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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Die Zehn Gebote

1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach:

2 Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus, herausgeführt habe.

3 Du sollst[1]Die Befehlsform »du sollst nicht« kann auch wiedergegeben werden: du wirst nicht, d. h. es ist undenkbar, dass du … tun wirst. keine andern Götter haben neben mir[2]w. zu meinem Angesicht hinzu; o. gegen mein Angesicht, d. h. mir zum Trotz. –

4 Du sollst dir kein Götterbild[3]d. i. ein aus Stein gehauenes oder aus Holz geschnitztes Bild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was im Wasser unter der Erde ist.

5 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen[4]d. i. um deine Ehrfurcht zu bezeugen; dasselbe Wort wie »anbeten« und ihnen nicht dienen. Denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten {Generation}[5]d. h. an Enkeln und Urenkeln von denen, die mich hassen,

6 der aber Gnade erweist an Tausenden[6]o. Tausenden {von Generationen}, von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. –

7 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht zu Nichtigem[7]o. zu Falschem; o. zu Lügenhaftem aussprechen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem[7]o. zu Falschem; o. zu Lügenhaftem ausspricht.

8 Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten.

9 Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun,

10 aber der siebte Tag ist Sabbat[8]»Sabbat« heißt wahrscheinlich »Ruhetag«. für den Herrn, deinen Gott[9]o. des Herrn, deines Gottes. Du sollst {an ihm} keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Sklave und deine Sklavin und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore {wohnt}.

11 Denn in sechs Tagen hat der Herr den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.

12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange währen in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt. –

13 Du sollst nicht töten. –

14 Du sollst nicht ehebrechen. –

15 Du sollst nicht stehlen. –

16 Du sollst gegen deinen Nächsten nicht als Lügenzeuge aussagen. –

17 Du sollst nicht das Haus deines Nächsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Nächsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgendetwas, das deinem Nächsten {gehört}.

18 Und das ganze Volk nahm den Donner wahr, die Flammen[10]w. Fackeln; wie 1Mo15,17, den Hörnerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk {das} wahrnahm, zitterten sie[11]Eine alte Handschr. , LXX und Vulg. lesen: Da fürchtete sich das Volk, und sie zitterten, blieben von ferne stehen

19 und sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hören! Aber Gott soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben.

20 Da sagte Mose zum Volk: Fürchtet euch nicht! Denn {nur} um euch auf die Probe zu stellen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen[12]w. auf eurem Gesicht sei, damit ihr nicht sündigt.

21 So blieb denn das Volk von ferne stehen. Mose aber näherte sich dem Dunkel, wo Gott war.

Das Altargesetz

22 Da sprach der Herr zu Mose: So sollst du zu den Söhnen Israel sprechen: Ihr habt selbst gesehen, dass ich vom Himmel her mit euch geredet habe.

23 Ihr sollt neben mir keine Götter aus Silber machen, auch Götter aus Gold sollt ihr euch nicht machen.

24 Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer und Heilsopfer[1]o. Friedensopfer; o. Abschlussopfer; o. Gemeinschaftsopfer, deine Schafe und deine Rinder darbringen. An jedem Ort, wo ich meines Namens werde gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen.

25 Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machst, dann darfst du sie nicht als behauene {Steine} aufbauen, denn du hättest deinen Meißel darüber geschwungen und ihn entweiht.

26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht deine Blöße an ihm aufgedeckt wird.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Die Zehn Gebote Gottes für sein Volk (Dtn 5,1-21)

1 Dann gab Gott dem Volk seine Gebote. Er sagte: [1]

2 »Ich bin der HERR, dein Gott! Ich habe dich aus Ägypten herausgeführt, ich habe dich aus der Sklaverei befreit.

3 Du sollst keine anderen Götter neben mir haben. [-/2]

4 Du sollst dir kein Gottesbild anfertigen. Mach dir überhaupt kein Abbild von irgendetwas im Himmel, auf der Erde oder im Meer.

5 Wirf dich nicht vor fremden Göttern nieder und diene ihnen nicht. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein leidenschaftlich liebender Gott und erwarte auch von dir ungeteilte Liebe. Wenn sich jemand von mir abwendet, dann ziehe ich dafür noch seine Nachkommen zur Rechenschaft bis in die dritte und vierte Generation.

6 Wenn mich aber jemand liebt und meine Gebote befolgt, dann erweise ich auch noch seinen Nachkommen Liebe und Treue, und das über Tausende von Generationen hin. [2/3]

7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird jeden bestrafen, der das tut. [3/4]

8 Halte den Ruhetag in Ehren, den siebten Tag der Woche! Er ist ein heiliger Tag, der dem HERRN gehört.

9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Tätigkeiten verrichten;

10 aber der siebte Tag ist der Ruhetag des HERRN, deines Gottes. An diesem Tag sollst du nicht arbeiten, auch nicht dein Sohn oder deine Tochter, dein Sklave oder deine Sklavin, dein Vieh oder der Fremde, der bei dir lebt.

11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel, Erde und Meer mit allem, was lebt, geschaffen. Am siebten Tag aber ruhte er. Deshalb hat er den siebten Tag der Woche gesegnet und zu einem heiligen Tag erklärt, der ihm gehört. [4/5]

12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. Dann wirst du lange in dem Land leben, das dir der HERR, dein Gott, gibt. [5/6]

13 Du sollst nicht morden. [6/7]

14 Du sollst nicht die Ehe brechen. [7/8]

15 Du sollst nicht stehlen. [8/9]

16 Du sollst nichts Unwahres über deinen Mitmenschen sagen. [9-10/10]

17 Du sollst nicht versuchen, etwas an dich zu bringen, das deinem Mitmenschen gehört, weder seine Frau noch seinen Sklaven oder seine Sklavin, sein Rind oder seinen Esel noch irgendetwas anderes, das ihm gehört.«

Mose als Mittler zwischen Gott und Volk (Dtn 5,22-33)

18 Als das ganze Volk erlebte, wie es blitzte und donnerte, Posaunenschall ertönte und der Berg rauchte, bekam es große Angst und blieb zitternd in weiter Ferne stehen.

19 Die Leute sagten zu Mose: »Wir haben Angst, wenn Gott so mit uns redet. Wir werden noch alle umkommen! Sprich du an seiner Stelle zu uns, wir wollen auf dich hören.«

20 Da sagte Mose zum Volk: »Ihr müsst keine Angst haben. Gott ist nur gekommen, um euch auf die Probe zu stellen. Er will, dass ihr ihn ehrt und euch davor hütet, ihm ungehorsam zu sein.«

21 Das Volk blieb also in der Ferne stehen. Mose aber näherte sich der dunklen Wolke, in der Gott war.

Anweisung für den Altarbau

22 Der HERR sagte zu Mose: »Richte den Israeliten aus: ›Ihr habt erlebt, wie ich vom Himmel her mit euch gesprochen habe.

23 Darum sollt ihr keine anderen Götter neben mir haben. Macht euch keine silbernen und goldenen Götzenbilder!

24 Macht mir einen Altar aus aufgeschütteter Erde! Darauf sollt ihr mir eure Opfer darbringen, die Brand- und Mahlopfer von euren Schafen, Ziegen und Rindern. Ihr könnt das an jedem Ort tun, den ich zum Heiligtum für mich bestimmen werde. Überall dort werde ich euch nahe sein und werde euch Glück und Segen schenken.

25 Wenn ihr aber einen Altar aus Steinen für mich bauen wollt, dürft ihr nur unbehauene Steine verwenden. Wenn der Stein mit dem Meißel in Berührung gekommen ist, ist er entweiht.

26 Baut mir keine hohen Altäre mit Stufen, damit der Priester nicht hinaufsteigen muss und dabei seine Scham entblößt.‹«

Videos zu 2. Mose 20 (ELB, GNB)