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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Joram von Israel – Krieg gegen die Moabiter – Hilfe durch Elisa

1 Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel in Samaria, im achtzehnten Jahr Joschafats, des Königs von Juda; und er regierte zwölf Jahre.

2 Und er tat, was böse war in den Augen des Herrn, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter, weil er den Gedenkstein[5]hebr. mazzeba; d. i. ein aufrecht hingestellter Stein, der zu Ehren eines Gottes kultisch verehrt wurde des Baal beseitigte, den sein Vater gemacht hatte.

3 Doch hielt er fest an den Sünden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Sünde verführt hatte; er wich von ihr nicht ab.

4 Und Mescha, der König von Moab, war Schafzüchter und lieferte dem König von Israel 100000 Lämmer und 100000 ungeschorene Widder {als Tribut}.

5 Und es geschah, als Ahab gestorben war, da brach der König von Moab mit dem König von Israel.

6 Nun zog der König Joram in jener Zeit von Samaria aus und musterte ganz Israel.

7 Und er ging hin und sandte zu Joschafat, dem König von Juda, und ließ {ihm} sagen: Der König von Moab hat mit mir gebrochen. Willst du mit mir gegen Moab in den Kampf ziehen? Er sagte: Ich will hinaufziehen; ich bin wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Pferde wie deine Pferde.

8 Und er sagte: Welchen Weg wollen wir hinaufziehen? Er sagte: Den Weg {durch die} Wüste Edom.

9 So zogen der König von Israel und der König von Juda und der König von Edom aus. Als sie nun einen Umweg von sieben Tagereisen gemacht hatten, gab es kein Wasser {mehr} für das Heer und für das Vieh, das in ihrem Gefolge war.

10 Da sagte der König von Israel: Wehe! Der Herr hat diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben!

11 Joschafat aber sagte: Ist hier kein Prophet des Herrn, dass wir den Herrn durch ihn befragen können? Da antwortete einer von den Dienern des Königs von Israel und sagte: Elisa ist hier, der Sohn des Schafat, der Wasser über Elias Hände goss.

12 Und Joschafat sagte: Das Wort des Herrn ist bei ihm. Da gingen der König von Israel und Joschafat und der König von Edom zu ihm hinab.

13 Und Elisa sagte zum König von Israel: Was habe ich mit dir {zu tun} ? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Der König von Israel aber sagte zu ihm: Nein! Hat doch der Herr diese drei Könige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben!

14 Da sagte Elisa: So wahr der Herr der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe, fürwahr, wenn ich nicht auf Joschafat, den König von Juda, Rücksicht nähme[1]w. wenn ich nicht das Gesicht Joschafats, des Königs von Juda, erhöbe, so würde ich dich weder anblicken noch beachten[2]w. noch dich ansehen!

15 Und nun holt mir einen Saitenspieler. Und es geschah, als der Saitenspieler spielte, da kam die Hand des Herrn über ihn.

16 Und er sagte: So spricht der Herr: Macht in diesem Tal Grube an Grube!

17 Denn so spricht der Herr: Ihr werdet keinen Wind sehen und keinen Regen sehen, und doch wird sich dieses Tal mit Wasser füllen, sodass ihr trinken könnt, ihr und eure Herden und euer Vieh.

18 Und das ist {noch} zu gering in den Augen des Herrn, er wird auch Moab in eure Hand geben.

19 Und ihr werdet jede befestigte Stadt und jede auserlesene Stadt schlagen und werdet alle guten Bäume fällen und alle Wasserquellen verstopfen und jedes gute {Feld} stück mit Steinen verderben.

20 Und es geschah am Morgen, {zur Zeit, } da man das Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser aus der Richtung von Edom her, und das Land füllte sich mit Wasser.

21 Und als alle Moabiter hörten, dass die Könige heraufgezogen waren, um gegen sie zu kämpfen, da wurden sie zusammengerufen, von jedem an, der das Schwert[3]w. den Gürtel umgürten konnte, und darüber; und sie stellten sich an der Grenze auf.

22 Und als sie sich früh am Morgen aufmachten und die Sonne über dem Wasser aufging, da sahen die Moabiter das Wasser gegenüber rot wie Blut.

23 Und sie sagten: Das ist Blut! Ganz sicher haben sich die Könige bekämpft und sich gegenseitig erschlagen. Nun auf zur Beute, Moab!

24 Als sie aber zum Lager Israels kamen, da erhob sich Israel, und sie schlugen die Moabiter, dass sie vor ihnen flohen. Israel aber drang ins Land ein[4]w. Sie aber kamen in es hinein und schlug Moab {vernichtend}.

25 Und sie rissen die Städte nieder, und auf alle guten {Felder} stücke warfen sie jeder seinen Stein und füllten sie damit an, und sie verstopften alle Wasserquellen und fällten alle guten Bäume, bis nur noch die Steinmauer von Kir-Heres standhielt[5]T. ; Mas. T. : bis er von Kir-Heres ihre Steine übrig ließ. Und die Schleuderer umzingelten {die Stadt} und beschossen sie.

26 Als aber der König von Moab sah, dass ihm der Kampf zu heftig war, nahm er 700 Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen den König von Edom[6]Andere lesen mit Textänderung: zum König von Aram durchzubrechen; aber es gelang ihnen nicht.

27 Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Stelle König werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Da kam ein großer Zorn über Israel; und sie zogen von ihm ab und kehrten in {ihr} Land zurück.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Über König Joram von Israel

1 Im 18. Regierungsjahr Joschafats, des Königs von Juda, wurde Joram, der Sohn Ahabs, König von Israel. Zwölf Jahre lang regierte er in Samaria.

2 Er tat, was dem HERRN missfällt – wenn auch nicht in dem Ausmaß, wie sein Vater und seine Mutter es getan hatten. Das Steinmal, das sein Vater zu Ehren Baals hatte errichten lassen, ließ er wieder entfernen.

3 Doch von dem Götzendienst, zu dem König Jerobeam die Leute von Israel verführt hatte, wollte er nicht lassen.

Der Feldzug gegen die Moabiter

4 Mescha, der König von Moab, besaß große Schafherden und hatte dem König von Israel als Tribut 100000 Schlachtschafe und ebenso viele einjährige Schafböcke zu liefern.

5 Nach dem Tod Ahabs wollte er die Oberherrschaft Israels nicht länger anerkennen und stellte die Tributlieferungen ein.

6 Darauf zog König Joram von Samaria aus durch das Land, um die Männer Israels gegen ihn zu den Waffen zu rufen.

7 Er schickte auch Gesandte zu Joschafat, dem König von Juda, und ließ ihm sagen: »Der König von Moab ist von mir abgefallen. Ich will einen Feldzug gegen ihn unternehmen. Machst du mit?« »Ich mache mit«, antwortete Joschafat, »du kannst auf meine Truppen, auf Mann und Ross, zählen wie auf deine eigenen.«

8 »Welchen Anmarschweg sollen wir wählen?«, fragte Joram. »Den Weg durch die Wüste von Edom «, sagte Joschafat.

Elischa rettet das Heer vor dem Verdursten

9 So rückten der König von Israel und der König von Juda mit ihren Heeren aus. Auch der König von Edom mit seinen Truppen zog mit. Nachdem sie sieben Tage lang marschiert waren, fand sich kein Wasser mehr für ihre Soldaten und für die Lasttiere.

10 »Wir hätten den Feldzug nicht unternehmen sollen!«, sagte der König von Israel. »Der HERR hat uns drei Könige nur hierher gerufen, um uns den Moabitern in die Hände zu liefern.«

11 Joschafat erwiderte: »Ist denn hier kein Prophet, durch den wir den HERRN fragen könnten?« Darauf sagte einer von den Offizieren des Königs von Israel: »Elischa ist hier, der Sohn Schafats. Er stand im Dienst Elijas, er hat ihm das Wasser über die Hände gegossen.«

12 »Dann ist er auch der Mann, der uns sagen kann, was der HERR von uns will«, sagte Joschafat. Die drei Könige gingen also zu Elischa.

13 Aber der sagte zum König von Israel: »Was habe ich mit dir zu schaffen? Geh zu den Propheten, bei denen dein Vater und deine Mutter sich Rat geholt haben!« »Die können uns nicht helfen«, erwiderte der König, »denn der HERR ist es, der uns hierher gerufen hat und der uns drei Könige den Moabitern in die Hände liefern will.«

14 Darauf sagte Elischa: »So gewiss der HERR lebt, der Herrscher der Welt, in dessen Dienst ich stehe: Nur König Joschafat von Juda zuliebe lasse ich mich bitten, dich allein würde ich keines Blickes würdigen.

15 Aber nun lasst einen Harfenspieler kommen!« Während das Harfenspiel erklang, kam der Geist des HERRN über Elischa

16 und er sagte: »So spricht der HERR: ›Hebt hier, in diesem ausgetrockneten Flussbett, überall Gruben aus!

17 Ihr werdet zwar keinen Windhauch spüren und keinen Regen fallen sehen, und doch wird sich dieses Tal mit Wasser füllen, sodass ihr genug zu trinken habt, ihr, euer Schlachtvieh und die Lasttiere.‹

18 Aber der HERR wird noch viel mehr für euch tun: Er wird die Moabiter in eure Hand geben.

19 Alle ihre prächtigen, gut befestigten Städte werdet ihr erobern, ihre Fruchtbäume umhauen und alle Quellen zuschütten. Ihr fruchtbares Ackerland werdet ihr unter Steinen begraben.«

20 Und wirklich, am nächsten Morgen, zu der Zeit, wenn im Tempel das Speiseopfer dargebracht wird, kam von den Bergen Edoms her so viel Wasser geströmt, dass die ganze Gegend davon überschwemmt war.

Der Sieg über die Moabiter

21 Inzwischen hatten die Moabiter gehört, dass die Könige von Israel, von Juda und von Edom zum Krieg gegen sie anrückten. Alle kampffähigen Männer waren aufgeboten und zur Grenze geschickt worden.

22 Als sie an jenem Morgen aufwachten und die Sonne über dem Wasser aufging, da erschien ihnen das Wasser aus der Entfernung rot wie Blut.

23 »Das ist Blut!«, sagten sie. »Bestimmt sind die drei Könige in Streit geraten und haben sich samt ihren Heeren gegenseitig umgebracht. Auf, ihr Moabiter, holt euch die Beute!«

24 Als sie sich aber dem Lager näherten, brachen die Männer Israels hervor und schlugen sie in die Flucht. Danach drangen die Israeliten in das Land der Moabiter ein und brachten ihnen eine schwere Niederlage bei.

25 Sie zerstörten die Städte, und auf die Äcker warf jeder von ihnen einen Stein, bis alles Fruchtland unter Steinen begraben war. Alle Quellen wurden zugeschüttet und alle Fruchtbäume umgehauen. Nur die Mauer von Kir-Heres hielt dem Angriff stand; doch war die Stadt umzingelt und wurde von den Steinschleuderern beschossen.

26 Als der König von Moab merkte, dass er die Stadt nicht mehr lange halten konnte, wollte er mit 700 Kriegern, lauter mit Schwertern bewaffneten Männern, den Belagerungsring durchbrechen, und zwar an der Stelle, wo der König von Edom stand. Der Versuch scheiterte.

27 Darauf nahm der König seinen erstgeborenen Sohn, der einmal an seiner Stelle hätte König werden sollen, und opferte ihn auf der Stadtmauer dem Gott der Moabiter als Brandopfer. Da kam der Zorn des Moabitergottes über die Männer Israels, sodass sie die Belagerung abbrachen und in ihr Land zurückkehrten.

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