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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Hagar und Ismael

1 Und Sarai, Abrams Frau, gebar ihm keine {Kinder}. Sie hatte aber eine ägyptische Magd, deren Name war Hagar.

2 Und Sarai sagte zu Abram: Siehe doch, der Herr hat mich verschlossen, dass ich nicht gebäre. Geh doch zu meiner Magd ein! Vielleicht werde ich aus ihr erbaut werden[3]d. h. durch sie zu einem Kind kommen. Und Abram hörte auf Sarais Stimme.

3 Da nahm Sarai, Abrams Frau, ihre Magd, die Ägypterin Hagar, nachdem Abram zehn Jahre im Land Kanaan gewohnt hatte, und gab sie Abram, ihrem Mann, ihm zur Frau.

4 Und er ging zu Hagar ein, und sie wurde schwanger. Als sie aber sah, dass sie schwanger war, da wurde ihre Herrin gering in ihren Augen.

5 Und Sarai sagte zu Abram: Das Unrecht an mir[4]w. Meine Unterdrückung {liegt} auf dir! Ich selbst habe meine Magd in deinen Schoß gegeben; und {nun, } da sie sieht, dass sie schwanger ist, bin ich gering in ihren Augen. Der Herr richte zwischen mir und dir!

6 Und Abram sagte zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner Hand. Mache mit ihr, was gut ist in deinen Augen! Als Sarai sie aber demütigte[5]o. schlecht behandelte, unterdrückte, da floh sie vor ihr.

7 Und der Engel des Herrn fand sie an einer Wasserquelle in der Wüste, an der Quelle auf dem Weg nach Schur.

8 Und er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst du? Und sie sagte: Vor Sarai, meiner Herrin, bin ich auf der Flucht.

9 Da sprach der Engel des Herrn zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurück, und demütige dich unter ihre Hände!

10 Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Ich will deine Nachkommen so sehr mehren, dass man sie nicht zählen kann vor Menge.

11 Und der Engel des Herrn sprach {weiter} zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebären; dem sollst du den Namen Ismael[6]d. h. Gott hört geben, denn der Herr hat auf dein Elend gehört.

12 Und er, er wird ein Mensch {wie} ein Wildesel sein; seine Hand gegen alle und die Hand aller gegen ihn, und allen seinen Brüdern setzt er sich vors Gesicht.

13 Da nannte sie den Namen des Herrn, der zu ihr geredet hatte: Du bist ein Gott, der mich sieht[7]w. ein Gott des Sehens; hebr. el roï! Denn sie sagte: Habe ich nicht auch hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat?[8]Andere meinen, der Text habe ursprünglich gelautet: Wahrlich, ich habe Gott gesehen und bin am Leben geblieben, nachdem ich {ihn} gesehen habe.

14 Darum nennt man den Brunnen: Beer-Lachai-Roï[1]d. h. Brunnen des Lebendigen, der mich gesehen hat; siehe, er ist zwischen Kadesch und Bered.

15 Und Hagar gebar dem Abram einen Sohn; und Abram gab seinem Sohn, den Hagar geboren hatte, den Namen Ismael.

16 Und Abram war 86 Jahre alt, als Hagar dem Abram Ismael gebar.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Sara (Sarai) will Gott nachhelfen: Hagar und Ismaël

1 Abrams Frau Sarai blieb kinderlos. Sie hatte aber eine ägyptische Sklavin namens Hagar.

2 So sagte sie zu ihrem Mann: »Du siehst, der HERR hat mir keine Kinder geschenkt. Aber vielleicht kann ich durch meine Sklavin zu einem Sohn kommen. Ich überlasse sie dir.« Abram war einverstanden,

3 und Sarai gab ihm die ägyptische Sklavin zur Frau. Er lebte damals schon zehn Jahre im Land Kanaan.

4 Abram schlief mit Hagar und sie wurde schwanger. Als sie merkte, dass sie ein Kind bekommen würde, begann sie auf ihre Herrin herabzusehen.

5 Da sagte Sarai zu ihrem Mann: »Mir geschieht Unrecht, und du trägst dafür die Verantwortung! Ich habe dir meine Sklavin überlassen. Seit sie weiß, dass sie ein Kind bekommt, verachtet sie mich. Ich rufe den HERRN als Richter an!«

6 Abram erwiderte: »Sie ist deine Sklavin. Mach mit ihr, was du für richtig hältst!« Sarai ließ daraufhin Hagar die niedrigsten Arbeiten verrichten; da lief sie davon.

7 In der Wüste rastete Hagar bei dem Brunnen, der am Weg nach Schur liegt. Da kam der Engel des HERRN zu ihr

8 und fragte sie: »Hagar, Sklavin Sarais! Woher kommst du? Wohin gehst du?« »Ich bin meiner Herrin davongelaufen«, antwortete sie.

9 Da sagte der Engel: »Geh zu deiner Herrin zurück und ordne dich ihr unter!

10 Der HERR wird dir so viele Nachkommen geben, dass sie nicht zu zählen sind.

11 Du wirst einen Sohn gebären und ihn Ismaël (Gott hat gehört) nennen; denn der HERR hat deinen Hilferuf gehört.

12 Ein Mensch wie ein Wildesel wird er sein, im Streit mit allen und von allen bekämpft; seinen Brüdern setzt er sich vors Gesicht.«

13 Hagar rief: »Habe ich wirklich den gesehen, der mich anschaut?« Und sie gab dem HERRN, der mit ihr gesprochen hatte, den Namen »Du bist der Gott, der mich anschaut«.

14 Darum nennt man jenen Brunnen Beer-Lahai-Roi (Brunnen des Lebendigen, der mich anschaut). Er liegt zwischen Kadesch und Bered.

15 Hagar gebar Abram einen Sohn, und Abram nannte ihn Ismaël.

16 Abram war damals 86 Jahre alt.

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