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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Davids Dankpsalm

1 Und David redete zu dem Herrn die Worte dieses Liedes an dem Tag, als der Herr ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls gerettet hatte. Und er sprach:

2 Der Herr ist mir mein Fels und meine Burg und mein Retter.

3 Mein Gott ist mein Hort[2]so mit LXX und der syr. Üs. ; Mas. T. : Gott meines Horts, bei dem ich mich berge, mein Schild und das Horn meines Heils[3]o. meiner Rettung, meine Festung und meine Zuflucht. Mein Retter, vor Gewalttat rettest du mich!

4 Gepriesen! rufe ich[4]Mit anderer Vokalisierung lässt sich üs. : Preisend rufe ich; andere üs. mit Änderung eines Buchstabens: Durchbohrt rufe ich zum Herrn, so werde ich vor meinen Feinden gerettet.

5 Denn mich umfingen die Wogen des Todes, Bäche des Verderbens erschreckten mich.

6 Fesseln des Scheols umgaben mich, Fallen des Todes bedrohten mich[5]w. traten mir entgegen.

7 In meiner Bedrängnis rief ich zum Herrn, und ich schrie[6]so mit LXX und der syr. Üs. ; Mas. T. : ich rief zu meinem Gott. Und er hörte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein Schrei {drang} an seine Ohren.

8 Da wankte und bebte die Erde; die Grundfesten des Himmels erzitterten und wankten, denn er war {von Zorn} entbrannt.

9 Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer fraß aus seinem Mund, glühende Kohlen brannten aus ihm.

10 Er neigte den Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Füßen.

11 Er fuhr auf einem Cherub und flog daher, so schwebte er[7]so mit vielen hebr. Handschr. im Anschluss an Ps18,11; Mas. T. : so erschien er auf den Flügeln des Windes.

12 Und er machte Finsternis rings um sich her zur Hütte[8]Mas. T. : zu Hütten, das Sieb des {Himmels} wassers, dichtes Gewölk.

13 Aus dem Glanz vor ihm brannten feurige Kohlen.

14 Der Herr donnerte vom Himmel her, und der Höchste ließ seine Stimme erschallen.

15 Und er schoss Pfeile und zerstreute sie, {schoss seinen} Blitz und verwirrte sie.

16 Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt durch das Schelten des Herrn, vor dem Schnauben des Hauchs seiner Nase.

17 Er griff aus der Höhe, erfasste mich, zog mich heraus aus großen Wassern.

18 Er rettete mich vor meinem starken Feind, vor meinen Hassern, denn sie waren mächtiger als ich.

19 Sie bedrohten mich[5]w. traten mir entgegen am Tag meines Unglücks, aber der Herr wurde mir eine Stütze.

20 Und er führte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Gefallen an mir hatte.

21 Der Herr handelte an mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Hände vergalt er mir.

22 Denn ich habe die Wege des Herrn eingehalten und bin von meinem Gott nicht gottlos abgewichen[9]w. bin nicht gottlos gewesen weg von meinem Gott.

23 Denn alle seine Rechtsbestimmungen waren vor mir, und seine Ordnungen – ich bin nicht davon abgewichen.

24 Auch war ich ganz[1]o. vollkommen ihm gegenüber und hütete mich vor meiner Schuld.

25 So vergalt der Herr mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen.

26 Mit dem Getreuen gehst du getreu um, ganz[1]o. vollkommen bist du mit dem Mann, der ganz[1]o. vollkommen {mit dir} ist.

27 Mit dem Reinen handelst du rein, mit dem Falschen aber unsinnig.

28 Und das demütige[2]o. elende Volk rettest du; aber deine Augen sind gegen die Hochmütigen, du erniedrigst {sie}.

29 Ja, du bist meine Leuchte, Herr; und der Herr erhellt meine Finsternis.

30 Denn mit dir erstürme ich einen Wall[3]Andere Üs. : Mit dir renne ich gegen eine {Feindes} schar an, o. gehe ich auf Raubzug., mit meinem Gott springe ich über eine Mauer[4]d. h. eine Feldabgrenzung.

31 Gott – sein Weg ist vollkommen[5]o. ganz; des Herrn Wort ist lauter; ein Schild ist er allen, die sich bei ihm bergen.

32 Denn wer ist Gott außer dem Herrn? Und wer ist ein Fels außer unserem Gott?

33 Gott ist meine starke Bergfestung[6]o. Zuflucht, und vollkommen[5]o. ganz macht er meinen Weg[7]T. ; Mas. T. : vollkommen gab er meinen Weg frei.

34 Er macht meine Füße den Hirschen gleich und stellt mich hin auf meine Höhen.

35 Er lehrt meine Hände das Kämpfen, und meine Arme spannen den ehernen Bogen.

36 Und du gabst mir den Schild deines Heils[8]o. deine Rettung, und dein Zuspruch[9]w. dein Antworten, o. dein Erhören machte mich groß.

37 Du schafftest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knöchel haben nicht gewankt.

38 Meinen Feinden jagte ich nach und vernichtete sie; und ich kehrte nicht um, bis ich sie aufgerieben hatte.

39 Und ich rieb sie auf und zerschmetterte sie, dass sie nicht {mehr} aufstanden; und sie fielen unter meine Füße.

40 Und du umgürtetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die gegen mich aufstanden.

41 Du hast bewirkt, dass meine Feinde mir den Rücken zeigen müssen[10]w. {Was} aber meine Feinde {betrifft} – du hast gegeben, {dass sie} mir den Rücken {zuwenden}.; meine Hasser, ich habe sie vernichtet[11]o. brachte sie zum Schweigen.

42 Sie blickten umher – aber da war kein Retter – zum Herrn, doch er antwortete ihnen nicht.

43 Und ich zermalmte sie wie Staub der Erde; wie Straßenkot zertrat, zerstampfte ich sie.

44 Und du hast mich gerettet aus den Streitigkeiten meines Volkes; du hast mich als Haupt der Nationen bewahrt; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir.

45 Die Söhne der Fremde schmeichelten mir[12]w. heuchelten mir Ergebung; sowie {ihr} Ohr hörte, gehorchten sie mir.

46 Die Söhne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Festungen.

47 Der Herr lebt! Gepriesen sei mein Fels! Erhoben werde Gott, der Fels meines Heils[13]w. der Gott des Felsens meiner Rettung,

48 der Gott, der mir Rache gab und mir die Völker unterwarf

49 und der mich herausholte von meinen Feinden weg! Und du erhöhtest mich über meine Gegner[14]w. weg von meinen Gegnern; von dem Mann der Gewalttaten hast du mich befreit.

50 Darum will ich dich preisen, Herr, unter den Nationen und will spielen deinem Namen,

51 der seinem König große Rettung schenkt[1]w. der groß macht die Rettungen seines Königs und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinen Nachkommen[2]w. seinem Samen ewig.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Davids Danklied (Ps 18,1-51)

1 Nachdem der HERR ihn vor Saul und vor allen anderen Feinden gerettet hatte, dichtete David das folgende Lied:

2 »Du, HERR, bist mein Fels, meine Burg, mein Retter,

3 du, Gott, bist meine sichere Zuflucht, mein Beschützer, mein starker Helfer, meine Festung auf steiler Höhe! Zu dir kann ich fliehen, du schützt mich vor aller Gewalt.

4 Wenn ich zu dir um Hilfe rufe, dann rettest du mich vor meinen Feinden. Ich preise dich, HERR!

5 Das Wasser ging mir bis an die Kehle, vernichtende Fluten stürzten auf mich ein,

6 die Totenwelt hielt mich mit Schlingen fest, die Falle des Todes schlug über mir zu.

7 In meiner Verzweiflung schrie ich zum HERRN, zu ihm, meinem Gott, rief ich um Hilfe. Er hörte mich in seinem Tempel, mein Hilferuf drang an sein Ohr.

8 Da wankte und schwankte die Erde, da bebten die Fundamente des Himmels, sie zitterten vor seinem Zorn.

9 Aus seiner Nase quoll dunkler Rauch, aus seinem Mund schossen helle Flammen, und glühende Kohlen sprühten hervor.

10 Er neigte den Himmel tief auf die Erde und fuhr hernieder auf dunklen Wolken.

11 Er ritt auf einem geflügelten Kerub und erschien auf den Flügeln des Sturmes.

12 Er hüllte sich ein in Finsternis, in Wassermassen und schwarzes Gewölk.

13 Sein strahlender Glanz war wie glühende Kohlen.

14 Dann ließ er vom Himmel den Donner grollen, laut dröhnte die Stimme des höchsten Gottes.

15 Er schoss seine Pfeile und verjagte meine Feinde; er schleuderte seinen Blitz und stürzte sie in Schrecken.

16 Da zeigte sich der Grund des Meeres, das Fundament der Erde wurde sichtbar, als du, HERR, deinen Feinden drohtest und ihnen deinen Zorn zu spüren gabst.

17 Vom Himmel her griff seine Hand nach mir, sie fasste mich und zog mich aus der Flut,

18 entriss mich meinem mächtigen Feind, den überstarken Gegnern, die mich hassten.

19 Sie überfielen mich am Tag meines Unglücks, jedoch der HERR beschützte mich vor ihnen.

20 Rings um mich machte er es weit und frei. Er liebt mich, darum half er mir.

21 Der HERR hat mir meine Treue vergolten; er hat mir Gutes getan, denn meine Hände sind rein.

22 Stets ging ich die Wege, die er mir zeigte; nie habe ich mich durch Schuld von ihm entfernt.

23 Seine Anordnungen standen mir immer vor Augen und seine Befehle wies ich nie zurück.

24 Ich tat genau, was er von mir verlangte, und ging dem Unrecht immer aus dem Weg.

25 Ja, der HERR hat meine Treue vergolten; er weiß es, ich bin ohne Schuld.

26 Den Treuen, HERR, hältst du die Treue; für vollen Gehorsam gibst du volle Güte;

27 den Reinen zeigst du dich in reiner Klarheit; doch den Falschen begegnest du als Gegner.

28 Die Erniedrigten rettest du aus Unterdrückung, aber den Hochmütigen bist du feind und holst sie vom hohen Ross.

29 Du, HERR, bist mein Licht, du selbst, mein Gott, machst alles Dunkel um mich hell.

30 Mit dir schlage ich feindliche Horden zurück, mit dir, meinem Gott, überspringe ich Mauern.

31 Alles, was dieser Gott tut, ist vollkommen, was der HERR sagt, ist unzweifelhaft wahr. Wer in Gefahr ist und zu ihm flieht, findet bei ihm immer sicheren Schutz.

32 Kein anderer als der HERR ist Gott! Nur er, unser Gott, ist ein schützender Fels!

33 Er gibt mir Kraft und Stärke und öffnet mir einen geraden, gut gebahnten Weg.

34 Er macht meine Füße gazellenflink und standfest auf allen steilen Gipfeln.

35 Er bringt meinen Händen das Fechten bei und lehrt meine Arme, den Bogen zu spannen.

36 HERR, du bist mein Schutz und meine Hilfe; dass du mir nahe bist, macht mich stark.

37 Du hast den Weg vor mir frei gemacht, nun kann ich ohne Straucheln vorwärtsgehen.

38 Ich verfolgte meine Feinde und bezwang sie; ich ließ nicht ab, bis sie vernichtet waren.

39 Ich schlug sie zu Boden und brachte sie zur Strecke; sie fielen vor meine Füße.

40 Du gabst mir die Kraft für diesen Kampf, du brachtest die Feinde in meine Gewalt.

41 Sie mussten vor mir die Flucht ergreifen, alle, die mich hassten, konnte ich vernichten.

42 Sie schauten nach Hilfe aus, doch da war kein Retter. Sie schrien zu dir, HERR, doch du gabst keine Antwort.

43 Ich zermalmte sie zu Staub, den der Wind aufwirbelt. Ich trat sie nieder wie den Schmutz auf der Straße.

44 Du hast mich gerettet vor den Aufrührern aus meinem Volk, du hieltst deine Hand über mich und machtest mich zum Herrscher ganzer Völker. Mir unbekannte Stämme unterwerfen sich,

45 Ausländer kommen und kriechen vor mir, sie hören, was ich sage, und gehorchen sofort.

46 Sie haben keine Kraft mehr zum Widerstand, zitternd kommen sie hervor aus ihren Burgen.

47 Der HERR lebt! Ihn will ich preisen, meinen schützenden Fels! Gott, meinen Fels und Retter, will ich rühmen!

48 Du hast mich Rache nehmen lassen und hast mir die Völker unterworfen.

49 Du hast mich mitten aus meinen Feinden gerettet, mich ihren grausamen Händen entrissen und mir den Sieg gegeben über meine Gegner.

50 Darum will ich dich preisen, HERR, und deinen Ruhm besingen unter den Völkern.

51 Du verleihst deinem König große Siege, du erweist deinem Erwählten deine Güte. Das tust du für David und seine Söhne in allen kommenden Generationen.«

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