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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Passah und Fest der ungesäuerten Brote

1 Und der Herr sprach zu Mose und Aaron im Land Ägypten:

2 Dieser Monat soll für euch der Anfangsmonat[14]w. das Haupt der Monate sein, er sei euch der erste von den Monaten des Jahres!

3 Redet zur ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am Zehnten dieses Monats, da nehmt euch ein jeder ein Lamm[15]w. ein Stück Kleinvieh für ein Vaterhaus, {je} ein Lamm für das Haus!

4 Wenn aber das Haus für ein Lamm[15]w. ein Stück Kleinvieh nicht zahlreich genug ist, dann nehme er es mit seinem Nachbarn, der seinem Haus am nächsten {wohnt} , nach der Zahl der Seelen; nach dem Maß dessen, was jeder isst, sollt ihr ihn auf das Lamm anrechnen.

5 Ein Lamm ohne Fehler[1]w. Ein vollständiges Stück Kleinvieh, ein männliches, einjähriges, soll es für euch sein; von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen.

6 Und ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Dann soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel zwischen den zwei Abenden[2]d. h. entweder zwischen Sonnenuntergang und völliger Nacht oder zwischen Niedergang (15 Uhr) und Untergang der Sonne schlachten.

7 Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an die beiden Türpfosten und die Oberschwelle streichen an den Häusern, in denen sie es essen.

8 Das Fleisch aber sollen sie {noch} in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und {dazu} ungesäuertes Brot; mit bitteren Kräutern sollen sie es essen.

9 Ihr dürft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer gebraten {sollt ihr es essen}: seinen Kopf samt seinen Unterschenkeln und Eingeweiden.

10 Und ihr dürft nichts davon bis zum Morgen übrig lassen! Was aber davon bis zum Morgen übrig bleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen.

11 So aber sollt ihr es essen: eure Lenden gegürtet, eure Schuhe an euren Füßen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Hast. Ein Passah[3]Dieses Wort wird normalerweise von einem Zeitwort abgeleitet, das eigentlich »lahm sein, hinken« bedeutet, in V.13 und sonst im AT aber als »vorübergehen, überspringen« verstanden wird; daher vielleicht: Überspringung, o. Vorübergehen für den Herrn ist es.

12 Und ich werde in dieser Nacht durch das Land Ägypten gehen und alle Erstgeburt im Land Ägypten erschlagen vom Menschen bis zum Vieh. Auch an allen Göttern Ägyptens werde ich ein Strafgericht vollstrecken, ich, der Herr.

13 Aber das Blut soll für euch zum Zeichen an den Häusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch vorübergehen: So wird keine Plage, die Verderben bringt[4]w. kein Stoß zum Verderben o. eines Verderbers, unter euch sein, wenn ich das Land Ägypten schlage.

14 Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest für den Herrn. Als ewige Ordnung für {all} eure Generationen sollt ihr ihn feiern.

15 Sieben Tage sollt ihr ungesäuertes Brot essen; ja, {gleich} am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Häusern wegtun; denn jeder, der Gesäuertes isst, diese Seele[5]o. dieses Leben soll aus Israel ausgerottet werden – {das gilt} vom ersten Tag bis zum siebten Tag.

16 Und am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung[6]w. Einberufung halten und {ebenso} am siebten Tag eine heilige Versammlung. An diesen {Tagen} darf keinerlei Arbeit getan werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das allein darf von euch zubereitet werden.

17 So haltet denn {das Fest} der ungesäuerten Brote! Denn an ebendiesem Tag habe ich eure Heerscharen aus dem Land Ägypten herausgeführt. Darum sollt ihr diesen Tag halten als ewige Ordnung für all eure Generationen.

18 Im ersten {Monat} , am 14. Tag des Monats, am Abend, sollt ihr ungesäuertes Brot essen bis zum 21. Tag des Monats, am Abend.

19 Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Häusern gefunden werden; denn jeder, der Gesäuertes isst, diese Seele[5]o. dieses Leben soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei ein Fremder oder Einheimischer des Landes.

20 Nichts Gesäuertes dürft ihr essen; in all euren Wohnsitzen sollt ihr ungesäuertes Brot essen!

21 Und Mose berief alle Ältesten Israels und sagte zu ihnen: Macht euch daran[1]o. zieht hin; o. erwerbt; w. zieht und nehmt euch nach {der Größe} eurer Sippen Schafe und schlachtet das Passah.

22 Dann nehmt ein Büschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und streicht {etwas} von dem Blut, das in dem Becken ist, an die Oberschwelle und an die beiden Türpfosten. Ihr aber – von euch darf bis zum Morgen keiner zur Tür seines Hauses hinausgehen.

23 Und der Herr wird durch {das Land} gehen, um die Ägypter zu schlagen. Sieht er {dann} das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Türpfosten, wird der Herr an der Tür vorübergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Häuser zu kommen, {euch} zu schlagen.

24 Darum sollt ihr dieses Wort ewig halten als Ordnung für dich und deine Kinder.

25 Und es soll geschehen, wenn ihr in das Land kommt, das euch der Herr geben wird, wie er geredet hat, dann sollt ihr diesen Dienst ausüben.

26 Und es soll geschehen, wenn euch eure Kinder fragen: Was bedeutet dieser Dienst für euch?,

27 dann sollt ihr sagen: Es ist ein Passahopfer für den Herrn, der an den Häusern der Söhne Israel in Ägypten vorüberging, als er die Ägypter schlug, unsere Häuser aber rettete. Da verneigte sich das Volk und betete an.

28 Und die Söhne Israel gingen hin und machten es, wie der Herr Mose und Aaron geboten hatte, so machten sie es.

Zehnte Plage: Tod der Erstgeburt

29 Und es geschah um Mitternacht, da erschlug der Herr alle Erstgeburt im Land Ägypten vom Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron saß, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im Kerker, auch alle Erstgeburt des Viehs.

30 Da stand der Pharao nachts auf, er und alle seine Hofbeamten[2]w. Knechte und alle Ägypter, und es entstand ein großes Jammergeschrei in Ägypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war.

31 Und er rief Mose und Aaron nachts herbei und sagte: Macht euch auf, zieht weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die Söhne Israel, und geht hin, dient dem Herrn, wie ihr gesagt habt!

32 Auch eure Schafe und Rinder nehmt mit, wie ihr gesagt habt, und geht hin und segnet auch mich!

33 Und die Ägypter bedrängten das Volk, um sie {möglichst} schnell aus dem Land schicken zu können, denn sie sagten {sich}: Wir alle sind {sonst} des Todes!

Israels Auszug aus Ägypten – Ordnung des Passah

34 Das Volk nun hob seinen Teig auf, ehe er gesäuert war; ihre Backschüsseln {trugen sie} , in ihre Kleidung[3]s. Anm. zu Kap.3,22 gewickelt, auf ihren Schultern.

35 Und die Söhne Israel hatten nach dem Wort des Mose getan und sich von den Ägyptern silberne Schmuckstücke[4]w. Gegenstände, o. Gefäße und goldene Schmuckstücke und Kleidung erbeten[5]o. gefordert.

36 Dazu hatte der Herr dem Volk in den Augen der Ägypter Gunst gegeben, sodass sie auf ihre Bitte eingegangen waren.[6]o. Die Söhne Israel taten nach dem Wort des Mose und erbaten sich … Kleidung. 36 Dazu gab der Herr dem Volk Gunst …, sodass sie auf ihre Bitte eingingen. So plünderten sie die Ägypter aus.

37 Nun brachen die Söhne Israel auf {und zogen} von Ramses nach Sukkot, etwa 600000 Mann zu Fuß, die Männer ohne die Kinder.

38 Es zog aber auch viel Mischvolk mit ihnen hinauf, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh.

39 Und sie backten den Teig, den sie aus Ägypten gebracht hatten, zu ungesäuerten Brotfladen; denn er war nicht gesäuert, weil sie aus Ägypten weggetrieben worden waren und nicht {länger} hatten warten können; so hatten sie sich auch keine Wegzehrung bereitet.

40 Die Zeit des Aufenthaltes der Söhne Israel aber, die sie in Ägypten zugebracht hatten, betrug 430 Jahre.

41 Und es geschah am Ende der 430 Jahre, ja, es geschah an ebendiesem Tag, dass alle Heerscharen des Herrn aus dem Land Ägypten auszogen.

42 Eine Nacht des Wachens war dies für den Herrn, damit er sie aus dem Land Ägypten herausführen konnte; das ist diese dem Herrn {geweihte} Nacht, ein Wachen für alle Söhne Israel in all ihren Generationen.

43 Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder[1]w. Sohn der Fremde soll davon essen.

44 Jeder um Geld gekaufte Sklave eines Mannes aber – wenn du ihn beschneidest, dann darf er davon essen.

45 Ein Beisasse[2]d. i. ein Ansässiger ohne Bürgerrecht oder Lohnarbeiter darf nicht davon essen.

46 In einem Haus soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Haus hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen.

47 Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern.

48 Wenn sich aber ein Fremdling bei dir aufhält und dem Herrn das Passah feiern will, so soll {bei} ihm alles Männliche beschnitten werden, und dann komme er herbei, um es zu feiern; und er soll wie ein Einheimischer des Landes gelten. Es darf jedoch kein Unbeschnittener davon essen.

49 Ein Gesetz soll gelten für den Einheimischen und für den Fremdling, der sich mitten unter euch aufhält.

50 Darauf machten es alle Söhne Israel, wie der Herr Mose und Aaron geboten hatte; so machten sie es.

51 Und es geschah an ebendiesem Tag, da führte der Herr die Söhne Israel, nach ihren Heerscharen {geordnet} , aus dem Land Ägypten heraus.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Vor dem Aufbruch feiern die Israeliten das Passafest

1 Der HERR sagte zu Mose und Aaron, als sie noch in Ägypten waren:

2 »Dieser Monat soll für euch der Beginn des Jahres sein.

3 Sagt der ganzen Gemeinde Israel, dass jeder Familienvater am 10. Tag des Monats für seine Familie ein Lamm auswählt.

4 Ist die Familie zu klein, um ein ganzes Tier zu verzehren, so soll sie sich mit der Nachbarfamilie zusammentun. Sie sollen sich vorher überlegen, wie viel jeder essen kann, damit nichts übrig bleibt.

5 Das Tier muss einjährig und männlich sein und darf keine Fehler haben. Ihr könnt ein Schaf- oder ein Ziegenböckchen nehmen.

6 Das Tier wird bis zum 14. Tag des Monats von der übrigen Herde gesondert gehalten. Gegen Abend schlachten dann alle Familien in der ganzen Gemeinde ihr Lamm.

7 Von dem Blut nehmen sie etwas und streichen es an die beiden Türpfosten und den oberen Türbalken der Häuser, in denen sie das Mahl halten.

8 Sie braten das Lamm am Feuer und essen es in derselben Nacht, zusammen mit ungesäuertem Brot und bitteren Kräutern.

9 Ihr dürft nichts von dem Lamm roh oder gekocht essen. Es muss am Feuer gebraten sein, und zwar ganz, mit Kopf, Beinen und Innereien.

10 Ihr dürft auch nichts davon bis zum andern Morgen übrig lassen. Die Reste müsst ihr verbrennen.

11 Beim Essen sollt ihr reisefertig gekleidet sein, die Sandalen an den Füßen und den Wanderstab in der Hand. In Hast und Eile sollt ihr essen. Dies ist das Passafest für mich, den HERRN.

12 In dieser Nacht werde ich durch Ägypten gehen und alle Erstgeborenen töten, bei Mensch und Vieh. An allen Göttern Ägyptens werde ich mein Gericht vollstrecken, ich, der HERR.

13 Eure Türen aber sollen durch das Blut bezeichnet sein. Überall, wo ich dieses Blut sehe, werde ich vorübergehen, und so werdet ihr verschont bleiben, wenn ich strafend durch ganz Ägypten gehe.

14 Dieser Tag soll für euch ein Gedenktag sein, der in allen kommenden Generationen als Festtag für mich gefeiert wird. Das ist eine Anweisung für alle Zeiten.

15 Vom Passa-Abend an sollt ihr sieben Tage lang ungesäuertes Brot essen. Vor Beginn des Festes müsst ihr den Sauerteig aus euren Häusern entfernen. Wer während dieser sieben Tage Brot isst, das mit Sauerteig zubereitet wurde, hat sein Leben verwirkt und muss aus dem Volk Israel ausgestoßen werden.

16 Der erste und der siebte Tag sind heilige Tage, an denen jede Arbeit ruhen muss. Nur das Essen darf zubereitet werden.

17 Jahr für Jahr sollt ihr das Fest der Ungesäuerten Brote feiern, weil ich euch am ersten Tag dieses Festes in geordneten Scharen aus Ägypten herausgeführt habe. Alle kommenden Generationen sollen diesen Festtag begehen.

18 Vom Abend des 14. Tages bis zum Abend des 21. Tages im 1. Monat dürft ihr nur ungesäuertes Brot essen.

19 Sieben Tage lang darf kein Sauerteig in euren Häusern sein. Wer in dieser Zeit gesäuertes Brot isst, hat sein Leben verwirkt und muss aus der Gemeinde Israel ausgestoßen werden, der Israelit genauso wie der Fremde, der bei euch lebt.

20 Ihr dürft in dieser Zeit nichts essen, das mit Sauerteig zubereitet ist. Das gilt für alle eure Wohnsitze.«

Das Blut des Passalammes

21 Mose rief die Ältesten Israels zusammen und befahl ihnen: »Jeder Familienvater soll sich ein Schaf- oder Ziegenböckchen aussuchen und es für das Passamahl schlachten.

22 Er soll das Blut in einer Schüssel auffangen, ein Büschel Ysop hineintauchen und die beiden Türpfosten und den oberen Türbalken mit dem Blut bestreichen. Danach darf niemand mehr das Haus verlassen bis zum Morgen.

23 Wenn der HERR in der Nacht vorbeikommt, um den Schlag gegen Ägypten zu führen, wird er das Blut an den Türpfosten und Türbalken sehen und vorübergehen. Er wird nicht zulassen, dass der Todesengel eure Häuser betritt.

24 Diese Anweisungen sollt ihr auch künftig befolgen; sie gelten für eure Nachkommen zu allen Zeiten.

25 Auch wenn ihr in das Land kommt, das der HERR euch zugesagt hat, sollt ihr an diesem Brauch festhalten.

26 Und wenn euch eure Kinder fragen, was das bedeutet,

27 dann antwortet ihnen: ›Wir schlachten am Passafest ein Tier für den HERRN, weil er in Ägypten an den Häusern der Israeliten vorüberging und uns verschonte, als er den Schlag gegen die Ägypter führte.‹« Die Leute von Israel warfen sich anbetend vor dem HERRN nieder.

28 Dann gingen sie und taten alles genau so, wie der HERR es Mose und Aaron befohlen hatte.

Zehnte Plage: Tötung der Erstgeburt

29 Um Mitternacht tötete der HERR alle Erstgeborenen in Ägypten, angefangen vom erstgeborenen Sohn des Pharaos, der sein Nachfolger auf dem Thron werden sollte, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im Kerker, auch jede Erstgeburt beim Vieh.

30 In jener Nacht wurden der Pharao, seine Minister und alle Ägypter aus dem Schlaf aufgeschreckt. Lautes Wehgeschrei erhob sich, denn es gab kein Haus bei den Ägyptern, in dem nicht ein Toter war.

Der Auszug des Volkes Israel aus Ägypten

31 Noch in derselben Nacht ließ der Pharao Mose und Aaron rufen und drängte sie: »Schnell, verlasst das Land! Geht fort von meinem Volk, ihr und die anderen Israeliten! Bringt dem HERRN eure Opfer, wie ihr es verlangt habt.

32 Nehmt eure Schafe, Ziegen und Rinder mit, aber geht! Bittet euren Gott, dass er auch mich segnet!«

33 Die Ägypter drängten das Volk, schleunigst das Land zu verlassen. »Sonst kommen wir noch alle um!«, sagten sie.

34 Die Israeliten nahmen ihren Brotteig ungesäuert in den Backtrögen mit; die Männer trugen die Tröge in ihr Obergewand gewickelt auf ihren Schultern.

35 Nach der Anweisung Moses hatten die Leute von den Ägyptern Schmuckstücke aus Silber und Gold und festliche Kleider erbeten.

36 Der HERR hatte dafür gesorgt, dass die Ägypter ihnen wohlgesinnt waren und ihnen alles gaben, was sie verlangten. Auf diese Weise beraubten sie die Ägypter.

37 Die Israeliten brachen von Ramses auf und zogen nach Sukkot. Es waren etwa sechshunderttausend, die Frauen, Kinder und Alten nicht mitgezählt.

38 Auch eine erhebliche Zahl von Fremden schloss sich ihnen an. Große Herden von Schafen, Ziegen und Rindern führten sie mit.

39 Aus dem Teig, den sie ungesäuert aus Ägypten mitgenommen hatten, backten sie Fladenbrote. Sie hatten aus Ägypten aufbrechen müssen, noch ehe der Sauerteig dem Brotteig zugesetzt war, und hatten auch keine Verpflegung für unterwegs vorbereitet.

40 Vierhundertunddreißig Jahre lang hatten die Israeliten in Ägypten gelebt.

41 Nach Ablauf dieser Zeit, an dem genannten Tag, zog das Volk des HERRN in geordneten Scharen aus Ägypten aus.

42 Während der Nacht, in der sie der HERR aus Ägypten herausführte, wachte er über sie. Seitdem ist diese Nacht für alle in Israel eine Nacht, in der sie zur Ehre des HERRN wach bleiben.

Vorschriften für das Passafest

43 Der HERR sagte zu Mose und Aaron: »Beim Passamahl müsst ihr folgende Vorschriften beachten: Kein Ausländer darf daran teilnehmen.

44 Ein ausländischer Sklave, den ein Israelit gekauft hat, darf mitessen, wenn er vorher beschnitten worden ist.

45 Aber die Fremdarbeiter und die Lohnarbeiter dürfen nicht teilnehmen.

46 Das Lamm muss in demselben Haus gegessen werden, in dem es zubereitet worden ist; kein Stück davon darf aus dem Haus gebracht werden. Dem Tier darf kein Knochen gebrochen werden.

47 Die ganze Gemeinde Israel soll dieses Mahl feiern.

48 Wenn ein Fremder für immer bei euch lebt und das Passafest für den HERRN mitfeiern will, müssen alle männlichen Angehörigen seiner Familie beschnitten werden. Dann rechnet er zu den Einheimischen und darf das Passa feiern; aber ein Unbeschnittener darf auf keinen Fall teilnehmen.

49 Für den Fremden, der sich beschneiden lässt, gilt dasselbe Gesetz wie für die Israeliten.«

50 Die Leute von Israel befolgten alles, was der HERR ihnen durch Mose befohlen hatte.

51 An jenem Tag führte der HERR das Volk Israel in geordneten Scharen aus Ägypten heraus.

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