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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Das erste Buch der Könige

Adonijas Versuch, König zu werden

1 Und der König David war alt, hochbetagt. Man bedeckte ihn mit Kleidern, aber es wurde ihm nicht warm.

2 Da sagten seine Diener zu ihm: Man suche meinem Herrn, dem König, ein Mädchen, eine Jungfrau, dass sie vor dem König {dienend} stehe und seine Pflegerin sei! Wenn sie {dann} in deinem Schoß liegt, wird meinem Herrn, dem König, warm werden.

3 Und man suchte ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet Israels; und man fand Abischag, die Schunemiterin, und brachte sie zum König.

4 Das Mädchen aber war überaus schön, und sie wurde Pflegerin des Königs und bediente ihn; aber der König erkannte sie nicht.

5 Adonija aber, der Sohn der Haggit, erhob sich und sagte: Ich bin es, der König wird! Und er schaffte sich Wagen und Reiter[1]o. Pferde; o. Gespanne an und fünfzig Mann, die vor ihm herliefen.

6 Sein Vater aber hatte ihn, solange er lebte, nie gekränkt, dass er gesagt hätte: Warum handelst du so? Und auch war er sehr schön von Gestalt; und seine Mutter[2]w. sie hatte ihn nach Absalom geboren.

7 Und er hatte seine Verabredungen mit Joab, dem Sohn der Zeruja, {getroffen} und mit dem Priester Abjatar; und sie standen mit ihrer Hilfe hinter Adonija[3]w. halfen Adonija hinterher.

8 Aber der Priester Zadok und Benaja, der Sohn Jojadas, und der Prophet Nathan und Schimi und Reï und die Helden, die David hatte, waren nicht mit Adonija.

9 Und Adonija schlachtete Schafe und Rinder und Mastvieh bei dem Stein Sohelet[4]d. h. Schlangenstein, o. gleitender Stein, der neben En-Rogel[5]d. h. Walkerquelle ist; und er lud alle seine Brüder, die Söhne des Königs, ein und alle Männer von Juda, die im Dienst des Königs standen[6]w. und von allen Männern Judas die Diener des Königs.

10 Den Propheten Nathan aber und Benaja und die Helden und seinen Bruder Salomo lud er nicht ein.

Salomos Salbung zum König

11 Da sagte Nathan zu Batseba, der Mutter Salomos: Hast du nicht gehört, dass Adonija, der Sohn der Haggit, König geworden ist? Und unser Herr David hat nichts {davon} erkannt.

12 Und nun komm, ich will dir einen Rat geben, und {so} rette dein Leben und das Leben deines Sohnes Salomo!

13 Auf, geh zum König David hinein und sage zu ihm: »Hast nicht du selbst, mein Herr König, deiner Magd geschworen und gesagt: Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird? Warum aber ist Adonija König geworden?«

14 Siehe, während du dort noch mit dem König redest, werde ich nach dir hineinkommen und deine Worte bekräftigen[7]w. voll machen, o. vollenden.

15 Da ging Batseba zum König hinein in das Gemach; der König aber war sehr alt, und Abischag, die Schunemiterin, bediente den König.

16 Und Batseba verneigte sich und fiel vor dem König nieder. Da sagte der König: Was hast du?

17 Und sie sagte zu ihm: Mein Herr, du selbst hast ja deiner Magd bei dem Herrn, deinem Gott, geschworen: »Dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird.«

18 Und nun siehe, Adonija ist König geworden, und du[8]So lesen sehr viele hebr. Handschr. und die alten Üs. ; Mas. T. : und jetzt, mein Herr und König, hast nichts {davon} erkannt.

19 Und er hat Stiere und Mastvieh und Schafe in Menge geschlachtet und hat alle Söhne des Königs und den Priester Abjatar und den Heerobersten Joab eingeladen; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen.

20 Auf dich aber, mein Herr und König, auf dich sind die Augen von ganz Israel {gerichtet} , dass du ihnen bekannt gibst, wer auf dem Thron meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll.

21 Und es wird geschehen, wenn mein Herr, der König, bei seinen Vätern liegt, dass ich und mein Sohn Salomo als Sünder dastehen.

22 Und siehe, während sie noch mit dem König redete, kam der Prophet Nathan herein.

23 Und man meldete dem König: Der Prophet Nathan ist da! Und er kam herein vor den König und warf sich vor dem König auf sein Angesicht zur Erde nieder.

24 Und Nathan sagte: Mein Herr und König, du hast {wohl} selbst angeordnet: Adonija soll nach mir König sein, und er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird!

25 Denn er ist heute hinabgegangen, hat Stiere und Mastvieh und Schafe in Menge geschlachtet und hat alle Söhne des Königs und die Heerobersten und den Priester Abjatar eingeladen; und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sagen: Es lebe der König Adonija!

26 Mich selbst aber, deinen Knecht, und den Priester Zadok und Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen.

27 Wenn diese Sache von meinem Herrn, dem König, aus {so} geschehen ist, dann hast du deine Knechte[1]so mit der Schreibform des Mas. T. ; die Leseform mit vielen anderen hebr. Handschr. und den alten Üs. haben die Einzahl: deinen Knecht also nicht wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn, des Königs, nach ihm sitzen soll?

28 Da antwortete der König David und sagte: Ruft mir Batseba! Und sie kam herein vor den König und trat vor den König.

29 Und der König schwor und sprach: So wahr der Herr lebt, der meine Seele aus jeder Not gerettet hat,

30 ja, wie ich dir {einst} bei dem Herrn, dem Gott Israels geschworen habe, indem ich sprach: Gewiss, dein Sohn Salomo soll nach mir König sein, und er soll der sein, der an meiner Stelle auf meinem Thron sitzen wird, ja, so werde ich am heutigen Tag tun.

31 Da verneigte sich Batseba mit dem Gesicht zur Erde und huldigte dem König und sprach: Es lebe mein Herr, der König David, ewig!

32 Darauf sagte der König David: Ruft mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und sie kamen herein vor den König.

33 Und der König sprach zu ihnen: Nehmt die Diener eures Herrn mit euch und lasst meinen Sohn Salomo auf meiner eigenen Mauleselin reiten und führt ihn zum Gihon hinab!

34 Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan sollen ihn dort zum König über Israel salben. Und ihr sollt ins Horn stoßen und sagen: Es lebe der König Salomo!

35 Dann zieht {wieder} herauf hinter ihm her, und er soll hereinkommen und sich auf meinen Thron setzen. Er ist es, der an meiner Stelle König sein soll. Und ihn habe ich dazu bestimmt, Fürst über Israel und über Juda zu sein.

36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem König und sagte: Amen! So spreche[2]drei hebr. Handschr. und die syr. Üs. : So mache es der Herr, der Gott meines Herrn, des Königs!

37 So wie der Herr mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, so möge er mit Salomo sein und seinen Thron {noch} größer machen als den Thron meines Herrn, des Königs David!

38 So zogen der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter[3]Die Kreter und Pleter bildeten Davids Leibgarde. hinab und ließen Salomo auf der Mauleselin des Königs David reiten und führten ihn zum Gihon.

39 Und der Priester Zadok holte das Ölhorn aus dem Zelt und salbte Salomo; und sie stießen ins Horn, und alles Volk sprach: Es lebe der König Salomo!

40 Und alles Volk zog hinauf hinter ihm her; und das Volk blies auf Flöten, und sie freuten sich mit großer Freude, sodass die Erde {fast} von ihrem Geschrei barst.

Adonijas Unterwerfung

41 Und Adonija hörte es und alle die Geladenen, die bei ihm waren, als sie eben aufgehört hatten zu essen. Und Joab hörte den Schall des Horns und sagte: Weshalb hört man die Stadt so lärmen?

42 Während er noch redete, siehe, da kam Jonatan, der Sohn des Priesters Abjatar. Und Adonija sagte: Komm, denn du bist ein zuverlässiger Mann und wirst gute Botschaft bringen!

43 Da antwortete Jonatan und sagte zu Adonija: Nein! Unser Herr, der König David, hat Salomo zum König gemacht.

44 Und der König hat den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter mit ihm gesandt, und sie haben ihn auf der Mauleselin des Königs reiten lassen.

45 Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan haben ihn am Gihon zum König gesalbt. Dann sind sie von dort mit Freuden {geschrei} heraufgezogen, und die Stadt ist in Bewegung. Das ist das Geschrei, das ihr gehört habt.

46 Und außerdem: Salomo hat sich auf den Königsthron[1]w. auf den Thron der Königswürde o. des Königtums gesetzt.

47 Und außerdem sind die Diener des Königs hineingegangen, um unserem Herrn, dem König David, Segenswünsche zu überbringen[2]w. um unseren Herrn, den König, zu segnen, indem sie sagten: Dein Gott mache den Namen Salomos {noch} herrlicher als deinen Namen und mache seinen Thron {noch} größer als deinen Thron! Und der König hat sich auf dem Lager anbetend geneigt.

48 Und außerdem hat der König so gesprochen: Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels, der heute einen {von meinen Söhnen} eingesetzt hat, der auf meinem Thron sitzt – und meine Augen dürfen {es noch} sehen!

49 Da erschraken all die Geladenen, die bei Adonija waren, und standen auf und gingen weg, jeder seines Weges.

50 Und Adonija fürchtete sich vor Salomo; und er machte sich auf, ging hin und ergriff die Hörner des Altars.

51 Das wurde Salomo berichtet, indem man sagte: Siehe, Adonija fürchtet den König Salomo, und siehe, er hält die Hörner des Altars fest und sagt: Der König Salomo schwöre mir heute, dass er seinen Knecht nicht mit dem Schwert töten wird!

52 Und Salomo sagte: Wenn er sich als ein zuverlässiger Mann erweist, soll von seinem Haar keines auf die Erde fallen. Wenn aber Böses an ihm gefunden wird, dann soll er sterben.

53 Und der König Salomo sandte hin, und man holte ihn vom Altar herunter; und er kam und warf sich vor dem König Salomo nieder. Und Salomo sagte zu ihm: Geh in dein Haus!

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

SALOMOS KRÖNUNG UND DAVIDS TOD (1,1–2,12)

Adonija will König werden

1 König David war sehr alt geworden. Obwohl er in Wolldecken eingehüllt wurde, konnte er nicht mehr warm werden.

2 Da sagten seine Diener zu ihm: »Erlaube uns, Herr, dass wir uns nach einem jungen, unberührten Mädchen umsehen! Sie soll für dich da sein, dich bedienen und in deinen Armen schlafen, damit du warm wirst.«

3 Sie suchten im ganzen Land Israel nach einem schönen Mädchen. Die Wahl fiel auf Abischag aus Schunem und sie brachten sie zum König.

4 Sie war außerordentlich schön. Von da an war sie ganz für den König da und bediente ihn; aber er hatte keinen Verkehr mit ihr.

5 Adonija, der Sohn von Davids Frau Haggit, spielte sich groß auf und erklärte: »Ich bin der künftige König!« Er legte sich einen Wagen und Pferde zu und eine Leibwache von fünfzig Mann, die vor seinem Wagen herliefen.

6 Sein Vater hatte ihn immer sehr nachsichtig behandelt und ihn nie wegen irgendetwas zur Rede gestellt. Er war ein stattlicher Mann und nach Abschalom der nächstgeborene der Söhne Davids.

7 Adonija war es gelungen, den Heerführer Joab und den Priester Abjatar auf seine Seite zu ziehen.

8 Dagegen konnte er den Priester Zadok sowie Benaja, den Sohn von Jojada, den Obersten der Leibgarde, und den Propheten Natan nicht für sich gewinnen, auch nicht Schimi, Reï und die Elitetruppe Davids.

9 Eines Tages veranstaltete Adonija beim Sohelet-Felsen an der Rogel-Quelle ein großes Opferfest. Er ließ Schafe, Rinder und gemästete Kälber schlachten. Alle anderen Königssöhne und die im Hofdienst stehenden Männer von Juda hatte er eingeladen,

10 aber nicht den Propheten Natan und Benaja und die Elitetruppe Davids und auch nicht seinen Bruder Salomo.

Salomo hat Fürsprecher bei David

11 Da ging Natan zu Batseba, der Mutter Salomos, und sagte: »Hast du schon gehört, dass Adonija, der Sohn der Haggit, König ist? Und David, unser Herr, hat keine Ahnung davon!

12 Dein Leben steht auf dem Spiel und das deines Sohnes Salomo! Deshalb rate ich dir,

13 geh zu David und sage zu ihm: ›Mein Herr und König, du hast mir doch mit einem Eid zugesichert, dass mein Sohn Salomo und kein anderer dir auf dem Königsthron folgen soll. Warum ist denn nun Adonija König geworden?‹

14 Während du noch mit ihm sprichst, werde ich selber kommen und dir helfen.«

15 Batseba ging sofort zu König David, der sich im innersten Raum seines Palastes aufhielt. Er war sehr alt geworden und Abischag aus Schunem bediente ihn.

16 Batseba verneigte sich vor dem König und warf sich vor ihm nieder. »Was möchtest du?«, fragte der König.

17 »Mein Herr und König«, sagte sie, »du hast mir bei dem HERRN, deinem Gott, geschworen, dass mein Sohn Salomo und kein anderer dir auf dem Thron folgen soll.

18 Aber jetzt ist Adonija König geworden – und du, mein Herr und König, weißt nicht einmal davon!

19 Er hat ein großes Opferfest veranstaltet und eine Menge Rinder, Mastkälber und Schafe schlachten lassen. Alle deine Söhne hat er eingeladen, auch den Priester Abjatar und den Heerführer Joab, nur deinen treuen Sohn Salomo nicht.

20 Auf dich, mein König, blickt jetzt ganz Israel! Alle warten darauf, dass du ihnen sagst, wer nach dir auf deinem Thron sitzen soll.

21 Sonst werden sie meinen Sohn Salomo und mich als Hochverräter behandeln, wenn du eines Tages nicht mehr lebst.«

22-23 Während Batseba noch mit dem König sprach, wurde der Prophet Natan gemeldet. Er trat ein und warf sich vor dem König nieder.

24 »Mein Herr und König«, sagte er, »ich sehe, du hast entschieden, dass Adonija dein Nachfolger werden soll!

25 Jedenfalls hat er heute ein großes Opferfest veranstaltet und eine Menge Rinder, Mastkälber und Schafe schlachten lassen. Dazu hat er alle deine Söhne, die Truppenführer und den Priester Abjatar eingeladen. In diesem Augenblick essen und trinken sie als seine Gäste und rufen: ›Lang lebe König Adonija!‹

26 Aber mich und den Priester Zadok, Benaja und deinen Sohn Salomo hat er nicht eingeladen.

27 Ist all das wirklich auf deine Anordnung geschehen, mein König? Hast du vor deinen treuesten Dienern verheimlicht, wer dein Nachfolger auf dem Königsthron werden soll?«

David bestimmt Salomo zu seinem Nachfolger

28 »Ruft Batseba wieder herein!«, befahl König David. Sie kam und trat vor ihn.

29 Dann hob er die Hand zum Schwur und sagte: »So gewiss der HERR lebt, der mich aus aller Not gerettet hat:

30 Ich habe dir beim HERRN, dem Gott Israels, geschworen, dass dein Sohn Salomo und kein anderer mein Nachfolger werden soll. Und heute löse ich meine Zusage ein!«

31 Batseba verneigte sich tief, warf sich vor David nieder und sagte: »Möge mein Herr und König ewig leben!«

32 Dann sagte David: »Ruft mir den Priester Zadok, den Propheten Natan und Benaja, den Obersten der Leibgarde!« Als alle beisammen waren,

33 befahl er ihnen: »Mein Sohn Salomo soll mein königliches Maultier besteigen. Nehmt meine Leibgarde mit und geleitet ihn hinab zur Gihon-Quelle.

34 Dort sollen ihn der Priester Zadok und der Prophet Natan zum König über Israel salben. Lasst die Hörner blasen und ruft laut: ›Lang lebe König Salomo!‹

35 Dann sollt ihr ihn wieder hierher geleiten und er soll sich auf meinen Thron setzen. Kein anderer als er soll an meiner Stelle König sein. Ihn habe ich zum Herrscher über Israel und Juda bestimmt.«

36 » Amen «, sagte Benaja. »So will es der HERR, der Gott meines Königs!

37 Er stehe Salomo bei, wie er meinem Herrn und König beigestanden hat, ja, er lasse den Sohn noch bedeutender werden als seinen Vater!«

38 Zadok, Natan und Benaja ließen Salomo auf das Maultier von König David steigen und gaben ihm mit der königlichen Leibgarde das Geleit hinab zur Gihon-Quelle.

39 Der Priester Zadok hatte aus dem Zelt des HERRN das Horn mit dem Salböl mitgebracht und salbte Salomo zum König. Die Widderhörner wurden geblasen und das Volk rief: »Lang lebe König Salomo!«

40 Dann geleiteten sie ihn wieder hinauf nach Jerusalem. Alle waren außer sich vor Freude, spielten auf Flöten und jubelten so laut, dass die Erde dröhnte.

Adonija muss aufgeben

41 Auch Adonija und seine Gäste hörten den Lärm. Sie hatten gerade das Festmahl beendet. Als Joab das Hörnerblasen hörte, fragte er: »Was ist das für ein Lärm in der Stadt?«

42 Da kam auch schon Jonatan, der Sohn des Priesters Abjatar. »Komm her«, rief Adonija, »du bist ein zuverlässiger Mann und bringst gewiss gute Nachricht!«

43 »Wenn es nur so wäre!«, erwiderte Jonatan. »König David, unser Herr, hat Salomo zum König gemacht!

44-45 Er hat ihn auf sein Maultier steigen lassen und mit Zadok, Natan und Benaja und der königlichen Leibgarde zur Gihon-Quelle geschickt. Dort haben ihn der Priester Zadok und der Prophet Natan zum König gesalbt. Dann sind sie alle jubelnd wieder nach Jerusalem hinaufgezogen und die ganze Stadt ist in heller Aufregung. Das ist der Lärm, den ihr gehört habt!

46 Salomo hat sich schon auf den Königsthron gesetzt

47 und die Hofleute haben König David ihre Glückwünsche gebracht und gesagt: ›Dein Gott mache Salomo noch berühmter als dich selbst und seine Herrschaft noch bedeutender als die deine!‹ Der König hat sich auf seinem Bett verneigt

48 und gesagt: ›Der HERR, der Gott Israels, sei gepriesen! Er hat es so gefügt, dass heute ein Nachfolger meinen Thron bestiegen hat und ich es noch erleben durfte.‹«

49 Die Gäste Adonijas sprangen erschrocken auf und liefen auseinander.

50 Adonija fürchtete die Rache Salomos, deshalb flüchtete er zum Zelt des HERRN und ergriff Schutz suchend die Hörner des Altars.

51 Man meldete Salomo: »Adonija fürchtet sich vor König Salomo; er klammert sich an die Hörner des Altars und sagt: ›Ich gehe erst von hier weg, wenn König Salomo mir schwört, dass er mich, seinen Diener, nicht töten wird.‹«

52 Salomo sagte: »Wenn er sich nichts zuschulden kommen lässt, wird ihm kein Haar gekrümmt werden; aber wenn er etwas gegen mich unternimmt, muss er sterben.«

53 Er schickte Männer mit dieser Zusicherung zu Adonija, die geleiteten ihn hinunter in den Königspalast. Adonija trat vor König Salomo und warf sich vor ihm nieder. Salomo aber sagte zu ihm: »Du kannst nach Hause gehen!«

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