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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Elia und Elisa – Elias Himmelfahrt
1 Und es geschah, als der Herr den Elia im Sturmwind zum Himmel auffahren lassen wollte, da gingen Elia und Elisa von Gilgal fort.
2 Und Elia sagte zu Elisa: Bleib doch hier! Denn der Herr hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sagte: So wahr der Herr lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse[4]Der Satz ist eine hebr. Schwurformel, deren zweite Hälfte nicht ausgesprochen wurde.! Und sie gingen nach Bethel hinab.
3 Da kamen die Söhne der Propheten[5]o. Prophetenschüler, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sagten zu ihm: Hast du erkannt, dass der Herr heute deinen Herrn über deinen Kopf hin wegnehmen wird? Er sagte: Auch ich habe es erkannt. Seid still!
4 Und Elia sagte zu ihm: Elisa, bleib doch hier! Denn der Herr hat mich nach Jericho gesandt. Er aber sagte: So wahr der Herr lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse[4]Der Satz ist eine hebr. Schwurformel, deren zweite Hälfte nicht ausgesprochen wurde.! Und sie kamen nach Jericho.
5 Da traten die Söhne der Propheten[5]o. Prophetenschüler, die in Jericho waren, zu Elisa und sagten zu ihm: Hast du erkannt, dass der Herr heute deinen Herrn über deinen Kopf hin wegnehmen wird? Er sagte: Auch ich habe es erkannt. Seid still!
6 Und Elia sagte zu ihm: Bleib doch hier! Denn der Herr hat mich an den Jordan gesandt. Er aber sagte: So wahr der Herr lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse[4]Der Satz ist eine hebr. Schwurformel, deren zweite Hälfte nicht ausgesprochen wurde.! Und so gingen sie beide miteinander.
7 Und fünfzig Mann von den Söhnen der Propheten[6]Das sind Prophetenjünger o. Schüler der Propheten gingen mit und blieben abseits stehen, als die beiden an den Jordan traten.
8 Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte {ihn} zusammen und schlug auf das Wasser. Und es teilte sich hierhin und dorthin, und die beiden gingen hinüber auf dem Trockenen.
9 Und es geschah, als sie hinübergegangen waren, da sagte Elia zu Elisa: Bitte, was ich für dich tun soll, bevor ich von dir weggenommen werde! Elisa sagte: Dass mir doch ein zweifacher Anteil von deinem Geist[7]d. h. wohl: der Anteil des Erstgeborenen; andere üs. : zwei Drittel von deinem Geist {gegeben} werde!
10 Da sagte er: Du hast Schweres erbeten! Wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir weggenommen werde, dann wird dir das {gegeben} werden; wenn aber nicht, dann wird es {dir} nicht {gegeben} werden.
11 Und es geschah, während sie gingen, gingen und redeten, siehe da: ein feuriger Wagen und feurige Pferde, die sie beide voneinander trennten! Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel.
12 Und Elisa sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und sein Gespann! Dann sah er ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider und zerriss sie in zwei Stücke.
13 Und er hob den Mantel des Elia auf, der diesem entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des Jordan.
14 Und er nahm den Mantel des Elia, der diesem entfallen war, und schlug auf das Wasser und sagte: Wo ist der Herr, der Gott des Elia? Auch er schlug also auf das Wasser, und es teilte sich hierhin und dorthin, und Elisa ging hinüber.
15 Als nun die Söhne der Propheten[1]o. Prophetenschüler, die gegenüber in Jericho waren, ihn sahen, sagten sie: Der Geist des Elia ruht auf Elisa! Und sie kamen ihm entgegen und warfen sich vor ihm zur Erde nieder.
16 Und sie sagten zu ihm: Sieh doch, es sind bei deinen Knechten fünfzig tüchtige Männer[2]w. fünfzig Männer, Söhne der Kraft. Lass sie doch gehen und deinen Herrn suchen, ob nicht etwa der Geist des Herrn ihn weggetragen und ihn auf einen der Berge oder in eines der Täler geworfen hat! Er aber sagte: Sendet nicht!
17 Doch sie drangen in ihn, bis er nachgab[3]w. bis zum Sich-Schämen, o. bis zum Zuschandenwerden und sagte: Sendet! So sandten sie denn fünfzig Mann hin; die suchten drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht.
18 Und sie kehrten zu ihm zurück, als er sich {noch} in Jericho aufhielt. Da sagte er zu ihnen: Hatte ich euch nicht gesagt: Geht nicht hin?
Wundertaten des Elisa: Hilfe in Jericho, Gericht in Bethel
19 Und die Männer der Stadt sagten zu Elisa: Sieh doch, die Lage der Stadt ist gut, wie mein Herr sieht. Aber das Wasser ist schlecht, darum kommt es im Land zu Fehlgeburten[4]w. und das Land bringt Fehlgeburten.
20 Da sagte er: Bringt mir eine neue Schale und tut Salz hinein! Und sie brachten sie ihm.
21 Und er ging hinaus zu der Quelle des Wassers, warf das Salz hinein und sagte: So spricht der Herr: Ich habe dieses Wasser gesund gemacht. Nicht mehr soll Tod und Fehlgeburt daraus entstehen.
22 Und das Wasser wurde gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort, das Elisa geredet hatte.
23 Und er ging von dort hinauf nach Bethel. Wie er nun den Weg hinaufging, kamen kleine Jungen aus der Stadt heraus und verspotteten ihn und sagten zu ihm: Komm herauf, Kahlkopf! Komm herauf, Kahlkopf!
24 Er aber wandte sich um, sah sie an und verfluchte sie im Namen des Herrn. Da kamen zwei Bärinnen aus dem Wald und zerrissen von ihnen 42 Kinder.
25 Und er ging von dort {weg} zum Berg Karmel; und von da kehrte er nach Samaria zurück.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Gott holt Elija zu sich
1 Der Tag war nicht mehr fern, an dem der HERR den Propheten Elija durch einen mächtigen Sturm zu sich in den Himmel holen wollte. Elija verließ Gilgal und Elischa schloss sich ihm an.
2 Elija sagte zu ihm: »Bleib doch hier! Der HERR schickt mich nach Bet-El.« Aber Elischa erwiderte: »So gewiss der HERR lebt und du selbst lebst: Ich weiche nicht von deiner Seite!« So gingen sie miteinander nach Bet-El.
3 Die Propheten der dortigen Prophetengemeinschaft kamen zu Elischa heraus und fragten ihn: »Weißt du, dass der HERR dir heute deinen Lehrer wegnehmen und ihn zu sich holen wird?« »Ich weiß es«, sagte Elischa, »erinnert mich nicht daran!«
4 Wieder sagte Elija zu Elischa: »Bleib hier! Der HERR schickt mich nach Jericho.« Aber Elischa antwortete auch diesmal: »So gewiss der HERR lebt und du selbst lebst: Ich weiche nicht von deiner Seite!« So kamen die beiden nach Jericho.
5 Die Propheten der dortigen Prophetengemeinschaft machten sich an Elischa heran und fragten: »Weißt du, dass der HERR dir heute deinen Lehrer wegnehmen und ihn zu sich holen wird?« Und wieder antwortete er: »Ich weiß es; erinnert mich nicht daran!«
6 Zum dritten Mal bat ihn Elija: »Bleib doch hier! Der HERR schickt mich an den Jordan.« Aber Elischa erwiderte: »So gewiss der HERR lebt und du selbst lebst: Ich weiche nicht von deiner Seite!« So gingen die beiden miteinander.
7 Fünfzig Propheten folgten ihnen bis an den Jordan und blieben in einiger Entfernung stehen.
8 Elija rollte seinen Mantel zusammen und schlug damit auf das Wasser. Da teilte es sich und beide gingen trockenen Fußes durch den Fluss.
9 Am anderen Ufer sagte Elija zu Elischa: »Was kann ich noch für dich tun, bevor der HERR mich von dir wegholt?« Elischa bat: »Ich möchte den Anteil des Erstgeborenen von deinem Geist erben und deinen Auftrag weiterführen.«
10 Elija antwortete: »Du verlangst mehr, als in meiner Macht steht. Wenn der HERR es dich sehen lässt, wie er mich von dir wegholt, wird deine Bitte erfüllt werden, sonst nicht.«
11 Während sie so im Gehen miteinander redeten, kam plötzlich ein Streitwagen aus Feuer mit Pferden aus Feuer und trennte sie voneinander, und Elija fuhr in einem gewaltigen Sturm in den Himmel.
12a Elischa sah es und rief: »Mein Vater, mein Vater! Du warst Israels Streitwagen und sein Lenker!«
Gott bestätigt Elischa als Elijas Nachfolger
12b Als Elischa ihn nicht mehr sehen konnte, zerriss er sein Obergewand mittendurch.
13 Er hob den Mantel Elijas auf, der zu Boden gefallen war, und kehrte an den Jordan zurück.
14 Genau wie Elija schlug er damit auf das Wasser und rief: »Wo ist der HERR, der Gott Elijas?« Da teilte sich das Wasser und Elischa ging trockenen Fußes durch den Fluss.
15 Die Propheten aus Jericho hatten ihm vom anderen Ufer aus zugesehen und riefen: »Der Geist Elijas hat sich auf Elischa niedergelassen!« Sie liefen ihm entgegen, warfen sich vor ihm nieder
16 und sagten: »Wir sind fünfzig kräftige Männer und stehen zu deiner Verfügung. Sollen wir nicht ausschwärmen und deinen Lehrer suchen? Vielleicht hat der Geist des HERRN ihn gepackt und auf irgendeinen Berg oder in eine Schlucht geworfen.« »Nein, lasst das!«, sagte Elischa.
17 Aber sie setzten ihm so lange zu, bis er einwilligte. Die fünfzig suchten drei Tage lang und fanden Elija nicht.
18 Als sie zu Elischa nach Jericho zurückkehrten, sagte er zu ihnen: »Habe ich euch nicht gleich gesagt, dass ihr nicht zu suchen braucht?«
Elischas Wort bringt Leben und Tod
19 Die Bürger von Jericho kamen zu Elischa und sagten: »Herr, wie du siehst, hat unsere Stadt eine ausgezeichnete Lage. Nur das Wasser ist schlecht; es verursacht Fehlgeburten bei Menschen und Tieren.«
20 »Bringt mir eine Schale, eine ganz neue«, befahl Elischa, »und füllt sie mit Salz!« Als sie ihm die Schale gebracht hatten,
21 ging er damit vor die Stadt zu der Wasserquelle und schüttete das Salz hinein mit den Worten: »So spricht der HERR: ›Ich mache dieses Wasser wieder gesund; es wird niemand mehr den Tod bringen und keine Fehlgeburten mehr verursachen.‹«
22 Seitdem ist das Wasser in Ordnung, bis heute, genau wie Elischa es gesagt hat.
23 Von Jericho ging Elischa hinauf ins Bergland nach Bet-El. Da kam aus der Stadt eine Horde Jungen, die machten sich über ihn lustig und riefen von oben herab: »Komm zu uns herauf, Glatzkopf! Komm zu uns herauf, Glatzkopf!«
24 Elischa schaute sich um, und als er sie erblickte, verfluchte er sie im Namen des HERRN. Im selben Augenblick kamen zwei Bären aus dem Dickicht und zerrissen zweiundvierzig von ihnen.
25 Von Bet-El wanderte Elischa weiter zum Berg Karmel, dann kehrte er nach Samaria zurück.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart