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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Dienst und Unterhalt der Priester und Leviten
1 Und der Herr sprach zu Aaron: Du und deine Söhne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die Schuld[2]d. h. die Verantwortung für eine mögliche Schuld am Heiligtum tragen; und du und deine Söhne mit dir, ihr sollt die Schuld[2]d. h. die Verantwortung für eine mögliche Schuld in eurem Priesteramt tragen.
2 Und auch deine Brüder, den Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, lass mit dir herzunahen, dass sie sich dir anschließen und dir dienen; du aber und deine Söhne mit dir, {ihr sollt} vor dem Zelt des Zeugnisses sein.
3 Und sie sollen deinen Dienst verrichten und den Dienst am ganzen Zelt; nur den Geräten des Heiligtums und dem Altar sollen sie nicht nahen, damit sie nicht sterben, sowohl sie als auch ihr.
4 Und sie sollen sich dir anschließen und den Dienst am Zelt der Begegnung verrichten nach aller Arbeit für das Zelt; aber kein Fremder[3]o. Unbefugter soll euch nahen.
5 Und ihr sollt den Dienst am Heiligtum und den Dienst am Altar verrichten, damit kein Zorn mehr über die Söhne Israel kommt.
6 Und ich, siehe, ich habe eure Brüder, die Leviten, aus der Mitte der Söhne Israel herausgenommen; euch als Geschenk sind sie dem Herrn gegeben[4]w. Gegebene; als Dienstbezeichnung gedacht, die Arbeit für das Zelt der Begegnung zu verrichten.
7 Du aber und deine Söhne mit dir, ihr sollt euer Priesteramt versehen in allem, was den Altar betrifft, und innerhalb des Vorhangs und so die Arbeit tun; als eine geschenkte Aufgabe gebe ich euch das Priesteramt. Der Fremde aber, der sich nähert, soll getötet werden.
8 Und der Herr redete zu Aaron: Und ich, siehe, ich habe dir den Dienst meiner Hebopfer gegeben. Von allen heiligen Gaben[1]o. heiligen Dingen der Söhne Israel habe ich sie dir und deinen Söhnen gegeben als Anteil, als eine ewige Ordnung[2]o. ein ewiges Anrecht.
9 Dies soll dir gehören von dem Hochheiligen, {alles, } was nicht verbrannt wird[3]w. {abgesehen} vom Feuer: Alle ihre Gaben an allen ihren Speisopfern und an allen ihren Sündopfern und an allen ihren Schuldopfern, die sie mir darbringen[4]w. zurückbringen, o. zurückgeben, als ein Hochheiliges soll es dir und deinen Söhnen gehören.
10 An einem hochheiligen {Ort} sollst du es essen, jede männliche {Person} darf es essen; es soll dir heilig sein.
11 Und dies soll dir gehören: Die Hebopfer ihrer Gaben an allen Schwingopfern der Söhne Israel; dir und deinen Söhnen und deinen Töchtern bei dir habe ich sie gegeben als eine ewige Ordnung[2]o. ein ewiges Anrecht; jeder Reine in deinem Hause darf es essen.
12 Alles Beste[5]w. Fett vom Öl und alles Beste[5]w. Fett vom Most und Getreide, ihre Erstlinge, die sie dem Herrn geben, dir habe ich sie gegeben.
13 Die ersten Früchte von allem, was in ihrem Land {wächst} , die sie dem Herrn bringen, sollen dir gehören; jeder Reine in deinem Hause darf davon essen.
14 Alles Gebannte in Israel soll dir gehören.
15 Alles, was {zuerst} den Mutterschoß durchbricht, von allem Fleisch, das sie dem Herrn darbringen an Menschen und an Vieh, soll dir gehören; nur sollst du unbedingt den Erstgeborenen vom Menschen auslösen, und {auch} das Erstgeborene vom unreinen Vieh sollst du auslösen.
16 Und die zu Lösenden unter ihnen sollst du {im Alter} von einem Monat auslösen, nach deiner Einschätzung mit fünf Schekel Silber nach dem Schekel des Heiligtums, der zwanzig Gera beträgt.
17 Aber das Erstgeborene vom Rind oder das Erstgeborene von den Schafen oder das Erstgeborene von den Ziegen sollst du nicht auslösen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen zum wohlgefälligen Geruch[6]o. zum Geruch der Befriedigung o. Beschwichtigung für den Herrn.
18 Und ihr Fleisch soll dir gehören; wie die Brust des Schwingopfers und die rechte Keule soll es dir gehören.
19 Alle Hebopfer der heiligen Gaben[7]o. der heiligen Dinge, die die Söhne Israel dem Herrn abheben, habe ich dir gegeben und deinen Söhnen und deinen Töchtern mit dir, als eine ewige Ordnung[2]o. ein ewiges Anrecht; es ist ein ewiger Salzbund vor dem Herrn für dich und für deine Nachkommen mit dir.
20 Und der Herr sprach zu Aaron: In ihrem Land sollst du nichts erben[8]d. h. keinen Anteil an dem Israel unter Josua zugeteilten Landbesitz haben und sollst keinen Anteil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Anteil und dein Erbe inmitten der Söhne Israel.
21 Und siehe, den Söhnen Levi habe ich den gesamten Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben für ihre Arbeit, die sie verrichten, die Arbeit für das Zelt der Begegnung.
22 Und die Söhne Israel sollen nicht mehr dem Zelt der Begegnung nahen, sonst laden sie[9]w. sonst tragen sie Sünde auf sich und müssen sterben;
23 die Leviten sollen vielmehr[10]w. der Levit aber, er soll die Arbeit am Zelt der Begegnung verrichten, und sie allein sollen ihre Schuld tragen: eine ewige Ordnung für {alle} eure Generationen. Aber inmitten der Söhne Israel sollen sie kein Erbteil besitzen;
24 denn den Zehnten der Söhne Israel, den sie dem Herrn als Hebopfer abheben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben; darum habe ich von ihnen gesagt, dass sie inmitten der Söhne Israel kein Erbteil besitzen sollen.
25 Und der Herr redete zu Mose und sprach:
26 Und zu den Leviten sollst du reden und zu ihnen sagen: Wenn ihr von den Söhnen Israel den Zehnten nehmt, den ich euch von ihnen als euer Erbteil gegeben habe, dann sollt ihr davon ein Hebopfer für den Herrn abheben, den Zehnten von dem Zehnten.
27 Und euer Hebopfer wird euch angerechnet werden wie das Getreide von der Tenne und wie die Fülle von der Kelterkufe.
28 So sollt auch ihr ein Hebopfer für den Herrn abheben von allen euren Zehnten, die ihr von den Söhnen Israel nehmt, und davon das Hebopfer für den Herrn Aaron, dem Priester, geben.
29 Von allem euch Gegebenen sollt ihr alle Hebopfer des Herrn abheben, von allem Besten[1]w. Fett davon als heilige {Gabe}.
30 Und du sollst zu ihnen sagen: Wenn ihr das Beste[1]w. Fett davon abhebt, dann soll es den Leviten angerechnet werden wie der Ertrag der Tenne und wie der Ertrag der Kelterkufe.
31 Und ihr dürft ihn essen an jedem Ort, ihr und euer Haus; denn das ist euer Lohn für eure Arbeit am Zelt der Begegnung.
32 Und ihr werdet deshalb keine Sünde auf euch laden, wenn ihr das Beste[1]w. Fett davon abhebt, und werdet die heiligen Gaben[2]o. heiligen Dinge der Söhne Israel nicht entweihen und nicht sterben.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
1 Da sagte der HERR zu Aaron: »Du und deine Söhne und alle Leviten, ihr müsst die Folgen tragen, wenn beim Dienst am Heiligtum irgendetwas falsch gemacht wird; für einen Fehler beim Priesterdienst aber trifft die Strafe dich und deine Söhne allein.
2-4 Die übrigen Männer vom Stamm Levi dürfen mit dir und deinen Söhnen zum Zelt mit dem Bundesgesetz kommen und euch helfen, wenn ihr dort den Priesterdienst verseht. Sie sollen alle Arbeiten am Heiligen Zelt verrichten, aber sie dürfen auf keinen Fall den Altar und die heiligen Geräte berühren, sonst müssen sie sterben und ihr mit ihnen. Ihr dürft euch von niemand außer von den Leviten helfen lassen.
5-6 Ich habe sie dazu bestimmt, alle Arbeiten am Heiligen Zelt zu verrichten. Sie sind mein Eigentum und ich stelle sie euch zur Verfügung. Der Dienst im Heiligtum und am Altar aber ist allein eure Sache. So habe ich es angeordnet, damit mein Zorn nicht noch einmal über das Volk kommt.
7 Du und deine Nachkommen, ihr sollt als Priester am Altar und im Allerheiligsten Dienst tun. Euch habe ich das Priesteramt übertragen. Wenn irgendein anderer mir zu nahe kommt, wird er mit dem Tod bestraft.«
Der Anteil der Priester an den Opfergaben
8 Weiter sagte der HERR zu Aaron: »Für den Dienst, den ihr mir leistet, bekommt ihr einen Teil von den Opfergaben, die die Leute von Israel mir bringen. Dies gilt für alle Zukunft.
9 Von den besonders heiligen Opfergaben gehören euch alle Speiseopfer, Sühneopfer und Wiedergutmachungsopfer, die die Leute von Israel mir darbringen – natürlich ohne den Anteil, der auf dem Altar verbrannt wird. Sie sind etwas besonders Heiliges
10 und dürfen nur von den männlichen Angehörigen der Priesterfamilien und nur an geweihter Stätte verzehrt werden. Achtet darauf, dass ihr sie nicht entheiligt!
11 Die übrigen Gaben, die die Leute von Israel mir bringen, gebe ich deinen Söhnen und Töchtern und allen deinen Nachkommen für alle Zukunft. Alle in euren Familien, die rein sind, dürfen davon essen.
12-13 Das gilt für die Abgaben an Öl, Wein und Korn, für alle Früchte von jeder Ernte, die die Israeliten mir als Erstlingsgaben bringen. Alle, die rein sind, dürfen davon essen.
14 Außerdem gehört euch alles in Israel, was mir unwiderruflich geweiht worden ist,
15 auch alle Erstgeburten bei Mensch und Tier, die mir von den Israeliten gebracht werden. Doch müsst ihr anstelle der erstgeborenen Kinder einen entsprechenden Geldbetrag annehmen. Das Gleiche gilt für die Erstgeburten von solchen Tieren, die nicht als Opfer zugelassen sind.
16 Für die erstgeborenen Kinder sind, wenn sie das Alter von einem Monat erreicht haben, fünf Silberstücke zu entrichten, gewogen nach dem Gewicht des Heiligtums.
17 Für die Erstgeburten von Rindern, Schafen und Ziegen aber dürft ihr kein Geld annehmen, denn sie sind als Opfer für mich bestimmt. Ihr Blut müsst ihr an den Altar sprengen und ihre Fettstücke darauf verbrennen, als ein Opfer, das mich gnädig stimmt.
18 Das ganze Fleisch gehört euch, ebenso wie beim Mahlopfer die Brust und die rechte Hinterkeule des Opfertieres.
19 Alle diese Gaben, die die Leute von Israel mir bringen, gebe ich dir und deinen Nachkommen; alle eure Familienangehörigen dürfen davon essen. Diese Vorrechte gelten für alle Zukunft. Sie sind in meinen Augen so unwiderruflich wie ein Vertrag, der durch gemeinsames Essen von Salz besiegelt worden ist.«
Der Unterhalt der Leviten und ihre Abgabe an die Priester
20 Weiter sagte der HERR zu Aaron: »Wenn das Volk Israel in sein Land kommt, wird dir und deinem Stamm kein Anteil am Grundbesitz zugeteilt werden. Ich selbst bin euer Anteil, von mir bekommt ihr alles, was ihr braucht.
21 Den Leviten aber weise ich als Entgelt für die Arbeit am Heiligen Zelt den zehnten Teil jeder Ernte in Israel zu.
22-23 Künftig sollen allein sie zum Heiligen Zelt kommen und dort Dienst tun. Sie allein sollen die Verantwortung tragen. Dies ist ihre Aufgabe für alle Zukunft. Wenn dagegen jemand von den anderen Israeliten dem Heiligen Zelt zu nahe kommt, macht er sich schuldig und muss sterben. Die Leviten dürfen keinen Grundbesitz unter den Israeliten bekommen.
24 Ich gebe ihnen stattdessen den Ernteanteil, den die Leute von Israel mir abliefern. Deshalb bestimme ich, dass sie keinen Landbesitz in Israel haben sollen.«
25-26 Weiter ließ der HERR den Leviten durch Mose sagen: »Ich habe euch anstelle eines Anteils am Landbesitz den zehnten Teil von dem zugewiesen, was die Leute von Israel ernten. Davon müsst ihr wiederum den zehnten Teil nehmen und ihn mir abliefern.
27 Ihr gebt mir damit den Zehnten, so wie jeder Israelit mir von seinem Korn und Wein den zehnten Teil abgibt.
28 Der Unterschied ist nur, dass ihr euren Zehnten von dem nehmt, was die Leute von Israel euch als ihren Zehnten abliefern. Diesen Teil, der mir zusteht, gebt ihr Aaron und seinen Nachkommen, den Priestern.
29 Von allem, was ihr bekommt, müsst ihr das Beste nehmen und mir abgeben.
30 Wenn ihr das tut, könnt ihr den Rest für euch selbst verbrauchen, wie der Bauer den Rest seiner Ernte an Korn und Wein.
31 Ihr dürft es mit euren Familien an jedem beliebigen Ort verzehren; denn es ist der Lohn für eure Arbeit am Heiligen Zelt.
32 Ihr entweiht damit nicht die heiligen Gaben der Israeliten, sofern ihr mir vorher das Beste davon als Zehnten abgegeben habt. Wenn ihr dies jedoch versäumt, macht ihr euch schuldig und müsst sterben.«
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart