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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Moses Geburt, Bewahrung und Erziehung

1 Und ein Mann vom Haus[10]d. h. hier: von den Nachkommen Levi ging hin und nahm eine Tochter Levi {zur Frau}.

2 Und die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn. Als sie sah, dass er schön war, verbarg sie ihn drei Monate {lang}.

3 Und als sie ihn nicht länger verbergen konnte, nahm sie für ihn ein Kästchen aus Schilfrohr und verklebte es mit Asphalt und Pech, legte das Kind hinein und setzte es in das Schilf am Ufer des Nil.

4 Seine Schwester aber stellte sich in {einiger} Entfernung hin, um zu erfahren[1]o. erkennen, was mit ihm geschehen würde.

5 Und die Tochter des Pharao ging hinab, um am Nil zu baden, während ihre Dienerinnen am Ufer des Nil hin und her gingen. Und sie sah das Kästchen mitten im Schilf und sandte ihre Magd hin und ließ es holen.

6 Und als sie es geöffnet hatte, sah sie das Kind, und siehe, ein weinender Junge {lag darin}. Da hatte sie Mitleid mit ihm und sagte: Das ist {eins} von den Kindern der Hebräer.

7 Und seine Schwester sagte zur Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und dir eine stillende Frau von den Hebräerinnen herbeirufen, damit sie das Kind für dich stillt?

8 Die Tochter des Pharao antwortete ihr: Geh hin! Da ging das Mädchen[2]o. junge Frau; bezeichnet das Mädchen. Dasselbe Wort findet sich auch in 1Mo24,43 und Jes7,14. hin und rief die Mutter des Kindes herbei.

9 Und die Tochter des Pharao sagte zu ihr: Nimm dieses Kind mit und stille es für mich, dann werde ich {dir} deinen Lohn geben! Da nahm die Frau das Kind und stillte es.

10 Als aber das Kind groß geworden war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es wurde ihr zum Sohn. Und sie gab ihm den Namen Mose, indem sie sagte: Ich habe ihn ja aus dem Wasser gezogen.

Moses Übereifer für sein Volk – Flucht und Heirat in Midian

11 Und es geschah in jenen Tagen, als Mose groß geworden war, da ging er zu seinen Brüdern[3]d. h. hier: zu seinen hebräischen Volksgenossen hinaus und sah bei ihren Lastarbeiten zu. Da sah er, wie ein ägyptischer Mann einen hebräischen Mann {, einen} von seinen Brüdern, schlug.

12 Und er wandte sich hierhin und dorthin, und als er sah, dass niemand {in der Nähe} war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.

13 Als er aber am Tag darauf wieder hinausging, siehe, da rauften sich zwei hebräische Männer, und er sagte zu dem Schuldigen: Warum schlägst du deinen Nächsten?

14 Der aber antwortete: Wer hat dich zum Aufseher[4]w. Obersten und Richter über uns gesetzt? Gedenkst du etwa, mich umzubringen, wie du den Ägypter umgebracht hast? Da fürchtete sich Mose und sagte sich: Also ist die Sache doch bekannt geworden!

15 Und der Pharao hörte diese Sache und suchte, Mose umzubringen. Mose aber floh vor dem Pharao und hielt sich im Land Midian auf. Und er setzte sich an einen Brunnen.

16 Nun hatte der Priester von Midian sieben Töchter; die kamen, schöpften {Wasser} und füllten die Tränkrinnen, um die Herde ihres Vaters zu tränken.

17 Aber die Hirten kamen und trieben sie weg. Da stand Mose auf, half ihnen[5]o. rettete sie und tränkte ihre Herde.

18 Als sie nun zu ihrem Vater Reguël kamen, sagte er: Warum seid ihr heute so früh gekommen?

19 Sie antworteten: Ein ägyptischer Mann hat uns aus der Gewalt[6]w. Hand der Hirten befreit, und er hat sogar eifrig für uns geschöpft und die Herde getränkt.

20 Da sagte er zu seinen Töchtern: Und wo ist er? Warum habt ihr denn den Mann draußen gelassen? Ladet ihn doch ein, damit er Brot {mit uns} isst!

21 Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora {zur Frau}.

22 Die gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gerschom[1]Gerschom klingt an das hebr. Wort ger, d. h. der Fremde, an., indem er sagte: Ein Fremder bin ich in einem fremden Land geworden.

23 Und es geschah während jener vielen Tage, da starb der König von Ägypten. Und die Söhne Israel seufzten wegen {ihrer} Arbeit und schrien um Hilfe. Und ihr Geschrei wegen der Arbeit stieg auf zu Gott.

24 Da hörte Gott ihr Ächzen, und Gott dachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob.

25 Und Gott sah nach den Söhnen Israel, und Gott kümmerte sich um sie[2]o. und Gott erkannte {sie}. – LXX liest: wurde von ihnen erkannt.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Israels künftiger Retter wird aus dem Wasser gerettet

1 Ein Mann aus der Nachkommenschaft von Levi heiratete eine Frau, die ebenfalls zu den Nachkommen Levis gehörte.

2 Sie wurde schwanger und brachte einen Sohn zur Welt. Als sie sah, dass es ein gesundes, schönes Kind war, hielt sie es drei Monate lang versteckt.

3 Länger konnte sie es nicht verbergen. Deshalb besorgte sie sich ein Kästchen aus Binsen, dichtete es mit Pech ab, sodass es kein Wasser durchließ, und legte das Kind hinein. Dann setzte sie das Kästchen ins Schilf am Ufer des Nils.

4 Die Schwester des Kindes versteckte sich in der Nähe, um zu sehen, was mit ihm geschehen würde.

5 Da kam die Tochter des Pharaos an den Nil, um zu baden. Ihre Dienerinnen ließ sie am Ufer zurück. Auf einmal sah sie das Kästchen im Schilf. Sie schickte eine Dienerin hin, um es zu holen.

6 Als sie es öffnete, fand sie darin einen weinenden Säugling, einen kleinen Jungen. Voller Mitleid rief sie: »Das ist einer von den Hebräerjungen!«

7 Die Schwester des Kindes kam aus ihrem Versteck und fragte: »Soll ich eine hebräische Frau rufen, die das Kind stillen kann?«

8 »Ja, tu das!«, sagte die Tochter des Pharaos. Da holte das junge Mädchen die Mutter des Kindes,

9 und die Tochter des Pharaos sagte zu ihr: »Nimm dieses Kind und stille es für mich! Ich werde dich dafür bezahlen.« So kam es, dass die Frau ihr eigenes Kind mit nach Hause nehmen und stillen konnte.

10 Als der Junge größer war, brachte sie ihn wieder zurück. Die Tochter des Pharaos nahm ihn als ihren Sohn an. Sie sagte: »Ich habe ihn aus dem Wasser gezogen.« Darum gab sie ihm den Namen Mose.

Der Sohn der Königstochter entdeckt seine Brüder

11 Als Mose erwachsen war, ging er einmal zu seinen Brüdern, den Israeliten, hinaus und sah, wie sie Fronarbeiten verrichten mussten. Er wurde Zeuge, wie ein Ägypter einen Hebräer, einen von seinen Brüdern, totschlug.

12 Da schaute er sich nach allen Seiten um, und als er sah, dass niemand in der Nähe war, erschlug er den Ägypter und verscharrte ihn im Sand.

13 Am nächsten Tag ging er wieder hinaus. Da sah er zwei Hebräer, die miteinander stritten. Er sagte zu dem, der im Unrecht war: »Warum schlägst du einen Mann aus deinem eigenen Volk?«

14 Der antwortete: »Wer hat dich zum Aufseher und Richter über uns eingesetzt? Willst du mich auch umbringen wie den Ägypter?« Da bekam Mose Angst, denn er dachte: »Es ist also doch bekannt geworden!«

Der Flüchtling findet ein Zuhause

15 Als der Pharao von dem Vorfall erfuhr, wollte er Mose töten lassen. Mose aber floh vor ihm in das Land Midian. Dort setzte er sich an einen Brunnen, um auszuruhen.

16 Der Priester des Landes hatte sieben Töchter; die kamen zu dem Brunnen, um die Schafe und Ziegen ihres Vaters zu tränken. Als sie gerade die Tränkrinnen voll Wasser geschöpft hatten,

17 kamen Hirten und drängten sie weg. Mose stand auf und nahm die Mädchen in Schutz. Er legte selbst Hand an beim Tränken der Tiere.

18 Als die Mädchen nach Hause zu ihrem Vater Reguël kamen, fragte er: »Warum seid ihr heute schon so früh wieder da?«

19 Sie antworteten: »Ein Ägypter hat uns vor den Hirten in Schutz genommen. Er hat uns beim Tränken geholfen und sogar selbst Wasser geschöpft.«

20 »Wo ist er?«, fragte Reguël seine Töchter. »Warum habt ihr ihn nicht mitgebracht? Holt ihn! Er soll mit uns essen.«

21 Reguël lud Mose ein, bei ihm zu bleiben, und Mose war damit einverstanden. Der Priester gab ihm seine Tochter Zippora zur Frau.

22 Als sie einen Sohn zur Welt brachte, sagte Mose: »Er soll Gerschom (Gast-dort) heißen, denn ich bin Gast in einem fremden Land geworden.«

Gott hört den Hilferuf der Israeliten

23 So verging eine lange Zeit. Inzwischen war der König von Ägypten gestorben. Aber die Lage der Israeliten hatte sich nicht gebessert. Sie stöhnten unter der Zwangsarbeit und schrien um Hilfe. Ihr Schreien drang zu Gott,

24 und als er es hörte, erinnerte er sich an den Bund, den er mit Abraham, Isaak und Jakob geschlossen hatte.

25 Er wandte sich den Israeliten zu und kümmerte sich um sie.

Videos zu 2. Mose 2,7 (ELB, GNB)