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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Das Schilfmeerlied

1 Damals sangen Mose und die Söhne Israel dem Herrn dieses Lied. Sie sagten: Singen will ich dem Herrn, denn hoch erhaben ist er[5]o. hoch hat er sich erhoben; Pferd und Wagen warf er ins Meer.

2 Meine Stärke und mein Loblied[6]o. Meine Zuflucht und meine Kraft ist Jah[7]s. Vorwort, denn er ist mir zur Rettung geworden. Er ist mein Gott, und ich will ihn preisen, der Gott meines Vaters, und ich will ihn erheben.

3 Der Herr ist ein Kriegsheld[8]w. Mann des Kampfes, Jahwe[9]d. i. der Eigenname Gottes im Alten Testament, sonst mit Herr wiedergegeben. Siehe Vorwort. sein Name.

4 Die Wagen des Pharao und seine Streitmacht warf er ins Meer, die Auslese seiner Wagenkämpfer versank im Schilfmeer.

5 Die Fluten bedeckten sie, sie fuhren in {die} Tiefen wie ein Stein.

6 Deine Rechte, Herr, ist herrlich in Kraft; deine Rechte, Herr, zerschmettert den Feind.

7 Und in der Fülle deiner Hoheit wirfst du nieder, die sich gegen dich erheben. Du lässt los deine Zornesglut: sie verzehrt sie wie Strohstoppeln.

8 Beim Schnauben deiner Nase[10]d. h. deines Zorns türmte sich das Wasser, die Strömungen standen wie ein Damm, die Fluten gerannen im Herzen des Meeres.

9 Es sprach der Feind: Ich jage nach, ich hole ein, verteile Beute; es sättige sich an ihnen meine Gier, ich zücke mein Schwert, meine Hand tilgt sie aus.

10 Du bliesest mit deinem Atem – das Meer bedeckte sie; sie versanken wie Blei in gewaltigen Wassern.

11 Wer ist dir gleich unter den Göttern, Herr! Wer ist dir gleich, {so} herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhmestaten, Wunder tuend!

12 Du strecktest aus deine Rechte – die Erde verschlang sie.

13 In deiner Gnade hast du geleitet das Volk, das du erlöst, hast es durch deine Stärke geführt zu deiner heiligen Wohnung.

14 Es hörten es die Völker, sie bebten; Angst[11]w. Sich-Winden vor Schmerzen o. vor Wehen o. vor Gebärschmerzen ergriff Philistäas Bewohner.

15 Da wurden bestürzt die Fürsten[12]o. Anführer; w. Tausendmänner; ursprünglich für die edomitischen Stammesfürsten gebraucht Edoms; die Gewaltigen Moabs, Zittern ergriff sie; es verzagten alle Bewohner Kanaans.

16 Es überfiel sie Schrecken und Furcht; vor der Größe deines Arms wurden sie stumm[13]o. starr wie ein Stein, während hindurchzog dein Volk, Herr, während hindurchzog das Volk, das du erworben.

17 Du wirst sie bringen und pflanzen auf den Berg deines Erbteils, die Stätte, die du, Herr, zu deiner Wohnung gemacht hast, das Heiligtum, Herr, das deine Hände bereitet haben.

18 Der Herr ist König auf immer und ewig!

19 Denn als die Pferde des Pharao mit seinen Wagen und mit seinen Reitern[1]o. Pferden. – Das hebr. Wort kann beides bedeuten. ins Meer gezogen waren, hat der Herr das Wasser des Meeres über sie zurückkehren lassen; aber die Söhne Israel sind auf trockenem {Land} mitten durchs Meer gegangen.

20 Und die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, nahm das Tamburin in ihre Hand, und alle Frauen zogen aus, hinter ihr her, mit Tamburinen und in Reigentänzen.

21 Und Mirjam sang ihnen[2]d. h. den anderen zu: Singt dem Herrn, denn hoch erhaben ist er[3]o. hoch hat er sich erhoben; Pferd und Wagen warf er ins Meer!

Israel in Mara und Elim

22 Und Mose ließ Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen hinaus in die Wüste Schur und wanderten drei Tage in der Wüste und fanden kein Wasser.

23 Da kamen sie nach Mara, aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter. Darum gab man {dem Ort} den Namen Mara[4]d. h. Bitterkeit.

24 Und das Volk murrte gegen Mose: Was sollen wir trinken?

25 Da schrie er zum Herrn, und der Herr zeigte ihm ein Stück Holz; das warf er ins Wasser, und das Wasser wurde süß. Dort legte er Ordnung und Recht für es fest, und dort stellte er es auf die Probe,

26 und er sprach: Wenn du willig auf die Stimme des Herrn, deines Gottes, hörst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen hältst, dann werde ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Ägyptern auferlegt habe; denn ich bin der Herr, der dich heilt.

27 Dann kamen sie nach Elim, und dort waren zwölf Wasserquellen und siebzig Palmbäume; und sie lagerten sich dort am Wasser.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Das Danklied der Befreiten

1 Damals sangen Mose und die Israeliten dem HERRN dieses Lied: Dem HERRN zu Ehren will ich singen, denn er hat siegreich seine Macht gezeigt: Ins Meer geworfen hat er Ross und Mann!

2 Mit meinem Lobgesang will ich ihn preisen, den HERRN, der mir in Not zu Hilfe kam! Mein Gott ist er, ich rühme seine Macht; ich preise ihn, den schon mein Vater ehrte.

3 Welch großer Kämpfer ist er, dieser Gott! Das kündet uns sein Name: »Ich bin da!«

4 Die Streitmacht Pharaos warf er ins Meer, die schnellsten Wagen und die besten Krieger – im Schilfmeer sind sie allesamt versunken.

5 Die Wasserfluten überrollten sie, sie sanken in die Tiefe wie ein Stein.

6 HERR, deine Hand erringt den Sieg, sie ist voll ungeheurer Macht, und sie zerschmettert jeden Feind.

7 In großer Hoheit zeigst du dich, und wer sich gegen dich erhebt, den wirfst du nieder in den Staub. Dein Zorn ist eine Feuersglut, die jeden Feind wie Stroh verbrennt.

8 Mit deinem Atem bliesest du aufs Meer und türmtest seine Wassermassen auf. Die Fluten standen aufrecht wie ein Damm, erstarrt wie Mauern mitten in dem Meer.

9 Die Feinde prahlten: ›Auf und ihnen nach! Los, holt sie ein, wir teilen uns die Beute! Für jeden gibt’s genug! Auf, zieht das Schwert, und löscht sie aus bis auf den letzten Mann!‹

10 Jedoch, HERR, nur ein Atemstoß von dir, und schon bedeckte sie der Wasserwirbel; sie sanken auf den Meeresgrund wie Blei.

11 Wer von den Göttern kann sich dir vergleichen? Wer ist so heilig, HERR, und so gewaltig? Wer sonst weckt Furcht und Staunen durch sein Tun?

12 Du brauchtest nur die rechte Hand zu heben, und schon verschlang die Erde deine Feinde.

13 Mit starker Hand hast du dein Volk befreit, in deiner Güte hast du es geführt, du bringst es hin zu deiner heiligen Wohnung.

14 Die Nachbarvölker haben das gehört, sie haben keine Ruhe mehr und zittern. Ein kalter Schauder schüttelt die Philister,

15 die Edomiterfürsten sind bestürzt, den Führern Moabs ist der Mut entfallen, die Völker Kanaans sind voller Angst.

16 Sie sind von Furcht und Schrecken wie gelähmt, dein starker Arm lässt sie wie Stein erstarren, damit dein Volk vorüberziehen kann, das Volk, das du zum Eigentum erwähltest.

17 Du selber bringst es hin zu deinem Berg und pflanzt es ein am Ort, an dem du wohnst, beim Heiligtum, das du geschaffen hast.

18 HERR, du bist König, jetzt und allezeit!

Der Siegesreigen der Frauen

19 Die Pferde und Streitwagen des Pharaos samt allen Wagenkämpfern waren also hinter dem Volk Israel ins Meer hineingezogen, und der HERR hatte das Wasser über sie zurückfluten lassen. Aber die Leute von Israel waren trockenen Fußes ans andere Ufer gelangt. Darum sangen sie dieses Lied.

20 Die Prophetin Mirjam, die Schwester Aarons, nahm ihre Handpauke, und alle Frauen schlossen sich ihr an. Sie schlugen ihre Handpauken und tanzten im Reigen.

21 Mirjam sang ihnen vor und sie antworteten im Chor: »Singt alle, singt dem HERRN zu Ehren, denn er hat siegreich seine Macht gezeigt: Ins Meer geworfen hat er Ross und Mann!«

DER WEG DURCH DIE WÜSTE ZUM BERG SINAI (15,22–18,27)

Gott macht das Bitterwasser genießbar

22 Mose führte das Volk vom Schilfmeer aus in die Wüste Schur. Drei Tage lang wanderten die Israeliten durch die Wüste, ohne Wasser zu finden.

23 Dann kamen sie nach Mara, wo es Wasser gab. Aber sie konnten es nicht trinken, weil es bitter war. Deshalb hatte der Ort auch den Namen Mara (Bitterwasser) erhalten.

24 Die Leute von Israel rotteten sich gegen Mose zusammen und murrten: »Was sollen wir trinken?«

25a Mose schrie zum HERRN um Hilfe, und der HERR zeigte ihm ein Stück Holz. Das warf Mose in das Wasser, da konnten sie es trinken.

»Ich bin euer Arzt!«

25b An diesem Ort gab Gott dem Volk Gesetze und stellte seinen Gehorsam auf die Probe.

26 Er sagte zu den Leuten von Israel: »Achtet darauf, was ich, euer Gott, euch sage, und handelt danach! Befolgt alle meine Anordnungen und Gebote und tut, was ich für recht erklärt habe! Dann werde ich euch keine von den Krankheiten schicken, mit denen ich die Ägypter geplagt habe. Ich, der HERR, bin euer Arzt!«

27 Das Volk zog weiter in die Oase Elim und schlug dort sein Lager auf. Es gab in Elim zwölf Quellen und siebzig Palmen.

Videos zu 2. Mose 15,23 (ELB, GNB)