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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Sühnung einer Schuld Sauls
1 Und es gab eine Hungersnot in den Tagen Davids, drei Jahre {lang} , Jahr für Jahr. Und David suchte das Angesicht des Herrn. Und der Herr sprach: Wegen Saul und wegen des Hauses der Blutschuld[6]LXX: Auf Saul und seinem Haus {liegt} Blutschuld, weil er die Gibeoniter getötet hat!
2 Da rief der König die Gibeoniter herbei und redete zu ihnen. – Die Gibeoniter aber, sie waren nicht von den Söhnen Israel, sondern vom Rest der Amoriter. Und die Söhne Israel hatten ihnen geschworen {, sie zu verschonen}. Saul aber hatte versucht, sie zu erschlagen in seinem Eifer für die Söhne Israel und Juda. –
3 David also sagte zu den Gibeonitern: Was soll ich für euch tun? Und womit soll ich Sühne tun, damit ihr das Erbteil des Herrn segnet?
4 Und die Gibeoniter sagten zu ihm: Wir haben[7]w. Ich habe kein {Verlangen nach} Silber und Gold von Saul und von seinem Haus, und wir haben kein {Recht} , jemanden in Israel zu töten. Und er sagte: Was wollt ihr denn, dass ich für euch tun soll?
5 Da sagten sie zum König: Der Mann, der uns vernichtet hat und der gegen uns plante, dass wir ausgerottet werden sollten, sodass wir nicht mehr hätten bestehen können im ganzen Gebiet Israels –
6 man gebe uns sieben Männer von seinen Söhnen, dass wir sie dem Herrn aufhängen[8]o. {mit gebrochenen Gliedern} aussetzen; o. pfählen bei {dem} Gibea Sauls, des Erwählten des Herrn[9]nach einigen LXX-Handschr. : aufhängen in Gibeon, auf dem Hügel des Herrn. Und der König sagte: Ich will sie {euch} geben.
7 Aber der König hatte Mitleid mit Mefi-Boschet, dem Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, wegen des Schwures bei dem Herrn, der zwischen ihnen war, zwischen David und Jonatan, dem Sohn Sauls.
8 Und der König nahm die beiden Söhne Rizpas, der Tochter des Aja, die sie dem Saul geboren hatte, Armoni und Mefi-Boschet, und die fünf Söhne Merabs[1]so mit 2 hebr. Handschr. , einer LXX-Ausgabe und der syr. Üs. ; Mas. T. : die fünf Söhne Michals, der Tochter Sauls, die sie dem Adriël geboren hatte, dem Sohn des Barsillai, des Meholatiters,
9 und er gab sie in die Hand der Gibeoniter. Die hängten sie auf dem Berg vor dem Herrn auf[2]o. Sie pfählten sie auf dem Berg vor dem Herrn; o. Sie setzten sie {mit gebrochenen Gliedern} … aus. So fielen die sieben auf einmal, und sie wurden in den ersten Tagen der Ernte, am Anfang der Gerstenernte, getötet.
10 Da nahm Rizpa, die Tochter des Aja, das Sackgewand und breitete es für sich auf dem Felsen aus vom Anfang der Ernte an, bis das Wasser sich vom Himmel über die Toten[3]w. über sie ergoss. Und sie ließ nicht zu, dass bei Tag die Vögel des Himmels sich auf ihnen niederließen und bei Nacht die Tiere des Feldes.
11 Und es wurde David berichtet, was Rizpa, die Tochter des Aja, die Nebenfrau Sauls, getan hatte.
12 Da ging David hin und holte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonatan von den Bürgern[4]w. von den {Grund} besitzern von Jabesch {in} Gilead, die sie von dem {Markt} platz in Bet-Schean gestohlen hatten, wo die Philister sie an dem Tag aufgehängt hatten, als die Philister Saul am Gilboa schlugen.
13 Und er brachte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonatan von dort herauf. Dann sammelte man die Gebeine der Gehängten[5]o. der Gepfählten; o. der {mit gebrochenen Gliedern} Ausgesetzten
14 und begrub {sie} mit den Gebeinen Sauls[6]o. begrub die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonatan im Land Benjamin in Zela im Grab seines Vaters Kisch. Und man tat alles, was der König befohlen hatte. Und danach ließ Gott sich für das Land erbitten.
Siege über die Philister
15 Wieder einmal hatten die Philister Krieg mit Israel. Und David zog hinab und seine Knechte mit ihm, und sie kämpften mit den Philistern. Und David war ermüdet.
16 Und Jischbi in Nob[7]o. Und David war ermüdet, sodass sie sich in Nob niederließen; {da war aber einer}, der zu den Söhnen des Rafa[8]Rafa galt als Stammvater der Refaïter; das sind Riesen. {gehörte} – das Gewicht seiner Lanzenspitze war dreihundert Schekel Bronze, und er war mit einem neuen {Schwert} gegürtet –, der sagte, er wolle David erschlagen.
17 Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, kam ihm zu Hilfe, schlug den Philister und tötete ihn. Damals schworen die Männer Davids ihm und sagten: Du sollst nicht mehr mit uns in den Kampf ausziehen, damit du die Leuchte Israels nicht auslöschst!
18 Und es geschah danach, da kam es wieder zum Kampf mit den Philistern bei Gob. Damals erschlug Sibbechai, der Huschatiter, den Saf, der zu den Söhnen des Rafa[8]Rafa galt als Stammvater der Refaïter; das sind Riesen. {gehörte}.
19 Und wieder kam es bei Gob zum Kampf mit den Philistern. Und Elhanan, der Sohn des Jaare-Oregim[9]Mit Änderung lesen andere: Elhanan, der Sohn Jaïrs bzw. Isais, der Bethlehemiter, erschlug Goliat, den Gatiter; und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum.
20 Und wieder kam es zum Kampf bei Gat. Da war ein langer[10]so mit der aram. Üs. und 1Chr20,6; Mas. T. : ein keifender o. streitsüchtiger Mann, der hatte sechs Finger an seinen Händen und sechs Zehen an seinen Füßen, 24 an der Zahl; und auch er war dem Rafa[1]Rafa galt als Stammvater der Refaïter; das sind Riesen. geboren worden.
21 Und er verhöhnte Israel; da erschlug ihn Jonatan, der Sohn Schammas, des Bruders Davids.
22 Diese vier wurden dem Rafa[1]Rafa galt als Stammvater der Refaïter; das sind Riesen. in Gat geboren; und sie fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
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NACHTRÄGE UND ABSCHLUSS DER DAVIDSGESCHICHTE (Kapitel 21–24)
Sieben Nachkommen Sauls müssen sterben
1 Während der Regierungszeit Davids gab es einmal eine schwere Hungersnot. Sie dauerte schon drei Jahre lang. Da ging David ins Zelt des HERRN und fragte den HERRN nach dem Grund. Er bekam die Antwort: »Auf Saul und seiner Familie lastet eine Blutschuld, weil er viele unschuldige Bewohner von Gibeon getötet hat.«
2-3 Die Einwohner von Gibeon waren keine Israeliten, sondern ein Rest der amoritischen Bevölkerung des Landes. Die Israeliten hatten ihnen vertraglich zugesichert, sie zu verschonen; aber Saul in seinem Eifer für Israel und Juda hatte sie zu vernichten versucht. König David rief die Männer von Gibeon zu sich und fragte sie: »Was kann ich tun, um diese Schuld wieder gutzumachen? Ich möchte, dass ihr das Volk des HERRN nicht verfluchen müsst.«
4 Sie antworteten: »Wir nehmen von den Nachkommen Sauls als Sühne für dieses Vergehen kein Silber oder Gold an; aber Leute aus dem Volk Israel zu töten, ist uns verwehrt.« »Was soll ich also für euch tun, was ist eure Meinung?«, fragte David
5 und sie antworteten: »Weil Saul es war, der uns vernichten, uns ausrotten wollte – im ganzen Gebiet Israels sollte es für uns keinen Platz zum Leben geben –,
6 darum soll man uns sieben seiner männlichen Nachkommen ausliefern. Wir wollen sie vor dem HERRN in Gibea, der Heimatstadt von Saul, dem Erwählten des HERRN, hinrichten.« »Ich werde sie euch ausliefern«, sagte der König.
7 Er verschonte jedoch Merib-Baal, den Sohn Jonatans und Enkel Sauls, weil er seinem Freund Jonatan mit einem heiligen Eid versprochen hatte, seine Nachkommen nicht auszurotten.
8 Er nahm die beiden Söhne, die Rizpa, die Tochter von Aja, Saul geboren hatte, Armoni und Mefi-Boschet, und die fünf Söhne, die Sauls Tochter Merab ihrem Mann Adriël, dem Sohn von Barsillai aus Mehola, geboren hatte,
9 und lieferte sie den Männern von Gibeon aus. Die richteten sie hin, oben auf dem Berg vor dem HERRN. Alle sieben starben auf einmal; es war in den ersten Tagen der Erntezeit, zu Beginn der Gerstenernte.
David sorgt für ein ehrenvolles Begräbnis
10 Rizpa aber ging hin und legte ein grobes schwarzes Tuch über den Felsen und setzte sich darauf. Sie blieb dort vom Beginn der Ernte, bis der erste Regen fiel. Tagsüber hielt sie die Vögel von den Leichen fern und nachts verscheuchte sie die wilden Tiere.
11 Als David hörte, was Rizpa, die Nebenfrau Sauls, für die Hingerichteten tat,
12 ließ er sich von den führenden Männern der Stadt Jabesch in Gilead die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonatan geben. Die Männer von Jabesch hatten einst die Leichen der beiden vom Gerichtsplatz in Bet-Schean weggeholt, wo die Philister sie nach ihrem Sieg auf dem Gilboa-Gebirge aufgehängt hatten.
13 Als die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonatan hergebracht worden waren, sammelte man die Gebeine der sieben Hingerichteten ein
14 und bestattete alle zusammen in Zela im Gebiet von Benjamin in der Grabstätte von Sauls Vater Kisch. Dies alles geschah genau, wie der König es angeordnet hatte. Daraufhin erhörte Gott die Gebete seines Volkes und machte der Hungersnot ein Ende.
Nachträge zu Davids Philisterkämpfen
15 Wieder einmal waren die Philister in Israel eingefallen. David zog ihnen mit seiner Truppe entgegen und griff sie an. Als er vom Kampf erschöpft war,
16 versuchte ein Riese namens Jischbi-Benob, ihn zu töten. Der Riese trug eine neue Rüstung und die bronzene Spitze seines Spießes wog mehr als drei Kilo.
17 Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, kam David zu Hilfe und erschlug den Philister. Davids Männer beschworen ihn, in Zukunft doch nicht mehr selbst in den Kampf zu ziehen. »Wenn wir dich verlieren«, sagten sie, »dann sieht es für Israel düster aus.«
18 Später kam es bei Gob erneut zum Kampf mit den Philistern. Damals tötete Sibbechai aus Huscha den Riesen Sippai.
19 Bei einem weiteren Gefecht in Gob tötete Elhanan aus Betlehem, der Sohn von Jaïr, den Philister Goliat aus Gat, dessen Spieß so dick war wie ein Weberbaum.
20 Als es danach bei Gat zum Kampf kam, trat ein besonders großer Riese vor; er hatte sechs Finger an der Hand und sechs Zehen an jedem Fuß, also 12 Finger und 12 Zehen.
21 Er verspottete die Israeliten; aber Jonatan, der Sohn von Davids Bruder Schima, tötete ihn.
22 Diese vier Riesen stammten aus Gat und waren Nachkommen von Rafa. Sie wurden von David und seinen Männern erschlagen.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart