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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Ahas von Juda – Sein Götzendienst und seine Niederlagen – Großmütigkeit Israels gegenüber den Gefangenen von Juda

1 Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen des Herrn, wie sein Vater David.

2 Sondern er ging auf den Wegen der Könige von Israel. Auch machte er Gussbilder für die Baalim.

3 Und er war es, der im Tal Ben-Hinnom Rauchopfer darbrachte, und er verbrannte seine Söhne im Feuer nach den Gräueln der Nationen, die der Herr vor den Söhnen Israel vertrieben hatte.

4 Und er brachte Schlachtopfer und Rauchopfer dar auf den Höhen und auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum.

5 Da gab ihn der Herr, sein Gott, in die Hand des Königs von Aram. Und sie schlugen ihn und führten ihm eine große Menge Gefangene gefangen weg und brachten sie nach Damaskus. Und auch in die Hand des Königs von Israel wurde er gegeben, der ihm eine schwere Niederlage beibrachte[1]w. und er schlug ihn, einen großen Schlag.

6 Und Pekach, der Sohn Remaljas, brachte in Juda an einem Tage 120000 {Mann} um, alles tapfere Leute[2]w. Söhne der Kraft, weil sie den Herrn, den Gott ihrer Väter, verlassen hatten.

7 Und Sichri, ein Held von Ephraim, brachte Maaseja um, den Sohn des Königs, und Asrikam, den Vorsteher[3]w. den Fürsten des Hauses, und Elkana, den Zweiten nach dem König.

8 Und die Söhne Israel führten von ihren Brüdern 200000 Frauen, Söhne und Töchter gefangen weg. Auch raubten sie große Beute von ihnen und brachten die Beute nach Samaria.

9 Und dort war ein Prophet des Herrn mit Namen Oded. Und er ging hinaus, dem Heer entgegen, das nach Samaria kam, und sagte zu ihnen: Siehe, weil der Herr, der Gott eurer Väter, über Juda wütend war[4]w. Siehe, im Zorn des Herrn, des Gottes eurer Väter, gegen Juda, hat er sie in eure Hand gegeben. Und ihr habt sie mit einer Wut umgebracht, die bis an den Himmel reicht.

10 Und nun gedenkt ihr, euch die Söhne Judas und Jerusalems zu Knechten und Mägden zu unterwerfen. Sind aber nicht bei euch selbst Verschuldungen gegen den Herrn, euren Gott?

11 Und nun hört auf mich und schickt die Gefangenen zurück, die ihr von euren Brüdern weggeführt habt! Denn die Zornglut des Herrn ist über euch.

12 Da traten Männer von den Sippenhäuptern der Söhne Ephraim, {nämlich} Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Meschillemots, und Jehiskija, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, vor die vom Heer {eszug} Heimkehrenden

13 und sagten zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hierherbringen! Denn ihr habt vor[5]w. ihr sprecht {bei euch}, unsere Sünden und unsere Verschuldungen zu vermehren, {zusätzlich} zu der Verschuldung, die auf uns liegt. Unsere Schuld ist doch {schon} groß, und eine Zornglut ist über Israel!

14 Da gaben die Bewaffneten die Gefangenen und die Beute vor den Obersten und der ganzen Versammlung frei.

15 Und die Männer, die mit Namen angegeben wurden, standen auf und nahmen sich der Gefangenen an. Und alle von ihnen, die nackt waren, bekleideten sie aus der Beute. Sie bekleideten {sie} und gaben ihnen Schuhe und speisten und tränkten sie und salbten sie. Und alle, die ermattet waren[6]w. die stürzten, geleiteten sie auf Eseln und brachten sie nach Jericho, der Palmenstadt, in die Nähe ihrer Brüder. Dann kehrten sie nach Samaria zurück.

16 In jener Zeit sandte der König Ahas zu den Königen von Assur, dass sie ihm helfen möchten.

17 Die Edomiter {nämlich} waren abermals gekommen und schlugen Juda und führten Gefangene weg.

18 Und die Philister fielen ein in die Städte der Niederung[1]hebr. Schefelah; d. i. der Küstenstreifen zwischen Gaza und Jafo und des Südens von Juda und nahmen Bet-Schemesch ein und Ajalon und Gederot und Socho und seine Tochterstädte und Timna und seine Tochterstädte und Gimso und seine Tochterstädte; und sie wohnten dort.

19 Denn der Herr demütigte Juda wegen des Ahas, des Königs von Israel, weil er in Juda Zügellosigkeit zugelassen und in {seiner} Untreue treulos gegen den Herrn gehandelt hatte.

20 Und Tiglat-Pileser, der König von Assur, zog gegen ihn und bedrängte ihn, anstatt ihn zu unterstützen.

21 Obwohl Ahas {nämlich} das Haus des Herrn und das Haus des Königs und {die Häuser} der Obersten beraubt und {alles, was er geraubt hatte, } dem König von Assur gegeben hatte, wurde ihm keine Hilfe {zuteil}.

22 Und in der Zeit seiner Bedrängnis, da handelte er noch treuloser gegen den Herrn, er, der König Ahas.

23 Und er opferte den Göttern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten, und sagte: Ja, die Götter der Könige von Aram, die helfen ihnen. Denen will ich opfern, dann werden sie {auch} mir helfen. Sie aber dienten ihm und ganz Israel zum Sturz.

24 Und Ahas brachte die Geräte des Hauses Gottes zusammen und zerschlug die Geräte des Hauses Gottes. Und er schloss die Türen des Hauses des Herrn und machte sich Altäre an allen Ecken in Jerusalem.

25 Und in jeder einzelnen Stadt von Juda errichtete er Höhen, um anderen Göttern Rauchopfer darzubringen. Und er reizte den Herrn, den Gott seiner Väter.

26 Und seine übrige Geschichte[2]w. der Rest seiner Begebenheiten und all seine Wege, die früheren und die späteren, siehe, die sind geschrieben im Buch der Könige von Juda und Israel.

27 Und Ahas legte sich zu seinen Vätern, und man begrub ihn in der Stadt, in Jerusalem; denn man brachte ihn nicht in die Gräber der Könige von Israel. Und Hiskia[3]Mas. T. : Jehiskia; d. i. sein Name in Chronik, sein Sohn, wurde an seiner Stelle König.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

König Ahas (2 Kön 16,1-5)

1 Ahas war zwanzig Jahre alt, als er König wurde, und er regierte sechzehn Jahre lang in Jerusalem. Er tat nicht wie sein Ahnherr David, was dem HERRN gefällt,

2 sondern folgte dem schlechten Beispiel der Könige von Israel. Er ließ Standbilder des Gottes Baal gießen

3 und brachte im Hinnom-Tal Räucheropfer dar. Er ließ sogar seine eigenen Söhne als Opfer verbrennen und folgte damit der abscheulichen Sitte der Völker, die der HERR vor den Israeliten aus dem Land vertrieben hatte.

4 An den Opferstätten der fremden Götter, auf den Hügeln und unter allen heiligen Bäumen, verbrannte er Opfergaben und feierte Opfermähler.

5 Wegen all dieser Untaten gab ihn der HERR, sein Gott, in die Hand des Königs von Syrien. Die Syrer besiegten ihn und brachten viele Judäer gefangen nach Damaskus. Zugleich gab der HERR ihn auch in die Hand des Königs von Israel: Pekach, der Sohn von Remalja, bereitete ihm eine schwere Niederlage.

6 An einem einzigen Tag fielen 120000 Männer aus Juda, lauter tüchtige Krieger – zur Strafe dafür, dass die Judäer sich vom HERRN, dem Gott ihrer Vorfahren, abgewandt hatten.

7 Sichri, ein tapferer Mann aus dem Stamm Efraïm, tötete den Prinzen Maaseja, den Palastvorsteher Asrikam und Elkana, den Stellvertreter des Königs.

8 Die Männer von Israel nahmen 200000 Frauen und Kinder aus ihrem Brudervolk als Gefangene mit, außerdem machten sie reiche Beute und brachten sie nach Samaria.

Die Rückgabe der Gefangenen

9 In Samaria lebte ein Prophet des HERRN namens Oded. Als das Heer dorthin zurückkam, ging er ihm entgegen und sagte: »Der HERR, der Gott eurer Vorfahren, war zornig auf die Judäer. Deshalb hat er sie in eure Hand gegeben. Ihr aber habt mit einer solchen Wut drauflosgemordet, dass es zum Himmel schreit.

10 Nun wollt ihr auch noch diese Gefangenen aus Juda und Jerusalem zu euren Sklaven und Sklavinnen machen. Habt ihr denn noch nicht genug Schuld gegen den HERRN auf euch geladen?

11 Hört jetzt auf mich! Diese Gefangenen sind eure Brüder und Schwestern. Lasst sie wieder heimkehren! Sonst wird sich der Zorn des HERRN gegen euch kehren.«

12 Auch einige der führenden Männer aus dem Stamm Efraïm traten dem heimkehrenden Heer entgegen, nämlich Asarja, der Sohn von Johanan, Berechja, der Sohn von Meschillemot, Jehiskija, der Sohn von Schallum, und Amasa, der Sohn von Hadlai.

13 Sie sagten: »Ihr dürft die Gefangenen nicht hierher bringen! Unser Unrecht und unsere Schuld gegenüber dem HERRN sind schon so groß, dass er zornig auf uns ist. Wollt ihr die Schuld noch größer machen?«

14 Da ließen die Kriegsleute in Gegenwart der führenden Männer und der ganzen versammelten Gemeinde die Gefangenen frei und verzichteten sogar auf die Beute.

15 Einige Leute wurden namentlich bestimmt und beauftragt, sich um die Gefangenen zu kümmern. Sie gaben allen, die nicht genug anzuziehen hatten, Kleidungsstücke und Schuhe aus dem Beutegut. Sie gaben ihnen zu essen und zu trinken und versorgten die Verwundeten. Alle, die zum Gehen zu schwach waren, setzten sie auf Esel und brachten sie bis nach Jericho, der Palmenstadt. Dort waren sie nicht mehr weit von ihren Landsleuten. Dann kehrten die Männer von Israel wieder nach Samaria zurück.

Ahas sucht vergeblich Hilfe in Assyrien (2 Kön 16,7-20)

16 Damals schickte König Ahas eine Botschaft an das Königshaus von Assyrien und bat um Hilfe,

17 weil die Edomiter wieder ins Land eingedrungen waren. Sie hatten Juda besiegt und viele Gefangene weggeführt.

18 Auch die Philister waren in das Hügelland und in das Südland von Juda eingefallen. Sie hatten die Städte Bet-Schemesch, Ajalon und Gederot eingenommen wie auch Socho, Timna und Gimso mit den dazugehörigen Dörfern und hatten sich dort festgesetzt.

19 Der HERR bereitete Juda diese Niederlagen als Strafe für die Sünden von König Ahas, der ihm die Treue gebrochen und die Zügellosigkeit des Volkes geduldet hatte.

20 Der Assyrerkönig Tiglat-Pileser rückte tatsächlich mit seinem Heer heran. Aber anstatt Ahas zu unterstützen, setzte er ihn unter Druck.

21 Ahas lieferte die Schätze aus dem Tempel des HERRN, aus dem Königspalast und aus dem Besitz der führenden Kreise an ihn aus und bekam doch nicht die erwartete Hilfe.

22 Selbst in dieser Zeit schwerster Bedrängnis blieb Ahas dem HERRN ungehorsam, er trieb es sogar noch schlimmer:

23 Er opferte den Göttern von Damaskus, obwohl die Leute von Damaskus ihn geschlagen hatten. Er sagte sich: »Diese Götter haben den Königen von Syrien geholfen und mich besiegt. Wenn ich ihnen nun Opfer darbringe, werden sie mir ebenso helfen.« Aber ihm und ganz Israel brachten sie nur Unglück.

24 Ahas ließ auch die Geräte aus dem Haus Gottes zusammentragen und zerschlagen und die Tore des Tempels ließ er schließen. Stattdessen errichtete er Altäre an allen Ecken in Jerusalem.

25 Auch in allen anderen Städten von Juda ließ er Opferstätten errichten, um den fremden Göttern Opfer darzubringen. Mit alldem forderte er den Zorn des HERRN, des Gottes seiner Vorfahren, heraus.

26 Was es sonst noch über Ahas zu berichten gibt, über alle seine Taten vom Anfang bis zum Ende, das ist nachzulesen im Buch der Könige von Juda und Israel.

27 Ahas starb und wurde in Jerusalem bestattet, aber nicht in der Grabstätte der Könige von Israel. Sein Sohn Hiskija wurde sein Nachfolger.

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