ELB, GNB online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Gesetz vom Brandopfer und Speisopfer

1 Und der Herr redete zu Mose:

2 Befiehl Aaron und seinen Söhnen und sage: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Dieses, das Brandopfer, soll auf seiner Feuerstelle sein, auf dem Altar, die ganze Nacht bis zum Morgen; und das Feuer des Altars soll auf ihm in Brand gehalten werden.

3 Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und soll seine leinenen Beinkleider anziehen über sein Fleisch; und er soll die Fettasche[2]d. i. Asche, die sich auf dem Altar aus verbranntem Holz und den Fettstücken bildet abheben, zu der das Feuer das Brandopfer auf dem Altar verzehrt hat, und soll sie neben den Altar schütten.

4 Und er soll seine Kleider ausziehen und andere Kleider anlegen und die Fettasche[2]d. i. Asche, die sich auf dem Altar aus verbranntem Holz und den Fettstücken bildet hinaustragen nach draußen vor das Lager an einen reinen Ort.

5 Und das Feuer auf dem Altar soll auf ihm in Brand gehalten werden, es soll nicht erlöschen; und der Priester soll Holz auf ihm anzünden, Morgen für Morgen, und das Brandopfer auf ihm zurichten und die Fettstücke der Heilsopfer[3]o. Friedensopfer; o. Abschlussopfer; o. Gemeinschaftsopfer auf ihm in Rauch aufgehen lassen.

6 Ein beständiges Feuer soll auf dem Altar in Brand gehalten werden, es soll nicht erlöschen.

7 Und dies ist das Gesetz des Speisopfers: Die Söhne Aarons sollen[4]so mit SamPent; Mas. T. : {Einer der} Söhne Aarons soll es vor dem Herrn darbringen, am Altar[5]o. auf der Oberseite des Altars.

8 Und er soll davon seine Hand voll nehmen[6]w. abheben, vom Weizengrieß des Speisopfers und von seinem Öl, und allen Weihrauch, der auf dem Speisopfer ist, und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: {Es ist} ein wohlgefälliger Geruch[7]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung, seine Askara[8]d. i. der zu verbrennende Teil des Speisopfers für den Herrn.

9 Das Übrige davon aber sollen Aaron und seine Söhne essen. Ungesäuert soll es gegessen werden an heiliger Stätte. Im Vorhof des Zeltes der Begegnung sollen sie es essen.

10 Es soll nicht gesäuert gebacken werden; als ihren Anteil habe ich es ihnen gegeben von meinen Feueropfern: hochheilig ist es, wie das Sündopfer und wie das Schuldopfer.

11 Alles Männliche unter den Nachkommen[9]w. Söhnen Aarons soll es essen: Eine ewige Ordnung[10]o. Eine ewige Gebühr; o. Ein ewiger Anspruch von den Feueropfern des Herrn für eure Generationen {ist es}. Alles, was sie anrührt, wird geheiligt sein[11]d. h. es gehört dem Heiligtum.

Opfer zur Priesterweihe

12 Und der Herr redete zu Mose:

13 Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Söhne, die sie dem Herrn darbringen sollen an dem Tag, an dem er gesalbt wird: ein zehntel Efa Weizengrieß als regelmäßiges Speisopfer, die Hälfte davon am Morgen und die Hälfte davon am Abend.

14 Es soll in der Pfanne mit Öl bereitet werden, {mit Öl} eingerührt, sollst du es bringen. Gebäck als Speisopferbrocken sollst du darbringen[1]Das hebr. Wort für »Gebäck« ist nicht sicher übersetzbar. Darum üs. einige nach der syr. Üs. : Zerbröckeln sollst du es, als Speisopferbrocken sollst du es darbringen als einen wohlgefälligen Geruch[2]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung für den Herrn.

15 Und der Priester, der unter seinen Söhnen an seiner statt gesalbt wird, soll es opfern; eine ewige Ordnung[3]o. Eine ewige Gebühr; o. Ein ewiger Anspruch: Es soll für den Herrn ganz in Rauch aufgehen.

16 Und jedes Speisopfer des Priesters soll ein Ganzopfer[4]d. i. ein Opfer, das ganz verbrannt wurde und nicht mehr zum Verzehr diente sein; es darf nicht gegessen werden.

Gesetz des Sündopfers

17 Und der Herr redete zu Mose:

18 Rede zu Aaron und zu seinen Söhnen: Dies ist das Gesetz des Sündopfers. An dem Ort, wo das Brandopfer geschlachtet wird, soll das Sündopfer vor dem Herrn geschlachtet werden: hochheilig ist es.

19 Der Priester, der es als Sündopfer opfert, soll es essen. An heiliger Stätte soll es gegessen werden, im Vorhof des Zeltes der Begegnung.

20 Alles, was sein Fleisch anrührt, wird geheiligt sein[5]d. h. es gehört dem Heiligtum. Wenn von seinem Blut {etwas} auf ein Kleid spritzt – das, worauf es spritzt, sollst du waschen an heiliger Stätte.

21 Das Tongefäß aber, in dem es gekocht wird, soll zerbrochen werden, und wenn es in einem bronzenen Gefäß gekocht wird, dann soll dieses gescheuert und mit Wasser gespült werden.

22 Alles Männliche unter den Priestern soll es essen: hochheilig ist es.

23 Aber alles Sündopfer, von dessen Blut {etwas} in das Zelt der Begegnung gebracht wird, um im Heiligtum Sühnung zu erwirken, soll nicht gegessen werden. Es soll mit Feuer verbrannt werden.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

OPFERGESETZE FÜR DIE PRIESTER (Kapitel 6–7)

Zusätzliche Vorschriften für Brand- und Speiseopfer

1-2 Der HERR redete weiter mit Mose und gab ihm Anweisungen für Aaron und seine Söhne. Er sollte ihnen sagen: Für das Brandopfer gilt folgende Vorschrift: Das Opfer bleibt die ganze Nacht über auf dem Altar und die Glut darf nicht verlöschen.

3 Am Morgen zieht der Priester sein Leinenhemd an und dazu die leinenen Kniehosen. Er nimmt die Asche des Brandopfers von der Glut und schüttet sie neben den Altar.

4 Dann wechselt er seine Kleider und bringt die Asche aus dem Lager an einen abgegrenzten Ort.

5-6 Über der Glut auf dem Altar schichtet er Holz auf und legt oben auf das Holz das Brandopfer und die Fettstücke der Mahlopfer. So facht er das Feuer auf dem Altar jeden Morgen neu an. Es muss stets in Brand gehalten werden und darf nie verlöschen.

7 Für das Speiseopfer gilt folgende Vorschrift: Ein Priester aus der Nachkommenschaft Aarons tritt damit an den Altar, um es dem HERRN darzubringen.

8 Er nimmt eine Handvoll von dem öldurchtränkten Mehl und den gesamten Weihrauch und verbrennt diesen Teil der Gabe auf dem Altar zum Zeichen, dass die ganze Opfergabe dem HERRN gehört. So ist es ein Opfer, das den HERRN gnädig stimmt.

9-10 Den Rest des Speiseopfers dürfen die Priester essen. Es muss ohne Sauerteig verbacken und an geweihter Stätte, im Vorhof des Heiligen Zeltes, verzehrt werden. Der HERR hat es den Nachkommen Aarons als ihren Anteil am Opfer zugesprochen. Es ist etwas besonders Heiliges, genauso wie das Fleisch des Sühneopfers und des Wiedergutmachungsopfers.

11 Alles, was damit in Berührung kommt, wird ebenfalls heilig. Nur die männlichen Nachkommen Aarons dürfen davon essen; es ist für alle Zukunft ihr festgesetzter Anteil an den Opfern des HERRN.

12 Weiter erhielt Mose vom HERRN die Anweisung:

13 Nachdem Aaron zum Priester gesalbt worden ist, müssen er und seine Nachkommen dem HERRN von da an täglich 1/10 Efa (gut 1 Kilo) Weizenmehl als Speiseopfer darbringen, die eine Hälfte am Morgen, die andere Hälfte am Abend.

14 Das Mehl wird mit Olivenöl vermengt und auf einer eisernen Platte zu Fladen verbacken; die Fladen werden in Stücke gebrochen und dem HERRN dargebracht. So ist es ein Opfer, das den HERRN gnädig stimmt.

15 Wer jeweils in der Nachfolge Aarons den Priesterdienst versieht, muss dieses Speiseopfer zubereiten und für den HERRN auf dem Altar verbrennen. Diese Anordnung gilt für alle Zukunft.

16 Überhaupt muss jedes Speiseopfer, das ein Priester für sich selbst darbringt, ganz verbrannt werden; es darf nichts davon gegessen werden.

Zusätzliche Vorschriften für Sühne- und Wiedergutmachungsopfer

17-18 Auch die folgenden Anweisungen erhielt Mose für Aaron und seine Söhne: Für das Sühneopfer gilt die Vorschrift: Genau wie beim Brandopfer muss das Opfertier rechts neben dem Altar, der vor dem Heiligen Zelt steht, geschlachtet werden. Das Fleisch des Sühneopfers ist etwas besonders Heiliges.

19 Der Priester, der das Opfer darbringt, soll es essen, aber nur an geweihter Stätte, im Vorhof des Heiligtums.

20 Alles, was mit dem Opferfleisch in Berührung kommt, wird ebenfalls heilig. Kommt ein Spritzer von dem Blut auf ein Kleidungsstück, so muss der Fleck an geweihter Stätte ausgewaschen werden.

21 Wird das Fleisch in einem Tongefäß gekocht, so muss dieses anschließend zerschlagen werden; bei einem Metallgefäß genügt es, wenn es gescheuert und gründlich mit Wasser gespült wird.

22 Nur die männlichen Mitglieder der Priesterfamilien dürfen das Fleisch essen; es ist etwas besonders Heiliges.

23 Wenn jedoch das Blut des Opfertieres ins Heilige Zelt gebracht wurde, um damit Sühne zu schaffen, darf niemand von dem Fleisch essen; es muss verbrannt werden.

Videos zu 3. Mose 6 (ELB, GNB)