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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Joasch von Juda unter der Leitung Jojadas – Ausbesserung des Tempels
1 Sieben Jahre war Joasch alt[9]w. Ein Sohn von sieben Jahren war Joasch, als er König wurde, und er regierte vierzig Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerscheba.
2 Und Joasch tat, was recht war in den Augen des Herrn, all die Tage des Priesters Jojada.
3 Und Jojada nahm zwei Frauen für ihn; und er zeugte Söhne und Töchter.
4 Und es geschah danach, dass es Joasch am Herzen lag, das Haus des Herrn zu erneuern.
5 Und er versammelte die Priester und die Leviten und sagte zu ihnen: Zieht aus in die Städte Judas und sammelt von ganz Israel Geld ein, um das Haus eures Gottes von Jahr zu Jahr auszubessern! Und ihr sollt {euch} mit der Sache beeilen! Aber die Leviten beeilten sich nicht.
6 Da rief der König den Oberpriester[1]w. das Haupt Jojada und sagte zu ihm: Warum hast du die Leviten nicht aufgefordert, aus Juda und Jerusalem [2]w. hereinzuholen die Abgabe des Mose, des Knechtes des Herrn, und der Versammlung Israels für das Zelt des Zeug[A>nisses[2]w. hereinzuholen die Abgabe des Mose, des Knechtes des Herrn, und der Versammlung Israels für das Zelt des Zeug[A>nisses
7 Denn Atalja, die Gottlosigkeit {in Person} , {und} ihre Söhne sind in das Haus Gottes eingebrochen[3]o. haben das Haus Gottes verfallen lassen und haben auch alle heiligen Gaben[4]o. heiligen Dinge des Hauses des Herrn für die Baalim verwendet. –
8 Und der König befahl, und man machte einen Kasten und stellte ihn draußen im Tor des Hauses des Herrn auf.
9 Und man rief in Juda und in Jerusalem aus, dass man dem Herrn die Abgabe bringen solle, die Mose, der Knecht Gottes, Israel in der Wüste auferlegt hatte.
10 Da freuten sich alle Obersten und das ganze Volk. Und sie brachten {ihre Gaben} und warfen {sie} in den Kasten, bis er voll war[5]w. bis zum Vollenden.
11 Und es geschah jedes Mal[6]w. zur Zeit, wenn man den Kasten durch die Leviten zur Verwaltung des Königs brachte und wenn man sah, dass viel Geld {darin} war, dann kamen der Schreiber des Königs und der Beamte des Oberpriesters[7]o. des ersten Priesters und leerten den Kasten aus und nahmen ihn auf und brachten ihn wieder an seinen Platz. So machten sie es Tag für Tag und sammelten Geld in Menge.
12 Und der König und Jojada gaben es denen, die das Werk der Arbeit am Haus des Herrn ausführten, und diese warben Steinhauer und Zimmerleute an, das Haus des Herrn zu erneuern, und auch Handwerker in Eisen und Bronze, das Haus des Herrn auszubessern.
13 Und die Werkmeister arbeiteten, und die Ausbesserung des Werkes ging durch ihre Hand voran. Und sie stellten das Haus Gottes in seinem früheren Zustand[8]w. in seiner Abmessung wieder her und verstärkten es.
14 Und als sie fertig waren, brachten sie den Rest des Geldes vor den König und vor Jojada. Und er ließ dafür Geräte machen für das Haus des Herrn, Geräte für den Dienst und für die Brandopfer, und Schalen und goldene und silberne Geräte. Und man opferte regelmäßig Brandopfer im Haus des Herrn, alle Tage Jojadas.
15 Und Jojada wurde alt und der Tage satt, und er starb. Er war 130 Jahre alt, als er starb.
16 Und man begrub ihn in der Stadt Davids bei den Königen, weil er Gutes getan hatte an Israel und für Gott und sein Haus.
Joaschs Abfall von Gott und seine Ermordung
17 Und nach dem Tod Jojadas kamen die Obersten von Juda und beugten sich vor dem König nieder; und der König hörte auf sie.
18 Und sie verließen das Haus des Herrn, des Gottes ihrer Väter, und dienten den Ascherim und den Götzenbildern. Da kam ein Zorn {vom Herrn} über Juda und Jerusalem wegen dieser ihrer Schuld.
19 Und er sandte Propheten unter sie, um sie zu dem Herrn zurückzuführen, und diese warnten sie; aber sie hörten nicht darauf. –
20 Und der Geist Gottes kam über Secharja[9]w. bekleidete Secharja, den Sohn des Priesters Jojada. Und er trat vor das Volk und sagte zu ihnen: So spricht Gott: Warum übertretet ihr die Gebote des Herrn? So wird es euch nicht gelingen! Weil ihr den Herrn verlassen habt, so hat {auch} er euch verlassen. –
21 Und sie machten eine Verschwörung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Königs im Vorhof des Hauses des Herrn.
22 Und der König Joasch dachte nicht an die Gnade, die sein Vater Jojada ihm erwiesen hatte, und brachte dessen Sohn um. Und als der starb, sprach er: Der Herr möge es sehen und {Rechenschaft} fordern!
23 Und es geschah um die Wende des Jahres[1]w. um die Drehung des Jahres; d. h. viell. die Tag- und Nachtgleiche, dass ein Heer der Aramäer gegen ihn heraufzog. Und sie kamen nach Juda und Jerusalem und brachten aus dem Volk alle Obersten des Volkes um; und alle ihre Beute sandten sie zum König von Damaskus.
24 Obwohl das Heer der Aramäer mit {nur} wenigen Männern gekommen war, so gab doch der Herr ein viel größeres Heer in ihre Hand, weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten. So vollzogen sie an Joasch das {Straf} gericht.
25 Und als sie von ihm abgezogen waren – sie ließen ihn aber mit schweren Verwundungen zurück –, machten seine Knechte eine Verschwörung gegen ihn wegen des Blutes des Sohnes[2]w. der Söhne des Priesters Jojada. Und sie ermordeten ihn auf seinem Bett, und er starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber man begrub ihn nicht in den Gräbern der Könige.
26 Und diese sind es, die sich gegen ihn verschworen: Sabad, der Sohn der Schimat, der Ammoniterin, und Josabad, der Sohn der Schimrit, der Moabiterin. –
27 Seine Söhne aber und die Menge des ihm auferlegten Tributs[3]o. der Last auf ihm; o. der {prophetischen} Aussprüche gegen ihn und die grundlegende Instandsetzung des Hauses Gottes, siehe, das ist geschrieben in der Schrift[4]o. Erforschung; o. Untersuchung; o. Auslegung; hebr. Midrasch des Buches der Könige. Und sein Sohn Amazja wurde an seiner Stelle König.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
König Joasch und die Renovierung des Tempels (2 Kön 12,1-17)
1 Joasch war sieben Jahre alt, als er König wurde, und er regierte vierzig Jahre lang in Jerusalem. Seine Mutter hieß Zibja und stammte aus Beerscheba.
2 Joasch tat, was dem HERRN gefällt, solange der Priester Jojada lebte.
3 Er heiratete zwei Frauen, die Jojada für ihn auswählte, und hatte mit ihnen mehrere Söhne und Töchter.
4 Nach einiger Zeit beschloss Joasch, das Haus des HERRN zu renovieren.
5 Er rief die Priester und Leviten zu sich und sagte zu ihnen: »Geht in alle Städte in Juda und sammelt Geld von den Israeliten, damit wir jedes Jahr die nötigen Reparaturen am Tempel eures Gottes durchführen können. Beeilt euch damit!« Aber die Leviten ließen sich Zeit.
6 Deshalb ließ der König den Oberpriester Jojada zu sich kommen und hielt ihm vor: »Mose, der Bevollmächtigte Gottes, und die ganze Gemeinde haben seinerzeit den Israeliten eine Abgabe für das Heilige Zelt auferlegt. Warum hast du nicht dafür gesorgt, dass die Leviten diese Abgabe in Juda und Jerusalem einsammeln?
7 Atalja – dieses schändliche Weib! Ihre Anhänger haben den Tempel verfallen lassen. Sie haben sogar die Gaben, die für das Haus des HERRN geweiht waren, für die Baale verwendet.«
8 Auf Befehl des Königs wurde ein Kasten angefertigt und am Tor des Tempelbereichs aufgestellt.
9 Dann wurde in Juda und Jerusalem bekannt gegeben, dass jeder die Abgabe herbeibringen sollte, die Mose, der Bevollmächtigte Gottes, damals in der Wüste den Israeliten auferlegt hatte.
10 Der Aufruf wurde von den führenden Männern Israels und dem ganzen Volk mit Freude aufgenommen. Sie brachten ihre Beiträge und steckten sie in den Kasten, bis er voll war.
11 Täglich mussten die Leviten im Auftrag des Königs nachprüfen. Wenn sie sahen, dass viel Geld im Kasten war, kamen der Schreiber des Königs und ein Beauftragter des Oberpriesters. Sie leerten gemeinsam den Kasten aus und brachten ihn dann an seinen Platz zurück. Auf diese Weise kam sehr viel Geld zusammen.
12 Der König und Jojada übergaben das Geld den Meistern, die für die Bauarbeiten am Tempel verantwortlich waren. Diese stellten Steinmetzen und Zimmerleute sowie Eisen- und Kupferschmiede an, die den Tempel renovieren und alle Schäden beseitigen sollten.
13 Sie alle gingen ans Werk und die Arbeit machte gute Fortschritte. Sie machten den Tempel wieder so schön und fest, wie er ursprünglich gewesen war.
14 Als alle Arbeiten abgeschlossen waren, brachten die Meister das übrig gebliebene Geld dem König und Jojada zurück. Jojada ließ davon Tempelgeräte herstellen, Schalen und andere goldene und silberne Gefäße, wie sie für den Gottesdienst und bei den Opfern gebraucht wurden. Solange Jojada lebte, wurden im Tempel regelmäßig Brandopfer dargebracht.
15 Jojada wurde sehr alt. Er starb mit 130 Jahren, gesättigt von einem langen und erfüllten Leben.
16 Er wurde in der Davidsstadt an der Seite der Könige bestattet, in Anerkennung seines Dienstes in Israel für Gott und seinen Tempel.
König Joasch verlässt den rechten Weg (2 Kön 12,18-22)
17 Nach dem Tod von Jojada kamen die führenden Männer von Juda zum König und machten ihm ihre Aufwartung. Von da an ließ er sich von ihnen beraten.
18 Das führte dazu, dass die Leute von Juda aufhörten, in den Tempel des HERRN zu gehen und den Gott ihrer Vorfahren zu verehren. Stattdessen beteten sie wieder vor den geweihten Pfählen und Götzenbildern. Weil sie sich damit vor dem HERRN schuldig machten, wurde er zornig auf Juda und Jerusalem.
19 Er schickte ihnen Propheten, um sie zu warnen und zu ihm zurückzurufen, aber niemand hörte auf sie.
20 Da nahm der Geist Gottes Besitz von Secharja, dem Sohn des Priesters Jojada, sodass er vor das Volk hintrat und rief: »So spricht der HERR: ›Warum übertretet ihr meine Gebote und bringt euch selbst um euer Glück? Ihr habt mich verlassen; jetzt verlasse ich euch!‹«
21 Darauf taten sich die Gegner Secharjas zusammen und er wurde auf Befehl des Königs im Vorhof des Tempels gesteinigt.
22 König Joasch dachte nicht mehr daran, wie viel er Secharjas Vater Jojada verdankte, und ließ den Sohn umbringen. Ehe Secharja starb, rief er noch: »Der HERR sieht es und wird es vergelten!«
23 Am Anfang des nächsten Jahres rückte eine Heeresgruppe der Syrer gegen Joasch heran und drang in Juda und Jerusalem ein. Alle führenden Männer von Juda wurden getötet und ihr ganzer Besitz als Beute zum König von Syrien nach Damaskus gebracht.
24 Obwohl die Syrer nur mit einem kleinen Heer gekommen waren, konnten sie die große Streitmacht von Juda besiegen, denn der HERR gab die Leute von Juda in ihre Hand, weil sie sich von ihm, dem Gott ihrer Väter, abgewandt hatten. So vollzogen die Syrer sein Strafgericht an Joasch.
25 Als sie wieder abzogen, ließen sie Joasch schwer verwundet zurück. Seine Hofleute verschworen sich gegen ihn wegen des Mordes am Sohn des Priesters Jojada und erschlugen ihn auf seinem Krankenlager. Er wurde in der Davidsstadt bestattet, aber nicht in der Grabstätte der anderen Könige.
26 Die Anstifter der Verschwörung waren Josachar, der Sohn der Ammoniterin Schimat, und Josabad, der Sohn der Moabiterin Schomer.
27 Die Liste seiner Söhne, die vielen Prophetenworte gegen ihn und der Bericht über die Renovierung des Tempels stehen in den ausführlichen Erläuterungen zum »Buch von den Königen«. Sein Sohn Amazja wurde sein Nachfolger.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart