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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Verordnungen für Opfer im Land Kanaan
1 Und der Herr redete zu Mose und sprach:
2 Rede zu den Söhnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnsitze kommt, das ich euch geben werde,
3 und ihr dem Herrn ein Feueropfer opfert, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe oder an euren Festen[1]w. festgesetzten Zeiten, um dem Herrn einen wohlgefälligen Geruch[2]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung zu bereiten von Rindern oder Schafen;
4 dann soll der, der dem Herrn seine Gabe darbringt, als Speisopfer darbringen ein Zehntel Weizengrieß, gemengt[3]o. angefeuchtet mit einem viertel Hin Öl;
5 und als Trankopfer sollst du ein viertel Hin Wein opfern zu dem Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, bei jedem Schaf.
6 Oder bei einem Widder sollst du als Speisopfer zwei Zehntel Weizengrieß opfern, gemengt[3]o. angefeuchtet mit einem drittel Hin Öl;
7 und als Trankopfer sollst du ein drittel Hin Wein darbringen: ein wohlgefälliger Geruch[2]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung für den Herrn.
8 Und wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder als Schlachtopfer opferst, um ein Gelübde zu erfüllen, oder als Heilsopfer[4]o. Friedensopfer; o. Abschlussopfer; o. Gemeinschaftsopfer für den Herrn,
9 dann soll man zu dem jungen Rind als Speisopfer drei Zehntel Weizengrieß darbringen, gemengt[3]o. angefeuchtet mit einem halben Hin Öl;
10 und als Trankopfer sollst du ein halbes Hin Wein darbringen: ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch[2]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung für den Herrn.
11 So soll es gemacht werden bei jedem Rind oder bei jedem Widder oder bei jedem Schaf oder bei jeder Ziege;
12 nach der Zahl, die ihr opfert, sollt ihr so bei einem jeden machen nach ihrer Zahl.
13 Jeder Einheimische soll das so tun, wenn er ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch[2]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung dem Herrn darbringt.
14 Und wenn ein Fremder bei euch wohnt oder wer in eurer Mitte ist bei euren {künftigen} Generationen, und er opfert dem Herrn ein Feueropfer von wohlgefälligem Geruch[2]o. Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung, dann soll er es ebenso tun, wie ihr es tut.
15 In der Versammlung soll ein {und dieselbe} Ordnung {gelten} für euch und für den Fremden, der {bei euch} wohnt, eine ewige Ordnung für eure Generationen; wie ihr, so soll der Fremde sein vor dem Herrn.
16 Ein {und dasselbe} Gesetz und ein {und dasselbe} Recht soll für euch {gelten} und für den Fremden, der bei euch wohnt.
17 Und der Herr redete zu Mose und sprach:
18 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde,
19 dann soll es geschehen, wenn ihr von dem Brot des Landes esst, dann sollt ihr dem Herrn ein Hebopfer abheben:
20 als Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer abheben; wie das Hebopfer der Tenne, so sollt ihr dieses abheben.
21 Von dem Erstling eures Schrotmehls sollt ihr dem Herrn ein Hebopfer geben in {allen} euren {künftigen} Generationen.
22 Und wenn ihr aus Versehen sündigt und nicht alle diese Gebote tut, die der Herr zu Mose geredet hat,
23 alles, was der Herr für euch durch Mose aufgetragen hat von dem Tag an, als der Herr Gebote gab, und weiterhin für eure Generationen,
24 dann soll es geschehen, wenn es vor den Augen der Gemeinde verborgen, aus Versehen geschehen ist, dann soll die ganze Gemeinde einen Jungstier als Brandopfer opfern zum wohlgefälligen Geruch[3]o. angefeuchtet dem Herrn samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer, nach der Vorschrift, und einen Ziegenbock[5]w. Haarigen der Ziegen als Sündopfer.
25 Und der Priester soll Sühnung erwirken für die ganze Gemeinde der Söhne Israel, und es wird ihnen vergeben werden; denn es war ein Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein Feueropfer für den Herrn, und ihr Sündopfer vor den Herrn gebracht wegen ihrer Sünde aus Versehen[6]w. wegen ihres Versehens.
26 Und es wird der ganzen Gemeinde der Söhne Israel vergeben werden und dem Fremden, der in ihrer Mitte wohnt; denn dem ganzen Volk {geschah es} aus Versehen.
27 Und wenn eine einzelne Person[1]o. Seele aus Versehen sündigt, dann soll sie eine einjährige Ziege als Sündopfer darbringen.
28 Und der Priester soll Sühnung erwirken für die Person[1]o. Seele, die sich versehentlich vergangen hat durch eine Sünde aus Versehen vor dem Herrn, um Sühnung für sie zu erwirken; und es wird ihr vergeben werden.
29 Für den Einheimischen unter den Söhnen Israel und für den Fremden, der in ihrer Mitte wohnt, sollt ihr ein {und dasselbe} Gesetz haben für den, der aus Versehen etwas tut.
30 Aber die Person[1]o. Seele, die mit erhobener Hand handelt, von den Einheimischen und von den Fremden, die lästert den Herrn; und diese Person[1]o. Seele soll ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes,
31 denn das Wort des Herrn hat sie verachtet und sein Gebot aufgehoben; diese Person[1]o. Seele soll unbedingt ausgerottet werden: Ihre Schuld ist auf ihr.
Steinigung nach Entweihung des Sabbats
32 Und als die Söhne Israel in der Wüste waren, da fanden sie einen Mann, der am Sabbattag Holz auflas.
33 Und die ihn gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde.
34 Und sie legten ihn in Gewahrsam, denn es war nicht genau bestimmt, was mit ihm getan werden sollte.
35 Da sprach der Herr zu Mose: Der Mann soll unbedingt getötet werden; die ganze Gemeinde soll ihn außerhalb des Lagers steinigen.
36 Da führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie steinigten ihn, dass er starb, so wie der Herr dem Mose geboten hatte.
Erinnerungshilfe für Gottes Gebote
37 Und der Herr sprach zu Mose:
38 Rede zu den Söhnen Israel und sage zu ihnen, dass sie sich eine Quaste an den Zipfeln ihrer Oberkleider machen sollen für {alle} ihre {künftigen} Generationen und dass sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur aus violettem Purpur setzen sollen.
39 Und das soll euch zur {Merk} quaste werden, und ihr sollt sie ansehen und dabei an alle Gebote des Herrn denken und sie tun, und ihr sollt nicht eurem Herzen und euren Augen nachfolgen[2]w. nachforschen, deren Gelüsten[3]w. denen; d. i. auf Herz und Augen bezogen ihr nach hurt,
40 damit ihr an alle meine Gebote denkt und sie tut und heilig seid eurem Gott.
41 Ich bin der Herr, euer Gott, der ich euch aus dem Land Ägypten herausgeführt habe, um euer Gott zu sein; ich bin der Herr, euer Gott.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
ÜBER PRIESTER UND OPFER (Kapitel 15–19)
Anweisungen über die Beigaben zu Tieropfern
1-2 Der HERR gab Mose für die Israeliten die folgenden Anweisungen. Sie sollten sich danach richten, wenn sie einmal in dem Land leben würden, das er ihnen geben wollte:
3 Wenn ihr den HERRN mit einer Opfergabe gnädig stimmen und ihm ein Rind, ein Schaf oder eine Ziege als Brand- oder Mahlopfer darbringen wollt – sei es zur Erfüllung eines Gelübdes, als freiwilliges Opfer oder als Festopfer –,
4-5 dann müsst ihr ein Speiseopfer und ein Trankopfer dazugeben. Wer dem HERRN ein Schaf oder eine Ziege opfert, soll als Speiseopfer 1/10 Efa (1,2 Kilo) Weizenmehl geben, vermengt mit 1/4 Hin (knapp 1 Liter) Olivenöl, dazu als Trankopfer dieselbe Menge Wein.
6 Wer dem HERRN einen Schafbock opfert, nimmt 2/10 Efa (2,4 Kilo) Mehl, vermengt mit 1/3 Hin (1 1/2 Liter) Öl,
7 und dazu dieselbe Menge Wein. Das ist ein Opfer, das den HERRN gnädig stimmt.
8 Wer dem HERRN ein Rind als Brand- oder Mahlopfer darbringt, sei es als Opfer zur Erfüllung eines Gelübdes oder um ein Opfermahl zu feiern,
9 nimmt als Speiseopfer 3/10 Efa (3,6 Kilo) Mehl, vermengt mit 1/2 Hin (knapp 2 Liter) Öl,
10 dazu als Trankopfer dieselbe Menge Wein. Das ist ein Opfer, das den HERRN gnädig stimmt.
11-12 Wenn ihr mehrere Tiere derselben Art opfert, muss für jedes einzelne Tier die vorgeschriebene Menge als Speise- und Trankopfer gegeben werden.
13-14 Diese Vorschrift gilt nicht nur für euch Israeliten, sondern auch für jeden, der als Fremder vorübergehend oder dauernd unter euch lebt und dem HERRN ein Opfer darbringen will, das ihn gnädig stimmt.
15-16 Für euch und für die Fremden, die bei euch leben, gilt in dieser Sache dasselbe Gesetz, und zwar für alle Zeiten. In den Augen des HERRN gibt es zwischen einem Israeliten von Geburt und einem, der in Israel Aufnahme findet, keinen Unterschied.
Das erste Brot gehört Gott
17-18 Auch die folgende Anweisung erhielt Mose vom HERRN für die Zeit, wenn die Israeliten einmal in dem Land leben würden, das er ihnen geben wollte:
19 Wenn ihr von dem Korn, das ihr in eurem Land erntet, Brot backt, müsst ihr etwas davon dem HERRN abgeben.
20-21 Das erste Brot, das ihr aus dem Mehl der neuen Ernte backt, gehört dem HERRN, genauso wie ihm ein erster Anteil am frisch gedroschenen Korn zusteht. Diese Vorschrift gilt für alle Zeiten.
Sühne für unbeabsichtigte Verfehlungen
22-23 Auch diese Anweisung erhielt Mose vom HERRN: Wenn ihr oder eure Nachkommen versehentlich gegen irgendeines der Gebote verstoßt, die der HERR euch durch Mose bekannt gemacht hat, muss die Verfehlung durch ein Opfer wieder ins Reine gebracht werden.
24 Ist die ganze Gemeinde versehentlich schuldig geworden, muss sie zur Sühne dem HERRN einen Stier als Brandopfer darbringen, ein Opfer, das ihn gnädig stimmt. Dazu kommt das vorgeschriebene Speiseopfer und Trankopfer und noch ein Ziegenbock als Sühneopfer.
25-26 Der Priester bringt durch diese Opfer die Verfehlung wieder ins Reine, und der HERR wird der ganzen Gemeinde vergeben, weil der Verstoß unbeabsichtigt geschehen ist und weil sie ihm diese Opfer dargebracht hat. Auch den Fremden, die bei euch leben und die mit den anderen schuldig geworden sind, wird die Verfehlung vergeben.
27 Ist eine Einzelperson versehentlich schuldig geworden, muss sie als Sühneopfer eine einjährige Ziege darbringen.
28 Der Priester bringt mit diesem Opfer die Verfehlung wieder ins Reine und der HERR wird diesem Menschen vergeben.
29 Diese Anordnung gilt genauso für die Fremden, die bei euch leben.
30-31 Wer jedoch mit Wissen und Willen gegen ein Gebot des HERRN handelt, beleidigt den HERRN und hat sein Leben verwirkt. Ein solcher Mensch muss aus dem Volk ausgestoßen werden, gleichgültig, ob er ein Israelit ist oder ein Fremder; denn er hat den ausdrücklichen Befehl des HERRN missachtet. Ein solches Vergehen kann durch kein Opfer wieder gutgemacht werden.
Ein Fall von Sabbatschändung
32 Während die Israeliten noch in der Wüste waren, wurde ein Mann dabei ertappt, wie er an einem Sabbat Holz sammelte.
33 Die Leute, die ihn gesehen hatten, brachten ihn vor Mose und Aaron und die ganze Gemeinde.
34 Weil es für einen solchen Fall noch keine Entscheidung des HERRN gab, wurde er vorläufig eingesperrt.
35 Der HERR aber sagte zu Mose: »Der Mann hat sein Leben verwirkt. Die ganze Gemeinde soll ihn draußen vor dem Lager durch Steinigung hinrichten.«
36 Da führten alle Männer den Schuldigen aus dem Lager und steinigten ihn, wie der HERR es Mose befohlen hatte.
Ein Erinnerungszeichen an der Kleidung
37-38 Der HERR befahl Mose, den Israeliten zu sagen, sie sollten Quasten an den vier Zipfeln des Tuches anbringen, das sie als Obergewand trugen. Diese Vorschrift sollte auch für alle ihre Nachkommen gelten. An jeder Quaste sollte eine violette Kordel sein.
39-40 »Jedes Mal, wenn ihr die Quasten seht«, sagte der HERR, »sollen sie euch an meine Gebote erinnern. Sie sollen euch mahnen, dass ihr nach meinen Weisungen lebt und euch nicht von euren Gedanken und euren lüsternen Augen zum Ungehorsam verleiten lasst. Dann werdet ihr ein heiliges Volk sein, ein Volk, das seinem Gott ganz gehört.
41 Ich bin der HERR, euer Gott. Ich habe euch aus Ägypten geführt, weil ich euer Gott sein wollte. Und ich bin es auch, ich, der HERR!«
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart