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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Jakobs Flucht nach Haran

1 Da rief Isaak den Jakob und segnete ihn. Und er befahl ihm und sagte zu ihm: Nimm dir nicht eine Frau von den Töchtern Kanaans!

2 Mache dich auf, geh nach Paddan-Aram[2]s. Anm. zu Kap.25,20 zum Haus Betuëls, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir von dort eine Frau von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter!

3 Gott, der Allmächtige[3]hebr. el schaddai, segne dich und mache dich fruchtbar und vermehre dich, dass du zu einer Schar von Völkern wirst;

4 und er gebe dir den Segen Abrahams, dir und deiner Nachkommenschaft mit dir, damit du das Land deiner Fremdlingschaft, das Gott dem Abraham gegeben hat, in Besitz nimmst!

5 So entließ Isaak den Jakob, und er ging nach Paddan-Aram[2]s. Anm. zu Kap.25,20 zu Laban, dem Sohn des Aramäers Betuël, dem Bruder Rebekkas, der Mutter Jakobs und Esaus.

Esaus dritte Frau

6 Und als Esau sah, dass Isaak den Jakob gesegnet und ihn nach Paddan-Aram[2]s. Anm. zu Kap.25,20 entlassen hatte, sich von dort eine Frau zu nehmen, indem er ihn segnete und ihm gebot: Nimm ja nicht eine Frau von den Töchtern Kanaans!,

7 und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Paddan-Aram[2]s. Anm. zu Kap.25,20 ging,

8 da sah Esau, dass die Töchter Kanaans übel waren in den Augen seines Vaters Isaak,

9 und Esau ging zu Ismael und nahm sich Mahalat zur Frau, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajots, zu seinen {anderen} Frauen hinzu.

Jakobs Traum und Gelübde

10 Und Jakob zog aus von Beerscheba und ging nach Haran.

11 Und er gelangte an eine Stätte und übernachtete dort; denn die Sonne war {schon} untergegangen. Und er nahm {einen} von den Steinen der Stätte und legte ihn an sein Kopfende und legte sich nieder an jener Stätte.

12 Und er träumte: Und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, und ihre Spitze berührte den Himmel; und siehe, Engel Gottes stiegen darauf auf und nieder.

13 Und siehe, der Herr stand über ihr[1]o. vor ihm, ihm gegenüber und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks; das Land, auf dem du liegst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft.

14 Und deine Nachkommenschaft soll wie der Staub der Erde werden, und du wirst dich ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Süden hin; und in dir und in deiner Nachkommenschaft sollen gesegnet werden alle Geschlechter[2]o. sich Segen wünschen alle Sippen der Erde.

15 Und siehe, ich bin mit dir, und ich will dich behüten überall, wohin du gehst, und dich in dieses Land zurückbringen; denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich getan habe, was ich zu dir geredet habe.

16 Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sagte: Fürwahr, der Herr ist an dieser Stätte, und ich habe es nicht erkannt!

17 Und er fürchtete sich und sagte: Wie furchtbar ist diese Stätte! Dies ist nichts anderes als das Haus Gottes und dies die Pforte des Himmels.

18 Und Jakob stand früh am Morgen auf und nahm den Stein, den er an sein Kopfende gelegt hatte, und stellte ihn auf als Gedenkstein und goss Öl auf seine Spitze.

19 Und er gab dieser Stätte den Namen Bethel[3]d. h. Haus Gottes. Im Anfang jedoch war Lus der Name der Stadt.

20 Und Jakob legte ein Gelübde ab und sagte: Wenn Gott mit mir ist und mich behütet auf diesem Weg, den ich gehe, und mir Brot zu essen und Kleidung anzuziehen gibt

21 und ich in Frieden zurückkehre zum Haus meines Vaters, dann soll der Herr mein Gott[4]w. mir zum Gott sein.

22 Und dieser Stein, den ich als Gedenkstein aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes werden; und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir treu verzehnten.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

1 Da rief Isaak seinen Sohn Jakob zu sich. Er segnete ihn und sagte: »Du darfst auf keinen Fall eine Frau aus dem Land Kanaan heiraten!

2 Geh nach Mesopotamien zur Familie Betuëls, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir eine von den Töchtern Labans, des Bruders deiner Mutter, zur Frau.

3 Gott, der Gewaltige, wird dich segnen. Er wird dich fruchtbar machen und dir viele Nachkommen schenken, sodass aus dir eine ganze Schar von Völkern wird.

4 Auf dich und deine Nachkommen wird der Segen übergehen, den Abraham empfangen hat: Sie werden das Land in Besitz nehmen, in dem du noch als Fremder lebst und das Gott einst Abraham zugesprochen hat.«

5 Nachdem Isaak ihn verabschiedet hatte, ging Jakob ins obere Mesopotamien zu Laban, dem Sohn des Aramäers Betuël, dem Bruder von Rebekka, seiner und Esaus Mutter.

6 Das alles erfuhr Esau: Sein Vater Isaak hatte seinen Bruder Jakob gesegnet und nach Mesopotamien geschickt, damit er sich dort eine Frau suche. Als er ihn segnete, hatte er ihm befohlen: »Du darfst auf keinen Fall eine Frau aus dem Land Kanaan heiraten!«

7 Und Jakob hatte seinem Vater und seiner Mutter gehorcht und war nach Mesopotamien gegangen.

8 Da begriff Esau, dass die Frauen Kanaans seinem Vater zuwider waren.

9 Er ging zu Ismaël und nahm zu seinen anderen Frauen hinzu noch dessen Tochter Mahalat, die Schwester Nebajots und Enkelin Abrahams, zur Frau.

Jakobs Traum von der »Himmelsleiter«

10 Jakob machte sich auf den Weg von Beerscheba nach Haran.

11 Er kam an einen Platz und übernachtete dort, weil die Sonne gerade untergegangen war. Hinter seinen Kopf legte er einen der großen Steine, die dort umherlagen. Während er schlief,

12 sah er im Traum eine breite Treppe, die von der Erde bis zum Himmel reichte. Engel stiegen auf ihr zum Himmel hinauf, andere kamen zur Erde herunter.

13 Der HERR selbst stand ganz dicht bei Jakob und sagte zu ihm: »Ich bin der HERR, der Gott deiner Vorfahren Abraham und Isaak. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinen Nachkommen geben.

14 Sie werden so unzählbar sein wie der Staub auf der Erde und sich nach allen Seiten ausbreiten, nach West und Ost, nach Nord und Süd. Am Verhalten zu dir und deinen Nachkommen wird sich für alle Menschen Glück und Segen entscheiden.

15 Ich werde dir beistehen. Ich beschütze dich, wo du auch hingehst, und bringe dich wieder in dieses Land zurück. Ich lasse dich nicht im Stich und tue alles, was ich dir versprochen habe.«

16 Jakob erwachte aus dem Schlaf und rief: »Wahrhaftig, der HERR ist an diesem Ort, und ich wusste es nicht!«

17 Er war ganz erschrocken und sagte: »Man muss sich dieser Stätte in Ehrfurcht nähern. Hier ist wirklich das Haus Gottes, das Tor des Himmels!«

18 Früh am Morgen stand Jakob auf. Den Stein, den er hinter seinen Kopf gelegt hatte, stellte er als Steinmal auf und goss Öl darüber, um ihn zu weihen.

19 Er nannte die Stätte Bet-El (Haus Gottes) ; vorher hieß der Ort Lus.

20 Dann legte Jakob ein Gelübde ab: »Wenn der HERR mir beisteht«, sagte er, »wenn er mich bewahrt auf der Reise, die ich jetzt antrete, wenn er mir Nahrung und Kleidung gibt

21 und wenn ich wohlbehalten wieder nach Hause zurückkomme, dann soll er allein mein Gott sein.

22 Hier an dieser Stelle, wo ich den Stein aufgestellt habe, soll dann ein Heiligtum für ihn errichtet werden. Von allem Besitz, den er mir schenken wird, werde ich ihm den zehnten Teil geben.«

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