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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Anforderungen an die Priester

1 Und der Herr sprach zu Mose: Rede zu den Priestern, den Söhnen Aarons, und sage zu ihnen: Keiner von ihnen darf sich[6]w. Er {der Priester} darf sich nicht an einer Leiche[7]w. Seele {eines Toten} unrein machen unter seinen Volksgenossen[8]w. Völkern,

2 außer an seiner Blutsverwandtschaft, die[9]w. an seinem Fleisch, das ihm nahesteht: an seiner Mutter und an seinem Vater, seinem Sohn, seiner Tochter und seinem Bruder

3 und an seiner Schwester, der Jungfrau, die ihm nahesteht, die noch keinem Mann {zu eigen} geworden ist; wegen dieser darf er sich unrein machen.

4 Er darf sich nicht unrein machen als Herr[10]d. h. wohl: als {Ehe} herr; andere üs. mit Ergänzung eines Wortes: an {seiner Schwester} , die einem {Ehe} herrn verheiratet ist unter seinen Volksgenossen[8]w. Völkern, sich zu entweihen.

5 Sie sollen keine Glatze auf ihrem Kopf scheren, und den Rand ihres Bartes sollen sie nicht abscheren, und an ihrem Fleische sollen sie keine Einschnitte machen.

6 Sie sollen ihrem Gott heilig sein, und den Namen ihres Gottes sollen sie nicht entweihen, denn die Feueropfer des Herrn, das Brot ihres Gottes, bringen sie dar; und sie sollen heilig sein.

7 Eine Hure und eine Entehrte sollen sie nicht {zur Frau} nehmen, und eine von ihrem Mann verstoßene Frau sollen sie nicht nehmen; denn heilig ist er seinem Gott.

8 Und du sollst ihn für heilig achten, denn das Brot deines Gottes bringt er dar. Er soll dir heilig sein; denn heilig bin ich, der Herr, der euch heiligt.

9 Und wenn die Tochter eines Priesters sich durch Hurerei entweiht, so entweiht sie ihren Vater; sie soll mit Feuer verbrannt werden. –

10 Und der Hohe Priester unter seinen Brüdern, auf dessen Kopf das Salböl gegossen worden und der geweiht ist[1]w. der seine Hand gefüllt hat, um die {heiligen} Kleider anzulegen, soll seinen Kopf nicht ungepflegt lassen[2]w. frei hängen lassen und soll seine Kleider nicht zerreißen.

11 Und er soll zu keiner Leiche kommen; um seines Vaters und um seiner Mutter willen soll er sich nicht unrein machen.

12 Und aus dem Heiligtum soll er nicht hinausgehen und nicht {so} das Heiligtum seines Gottes entweihen; denn die Weihe des Salböls seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der Herr.

13 Und er soll eine Frau in ihrer Jungfrauschaft nehmen.

14 Eine Witwe und eine Verstoßene und eine Entehrte, eine Hure, diese soll er nicht nehmen, sondern eine Jungfrau aus seinen Volksgenossen[3]w. Völkern soll er zur Frau nehmen.

15 Und er soll seinen Samen nicht entweihen unter seinen Volksgenossen[3]w. Völkern; denn ich bin der Herr, der ihn heiligt.

16 Und der Herr redete zu Mose:

17 Rede zu Aaron: Jemand von deinen Nachkommen bei ihren Generationen, an dem ein Makel ist, darf nicht herannahen, um das Brot seines Gottes darzubringen;

18 denn jedermann, an dem ein Makel ist, darf nicht herannahen, {sei es} ein blinder Mann oder ein lahmer oder einer mit gespaltener Nase oder der ein Glied zu lang hat[4]Andere üs. : der schlitzohrig ist; LXX: mit einem verstümmelten Ohr,

19 oder ein Mann, der einen Bruch am Fuß oder einen Bruch an der Hand hat,

20 oder ein Buckliger oder ein Zwerg[5]o. ein Schwindsüchtiger; w. ein Dünner, o. Elender oder der einen {weißen} Flecken in seinem Auge hat oder der die Krätze oder Flechte oder der zerdrückte Hoden hat.

21 Jedermann von den Nachkommen des Priesters Aaron, der einen Makel hat, soll nicht herantreten, die Feueropfer des Herrn darzubringen. Ein Makel ist an ihm, er soll nicht herzutreten, das Brot seines Gottes darzubringen.

22 Das Brot seines Gottes von dem Hochheiligen und von dem Heiligen mag er essen.

23 Nur zum Vorhang[6]w. zum Absperrenden soll er nicht kommen, und an den Altar soll er nicht herantreten, denn ein Makel ist an ihm, dass er nicht meine Heiligtümer[7]o. heiligen Dinge entweiht; denn ich bin der Herr, der sie heiligt.

24 Und so redete Mose zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Söhnen Israel.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

PRIESTERREGELN UND FESTKALENDER (Kapitel 21–25)

Besondere Reinheitsvorschriften für Priester

1 Den Priestern, den Söhnen Aarons, ließ der HERR durch Mose sagen: »Kein Priester darf sich dadurch verunreinigen, dass er mit einer Leiche in Berührung kommt.

2 Ausgenommen sind nur die nächsten Angehörigen: Mutter, Vater, Sohn, Tochter, Bruder,

3 auch eine unverheiratete Schwester, die noch mit ihrem Bruder im selben Haushalt lebt.

4 An der Leiche einer verheirateten Schwester jedoch entweiht er sich.

5 Kein Priester darf sich bei einem Trauerfall den Kopf kahl scheren, den Bart stutzen oder Einschnitte am Körper machen.

6 Die Priester sollen ein Leben führen, das mir, ihrem Gott, geweiht ist, und sollen meinen Namen heilig halten. Sie bringen mir die Opfergaben dar, die auf meinem Altar verbrannt werden und die meine Speise sind, darum müssen sie alles meiden, was sie unrein machen könnte.

7 Sie dürfen keine Prostituierte heiraten, auch kein Mädchen, das nicht mehr Jungfrau ist, auch keine geschiedene Frau; denn ein Priester ist seinem Gott geweiht.

8 Ein Priester soll euch als ein Mann gelten, den ich für mich ausgesondert habe; denn er bringt mir meine Opferspeise dar. Ich bin der heilige Gott und habe euch als mein Volk ausgesondert.

9 Wenn die Tochter eines Priesters eine Prostituierte wird, entweiht sie ihren Vater und muss verbrannt werden.

10 Der oberste unter den Priestern, der bei der Amtseinsetzung mit den vorgeschriebenen Gewändern bekleidet worden ist und auf dessen Kopf das Salböl gegossen wurde, darf bei einem Trauerfall nicht sein Haar frei hängen lassen oder seine Kleider zerreißen.

11 Er darf zu keinem Toten gehen, weil er dadurch unrein wird, auch nicht, wenn es sein Vater oder seine Mutter ist.

12 Solange ein Toter in seinem Haus liegt, soll er nicht dorthin gehen. Er muss ständig in meinem Heiligtum bleiben, damit er es nicht entweiht; denn er ist mit dem heiligen Öl gesalbt. Ich bin der HERR!

13 Er darf nur eine unberührte Jungfrau heiraten,

14 keine Witwe und keine Geschiedene und keine Prostituierte. Er muss ein Mädchen aus seinem eigenen Volk zur Frau nehmen.

15 Sonst würde er unreine Kinder haben. Ich, der HERR, habe ihn zu meinem Dienst ausgesondert.«

16-17 Weiter ließ der HERR dem Priester Aaron durch Mose sagen: »Wenn einer deiner Nachkommen ein Gebrechen hat, darf er nicht zum Altar kommen, um mir eine Opfergabe darzubringen. Dieses Verbot gilt für alle Zukunft.

18 Keiner ist zum Opferdienst zugelassen, der blind oder gelähmt oder irgendwie missgestaltet ist,

19 auch niemand, dessen Arm oder Bein verkrüppelt ist,

20 kein Buckliger oder Kleinwüchsiger, keiner, der eine Augen- oder Hautkrankheit hat, auch keiner mit zerquetschten Hoden.

21 Niemand von den Nachkommen des Priesters Aaron, der irgendein Gebrechen hat, darf jemals eine Opfergabe als Speise für mich, seinen Gott, auf dem Altar verbrennen.

22 Er darf von den Opfern essen, die mir dargebracht werden, sowohl von den heiligen als auch von den besonders heiligen Opfergaben;

23 aber weil er ein Gebrechen hat, darf er nicht zum Vorhang gehen oder sich dem Altar nähern. Er soll mein Heiligtum und alle seine heiligen Gegenstände nicht entweihen; denn ich bin der HERR, der sie heilig macht.«

24 Mose teilte diese Anordnungen Aaron und seinen Söhnen und dem ganzen Volk mit.

Videos zu 3. Mose 21 (ELB, GNB)