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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Hiskia von Juda
1 Und es geschah im dritten Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, da wurde Hiskia König, der Sohn des Ahas, des Königs von Juda.
2 25 Jahre war er alt, als er König wurde, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Abi, die Tochter Secharjas.
3 Und er tat, was recht war in den Augen des Herrn, nach allem, was sein Vater David getan hatte.
4 Er beseitigte die Höhen und zertrümmerte die Gedenksteine[7]hebr. mazzebot; das sind aufrecht hingestellte Steine, die kultisch verehrt wurden und rottete die Aschera aus und schlug die eherne[8]w. bronzene Schlange, die Mose gemacht hatte, in Stücke. Denn bis zu jenen Tagen hatten die Söhne Israel ihr Rauchopfer dargebracht, und man nannte sie Nehuschtan[1]d. h. Ehernes, w. Bronzenes.
5 Er vertraute auf den Herrn, den Gott Israels. Und nach ihm hat es seinesgleichen nicht gegeben unter allen Königen von Juda noch unter denen, die vor ihm waren.
6 Er hing dem Herrn an, er wich nicht davon ab, ihm nachzufolgen[2]w. wich nicht ab von {der Nachfolge} hinter ihm her. Und er bewahrte seine Gebote, die der Herr dem Mose geboten hatte.
7 Und der Herr war mit ihm; in allem, wozu er auszog, hatte er Erfolg. Und er empörte sich gegen den König von Assur und diente ihm nicht {mehr}.
8 Er schlug die Philister bis nach Gaza und dessen Gebiet, vom Wachtturm bis zur befestigten Stadt.
Hoschea von Israel – Wegführung nach Assur
9 Und es geschah im vierten Jahr des Königs Hiskia, das war das siebte Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Königs von Israel, da zog Salmanassar, der König von Assur, gegen Samaria herauf und belagerte es.
10 Und am Ende von drei Jahren nahm er es ein. Im sechsten Jahr Hiskias, das war das neunte Jahr Hoscheas, des Königs von Israel, wurde Samaria eingenommen.
11 Und der König von Assur führte Israel gefangen nach Assur fort [3]So lesen die alten Üs. ; Mas. T. : und leitete sie nach Halach {weiter} , an den Habor, den Strom Gosans, und in die Städte Mediensund ließ sie in Halach bleiben, am Habor, dem Strom Gosans, und in den Städten Mediens[3]So lesen die alten Üs. ; Mas. T. : und leitete sie nach Halach {weiter} , an den Habor, den Strom Gosans, und in die Städte Mediens,
12 weil sie auf die Stimme des Herrn, ihres Gottes, nicht gehört und seinen Bund übertreten hatten, {nämlich} alles, was Mose, der Knecht des Herrn, geboten hatte. Sie haben nicht gehört und nicht {danach} getan.
Belagerung Jerusalems durch Assur – Die Hohnreden des Rabschake
13 Im vierzehnten Jahr des Königs Hiskia zog Sanherib, der König von Assur, herauf gegen alle befestigten Städte Judas und nahm sie ein.
14 Da sandte Hiskia, der König von Juda, zum König von Assur nach Lachisch und ließ {ihm} sagen: Ich habe unrecht getan, kehre um von mir! Was du mir auferlegst, will ich tragen. Da legte der König von Assur Hiskia, dem König von Juda, dreihundert Talente Silber und dreißig Talente Gold auf.
15 Und Hiskia gab alles Silber, das sich im Haus des Herrn und in den Schatzkammern des Königshauses vorfand.
16 In dieser Zeit brach Hiskia von den Türflügeln des Tempelraums des Herrn und von den Pfosten, die Hiskia, der König von Juda, überzogen hatte, {das Gold} ab und gab es[4]w. brach Hiskia die Türflügel … und die Pfosten ab, die Hiskia … überzogen hatte, und gab sie dem König von Assur.
17 Aber der König von Assur sandte von Lachisch aus den Tartan[5]Tartan ist der assyrische Titel des Oberfeldherrn. und den Rab-Saris[6]d. i. ein hoher Beamter; w. Ober-Eunuch und den Rabschake[7]d. i. ein assyrischer Würdenträger, wahrscheinlich Mundschenk mit einem gewaltigen Heer gegen den König Hiskia nach Jerusalem. Und sie zogen herauf und kamen nach Jerusalem: Sie zogen herauf und kamen und stellten sich an der Wasserleitung des oberen Teiches auf, der[8]o. die an der Straße des Walkerfeldes {liegt}.
18 Und sie riefen nach dem König. Da gingen zu ihnen hinaus der Palastvorsteher[9]w. der über das Haus {gesetzt} war Eljakim, der Sohn des Hilkija, und der Schreiber Schebna und der Berater[10]w. der Bekanntmachende Joach, der Sohn Asafs.
19 Und der Rabschake sagte zu ihnen: Sagt doch zu Hiskia: So spricht der große König, der König von Assur: Was ist das für ein Vertrauen, mit dem du vertraust?
20 Du sagst: Fürwahr, ein bloßes Wort[1]w. ein Wort der beiden Lippen ist {schon} Rat und Macht zum Krieg. Nun, auf wen vertraust du, dass du dich gegen mich empört hast?
21 Nun, siehe, du vertraust auf diesen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich auf ihn stützt, in seine Hand dringt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen.
22 Wenn ihr aber zu mir sagt: Auf den Herrn, unseren Gott, vertrauen wir! – ist er es nicht, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat, als er zu Juda und zu Jerusalem sagte: Vor diesem Altar in Jerusalem sollt ihr euch niederwerfen? –
23 Und nun, geh doch mit meinem Herrn, dem König von Assur, eine Wette ein: Ich will dir zweitausend Pferde stellen, wenn du dir {die nötigen} Reiter dafür aufstellen kannst!
24 Doch wie willst du {auch nur} einen einzigen {Provinz} statthalter zurücktreiben, einen von den geringsten Knechten[2]w. Wie willst du das Gesicht eines einzigen {Provinz} statthalters abwenden, {eines} von den kleinen Knechten meines Herrn? Aber du vertraust auf Ägypten wegen der Wagen und Pferde!
25 Nun, bin ich etwa ohne den Herrn gegen diesen Ort heraufgezogen, um ihn zu verheeren? Der Herr hat zu mir gesagt: Zieh hinauf gegen dieses Land und verheere es!
26 Da sagten Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach zum Rabschake: Rede doch zu deinen Knechten aramäisch! Denn wir verstehen es. Und rede nicht judäisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist!
27 Doch der Rabschake sagte zu ihnen: Hat mich mein Herr {etwa nur} zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden, {und} nicht zu den Männern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken?
28 Und der Rabschake trat hin und rief mit lauter Stimme auf Judäisch und redete und sprach: Hört das Wort des großen Königs, des Königs von Assur!
29 So spricht der König: Hiskia täusche euch nicht! Denn er kann euch nicht aus meiner Hand[3]so mit den allermeisten hebr. Handschr. und den alten Üs. ; Mas. T. : aus seiner Hand retten.
30 Und Hiskia vertröste euch nicht auf den Herrn, indem er sagt: Der Herr wird uns gewiss retten; diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assur gegeben werden.
31 Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König von Assur: Macht Frieden[4]w. Segen mit mir und kommt zu mir heraus! Dann soll jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbaum essen und jeder das Wasser seiner Zisterne trinken,
32 bis ich komme und euch in ein Land hole wie euer Land, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, ein Land von Olivenöl und Honig. Dann sollt ihr am Leben bleiben und nicht sterben. Aber hört nicht auf Hiskia, wenn er euch verführt, indem er sagt: Der Herr wird uns retten!
33 Haben etwa die Götter der Nationen jeder sein Land aus der Hand des Königs von Assur gerettet?
34 Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo die Götter von Sefarwajim, von Hena und Awa[5]Eine LXX-Ausgabe liest: Wo sind die Götter des Landes Samaria? Haben sie etwa Samaria aus meiner Hand gerettet?
35 Welche sind es unter allen Göttern der Länder, die ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, dass der Herr Jerusalem aus meiner Hand retten sollte?
36 Da schwieg das Volk still und antwortete ihm kein Wort; denn das war der Befehl des Königs: Ihr sollt ihm nicht antworten!
37 Und Eljakim, der Sohn des Hilkija, der Palastvorsteher[1]w. der über das Haus {gesetzt} war, und der Schreiber Schebna und der Berater[2]w. der Bekanntmachende Joach, der Sohn Asafs, kamen mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
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WEITERE GESCHICHTE DES REICHES JUDA BIS ZU SEINEM UNTERGANG (Kapitel 18–25)
König Hiskija beseitigt den Götzendienst (2 Chr 29,1-2; Chr 31,1)
1 Im dritten Regierungsjahr des Königs Hoschea von Israel wurde Hiskija, der Sohn von Ahas, König von Juda.
2 Er war 25 Jahre alt, als er König wurde, und regierte 29 Jahre lang in Jerusalem. Seine Mutter hieß Abi und war eine Tochter von Secharja.
3 Er tat, was dem HERRN gefällt, genau wie sein Ahnherr David.
4 Er ließ die Opferstätten rings im Land zerstören, die geweihten Steinmale in Stücke schlagen und das Götzenbild der Aschera umstürzen. Er zerschlug auch die bronzene Schlange, die Mose gemacht hatte. Bis in die Tage Hiskijas hatten die Israeliten Weihrauch vor ihr verbrannt; sie nannten sie Nehuschtan.
5 Keiner von allen Königen Judas vor oder nach Hiskija vertraute so wie er dem HERRN, dem Gott Israels.
6 Hiskija hielt sein Leben lang treu zum HERRN und befolgte die Gebote, die der HERR durch Mose gegeben hatte.
7 Darum stand der HERR ihm auch bei und gab ihm Erfolg in allem, was er unternahm. So gelang es Hiskija, sich von der Oberherrschaft des Königs von Assyrien zu befreien.
8 Hiskija besiegte auch die Philister und verfolgte sie bis nach Gaza. Er verwüstete alles in ihrem Gebiet, vom Wachtturm bis zur befestigten Stadt.
Die Assyrer erobern Samaria (17,5-7)
9 Im vierten Regierungsjahr von Hiskija – es war das siebte Regierungsjahr von Hoschea, dem König von Israel – rückte Salmanassar, der König von Assyrien, mit seinen Truppen vor die Stadt Samaria und belagerten sie.
10 Nach fast dreijähriger Belagerung nahm er sie ein, im sechsten Regierungsjahr von Hiskija und im neunten von Hoschea.
11 Salmanassar ließ die Bevölkerung des Reiches Israel nach Assyrien in die Verbannung wegführen. Dort siedelte er sie in der Provinz Halach und am Habor-Fluss in der Provinz Gosan sowie in den Städten Mediens an.
12 Das alles geschah, weil sie nicht auf den HERRN, ihren Gott, gehört hatten. Sie brachen den Bund, den er mit ihnen geschlossen hatte, und befolgten nicht die Gebote, die Mose, der Bevollmächtigte des HERRN, verkündet hatte.
Die Assyrer ziehen vor Jerusalem (2 Chr 32,1-16; Jes 36,1-10)
13 Im 14. Regierungsjahr von Hiskija fiel Sanherib, der König von Assyrien, mit seinen Truppen in das Land Juda ein und eroberte alle befestigten Städte.
14 Als der Assyrerkönig noch vor der Stadt Lachisch lag, schickte Hiskija Boten zu ihm und ließ ihm sagen: »Ich habe Unrecht getan. Kämpfe nicht weiter gegen mich. Ich werde alles zahlen, was du forderst.« Sanherib verlangte als Tribut 300 Zentner Silber und 30 Zentner Gold.
15 Hiskija musste alles Silber abliefern, das sich in den Schatzkammern des Tempels und des Königspalastes befand.
16 Damals wurde auch die Goldverkleidung von den Türen und Türpfosten des Tempels entfernt und als Tribut dem König von Assyrien übergeben. Hiskija selbst hatte diese Goldverkleidung anbringen lassen.
17 Dennoch schickte der Assyrerkönig von Lachisch aus seine drei obersten Hofleute – den obersten Heerführer, den Palastvorsteher und den Obermundschenk – zu König Hiskija nach Jerusalem und gab ihnen ein starkes Heer mit. Vor der Stadt machten sie halt an der Wasserleitung beim oberen Teich, auf der Straße, die vom Tuchmacherfeld kommt.
18 Sie verlangten den König zu sprechen. Hiskija schickte den Palastvorsteher Eljakim, den Sohn von Hilkija, zu ihnen hinaus, und mit ihm den Staatsschreiber Schebna und den Kanzler Joach, den Sohn von Asaf.
19 Der Obermundschenk sagte zu ihnen: »Meldet Hiskija, was der große König, der König von Assyrien, ihm sagen lässt: ›Worauf vertraust du eigentlich, dass du dich so sicher fühlst?
20 Meinst du etwa, dass du mit leeren Worten gegen meine Kriegsmacht und Kriegserfahrung antreten kannst? Auf wen hoffst du, dass du es wagst, dich gegen mich aufzulehnen?
21 Erwartest du etwa Hilfe von Ägypten? Du kannst dich genauso gut auf ein Schilfrohr stützen – es zersplittert und durchbohrt dir die Hand. Der König von Ägypten hat noch jeden im Stich gelassen, der sich auf ihn verlassen hat.
22 Oder wollt ihr behaupten, dass ihr euch auf den HERRN, euren Gott, verlassen könnt? Dann sag mir doch: Ist er nicht eben der Gott, dessen Opferstätten und Altäre du, Hiskija, beseitigt hast? Hast du nicht den Leuten von Juda und Jerusalem befohlen, dass sie nur noch auf dem Altar in Jerusalem Opfer darbringen sollen?‹
23 Mein Herr, der König von Assyrien, bietet dir folgende Wette an: Er gibt dir zweitausend Pferde, wenn du die Reiter dafür zusammenbringst.
24 Du kannst es ja nicht einmal mit dem unbedeutendsten Truppenführer meines Herrn aufnehmen. Du hoffst nur auf Ägypten und seine Streitwagenmacht.
25 Im Übrigen lässt der König von Assyrien dir sagen: ›Glaub nur nicht, ich sei gegen den Willen des HERRN gegen diese Stadt gezogen, um sie in Schutt und Asche zu legen! Der HERR selbst hat mir befohlen: Greif dieses Land an und verwüste es!‹«
Jerusalem wird zur Übergabe aufgefordert (2 Chr 32,18-20; Jes 36,11–37,8)
26 Da unterbrachen Eljakim, Schebna und Joach den Obermundschenk und baten ihn: »Sprich doch bitte aramäisch mit uns, wir verstehen es. Sprich nicht hebräisch, die Leute auf der Stadtmauer hören uns zu!«
27 Aber der Obermundschenk erwiderte: »Hat mich etwa mein Herr nur zu deinem Herrn und zu dir gesandt? Nein, meine Botschaft gilt allen, die dort oben auf der Stadtmauer sitzen und die bald zusammen mit euch den eigenen Kot fressen und den eigenen Harn saufen werden!«
28 Darauf trat der Obermundschenk noch ein Stück weiter vor und rief laut auf Hebräisch: »Hört, was der große König, der König von Assyrien, euch sagen lässt!
29 So spricht der König: ›Lasst euch von Hiskija nicht täuschen! Er kann euch nicht aus meiner Hand retten.
30 Lasst euch auch nicht dazu überreden, auf den HERRN zu vertrauen! Glaubt Hiskija nicht, wenn er sagt: Der HERR wird uns bestimmt retten und diese Stadt nicht in die Hand des Assyrerkönigs fallen lassen!
31 Hört nicht auf Hiskija, hört auf mich! So spricht der König von Assyrien: Kommt heraus und ergebt euch! Jeder darf von seinem Weinstock und seinem Feigenbaum essen und Wasser aus seiner Zisterne trinken,
32 bis ich euch in ein Land bringe, das ebenso gut ist wie das eure. Dort gibt es Korn und Brot, Most und Wein, Öl und Honig in Fülle. Hört auf mich, dann werdet ihr am Leben bleiben und nicht umkommen! Hört nicht auf Hiskija! Er macht euch etwas vor, wenn er euch einredet: Der HERR wird uns retten!
33 Haben etwa die Götter der anderen Völker ihre Länder vor mir schützen können?
34 Wo sind jetzt die Götter von Hamat und Arpad? Wo sind die Götter von Sefarwajim, Hena und Awa? Hat irgendein Gott Samaria vor mir beschützt?
35 Wer von allen Göttern hat sein Land vor mir retten können? Und da soll ausgerechnet der HERR, euer Gott, Jerusalem vor mir beschützen?‹«
36 Die Männer auf der Mauer blieben still und antworteten nichts; so hatte König Hiskija es angeordnet.
37 Eljakim, Schebna und Joach zerrissen ihr Gewand, gingen zu Hiskija und berichteten ihm, was der Obermundschenk gesagt hatte.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart