ELB, GNB online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Heiligtum: Freiwillige Gaben

1 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

2 Rede zu den Söhnen Israel {und sage ihnen} , sie sollen ein Hebopfer für mich nehmen! Von jedem, dessen Herz ihn antreibt, sollt ihr mein Hebopfer nehmen.

3 Dies aber ist das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber und Bronze,

4 violetter und roter Purpur, Karmesinstoff, Byssus[1]d. i. ein feines Gewebe aus Ägypten; wohl feines Leinen und Ziegenhaar,

5 rot gefärbte Widderfelle, Häute von Delfinen[2]w. Tachaschhäute. – Wahrscheinlich Häute des großen Tümmlers, einer Delfinart; nach anderen: Dachsfelle, o. Seekuhhäute, o. weich gegerbtes Leder und Akazienholz;

6 Öl für den Leuchter, Balsamöle[3]o. Olivenöl für den Leuchter, wohlriechende Stoffe für das Salböl und für das wohlriechende Räucherwerk;

7 Onyxsteine[4]o. Karneolsteine und {andere} Edelsteine zum Einsetzen für das Efod und die Brusttasche[5]o. den Brustschild.

8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne.

9 Nach allem, was ich dir zeige, {nämlich} dem Urbild der Wohnung und dem Urbild all ihrer Geräte, danach sollt ihr es machen.

Heiligtum: Bundeslade mit Deckplatte

10 So sollen sie nun[6]Eine alte hebr. Handschr. und LXX lesen: So sollst du nun eine Lade[7]w. einen Kasten; wohl als eine Art Thronsockel zu verstehen aus Akazienholz machen: zweieinhalb Ellen sei ihre Länge, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Höhe.

11 Die sollst du mit reinem Gold überziehen – von innen und außen sollst du sie überziehen – und auf ihr ringsum eine goldene Kante anbringen.

12 Gieße für sie auch vier goldene Ringe und befestige sie an ihren vier Füßen, und zwar zwei Ringe an ihrer einen Längsseite und zwei Ringe an ihrer anderen Längsseite!

13 Und du sollst Stangen aus Akazienholz anfertigen und sie mit Gold überziehen.

14 Diese Stangen stecke in die Ringe an den Seiten der Lade, damit man die Lade mit ihnen tragen kann[8]w. um … zu tragen!

15 Die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben, sie dürfen nicht von ihr[9]Die syr. Üs. liest: aus ihnen entfernt werden.

16 In die Lade aber lege das Zeugnis[10]o. Mahnzeichen; vgl. die Anm. zu Kap.16,34, das ich dir geben werde.

17 Dann sollst du eine Deckplatte[11]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Zeitwort abgeleitet, das ursprünglich »zudecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, versöhnen« bedeutet. aus reinem Gold herstellen; zweieinhalb Ellen sei ihre Länge und anderthalb Ellen ihre Breite.

18 Und mache zwei goldene Cherubim; in getriebener Arbeit sollst du sie machen an den beiden Enden der Deckplatte,

19 und zwar sollst du einen Cherub am Ende hier und einen Cherub am Ende dort machen. Aus {einem Stück mit} der Deckplatte[1]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Zeitwort abgeleitet, das ursprünglich »zudecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, versöhnen« bedeutet. sollt ihr die Cherubim machen an ihren beiden Enden.

20 Und die Cherubim sollen die Flügel nach oben ausbreiten, die Deckplatte[1]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Zeitwort abgeleitet, das ursprünglich »zudecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, versöhnen« bedeutet. mit ihren Flügeln überdeckend, während ihre Gesichter einander zu {gewandt}[2]w. während ihre Gesichter jedes zu seinem Bruder {gewandt} sind. Der Deckplatte[1]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Zeitwort abgeleitet, das ursprünglich »zudecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, versöhnen« bedeutet. sollen die Gesichter der Cherubim zu {gewandt} sein.

21 Lege die Deckplatte[1]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Zeitwort abgeleitet, das ursprünglich »zudecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, versöhnen« bedeutet. oben auf die Lade! In die Lade aber sollst du das Zeugnis[3]o. Mahnzeichen; vgl. die Anm. zu Kap.16,34 legen, das ich dir geben werde.

22 Und dort werde ich dir begegnen und von der Deckplatte[1]o. Sühneplatte. – Das hebr. Wort ist von einem Zeitwort abgeleitet, das ursprünglich »zudecken, verhüllen, bestreichen«, gewöhnlich aber »sühnen, versöhnen« bedeutet. herab, zwischen den beiden Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses[3]o. Mahnzeichen; vgl. die Anm. zu Kap.16,34 sind, alles zu dir reden, was ich dir für die Söhne Israel auftragen werde.

Heiligtum: Schaubrottisch

23 Und du sollst einen Tisch aus Akazienholz machen; zwei Ellen sei seine Länge, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Höhe.

24 Den überzieh mit reinem Gold und bringe an ihm ringsum eine goldene Kante an!

25 Mache {an} ihm ringsum eine Leiste von einer Handbreit und bringe an seiner Leiste ringsum eine goldene Kante an!

26 Mache für ihn auch vier goldene Ringe und befestige die Ringe an den vier Seiten seiner vier Füße[4]o. über den vier Ecken, die an seinen vier Füßen sind!

27 Dicht an der Leiste sollen die Ringe sein als Ösen[5]w. als Häuser für die Stangen, damit man den Tisch tragen kann[6]w. um den Tisch zu tragen.

28 Die Stangen aber sollst du aus Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen, und der Tisch soll daran getragen werden.

29 Fertige auch seine Schüsseln, seine Schalen, seine Kannen[7]o. Trinkschalen und seine Opferschalen an, mit denen man {Trankopfer} ausgießt! Aus reinem Gold sollst du sie herstellen.

30 Auf den Tisch aber sollst du beständig vor mein Angesicht Schaubrote[8]w. Brot des Angesichts. – D. h. Brot, das immer wieder vor dem Angesicht des Herrn im Heiligtum niedergelegt wurde. legen.

Heiligtum: Leuchter

31 Und du sollst einen Leuchter aus reinem Gold machen. In getriebener Arbeit soll der Leuchter gemacht werden, sein Fuß[9]w. sein Schenkel. – Eine Handschr. liest: seine Schenkel und seine Schaftröhren und seine Schaftröhre. Seine Kelche, Knäufe und Blüten sollen aus {einem Stück mit} ihm sein.

32 Sechs Arme sollen von seinen {beiden} Seiten ausgehen; drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner andern Seite.

33 Drei Kelche in der Form von Mandelblüten seien an dem einen Arm, {aus} Knauf und Blüte {bestehend} , und drei Kelche in der Form von Mandelblüten am nächsten Arm, {aus} Knauf und Blüte {bestehend} ; so sei es an den sechs Armen, die vom[10]d. h. vom Schaft des Leuchters Leuchter ausgehen.

34 Am Leuchter aber sollen vier Kelche sein in der Form von Mandelblüten, {aus} seinen Knäufen und Blüten {bestehend} ;

35 und zwar ein Knauf unter den {ersten} zwei von ihm {ausgehenden} Armen, ein Knauf unter den {nächsten} zwei von ihm {ausgehenden} Armen und {wieder} ein Knauf unter den {dritten} zwei von ihm {ausgehenden} Armen; {so sei es} an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen.

36 Ihre Knäufe und Arme sollen aus {einem Stück mit} ihm sein. Der ganze {Leuchter} sei eine getriebene Arbeit, aus reinem Gold.

37 Und fertige seine sieben Lampen an, und man soll seine Lampen daraufsetzen, sodass {jede} auf die ihm gegenüberliegende Seite[1]w. das Gegenüberliegende seines Gesichtes leuchtet.

38 Auch ihre Dochtscheren und Feuerbecken[2]Das sind Gefäße zur Aufbewahrung oder zum Transport brennender Kohlen. {sollst} du aus reinem Gold {herstellen}.

39 Aus einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen mit all diesen Geräten.

40 Und sieh zu, dass du {alles} nach ihrem Urbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist!

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Aufruf zu einem Opfer für das Heilige Zelt (35,4-9)

1 Der HERR befahl Mose:

2 »Sag den Leuten von Israel, sie sollen mir eine freiwillige Abgabe leisten. Jeder, der etwas geben möchte, soll es herbringen.

3 Es kann Gold, Silber und Bronze sein,

4 blaue, rote und karmesinrote Wolle, Leinen und Ziegenhaar,

5 rot gefärbte Widderfelle, Delfinhäute, Akazienholz,

6 Öl für die Lampen, wohlriechende Zutaten für das Salböl und für die Weihrauchmischung

7 oder Karneolsteine und andere Edelsteine zum Schmuck für Amtsschurz und Brusttasche des Obersten Priesters.

8 Mithilfe dieser Gaben sollen die Israeliten mir ein Heiligtum errichten, denn ich will unter ihnen wohnen.

9 Ich zeige dir jetzt das Modell meiner Wohnung und der dazugehörigen Geräte, damit ihr es genau nach diesem Muster herstellen könnt.«

Die Bundeslade (37,1-9)

10 »Die Israeliten sollen eine Lade aus Akazienholz anfertigen: eineinviertel Meter lang, drei viertel Meter breit und ebenso hoch.

11 Außen und innen soll sie mit reinem Gold überzogen sein und ringsum mit einer Goldleiste verziert.

12 Lass vier Ringe aus Gold gießen und sie an den vier Ecken anbringen, sodass an jeder Längsseite zwei Ringe sind.

13 Weiter lass Stangen aus Akazienholz machen und sie mit reinem Gold überziehen.

14 Die Stangen sollen durch die Ringe an den Seiten der Lade gesteckt werden, damit man die Lade tragen kann.

15 Die Stangen müssen in den Ringen bleiben und dürfen nicht entfernt werden.

16 In die Lade legst du die zwei Tafeln mit dem Bundesgesetz, die ich dir geben werde.

17 Lass eine Deckplatte aus reinem Gold herstellen, die in den Maßen genau auf die Lade passt.

18-19 An den beiden Schmalseiten werden auf der Deckplatte zwei geflügelte Kerubfiguren aus getriebenem Gold angebracht.

20 Sie stehen einander zugewandt, den Blick auf die Deckplatte gerichtet; ihre Flügel halten sie schirmend über der Platte ausgebreitet.

21 In der Lade verwahrst du die zwei Tafeln mit dem Bundesgesetz und legst die Deckplatte darauf.

22 Dort will ich dir begegnen. Von der Deckplatte aus, von der Stelle zwischen den beiden Kerubim, werde ich mit dir reden und dir alle Anweisungen für das Volk Israel geben.«

Der Tisch für die geweihten Brote (37,10-16)

23 »Lass einen Tisch aus Akazienholz machen, einen Meter lang, einen halben Meter breit und drei viertel Meter hoch.

24 Er soll mit reinem Gold überzogen und die Tischplatte soll ringsum mit einer goldenen Schmuckleiste eingefasst sein.

25 Außerdem soll auf die Tischplatte ringsum noch eine Randleiste von zehn Zentimeter Höhe aufgesetzt werden, die ebenfalls mit einer goldenen Schmuckleiste einzufassen ist.

26 Lass vier goldene Ringe machen und sie oben an den Kanten der vier Beine anbringen,

27-28 dicht unter der umlaufenden Randleiste. Dann lass zwei Stangen aus Akazienholz machen und sie mit Gold überziehen. Sie werden durch die Ringe gesteckt, sodass man den Tisch tragen kann.

29 Lass aus reinem Gold auch die Geräte für das Trankopfer machen, die zu dem Tisch gehören: die Schalen, Schüsseln, Becher und Kannen.

30 Auf diesem Tisch sollen ständig die geweihten Brote vor mir ausgelegt sein.«

Der goldene Leuchter (37,17-24)

31 »Lass einen Leuchter aus reinem Gold machen. Er soll mit allen seinen Teilen aus einem Stück gearbeitet sein.

32 Von seinem Schaft sollen nach beiden Seiten je drei Arme ausgehen,

33 jeder mit drei Blütenkelchen verziert.

34 Auf dem Schaft selber befinden sich vier Blütenkelche,

35 drei davon an den Ansatzstellen der Arme, jeweils unterhalb der Stelle, von der ein Armpaar abzweigt.

36 Der ganze Leuchter soll aus reinem Gold bestehen und aus einem Stück gearbeitet sein.

37 Lass für den Leuchter sieben Lichtschalen machen, die mit Öl gefüllt und so aufgesetzt werden, dass der Einschnitt für den Docht bei allen nach vorn zeigt.

38 Aus reinem Gold sollen auch die Dochtscheren und Reinigungsnäpfe angefertigt werden.

39 Für den Leuchter mit allem Zubehör sollt ihr einen Zentner reines Gold verarbeiten.

40 Gib acht, dass alles genau nach dem Modell angefertigt wird, das ich dir hier auf dem Berg gezeigt habe.«

Videos zu 2. Mose 25 (ELB, GNB)