ELB, GNB online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Ahabs und Joschafats Kriegsabsichten – Weissagung des Micha
1 Und sie verhielten sich drei Jahre lang ruhig; es war kein Krieg zwischen Aram und Israel.
2 Aber im dritten Jahr, da kam Joschafat, der König von Juda, zum König von Israel herab.
3 Und der König von Israel sagte zu seinen Dienern: Habt ihr nicht erkannt, dass Ramot {in} Gilead uns gehört? Und wir bleiben still, anstatt es der Hand des Königs von Aram zu entreißen.
4 Und er sagte zu Joschafat: Willst du mit mir nach Ramot {in} Gilead in den Kampf ziehen? Da sagte Joschafat zum König von Israel: Ich bin wie du, mein Volk ist wie dein Volk, meine Pferde sind wie deine Pferde.
5 Und Joschafat sagte zum König von Israel: Befrage doch heute[6]o. zuerst das Wort des Herrn!
6 Da versammelte der König von Israel die Propheten, etwa vierhundert Mann, und er sagte zu ihnen: Soll ich gegen Ramot {in} Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich es lassen? Sie sagten: Zieh hinauf! Und der Herr wird es in die Hand des Königs geben.
7 Aber Joschafat sagte: Ist hier kein Prophet des Herrn mehr, dass wir durch ihn {den Herrn} befragen?
8 Da sagte der König von Israel zu Joschafat: Einen Mann gibt es noch, durch den man den Herrn befragen könnte; aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes über mich, sondern {nur} Böses: {Es ist} Micha, der Sohn des Jimla. Joschafat aber sagte: Der König spreche nicht so!
9 Da rief der König von Israel einen Hofbeamten[1]w. einen Eunuchen und sagte: Hole schnell Micha, den Sohn des Jimla!
10 Und der König von Israel und Joschafat, der König von Juda, saßen jeder auf seinem Thron, bekleidet mit königlichen Gewändern, auf einem freien Platz am Toreingang von Samaria. Und alle Propheten weissagten vor ihnen.
11 Und Zedekia, der Sohn des Kenaana, machte sich eiserne Hörner und sagte: So spricht der Herr: Mit denen wirst du die Aramäer niederstoßen, bis du sie vernichtet hast.
12 Ebenso weissagten alle Propheten, indem sie sagten: Zieh hinauf nach Ramot {in} Gilead und führe {Israel} zum Sieg! Der Herr wird es in die Hand des Königs geben.
13 Der Bote aber, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und sagte: Sieh doch, die Worte der Propheten sind einstimmig[2]w. mit einem Mund gut für den König. Lass doch dein Wort sein wie das Wort eines von ihnen und rede Gutes!
14 Micha aber sagte: So wahr der Herr lebt – nur, was der Herr mir sagen wird, das werde ich reden!
15 Und als er zum König kam, sagte der König zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramot {in} Gilead in den Kampf ziehen, oder sollen wir es lassen? Da sagte er zu ihm: Zieh hinauf und führe {Israel} zum Sieg! Denn der Herr wird es in die Hand des Königs geben.
16 Der König aber sagte zu ihm: Wievielmal muss ich dich beschwören, dass du im Namen des Herrn nichts zu mir redest als nur Wahrheit?
17 Da sagte er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und der Herr sprach: Diese haben keinen Herrn, sie sollen in Frieden zurückkehren, jeder in sein Haus.
18 Da sagte der König von Israel zu Joschafat: Habe ich dir nicht gesagt, er weissagt nichts Gutes über mich, sondern {nur} Böses?
19 Und Micha[3]w. er sprach: Darum höre das Wort des Herrn! Ich sah den Herrn auf seinem Thron sitzen, und das ganze Heer des Himmels stand um ihn, zu seiner Rechten und zu seiner Linken.
20 Und der Herr sprach: Wer will Ahab betören, dass er hinaufzieht und bei Ramot {in} Gilead fällt? Und der eine sagte dies, und der andere sagte das.
21 Da trat der Geist hervor und stellte sich vor den Herrn und sagte: Ich will ihn betören. Und der Herr sprach zu ihm: Womit?
22 Da sagte er: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein im Mund aller seiner Propheten. Und er sprach: Du sollst ihn betören und wirst es auch können. Geh aus und mache es so!
23 Und nun, siehe, der Herr hat einen Lügengeist in den Mund all dieser deiner Propheten gegeben, denn der Herr hat Unheil über dich geredet.
24 Da trat Zedekia, der Sohn des Kenaana, heran und schlug Micha auf die Backe und sprach: Auf welchem Weg ist {denn} der Geist des Herrn von mir gewichen, um mit dir zu reden?
25 Micha sagte: Siehe, du wirst es an jenem Tag sehen, wenn du von Zimmer zu Zimmer flüchtest[4]w. kommst, um dich zu verstecken.
26 Da sagte der König von Israel: Nimm Micha und führe ihn zurück zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joasch, dem Sohn des Königs,
27 und sage: So spricht der König: Setzt diesen ins Gefängnis und speist ihn mit Brot der Bedrängnis und mit Wasser der Bedrängnis[5]Die Wendung »Brot der Bedrängnis« bzw. »Wasser der Bedrängnis« stammt aus der Belagerungssituation einer Stadt, in der Brot und Wasser rationiert werden mussten. Daher ist hier gemeint: Gebt ihm verkürzte Ration Brot und Wasser!, bis ich in Frieden zurückkomme!
28 Micha aber sagte: Wenn du je in Frieden zurückkehrst, {dann} hat der Herr nicht durch mich geredet! Und er sprach: Hört es, ihr Völker alle!
Gemeinsamer Krieg Ahabs und Joschafats – Joschafats Rettung und Ahabs Tod
29 Und der König von Israel und Joschafat, der König von Juda, zogen hinauf nach Ramot {in} Gilead.
30 Und der König von Israel sagte zu Joschafat: Ich will mich verkleiden und in den Kampf ziehen. Du aber lege deine {königlichen} Kleider an! So verkleidete sich der König von Israel und zog in den Kampf.
31 Der König von Aram hatte aber seinen 32 Wagenführern befohlen: Ihr sollt weder gegen einen Geringen noch gegen einen Großen kämpfen, sondern gegen den König von Israel allein!
32 Und es geschah, als die Wagenführer Joschafat sahen, da sagten sie {sich}: Das ist gewiss der König von Israel! Und sie lenkten {ihre Wagen} auf ihn zu, um ihn anzugreifen[1]w. um zu kämpfen. Da schrie Joschafat um Hilfe.
33 Und es geschah, als die Wagenführer sahen, dass nicht er der König von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab.
34 Und ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl[2]w. in seiner Arglosigkeit und traf den König von Israel zwischen die Tragbänder {des Panzers} und den Panzer. Da sagte er zu seinem Wagenlenker: Wende um[3]w. Wende deine Hände und bring mich aus der Schlacht[4]so mit LXX und Vulg. ; Mas. T. : aus dem Lager hinaus! Denn ich bin schwer verwundet[5]w. ich bin {durch eine Verwundung} entkräftet.
35 Und der Kampf wurde heftig an jenem Tag. Und der König hielt sich angesichts der Aramäer im Wagen {noch} aufrecht; und am Abend starb er, und das Blut der Wunde floss[6]w. ergoss sich in das Innere des Wagens.
36 Beim Untergang der Sonne erging der laute Ruf durchs Lager: Jeder Mann in seine Stadt und jeder Mann in sein Land!
37 So starb der König und kam nach Samaria. Und man begrub[7]LXX: jeder Mann in sein Land! Denn der König ist tot. Und man kam nach Samaria und begrub den König in Samaria.
38 Und als man den Wagen am Teich von Samaria {, wo die Huren sich wuschen, } abspülte, da leckten die Hunde sein Blut, und die Huren badeten {darin} nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte.
39 Und die übrige Geschichte[8]w. der Rest der Begebenheiten Ahabs und alles, was er getan, und das Elfenbeinhaus, das er gebaut, und alle Städte, die er gebaut hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte[9]w. im Buch der Begebenheiten der Tage der Könige von Israel?
40 Und Ahab legte sich zu seinen Vätern. Und sein Sohn Ahasja wurde an seiner Stelle König.
Joschafat von Juda
41 Und Joschafat, der Sohn Asas, wurde König über Juda im vierten Jahr Ahabs, des Königs von Israel.
42 Joschafat war 35 Jahre alt, als er König wurde, und er regierte 25 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter des Schilhi.
43 Und er ging den ganzen Weg seines Vaters Asa; er wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des Herrn.
44 Nur die Höhen wichen nicht: Das Volk brachte auf den Höhen noch Schlachtopfer und Rauchopfer dar.
45 Und Joschafat hatte Frieden mit dem König von Israel.
46 Und die übrige Geschichte[8]w. der Rest der Begebenheiten Joschafats und seine Machttaten, die er ausgeübt, und wie er Krieg geführt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte[9]w. im Buch der Begebenheiten der Tage der Könige von Juda?
47 Auch rottete er[10]o. fegte er aus dem Land den Rest der Tempelhurer aus, der in den Tagen seines Vaters Asa übrig geblieben war.
48 Und es war kein König in Edom; ein Vogt {regierte als} König.
49 Joschafat baute Tarsisschiffe, die nach Ofir fahren sollten, um Gold {zu holen} ; aber man fuhr nicht, denn die Schiffe wurden bei Ezjon-Geber zertrümmert.
50 Damals sagte Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Joschafat: Lass meine Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren! Aber Joschafat wollte nicht.
51 Und Joschafat legte sich zu seinen Vätern und wurde bei seinen Vätern begraben in der Stadt seines Vaters David. Und sein Sohn Joram wurde an seiner Stelle König.
Ahasja von Israel
52 Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria, im siebzehnten Jahr Joschafats, des Königs von Juda; und er regierte zwei Jahre über Israel.
53 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, und ging auf dem Weg seines Vaters und auf dem Weg seiner Mutter und auf dem Weg Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte.
54 Und er diente dem Baal und warf sich vor ihm nieder. Und er reizte den Herrn, den Gott Israels, nach allem, was sein Vater getan hatte.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Ist Gott für diesen Krieg? (2 Chr 18,1-11)
1 Gut zwei Jahre lang hatte es keinen Krieg mehr zwischen Syrien und Israel gegeben.
2 Im dritten Jahr kam König Joschafat zum König von Israel.
3 Da sagte der König von Israel zu seinen Leuten: »Habt ihr vergessen, dass die Stadt Ramot in Gilead eigentlich uns gehört? Warum zögern wir, sie den Syrern wieder wegzunehmen?«
4 Er wandte sich an Joschafat und fragte ihn: »Machst du mit, wenn ich Ramot angreife?« »Ich mache mit«, antwortete Joschafat; »du kannst auf meine Truppen, auf Mann und Ross, zählen wie auf deine eigenen.«
5 Aber dann sagte er: »Du solltest doch zuerst den HERRN fragen, was er dazu meint.«
6 Da rief der König von Israel alle Propheten zusammen, etwa vierhundert, und fragte sie: »Soll ich die Stadt Ramot angreifen oder nicht?« »Greife sie an!«, antworteten sie. »Der HERR wird sie in deine Hand geben.«
7 Aber Joschafat zögerte und fragte: »Gibt es hier keinen weiteren Propheten, durch den wir den HERRN fragen könnten?«
8 »Es gibt schon noch einen«, erwiderte der König von Israel, »Micha, den Sohn von Jimla. Aber ich kann ihn nicht ausstehen, weil er mir immer nur Unglück ankündigt.« Doch Joschafat sagte: »So sollte der König nicht reden!«
9 Da rief der König von Israel einen Hofbeamten und befahl ihm, so rasch wie möglich Micha herbeizuholen.
10 Die beiden Könige saßen in ihrem königlichen Ornat auf zwei Thronsesseln, die auf dem freien Platz vor dem Stadttor Samarias aufgestellt waren. Die vierhundert Propheten standen vor ihnen; sie waren im Zustand ekstatischer Begeisterung.
11 Einer von ihnen, Zidkija, der Sohn von Kenaana, hatte sich einen Helm mit eisernen Hörnern aufgesetzt und rief: »So spricht der HERR: ›So unbesiegbar wie ein Stier mit eisernen Hörnern wirst du gegen die Syrer anrennen und sie völlig vernichten.‹«
12 Die anderen Propheten stimmten ein und riefen: »Zieh nur gegen Ramot! Du wirst siegen! Der HERR wird die Stadt in die Hand des Königs geben!«
Ein unbequemer Prophet (2 Chr 18,12-27)
13 Unterwegs sagte der Bote zu Micha: »Die Propheten haben dem König einstimmig Sieg prophezeit. Sieh zu, dass du es ebenso machst und ihm einen glücklichen Ausgang ankündigst!«
14 Aber Micha antwortete: »So gewiss der HERR lebt, ich kann nur ankündigen, was er mir aufträgt.«
15 Als Micha vor den König trat, fragte ihn der: »Micha, sollen wir Ramot angreifen oder nicht?« Micha antwortete: »Greif die Stadt nur an; du wirst siegen. Der HERR wird sie in deine Hand geben.«
16 Aber der König sagte zu ihm: »Ich beschwöre dich, mir nichts als die reine Wahrheit zu sagen! Was hat der HERR dir gesagt?«
17 Da antwortete Micha: »Ich sah das Heer Israels über die Berge zerstreut wie eine Schafherde, die keinen Hirten hat. Und der HERR sagte zu mir: ›Sie haben keinen Anführer mehr. Der Krieg ist zu Ende; jeder soll nach Hause zurückkehren!‹«
18 Der König von Israel wandte sich zu Joschafat und sagte: »Habe ich nicht recht? Er kündigt mir immer nur Unglück an!«
19 Aber Micha sprach weiter: »Höre, was der HERR dir sagt! Ich sah den HERRN auf seinem Thron sitzen. Rechts und links vor ihm stand das ganze Heer der Engel.
20 Da fragte der HERR: ›Wer ködert Ahab und bringt ihn dazu, dass er Ramot angreift und dort den Tod findet?‹ Der eine hatte diesen Vorschlag, der andere jenen,
21 bis zuletzt einer der Himmelsgeister vor den HERRN hintrat und sagte: ›Ich werde ihn ködern!‹ ›Womit?‹, fragte der HERR,
22 und er antwortete: ›Ich werde als Lügengeist aus dem Mund aller seiner Propheten sprechen.‹ Da sagte der HERR: ›Du darfst ihn ködern, dir wird es gelingen. Geh hin und tu es!‹
23 Du siehst also«, wandte sich Micha an den König, »dass der HERR deinen Propheten Lügen eingegeben hat. In Wirklichkeit hat er deinen Untergang beschlossen.«
24 Da trat Zidkija, der Sohn von Kenaana, auf Micha zu, gab ihm eine Ohrfeige und rief: »Was sagst du da? Der Geist des HERRN soll mich verlassen haben und nur noch mit dir reden?«
25 »Du wirst es ja sehen«, erwiderte Micha, »wenn der Tag kommt, an dem du dich im hintersten Winkel deines Hauses verstecken musst.«
26 »Nehmt ihn fest«, befahl der König, »und führt ihn zum Stadtkommandanten Amon und zum Prinzen Joasch.
27 Sagt zu ihnen: ›Befehl des Königs: Haltet diesen Mann im Gefängnis, bis ich wohlbehalten zurückgekehrt bin. Gebt ihm die kleinste Ration Wasser und Brot!‹«
28 Micha erwiderte: »Wenn du wohlbehalten zurückkehrst, dann hat der HERR nicht durch mich gesprochen.« Und er fügte hinzu: »Hört, ihr Völker der ganzen Erde!«
Der Prophet behält recht (2 Chr 18,28-34)
29 Der König von Israel und Joschafat, der König von Juda, zogen also gemeinsam gegen die Stadt Ramot.
30-31 Unterwegs sagte der König von Israel zu Joschafat: »Ich werde verkleidet in die Schlacht ziehen, aber du kannst unbesorgt deine königlichen Kleider tragen.« Der König von Syrien hatte nämlich den zweiunddreißig Anführern seiner Streitwagentruppe befohlen: »Ihr sollt nur den König von Israel angreifen. Lasst euch mit keinem anderen ein, und wenn er einen noch so hohen Rang hat!« Deshalb zog der König von Israel verkleidet in die Schlacht.
32 Als die Wagenkämpfer Joschafat sahen, riefen sie: »Da ist der König von Israel!«, und setzten zum Angriff gegen ihn an. Joschafat aber schrie,
33 und als die Wagenkämpfer merkten, dass er nicht der Gesuchte war, ließen sie ihn in Ruhe.
34 Doch ein einfacher Soldat schoss aufs Geratewohl einen Pfeil ab, der den König von Israel an einer ungeschützten Körperstelle traf. Der König befahl seinem Wagenlenker: »Dreh um und bring mich aus der Schlacht! Ich bin verwundet.«
35 Weil aber der Kampf an Heftigkeit zunahm, musste der König den Syrern gegenüber durchhalten. Der Adjutant hielt ihn in seinem Wagen aufrecht, während das Blut aus seiner Wunde in den Wagen floss. Gegen Abend starb er.
36 Als die Sonne unterging und die Männer Israels ins Lager zurückgekehrt waren, ließen die Truppenführer ausrufen: »Jeder soll nach Hause gehen!
37 Der König ist tot!« Sie brachten ihn nach Samaria und bestatteten ihn dort.
38 Als man seinen Streitwagen am Teich von Samaria reinigte, leckten die Hunde sein Blut auf und die Huren wuschen sich in dem blutgefärbten Wasser, genau wie der HERR es angekündigt hatte.
Rückblick auf König Ahab von Israel
39 Was es sonst noch über Ahab und seine Taten zu berichten gibt, über seinen elfenbeingeschmückten Palast und die Städte, die er befestigt hat, das ist in der amtlichen Chronik der Könige von Israel nachzulesen.
40 Als er starb, wurde sein Sohn Ahasja sein Nachfolger.
WEITERE GESCHICHTE DER GETRENNTEN REICHE (22,41-54; 2 Könige 1–16)
Über König Joschafat von Juda (2 Chr 20,31–21,1)
41 Im vierten Regierungsjahr Ahabs, des Königs von Israel, wurde Joschafat, der Sohn von Asa, König von Juda.
42 Er war 35 Jahre alt, als er König wurde, und regierte 25 Jahre lang in Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba und war eine Tochter von Schilhi.
43 Er folgte in allem dem Vorbild seines Vaters Asa und tat, was dem HERRN gefällt.
44 Die Opferstätten rings im Land ließ er jedoch bestehen, sodass das Volk auch weiterhin an diesen Stätten Opfer darbrachte.
45 Joschafat machte Frieden mit dem König von Israel und schloss mit ihm einen Vertrag.
46 Was es sonst noch über Joschafat zu berichten gibt, über seine Kämpfe und Erfolge, ist in der amtlichen Chronik der Könige von Juda nachzulesen.
47 Er vertrieb auch den Rest der geweihten Männer und Frauen, die sein Vater Asa im Land übrig gelassen hatte.
48 Das Land Edom hatte zu seiner Zeit keinen eigenen König, sondern wurde durch einen Statthalter des Königs von Juda regiert.
49 Joschafat hatte große Handelsschiffe bauen lassen, um im Land Ofir Gold zu holen. Es kam aber nicht dazu, weil die Flotte in der Nähe von Ezjon-Geber Schiffbruch erlitt.
50 König Ahasja von Israel, der Sohn Ahabs, wollte seine Kaufleute gerne mit denen Joschafats mitfahren lassen; aber Joschafat hatte es abgelehnt.
51 Als Joschafat starb, wurde er in der Grabstätte seiner Vorfahren in der Davidsstadt bestattet. Sein Sohn Joram wurde sein Nachfolger.
Über König Ahasja von Israel
52 Im 17. Regierungsjahr Joschafats, des Königs von Juda, wurde Ahasja, der Sohn Ahabs, König von Israel. Zwei Jahre lang regierte er in Samaria.
53 Er tat, was dem HERRN missfällt, und folgte in allem dem schlechten Beispiel seines Vaters, seiner Mutter und des Königs Jerobeam, der die Leute im Reich Israel zum Götzendienst verführt hatte.
54 Er opferte dem Götzen Baal und warf sich vor ihm nieder. Damit beleidigte er den HERRN, den Gott Israels, genau wie sein Vater es getan hatte.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart