ELB, GNB online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Sündopfer für unwissend begangene Sünden
1 Und der Herr redete zu Mose:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sage: Wenn jemand[5]w. eine Seele aus Versehen sündigt gegen {irgendetwas} , was der Herr zu tun verboten hat[6]w. gegen {irgendeines} von allen Geboten des Herrn, die nicht getan werden dürfen, und irgendeines von ihnen tut –
3 wenn der gesalbte Priester sündigt zur Schuld des Volkes[7]d. h. sodass Schuld auf dem Volk liegt, dann soll er für seine Sünde, die er begangen hat, dem Herrn einen Jungstier ohne Fehler als Sündopfer darbringen!
4 Und er soll den Stier an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den Herrn bringen und seine Hand auf den Kopf des Stieres legen und den Stier vor dem Herrn schlachten.
5 Und der gesalbte Priester nehme von dem Blut des Stieres und bringe es in das Zelt der Begegnung;
6 und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge von dem Blut siebenmal vor den Herrn gegen den Vorhang des Heiligtums hin.
7 Und der Priester tue {etwas} von dem Blut an die Hörner des Altars des wohlriechenden Räucherwerks, der im Zelt der Begegnung vor dem Herrn {steht}. Alles Blut des Stieres aber soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung {steht}.
8 Und alles Fett vom Stier des Sündopfers soll er von ihm abheben: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist,
9 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen {und} das an den Lenden ist, und den Lappen über der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen,
10 ebenso wie es vom Stier des Heilsopfers[1]o. Friedensopfers; o. Abschlussopfers; o. Gemeinschaftsopfers abgehoben wird; und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen lassen.
11 Aber die Haut des Stieres und all sein Fleisch samt seinem Kopf und seinen Unterschenkeln und seinen Eingeweiden und seinem Mageninhalt[2]o. Darminhalt:
12 Den ganzen Stier soll er[3]o. man hinausbringen, nach draußen vor das Lager, an einen reinen Ort, an den Schutthaufen der Fettasche[4]d. i. die Asche, die sich auf dem Altar aus verbranntem Holz und den Fettstücken bildet und soll ihn auf Holzscheiten mit Feuer verbrennen. Auf dem Schutthaufen der Fettasche soll er verbrannt werden.
13 Und wenn die ganze Gemeinde Israel aus Versehen sündigt, und die Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung, und sie tun irgendetwas von alledem, was der Herr zu tun verboten hat[5]w. eines von allen Geboten des Herrn, {seines Gottes, } die nicht getan werden dürfen, und werden schuldig;
14 wird dann die Sünde erkannt, mit der sie sich dagegen versündigt haben, dann soll die Versammlung einen Jungstier als Sündopfer darbringen, und sie sollen ihn vor das Zelt der Begegnung bringen.
15 Und die Ältesten der Gemeinde sollen vor dem Herrn ihre Hände auf den Kopf des Stieres legen, und man soll den Stier vor dem Herrn schlachten.
16 Und der gesalbte Priester bringe {etwas} von dem Blut des Stieres in das Zelt der Begegnung,
17 und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge vor dem Herrn siebenmal gegen den Vorhang hin.
18 Und von dem Blut tue er {etwas} an die Hörner des Altars, der vor dem Herrn, also im Zelt[6]w. der im Zelt der Begegnung, {steht}. Alles Blut soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung {steht}.
19 All sein Fett aber soll er von ihm abheben und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen.
20 Und er soll mit dem Stier tun, wie er mit dem Stier des Sündopfers getan hat; ebenso soll er damit tun. Und so erwirke der Priester Sühnung für sie, und es wird ihnen vergeben werden.
21 Und er[3]o. man soll den Stier hinausbringen, nach draußen vor das Lager, und ihn verbrennen, ebenso wie er[3]o. man den ersten Stier verbrannt hat: ein Sündopfer der Versammlung ist es.
22 Wenn ein Fürst sündigt und tut aus Versehen irgendetwas von alledem, was der Herr, sein Gott, zu tun verboten hat[5]w. eines von allen Geboten des Herrn, {seines Gottes, } die nicht getan werden dürfen, und wird schuldig,
23 und seine Sünde, mit der er gesündigt hat, wird ihm zu Bewusstsein gebracht[7]LXX: ist ihm bekannt geworden, dann soll er seine Opfergabe bringen, einen Ziegenbock[8]w. Haarigen der Ziegen, ein Männchen ohne Fehler.
24 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Ziegenbockes[9]w. Haarigen legen und ihn schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer vor dem Herrn schlachtet: ein Sündopfer ist es.
25 Und der Priester nehme mit seinen Fingern {etwas} von dem Blut des Sündopfers und tue es an die Hörner des Brandopferaltars; und sein Blut soll er an den Fuß des Brandopferaltars gießen.
26 All sein Fett aber soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, wie das Fett des Heilsopfers[1]o. Friedensopfers; o. Abschlussopfers; o. Gemeinschaftsopfers. Und so erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, und es wird ihm vergeben werden.
27 Und wenn jemand[2]w. eine Seele vom Volk des Landes aus Versehen sündigt, indem er eines von dem tut, was der Herr zu tun verboten hat[3]w. eines von allen Geboten des Herrn, {seines Gottes, } die nicht getan werden dürfen, und schuldig wird,
28 und seine Sünde, die er begangen hat, wird ihm zu Bewusstsein gebracht, dann soll er seine Opfergabe bringen, eine weibliche Ziege[4]w. Haarige der Ziegen ohne Fehler, für seine Sünde, die er begangen hat.
29 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und das Sündopfer am Ort des Brandopfers schlachten.
30 Und der Priester nehme mit seinem Finger {etwas} von seinem Blut und tue es an die Hörner des Brandopferaltars. All sein Blut aber soll er an den Fuß des Altars gießen.
31 Und all sein Fett soll er abtrennen, ebenso wie das Fett vom Heilsopfer[5]o. Friedensopfer; o. Abschlussopfer; o. Gemeinschaftsopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als wohlgefälligen Geruch[6]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung für den Herrn. So erwirke der Priester Sühnung für ihn, und es wird ihm vergeben werden. –
32 Und wenn er ein Schaf bringt als seine Opfergabe zum Sündopfer, dann bringe er ein weibliches {Tier} ohne Fehler.
33 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Sündopfers legen und es als Sündopfer schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer schlachtet.
34 Und der Priester nehme mit seinem Finger {etwas} vom Blut des Sündopfers und tue es an die Hörner des Brandopferaltars. All sein Blut aber soll er an den Fuß des Altars gießen.
35 Und all sein Fett soll er abtrennen, ebenso wie das Fett des Schafes vom Heilsopfer[5]o. Friedensopfer; o. Abschlussopfer; o. Gemeinschaftsopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf[7]o. bei; o. mit den Feueropfern des Herrn. So erwirke der Priester Sühnung für ihn wegen seiner Sünde, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
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Anweisungen für das Sühneopfer
1 Der HERR befahl Mose,
2 dem Volk Israel zu sagen: Wenn jemand ohne Absicht gegen irgendein Gebot des HERRN verstößt und etwas tut, was er verboten hat, dann gelten folgende Anweisungen:
3 Ist es der Oberste Priester, der unbeabsichtigt gegen ein Gebot des HERRN verstößt und dadurch Schuld über das ganze Volk bringt, so muss er dem HERRN als Sühneopfer einen fehlerfreien Stier darbringen.
4 Er führt den Stier zum Eingang des Heiligen Zeltes, legt seine Hand auf dessen Kopf und schlachtet ihn dort vor dem Zelt.
5 Dann bringt er einen Teil des Blutes in einer Schale ins Heiligtum.
6 Er sprengt mit dem Finger siebenmal etwas von dem Blut auf den Boden vor dem Vorhang, der das Allerheiligste verdeckt.
7 Dann streicht er etwas von dem Blut an die Hörner des Räucheraltars, der im vorderen Teil des Zeltes steht. Den Rest des Blutes schüttet er unten an den Brandopferaltar am Eingang des Zeltes.
8 Dann schneidet er alle Fettstücke des Tieres heraus, das gesamte Fett an den Eingeweiden,
9 die beiden Nieren mit dem Nierenfett und den Fettlappen an der Leber,
10 genauso wie es beim Rind des Mahlopfers gemacht wird. Er verbrennt diese Stücke auf dem Brandopferaltar.
11-12 Das ganze übrige Tier – Haut, Fleischteile und Knochen, auch Kopf, Schenkel und die Eingeweide samt Inhalt – wird aus dem Lager an den abgegrenzten Ort gebracht, wo man die Opferasche hinschüttet. Dort wird alles in einem Holzfeuer verbrannt.
13 Ist es die ganze Gemeinde Israel, die unbeabsichtigt gegen ein Gebot des HERRN verstößt und dadurch Schuld auf sich lädt,
14 so muss sie, sobald die Verfehlung bekannt wird, einen Stier als Sühneopfer darbringen. Das Opfertier wird vor das Heilige Zelt gebracht
15 und die Ältesten der Gemeinde legen ihre Hände auf seinen Kopf und schlachten es dort vor dem Zelt.
16-21 Mit dem Blut, dem Fett und dem übrigen Opfertier verfährt der Oberste Priester genauso wie bei dem Sühneopfer für sich selbst. Auf diese Weise bringt er die Sache wieder ins Reine und der HERR vergibt der ganzen Gemeinde ihre Schuld.
22 Ist es das Oberhaupt eines Stammes, das unbeabsichtigt gegen ein Gebot des HERRN, seines Gottes, verstößt und dadurch Schuld auf sich lädt,
23 so muss der Betreffende, sobald er darauf aufmerksam wird, als Opfer einen fehlerfreien Ziegenbock darbringen.
24 Er legt die Hand auf den Kopf des Ziegenbocks und schlachtet ihn als Sühneopfer vor dem Heiligen Zelt, an der Stelle, wo die Tiere für das Brandopfer geschlachtet werden.
25 Dann streicht der Priester mit dem Finger etwas von dem Blut an die Hörner des Brandopferaltars und schüttet den Rest des Blutes unten an den Altar.
26 Das ganze Fett verbrennt er auf dem Altar, wie es beim Mahlopfer geschieht. Auf diese Weise bringt er die Sache wieder ins Reine und der HERR vergibt dem Stammesoberhaupt seine Schuld.
27 Wenn irgendjemand aus dem Volk unbeabsichtigt gegen ein Gebot des HERRN verstößt und dadurch Schuld auf sich lädt,
28 muss der Betreffende, sobald er darauf aufmerksam wird, als Opfer eine fehlerfreie Ziege darbringen.
29 Er legt seine Hand auf den Kopf des Opfertieres und schlachtet es an der Stelle, wo man die Tiere für das Brandopfer schlachtet.
30 Dann streicht der Priester mit dem Finger etwas von dem Blut an die Hörner des Brandopferaltars und schüttet den Rest des Blutes unten an den Altar.
31 Die Fettstücke werden herausgeschnitten wie beim Mahlopfer, und der Priester verbrennt sie als ein Opfer, das dem HERRN Freude macht. Auf diese Weise bringt er die Sache wieder ins Reine und der HERR vergibt dem Betreffenden seine Schuld.
32-35 Anstelle einer Ziege kann als Sühneopfer auch ein Schaf, ein weibliches, fehlerfreies Tier, dargebracht werden. Es wird mit ihm genauso verfahren wie mit der Ziege. Die Fettstücke verbrennt der Priester auf dem Altar, im Anschluss an die übrigen Opfergaben. Auf diese Weise bringt er die Sache wieder ins Reine und der HERR vergibt dem Betreffenden seine Schuld.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart