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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

1 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

2 Sage zu Eleasar, dem Sohn Aarons, dem Priester[3]o. des Priesters, dass er die Feuerbecken[4]s. Anm. zu Kap.16,6 aus der Brandstätte heraushebt – und streue das Feuer hinweg! –, denn sie sind heilig!

3 Die Feuerbecken[4]s. Anm. zu Kap.16,6 dieser {Männer} , die durch ihre Sünden ihr Leben verloren[5]w. Die Feuerbecken dieser Sünder gegen ihre Seelen haben, man mache daraus breit gehämmerte Bleche zum Überzug für den Altar! Denn sie haben sie vor dem Herrn dargebracht, und so sind sie heilig; und sie sollen den Söhnen Israel zum Zeichen sein.

4 Und der Priester Eleasar nahm die bronzenen Feuerbecken[4]s. Anm. zu Kap.16,6, die die Verbrannten herbeigebracht hatten, und man hämmerte sie breit zum Überzug für den Altar

5 – als eine Erinnerung für die Söhne Israel, damit kein Fremder, der nicht von den Nachkommen Aarons ist, herzunaht, um Räucherwerk vor dem Herrn in Rauch aufgehen zu lassen, und es ihm nicht ergeht wie Korach und seiner Rotte –, wie der Herr durch Mose zu ihm geredet hatte.

6 Und die ganze Gemeinde der Söhne Israel murrte am andern Morgen gegen Mose und gegen Aaron und sagte: Ihr habt das Volk des Herrn getötet!

7 Und es geschah, als die Gemeinde sich gegen Mose und gegen Aaron versammelte, da wandten sie sich zum Zelt der Begegnung, und siehe, die Wolke bedeckte es, und die Herrlichkeit des Herrn erschien.

8 Da kamen Mose und Aaron vor das Zelt der Begegnung.

9 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

10 Entfernt euch aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem Augenblick! Da fielen sie auf ihr Angesicht.

11 Und Mose sagte zu Aaron: Nimm das Feuerbecken[4]s. Anm. zu Kap.16,6 und tu Feuer vom Altar darauf und lege Räucherwerk auf, und bringe es schnell zur Gemeinde und erwirke Sühnung für sie! Denn der Zorn ist von dem Herrn ausgegangen, die Plage hat begonnen.

12 Und Aaron nahm {das Feuerbecken} , wie Mose gesagt hatte, und lief mitten in die Versammlung hinein, und siehe, die Plage hatte unter dem Volk begonnen; und er legte das Räucherwerk auf und erwirkte Sühnung für das Volk.

13 Und er stand zwischen den Toten und den Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt.

14 Und {die Zahl} derer, die an der Plage starben, betrug 14700, außer denen, die Korachs wegen gestorben waren.

15 Und Aaron kam wieder zu Mose an den Eingang des Zeltes der Begegnung, als der Plage gewehrt war.

Der Stab Aarons

16 Und der Herr redete zu Mose und sprach:

17 Rede zu den Söhnen Israel und nimm von ihnen je einen Stab für ein Vaterhaus von allen ihren Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, {zusammen} zwölf Stäbe! Du sollst den Namen eines jeden auf seinen Stab schreiben.

18 Und den Namen Aaron sollst du auf den Stab Levis schreiben; denn {nur je} ein Stab ist für jedes Haupt ihrer Vaterhäuser da.

19 Und du sollst sie in das Zelt der Begegnung vor das Zeugnis niederlegen, wo ich euch begegne.

20 Und es wird geschehen: Der Mann, den ich erwählen werde, dessen Stab wird sprossen; und so werde ich vor mir das Murren der Söhne Israel zum Schweigen bringen, mit dem sie gegen euch murren.

21 Und Mose redete zu den Söhnen Israel, und alle ihre Fürsten gaben ihm je einen Stab für einen Fürsten, nach ihren Vaterhäusern, zwölf Stäbe; und der Stab Aarons war unter ihren Stäben.

22 Und Mose legte die Stäbe vor dem Herrn nieder in das Zelt des Zeugnisses.

23 Und es geschah am anderen Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses hineinging, siehe, da hatte der Stab Aarons vom Haus Levi gesprosst; er hatte Knospen hervorgebracht und Blüten getrieben und Mandeln reifen lassen.

24 Und Mose brachte alle Stäbe von {der Stelle} vor dem Herrn zu allen Söhnen Israel hinaus. Und sie sahen sie und nahmen jeder seinen Stab.

25 Und der Herr sprach zu Mose: Bring den Stab Aarons vor das Zeugnis zurück, um ihn als ein Zeichen für die Widerspenstigen[1]w. die Söhne der Widerspenstigkeit aufzubewahren, damit du ihrem Murren vor mir ein Ende machst und sie nicht sterben!

26 Und Mose tat das. Wie der Herr ihm geboten hatte, so tat er es.

27 Und die Söhne Israel sagten zu Mose: Siehe, wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um.

28 Jeder, der irgend der Wohnung des Herrn naht, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar vergehen?

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

1 Da sagte der HERR zu Mose:

2-3 »Befiehl dem Priester Eleasar, dem Sohn Aarons, die Räucherpfannen aus der Asche zu holen und die glühenden Kohlen darin weit umher zu verstreuen. Die Pfannen gehören dem HERRN, weil sie zu seinem Altar gebracht worden sind. Die Männer, die sie herbeibrachten, haben für ihre Schuld mit dem Leben bezahlt. Zur Warnung für alle Israeliten soll man Platten aus ihnen schmieden und den großen Altar damit umkleiden.«

4 Der Priester Eleasar nahm die bronzenen Pfannen und ließ daraus Platten für den Altar schmieden,

5 wie der HERR es durch Mose befohlen hatte. Sie sollten die Israeliten daran erinnern, dass niemand außer den Nachkommen Aarons mit Weihrauch in die Nähe des HERRN kommen darf. Sonst ergeht es ihm wie Korach und seinen Anhängern.

Mose und Aaron retten das aufrührerische Volk

6 Am nächsten Morgen versammelte sich die ganze Gemeinde und murrte gegen Mose und Aaron. »Ihr habt das Volk des HERRN getötet!«, warfen die Männer Israels ihnen vor.

7 Als sie aber zum Heiligen Zelt blickten, sahen sie, dass die Wolke es bedeckte: Die Herrlichkeit des HERRN war erschienen.

8 Mose und Aaron gingen zum Zelt

9 und der HERR sagte zu Mose:

10 »Entfernt euch schnell aus dieser Gemeinde! Ich will sie alle auf einen Schlag vernichten.« Die beiden warfen sich nieder und beteten.

11 Dann sagte Mose zu Aaron: »Nimm schnell deine Räucherpfanne, lege Glut vom Altar hinein und streue Weihrauch darauf. Geh damit zu den versammelten Israeliten und bring ihre Verfehlung wieder ins Reine. Der HERR ist zornig, sein Strafgericht hat schon begonnen.«

12 Aaron lief mit der Räucherpfanne mitten in die Versammlung hinein. Als er sah, wie die Leute scharenweise tot umfielen, streute er Weihrauch auf die Glut, um ihre Verfehlung gegenüber dem HERRN wieder ins Reine zu bringen.

13 Da griff das Unheil nicht weiter um sich; die Stelle, an der er stand, bezeichnete die Grenze zwischen Toten und Lebenden.

14 Es waren 14700 Israeliten getötet worden, zusätzlich zu den Anhängern Korachs, die am Tag zuvor umgekommen waren.

15 Aaron kehrte zu Mose an den Eingang des Heiligen Zeltes zurück. Das Unheil war endgültig gebannt.

Gott bestätigt das Priestertum Aarons und seiner Nachkommen

16 Der HERR sagte zu Mose:

17-18 »Lass dir von den Stammesoberhäuptern des Volkes zwölf Stöcke geben, für jeden Stamm einen, und schreib auf jeden Stock den Namen seines Stammes. Auf den Stock des Stammes Levi schreibst du den Namen Aarons.

19 Lege die zwölf Stöcke im Heiligen Zelt vor die Lade mit dem Bundesgesetz, wo ich euch begegne.

20 Der Stock dessen, den ich ausgewählt habe, wird Blätter treiben. So sorge ich dafür, dass das Murren ein Ende nimmt und die Leute von Israel sich nicht länger gegen mich auflehnen.«

21 Mose sagte es den Israeliten und jedes Stammesoberhaupt gab ihm einen Stock für seinen Stamm. Zusammen mit dem Stock Aarons waren es zwölf.

22 Mose legte die Stöcke im Heiligen Zelt vor dem HERRN nieder.

23 Als er am nächsten Tag wieder ins Zelt kam, sah er, dass der Stock Aarons, der den Stamm Levi vertrat, Zweige und Blüten getrieben hatte und schon Mandeln trug.

24 Mose nahm die Stöcke und zeigte sie den Israeliten. Sie sahen, was geschehen war, und jedes Stammesoberhaupt nahm seinen Stock wieder an sich.

25 Der HERR aber befahl Mose: »Bring den Stock Aarons zurück ins Zelt und bewahre ihn vor der Lade mit dem Bundesgesetz auf. Er soll eine Warnung sein für jeden, der sich meinen Anordnungen nicht fügt. Die Leute von Israel sollen aufhören, zu murren und sich gegen mich aufzulehnen; denn ich will nicht, dass sie alle sterben.«

26 Mose tat, was der HERR ihm befohlen hatte.

Die Verantwortung der Priester und Leviten

27 Die Leute von Israel sagten zu Mose: »Wir werden noch alle umkommen. Bald wird keiner mehr von uns übrig sein.

28 Jeder, der sich der Wohnung des HERRN nähert, muss sterben. Gibt es keine Rettung für uns?«

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