme! Frauen Lamechs, horcht auf meine Rede!Fürwahr, einen Mann erschlug ich für meine Wunde und einen Jungen für meine Strieme.

24 Wenn Kain siebenfach gerächt wird, so Lamech siebenundsiebzigfach.

25 Und Adam erkannte noch einmal seine Frau, und sie gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Set[2]hebr. schet; d. h. Ersatz: Denn Gott hat mir einen anderen Nachkommen[3]w. Samen gesetzt anstelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat.

26 Und dem Set, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er gab ihm den Namen Enosch[4]d. h. Mensch. – Das Wort steht häufig im Zusammenhang mit der Hinfälligkeit des Menschen.. Damals fing man an, den Namen des Herrn anzurufen.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Der Bruder erhebt sich gegen den Bruder

1 Adam schlief mit seiner Frau Eva, und sie wurde schwanger. Sie brachte einen Sohn zur Welt und sagte: »Mithilfe des HERRN habe ich einen Mann hervorgebracht.« Darum nannte sie ihn Kain.

2 Später bekam sie einen zweiten Sohn, den nannte sie Abel. Abel wurde ein Hirt, Kain ein Bauer.

3 Einmal brachte Kain von seinem Ernteertrag dem HERRN ein Opfer.

4 Auch Abel brachte ihm ein Opfer; er nahm dafür die besten von den erstgeborenen Lämmern seiner Herde. Der HERR blickte freundlich auf Abel und sein Opfer,

5 aber Kain und sein Opfer schaute er nicht an. Da stieg der Zorn in Kain hoch und er blickte finster zu Boden.

6 Der HERR fragte ihn: »Warum bist du so zornig? Warum starrst du auf den Boden?

7 Wenn du Gutes im Sinn hast, kannst du den Kopf frei erheben; aber wenn du Böses planst, lauert die Sünde vor der Tür deines Herzens und will dich verschlingen. Du musst Herr sein über sie!«

8 Kain aber sagte zu seinem Bruder Abel: »Komm und sieh dir einmal meine Felder an!« Und als sie draußen waren, fiel er über seinen Bruder her und schlug ihn tot.

9 Der HERR fragte Kain: »Wo ist dein Bruder Abel?« »Was weiß ich?«, antwortete Kain. »Bin ich vielleicht der Hüter meines Bruders?«

10 »Weh, was hast du getan?«, sagte der HERR. »Hörst du nicht, wie das Blut deines Bruders von der Erde zu mir schreit?

11 Du hast den Acker mit dem Blut deines Bruders getränkt, deshalb stehst du unter einem Fluch und musst das fruchtbare Ackerland verlassen.

12 Wenn du künftig den Acker bearbeitest, wird er dir den Ertrag verweigern. Als heimatloser Flüchtling musst du auf der Erde umherirren.«

13 Kain sagte zum HERRN: »Die Strafe ist zu hart, das überlebe ich nicht!

14 Du vertreibst mich vom fruchtbaren Land und aus deiner schützenden Nähe. Als heimatloser Flüchtling muss ich umherirren. Ich bin vogelfrei, jeder kann mich ungestraft töten.«

15 Der HERR antwortete: »Nein, sondern ich bestimme: Wenn dich einer tötet, müssen dafür sieben Menschen aus seiner Familie sterben.« Und er machte an Kain ein Zeichen, damit jeder wusste: Kain steht unter dem Schutz des HERRN.

16 Dann musste Kain aus der Nähe des HERRN weggehen. Er wohnte östlich von Eden im Land Nod.

Kulturentwicklung und menschliche Überheblichkeit

17 Kain schlief mit seiner Frau, da wurde sie schwanger und gebar einen Sohn: Henoch. Danach gründete Kain eine Stadt und nannte sie Henoch nach dem Namen seines Sohnes.

18 Henochs Frau gebar ihm einen Sohn: Irad. Dieser Irad zeugte Mehujaël, Mehujaël zeugte Metuschaël, und Metuschaël zeugte Lamech.

19 Lamech nahm sich zwei Frauen: Ada und Zilla.

20 Ada gebar ihm Jabal; von dem stammen alle ab, die mit Herden umherziehen und in Zelten wohnen.

21 Sein jüngerer Bruder war Jubal, von dem kommen die Zither- und Flötenspieler her.

22 Auch Zilla gebar einen Sohn: Tubal-Kain. Er wurde Schmied und machte alle Arten von Waffen und Werkzeugen aus Bronze und Eisen. Seine Schwester war Naama.

23 Lamech sagte zu seinen Frauen: »Ihr meine Frauen, Ada, Zilla, hört! Passt auf, wie Lamech sich sein Recht verschafft: Ich töte einen Mann für meine Wunde und einen Jungen, wenn mich jemand schlägt!

24 Ein Mord an Kain – so hat es Gott bestimmt – verlangt als Rache sieben Menschenleben; für Lamech müssen siebenundsiebzig sterben!«

Ersatz für Abel

25 Adam schlief wieder mit Eva, und sie gebar noch einmal einen Sohn. Sie nannte ihn Set, denn sie sagte: »Gott hat mir wieder einen Sohn geschenkt! Der wird mir Abel ersetzen, den Kain erschlagen hat.«

26 Auch Set wurde ein Sohn geboren, den nannte er Enosch. Damals fingen die Menschen an, im Gebet den Namen des HERRN anzurufen.

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