ELB, GNB online lesen
Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Opfer für den Baal-Peor – Einsatz des Pinhas für Gott
1 Und Israel blieb in Schittim. Und das Volk fing an, Unzucht zu treiben mit den Töchtern Moabs;
2 und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter[6]o. ihres Gottes ein, und das Volk aß und warf sich nieder vor ihren Göttern[7]o. vor ihrem Gott.
3 Und Israel hängte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte der Zorn des Herrn gegen Israel.
4 Und der Herr sprach zu Mose: Nimm alle Häupter des Volkes und hänge sie dem Herrn auf[8]o. setze sie für den Herrn mit gebrochenen Gliedern aus; o. pfähle sie für den Herrn vor der Sonne, damit die Glut des Zornes des Herrn sich von Israel abwendet.
5 Und Mose sagte zu den Richtern Israels: Erschlagt {sie} , jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben!
6 Und siehe, ein Mann von den Söhnen Israel kam und brachte eine Midianiterin zu seinen Brüdern vor den Augen Moses und vor den Augen der ganzen Gemeinde der Söhne Israel, als diese am Eingang des Zeltes der Begegnung weinten.
7 Und als der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, das sah, stand er aus der Mitte der Gemeinde auf und nahm einen Speer in seine Hand;
8 und er ging dem israelitischen Mann nach in das Innere {des Zeltes} und durchbohrte die beiden, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Unterleib. Da wurde die Plage von den Söhnen Israel zurückgehalten.
9 Und die {Zahl der} an der Plage Gestorbenen war 24000.
10 Und der Herr redete zu Mose und sprach:
11 Der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Zorn von den Söhnen Israel abgewendet, indem er in meinem Eifer mitten unter ihnen geeifert hat. So habe ich die Söhne Israel in meinem Eifer nicht vernichtet.
12 Darum sprich: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens.
13 Und ihm und seinen Nachkommen nach ihm wird ein Bund ewigen Priestertums zuteilwerden, weil er für seinen Gott geeifert und für die Söhne Israel Sühnung erwirkt hat. –
14 Und der Name des getöteten israelitischen Mannes, der mit der Midianiterin getötet wurde, war Simri, Sohn des Salu, der Fürst eines Vaterhauses der Simeoniter;
15 und der Name der getöteten midianitischen Frau war Kosbi, Tochter des Zur; er war Stammhaupt eines Vaterhauses unter den Midianitern.
16 Und der Herr redete zu Mose und sprach:
17 Bedrängt die Midianiter und schlagt sie!
18 Denn sie haben euch bedrängt durch ihre List, womit sie euch überlistet haben in der Sache des Peor und in der Sache der Kosbi, der Tochter eines Fürsten von Midian, ihrer Schwester, die am Tag der Plage wegen des Peor erschlagen wurde.
Zählung der Männer wegen Verteilung des Landes Kanaan
19 Und es geschah nach der Plage,
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Verführung zum Götzendienst am Berg Pegor
1 Als das Volk bei Schittim lagerte, begannen die Männer, sich mit moabitischen Frauen einzulassen.
2 Die Moabiterinnen luden die Männer Israels auch zu den Opferfesten ein, die sie zu Ehren ihres Gottes feierten. Die Männer aßen von dem Opferfleisch und warfen sich anbetend vor dem Moabitergott zu Boden.
3 So ließ sich Israel in das Joch des Baal vom Berg Pegor einspannen. Da wurde der HERR zornig
4 und befahl Mose: »Nimm alle Anführer des Volkes fest und lass sie sofort, noch am hellen Tag, vor meinen Augen hinrichten, damit ich in meinem glühenden Zorn nicht das ganze Volk vernichten muss!«
5 Mose befahl den Schiedsmännern des Volkes: »Tötet von den Leuten, für die ihr zuständig seid, alle, die sich mit dem Baal eingelassen haben!«
6 Mose und die ganze Gemeinde Israel hatten sich klagend und trauernd vor dem Heiligen Zelt niedergeworfen. Da brachte ein Israelit vor aller Augen eine midianitische Frau in das Zelt seiner Familie.
7 Als der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars und Enkel Aarons, das sah, stand er auf und verließ die Versammlung. Er nahm einen Speer,
8 folgte den beiden in den innersten Raum des Zeltes und durchbohrte sie. Sofort hörte die Seuche, die unter dem Volk wütete, auf.
9 Es waren schon 24000 Menschen daran gestorben.
10 Der HERR sagte zu Mose:
11 »Pinhas, der Priester, der Sohn von Eleasar und Enkel von Aaron, hat die Strafe vom Volk abgewendet. Er hat denselben Zorn empfunden wie ich und aus diesem Zorn heraus hat er gehandelt. Sonst hätte ich meinem Zorn den Lauf gelassen und noch alle Israeliten umgebracht.
12 Sag ihm, dass ich ihm dafür ein besonderes Vorrecht gewähre: Ich schließe mit ihm einen Bund, der ihm Frieden zusichert.
13 Ich verspreche ihm, dass seine Nachkommen für alle Zeiten meine Priester sein sollen. Das ist der Lohn dafür, dass er sich so rückhaltlos für seinen Gott eingesetzt und das Verhältnis zwischen mir und dem Volk wieder ins Reine gebracht hat.«
14 Der Israelit, der zusammen mit der Midianiterin getötet wurde, war Simri, der Sohn Salus, ein Sippenältester des Stammes Simeon.
15 Die Frau hieß Kosbi; ihr Vater Zur war der Anführer einer midianitischen Stammesgruppe.
16 Der HERR befahl Mose:
17 »Greift die Midianiter an und bestraft sie!
18 Denn sie haben angefangen und euch heimtückisch angegriffen: Sie haben euch dazu verführt, den Baal vom Berg Pegor zu verehren, und sie haben euch ins Unheil gestürzt durch Kosbi, die Tochter eines ihrer Oberhäupter, die an dem Tag getötet wurde, als die Seuche unter euch wütete.«
Zweite Zählung der Stämme Israels
19 Als die Seuche vorüber war,
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart