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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Die Geburt Isaaks

1 Und der Herr suchte Sara heim, wie er gesagt hatte, und der Herr tat an Sara, wie er geredet hatte.

2 Und Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem Alter, zu der bestimmten Zeit, die Gott ihm gesagt hatte.

3 Und Abraham gab seinem Sohn, der ihm geboren worden war, den Sara ihm geboren hatte, den Namen Isaak.

4 Und Abraham beschnitt seinen Sohn Isaak, als er acht Tage alt war, wie Gott ihm geboten hatte.

5 Abraham aber war hundert Jahre alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren wurde.

6 Und Sara sagte: Gott hat mir ein Lachen bereitet[1]s. Anm. zu Kap.17,19; jeder, der es hört, wird mir zulachen[2]w. mir lachen; das kann heißen »mit mir« o. »über mich lachen«.

7 Und sie sagte: Wer hätte {je} dem Abraham verkündet: Sara stillt einen Sohn[3]w. Söhne! Denn ich habe {ihm} in seinem Alter einen Sohn geboren.

Ausweisung Hagars mit Ismael

8 Und das Kind wuchs und wurde entwöhnt; und an dem Tag, als Isaak entwöhnt wurde, bereitete Abraham ein großes Mahl.

9 Und Sara sah den Sohn der Ägypterin Hagar, den diese dem Abraham geboren hatte, scherzen[4]o. sich lustig machen. – LXX und Vulg. lesen: mit ihrem Sohn Isaak spielen.

10 Da sagte sie zu Abraham: Vertreibe diese Magd und ihren Sohn, denn der Sohn dieser Magd soll nicht mit meinem Sohn Erbe werden, mit Isaak!

11 Und dieses Wort[5]o. Und diese Sache war sehr übel in Abrahams Augen um seines Sohnes willen.

12 Aber Gott sprach zu Abraham: Lass es nicht übel sein in deinen Augen, wegen des Jungen und wegen deiner Magd; in allem, was Sara zu dir sagt, höre auf ihre Stimme! Denn nach Isaak soll dir {die} Nachkommenschaft genannt werden.

13 Doch auch den Sohn der Magd werde ich zu einer Nation machen, weil er dein Nachkomme ist.

14 Und Abraham machte sich früh am Morgen auf, und er nahm Brot und einen Schlauch Wasser und gab es der Hagar, legte es auf ihre Schulter und {gab ihr} das Kind[6]Andere üs. mit LXX und der syr. Üs. : gab es der Hagar, das Kind aber setzte er auf ihre Schulter und schickte sie fort. Da ging sie hin und irrte in der Wüste von Beerscheba umher.

15 Als aber das Wasser im Schlauch zu Ende war, warf sie das Kind unter einen der Sträucher;

16 und sie ging und setzte sich gegenüber hin, einen Bogenschuss weit entfernt, denn sie sagte {sich}: Ich kann das Sterben des Kindes nicht ansehen. So setzte sie sich gegenüber hin, erhob ihre Stimme[7]LXX: und das Kind erhob seine Stimme und weinte.

17 Gott aber hörte die Stimme des Jungen. Da rief der Engel Gottes der Hagar vom Himmel zu und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fürchte dich nicht! Denn Gott hat auf die Stimme des Jungen gehört, dort wo er ist.

18 Steh auf, nimm den Jungen, und fasse ihn mit deiner Hand! Denn ich will ihn zu einer großen Nation machen.

19 Und Gott öffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen; da ging sie hin und füllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Jungen zu trinken.

20 Gott aber war mit dem Jungen, und er wurde groß und wohnte in der Wüste; und er wurde ein Bogenschütze.

21 Und er wohnte in der Wüste Paran, und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Land Ägypten.

Abrahams Vertrag mit Abimelech

22 Und es geschah zu dieser Zeit, da sagten Abimelech und Pichol, sein Heeroberster, zu Abraham: Gott ist mit dir in allem, was du tust.

23 So schwöre mir nun hier bei Gott, dass du weder an mir noch an meinem Spross noch an meinen Nachkommen betrügerisch handeln wirst! Nach der Gnade, die ich dir erwiesen habe, sollst du an mir tun und an dem Land, in dem du dich als Fremder aufhältst.

24 Da sprach Abraham: Ich will schwören.

25 Abraham aber stellte Abimelech zur Rede wegen eines Wasserbrunnens, den Abimelechs Knechte {mit Gewalt} weggenommen hatten.

26 Da sagte Abimelech: Ich weiß[1]o. habe erkannt nicht, wer das getan hat; weder hast du es mir berichtet, noch habe ich {davon} gehört, außer heute.

27 Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech, und die beiden schlossen einen Bund.

28 Und Abraham stellte sieben Schaflämmer der Herde beiseite.

29 Da sagte Abimelech zu Abraham: Was sollen diese sieben Schaflämmer, die du beiseitegestellt hast?

30 Und er sagte: Die sieben Schaflämmer sollst du von meiner Hand annehmen, damit mir {das} zum Zeugnis ist, dass ich diesen Brunnen gegraben habe.

31 Daher nennt man diesen Ort Beerscheba[2]d. h. Sieben-Brunnen, o. Schwurbrunnen, weil sie beide dort geschworen hatten.

32 So schlossen sie einen Bund in Beerscheba. Dann machten Abimelech und sein Heeroberster Pichol sich auf und kehrten in das Land der Philister zurück.

33 Und Abraham[3]w. er pflanzte eine Tamariske in Beerscheba und rief dort den Namen des Herrn, des ewigen Gottes[4]hebr. el olam, an.

34 Und Abraham hielt sich {noch} lange Zeit[5]w. viele Tage als Fremder im Land der Philister auf.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Sara bekommt einen Sohn

1 Der HERR dachte an Sara und tat an ihr, was er angekündigt hatte.

2 Sie wurde schwanger und gebar Abraham noch in seinem Alter einen Sohn. Es war genau zu der Zeit, die Gott angegeben hatte.

3 Abraham nannte den Sohn, den Sara ihm geboren hatte, Isaak.

4 Als Isaak acht Tage alt war, beschnitt er ihn, genau wie Gott es angeordnet hatte.

5 Abraham war bei Isaaks Geburt 100 Jahre alt.

6 Sara aber sagte: »Gott hat dafür gesorgt, dass ich lachen kann. Alle, die davon hören, werden mit mir lachen.

7 Noch nie hat Abraham es erlebt, dass ihm einer die Nachricht brachte: ›Deine Frau Sara stillt ein Kind.‹ Aber jetzt in seinem Alter habe ich ihm noch einen Sohn geboren!«

8 Isaak wuchs und gedieh. Als er von der Mutterbrust entwöhnt wurde, feierte Abraham mit seinen Leuten ein großes Fest.

Hagar und Ismaël werden verstoßen und gerettet

9 Eines Tages sah Sara den Sohn der Ägypterin Hagar spielen, das Kind, das diese Abraham geboren hatte.

10 Da sagte sie zu ihrem Mann: »Jag diese Sklavin und ihren Sohn fort! Der Sohn der Sklavin darf nicht mit meinem Sohn Isaak zusammen erben!«

11 Abraham missfiel das sehr, denn auch Ismaël war ja sein Sohn.

12 Aber Gott sagte zu Abraham: »Gräme dich nicht wegen des Jungen und deiner Sklavin! Tu, was Sara von dir verlangt; denn die Nachkommen Isaaks sollen als deine rechtmäßigen Nachkommen gelten.

13 Aber auch den Sohn der Sklavin werde ich zu einem Volk machen, weil er von dir abstammt.«

14 Am nächsten Morgen nahm Abraham Brot und einen Schlauch mit Wasser, legte beides Hagar auf die Schulter, übergab ihr das Kind und schickte sie fort. Hagar ging weg und irrte ziellos in der Wüste bei Beerscheba umher.

15 Als das Wasser im Schlauch aufgebraucht war, warf sie das Kind unter einen Strauch

16 und setzte sich etwa einen Bogenschuss davon entfernt auf die Erde. Denn sie sagte: »Ich kann nicht mit ansehen, wie der Junge stirbt!« So saß sie in einiger Entfernung und weinte laut.

17 Aber Gott hörte das Kind schreien. Da rief der Engel Gottes vom Himmel aus Hagar zu: »Warum bist du verzweifelt, Hagar? Hab keine Angst, Gott hat das Schreien des Kindes gehört!

18 Steh auf und nimm den Jungen bei der Hand; denn ich werde seine Nachkommen zu einem großen Volk machen.«

19 Gott öffnete Hagar die Augen, da sah sie einen Brunnen. Sie ging hin, füllte den Schlauch mit Wasser und gab dem Kind zu trinken.

20 Auch weiterhin half Gott dem Jungen. Er wuchs heran und wurde ein Bogenschütze.

21 Er lebte in der Wüste Paran und seine Mutter gab ihm eine Ägypterin zur Frau.

Ein Vertrag zwischen Abraham und Abimelech

22 Damals kam Abimelech mit seinem Heerführer Pichol zu Abraham und sagte zu ihm: »Ich sehe: Gott steht dir bei und lässt dir alles gelingen, was du tust.

23 Darum schwöre mir jetzt bei Gott, dass du an mir und meinem Sohn und allen meinen Nachkommen nicht treulos handeln wirst. Ich habe dir nur Gutes erwiesen; handle du nun ebenso an mir und an dem Land, in dem du als Fremder lebst!«

24 »Das schwöre ich dir«, sagte Abraham.

25 Er beklagte sich aber bei Abimelech darüber, dass dessen Knechte ihm einen Brunnen weggenommen hatten.

26 »Ich weiß nicht, wer das war«, sagte Abimelech. »Du hast mir bisher nichts davon gesagt. Ich höre heute zum ersten Mal davon!«

27 Abraham gab Abimelech Schafe, Ziegen und Rinder, und sie schlossen einen Vertrag.

28 Dann sonderte Abraham noch sieben Lämmer aus seiner Herde aus.

29 »Was sollen diese Lämmer?«, fragte Abimelech.

30 Abraham erwiderte: »Die musst du von mir annehmen! Damit bezeugst du, dass ich den Brunnen gegraben habe und er mir gehört.«

31 Der Ort erhielt den Namen Beerscheba, weil Abraham und Abimelech hier ihren Vertrag mit einem Schwur bekräftigt hatten.

32 Nachdem sie in Beerscheba den Vertrag geschlossen hatten, kehrten Abimelech und sein Heerführer Pichol in das Land der Philister zurück.

33 Abraham aber pflanzte in Beerscheba einen Tamariskenbaum und rief im Gebet den Namen des HERRN, des ewigen Gottes, an.

34 Lange Zeit lebte Abraham als Fremder im Land der Philister.

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