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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Ort und Art des Gottesdienstes in Kanaan

1 Dies sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die ihr halten sollt, sie zu tun in dem Land, das der Herr, der Gott deiner Väter, dir gegeben hat, es in Besitz zu nehmen, all die Tage, die ihr auf dem Erdboden lebt:

2 Ihr sollt all die Stätten vollständig ausrotten, wo die Nationen, die ihr vertreiben werdet, ihren Göttern gedient haben auf den hohen Bergen, auf den Hügeln und unter jedem grünen Baum.

3 Und ihr sollt ihre Altäre niederreißen und ihre Gedenksteine[4]s. Anm. zu Kap.7,5 zerbrechen und ihre Ascherim mit Feuer verbrennen und die Bilder[5]das sind aus Stein gehauene o. aus Holz geschnitzte Bilder ihrer Götter umhauen. Und ihr sollt ihren Namen von jener Stätte ausrotten.

4 Dem Herrn, eurem Gott, dürft ihr so nicht tun.

5 Sondern ihr sollt die Stätte aufsuchen, die der Herr, euer Gott, aus all euren Stämmen erwählen wird, um seinen Namen dort niederzulegen, dass er {dort} wohnt, und dahin sollst du kommen.

6 Und dahin sollt ihr eure Brandopfer bringen und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer[1]d. i. ein Opfer, das durch Hochheben dem Herrn geweiht wird eurer Hand und eure Gelübde und eure freiwilligen Gaben und die Erstgeburten eurer Rinder und Schafe.

7 Und dort sollt ihr vor dem Herrn, eurem Gott, essen und euch freuen, ihr und eure Familien, an allem, was eure Hand erworben hat, worin der Herr, dein Gott, dich gesegnet hat.

8 Ihr dürft es nicht {mehr} so machen nach allem, wie wir {es} heute hier tun, {dass} jeder all {das tut, was} in seinen Augen recht ist.

9 Denn ihr seid bis jetzt noch nicht zu der Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das der Herr, dein Gott, dir gibt.

10 Seid ihr aber über den Jordan gezogen und wohnt in dem Land, das der Herr, euer Gott, euch erben lässt, und hat er euch Ruhe verschafft vor all euren Feinden ringsum, dass ihr sicher wohnt,

11 dann soll es geschehen: Die Stätte, die der Herr, euer Gott, erwählen wird, seinen Namen dort wohnen zu lassen, dahin sollt ihr alles bringen, was ich euch gebiete: eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand und all das Auserlesene eurer Gelübde, die ihr dem Herrn geloben werdet.

12 Und ihr sollt euch vor dem Herrn, eurem Gott, freuen, ihr und eure Söhne und eure Töchter und eure Sklaven und eure Sklavinnen und der Levit, der in euren Toren {wohnt} , denn er hat weder Anteil noch Erbe mit euch.

13 Hüte dich, dass du ja nicht deine Brandopfer an jeder Stätte opferst, die du siehst!

14 Sondern an der Stätte, die der Herr in einem deiner Stämme erwählen wird, dort sollst du deine Brandopfer opfern, und dort sollst du alles tun, was ich dir gebiete.

15 Doch magst du ganz nach Herzenslust[2]w. mit dem ganzen Begehren deiner Seele schlachten und Fleisch essen in all deinen Toren nach dem Segen des Herrn, deines Gottes, den er dir gegeben hat. Der Unreine und der Reine mögen es essen, wie {man} die Gazelle und wie {man} den Hirsch {isst}[3]Das waren Tiere, die nicht geopfert werden durften, aber rein waren und die jeder essen durfte..

16 Nur das Blut dürft ihr nicht essen; auf die Erde sollt ihr es gießen wie Wasser. –

17 In deinen Toren darfst du nicht essen den Zehnten deines Getreides und deines Mostes und deines Öles noch die Erstgeburten deiner Rinder und deiner Schafe noch irgendetwas von deinen Gelübden, die du geloben wirst, noch deine freiwilligen Gaben noch das Hebopfer deiner Hand.

18 Sondern vor dem Herrn, deinem Gott, an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, sollst du es essen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit, der in deinen Toren {wohnt}. Und du sollst dich vor dem Herrn, deinem Gott, freuen an allem, was deine Hand erworben hat.

19 Nimm dich in Acht, dass du den Leviten nicht {im Stich} lässt all deine Tage {, die du} in deinem Land {lebst} !

20 Wenn der Herr, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, so wie er zu dir geredet hat, und du sagst: »Ich will Fleisch essen!«, weil deine Seele Fleisch zu essen begehrt, so magst du nach Herzenslust[4]w. nach allem Begehren deiner Seele Fleisch essen.

21 Wenn die Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort niederzulegen, zu weit entfernt von dir ist, so magst du schlachten von deinen Rindern und von deinen Schafen, die der Herr dir gegeben hat, so wie ich dir geboten habe, und magst nach Herzenslust[4]w. nach allem Begehren deiner Seele in deinen Toren essen.

22 Gerade[5]o. Nur wie die Gazelle und der Hirsch[3]Das waren Tiere, die nicht geopfert werden durften, aber rein waren und die jeder essen durfte. gegessen werden, so magst du es essen; der Unreine und der Reine mögen es gleichermaßen essen.

23 Nur halte fest {daran} , kein Blut zu essen! Denn das Blut ist die Seele[1]o. das Leben, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen,

24 du sollst es nicht essen; auf die Erde sollst du es gießen wie Wasser.

25 Du sollst es nicht essen, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht, weil du tust, was in den Augen des Herrn recht ist.

26 Jedoch deine heiligen Gaben[2]o. heiligen Dinge, die dir {aufgetragen} sind, und deine Gelübde sollst du nehmen und zu der Stätte kommen, die der Herr erwählen wird.

27 Und deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut, sollst du auf dem Altar des Herrn, deines Gottes, zurichten. Und das Blut deiner Schlachtopfer soll an[3]o. auf den Altar des Herrn, deines Gottes, gegossen werden, und das Fleisch magst du essen.

28 Hab acht und höre auf all diese Worte, die ich dir gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir für ewig gut geht, weil du tust, was gut und recht ist in den Augen des Herrn, deines Gottes!

29 Wenn der Herr, dein Gott, die Nationen ausrottet, zu denen du kommst, um sie vor dir zu vertreiben, und du vertreibst sie und wohnst in ihrem Land,

30 nimm dich in Acht, dass du dich nicht verführen lässt[4]w. fangen lässt, {es} ihnen nach {zutun} , nachdem sie vor dir vernichtet sind, und dass du nicht nach ihren Göttern fragst, indem du sagst: Wie dienten diese Nationen ihren Göttern? Auch ich will es so tun!

31 Dem Herrn, deinem Gott darfst du so nicht tun. Denn alles, {was} dem Herrn ein Gräuel {ist} , was er hasst, haben sie für ihre Götter getan; denn sogar ihre Söhne und ihre Töchter haben sie für ihre Götter im Feuer verbrannt.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

DAS GESETZBUCH FÜR GOTTES VOLK IN GOTTES LAND (Kapitel 12–26)

1 Ich verkünde euch jetzt die Gebote und Rechtsbestimmungen, die ihr befolgen müsst in dem Land, das der HERR, der Gott eurer Vorfahren, euch geben wird. Sie gelten, solange ihr in diesem Land lebt.

Das Grundgebot: Ein zentrales Heiligtum für ganz Israel

2 Zerstört alle Opferstätten auf den Bergen und Hügeln und unter den heiligen Bäumen, an denen die Völker, die ihr vertreiben werdet, ihre Götter verehren.

3 Reißt die Altäre ab, zertrümmert die Steinmale, verbrennt die geweihten Pfähle und stürzt alle Götzenbilder um. Nichts darf mehr an die fremden Götter erinnern.

4 Ihr dürft es auch nicht den Völkern des Landes nachmachen und den HERRN, euren Gott, an solchen Stätten verehren.

5 Ihr sollt vielmehr zu der einen und einzigen Stätte kommen, die er im Gebiet eurer Stämme auswählen und dazu bestimmen wird, dass sein Name dort wohnt.

6 Dorthin sollt ihr ihm alle eure Opfer bringen: die Brandopfer und Mahlopfer, den zehnten Teil eurer Ernte, die Pflichtabgaben, die freiwilligen Gaben und was ihr dem HERRN durch ein Gelübde versprochen habt, ebenso die Erstgeburten eurer Rinder, Schafe und Ziegen.

7 Dort sollt ihr vor dem HERRN, eurem Gott, das Opfermahl halten. Feiert es zusammen mit euren Familien und genießt voll Freude, was eure Arbeit euch durch Gottes Segen eingebracht hat.

8 Bis jetzt konnte jeder von euch seine Opfer darbringen, wo und wie es ihm gefiel.

9 Denn ihr hattet das Land noch nicht in Besitz genommen, in dem euch der HERR, euer Gott, nach der langen Wanderung zur Ruhe kommen lassen will.

10 Aber wenn ihr nun den Jordan überschritten und das Land in Besitz genommen habt, das der HERR euch geben will, und wenn ihr mit seiner Hilfe alle eure Feinde besiegt habt und in Ruhe und Sicherheit lebt,

11 dann gilt eine andere Ordnung. Dann sollt ihr eure Opfer und Abgaben ausschließlich zu der einen Stätte bringen, die der HERR, euer Gott, dazu auswählen wird, dass sein Name dort wohnt.

12 Dort, in Gegenwart eures Gottes, sollt ihr eure Opferfeste feiern und fröhlich sein mit euren Söhnen und Töchtern, euren Sklaven und Sklavinnen. Lasst auch die Leviten mitfeiern, die in euren Dörfern und Städten wohnen, denn sie haben ja keinen Landbesitz unter euch.

Die Folge: Unterscheidung von Opfer und Schlachtung

13 Hütet euch, eure Brandopfer an irgendeiner der Opferstätten darzubringen, die ihr im Land vorfindet.

14 Ihr müsst damit zu der einen und einzigen Stätte kommen, die der HERR im Gebiet eines eurer Stämme dafür auswählen wird. Dorthin sollt ihr auch alle anderen Opfer und Abgaben bringen, die ich euch vorschreibe.

15 Ihr dürft aber ohne Einschränkung in euren Ortschaften Tiere schlachten und ihr Fleisch essen – so viel der HERR euch in seiner Güte geben wird. Alle dürfen davon essen, auch wer gerade unrein und deshalb von der Teilnahme an einem Opfer ausgeschlossen ist. Es ist genauso, als würdet ihr ein Stück Wild essen, eine Gazelle oder einen Hirsch.

16 Nur das Blut dürft ihr nicht essen; ihr müsst es wie Wasser auf die Erde fließen lassen.

17 Aber nichts von dem, was für den HERRN bestimmt ist, dürft ihr in euren Ortschaften verzehren, weder den zehnten Teil von eurem Getreide, Wein und Öl noch die Erstgeburten eures Viehs noch irgendeine andere Opfergabe oder Abgabe.

18 Nur in Gegenwart des HERRN, eures Gottes, an dem einen Heiligtum, das er bestimmen wird, dürft ihr es verzehren, ihr und eure Söhne und Töchter, eure Sklaven und Sklavinnen und die Leviten, die bei euch leben. Genießt voll Freude vor dem HERRN, eurem Gott, was eure Arbeit euch eingebracht hat.

19 Und vergesst dabei nie, solange ihr in eurem Land lebt, für die Leviten zu sorgen.

20 Wenn der HERR, euer Gott, euer Gebiet erweitern wird, wie er euch das zugesagt hat, und ihr wollt gerne Fleisch essen, dann dürft ihr das unbedenklich an euren Wohnsitzen tun, sooft ihr wollt.

21 Ihr müsst dazu nicht zu der Stätte gehen, die der HERR, euer Gott, dazu auswählen wird, dass sein Name dort wohnt. Alle, die zu weit von seinem Heiligtum entfernt leben, dürfen an ihren Wohnsitzen von den Rindern, Schafen und Ziegen, mit denen der HERR sie gesegnet hat, schlachten und verzehren, was sie wollen, so wie ich das angeordnet habe.

22 Ihr sollt es genauso halten, wie wenn ihr ein Stück Wild verzehrt: Jeder kann davon essen, auch wer gerade unrein und deshalb von der Teilnahme an einem Opfer ausgeschlossen ist.

23 Nur eins müsst ihr auch in diesem Fall beachten: Ihr dürft niemals Fleisch essen, in dem noch Blut ist; denn im Blut ist das Leben.

24 Ihr müsst das Blut wie Wasser auf die Erde fließen lassen.

25 So gefällt es dem HERRN, und wenn ihr das beachtet, wird es euch und euren Nachkommen gut gehen.

26 Aber die Abgaben und alles, was ihr durch ein Gelübde dem HERRN versprochen habt, müsst ihr zu seinem Heiligtum bringen.

27 Auch die Tiere für das Brandopfer müsst ihr dorthin bringen und sie vollständig dem HERRN, eurem Gott, darbringen, das Blut und das ganze Fleisch. Das Blut der Tiere, die für das gemeinsame Opfermahl bestimmt sind, müsst ihr dort an den Altar gießen; das Fleisch dürft ihr essen.

28 Befolgt genau alle diese Vorschriften, die ich euch jetzt gebe, und tut alles, was vor dem HERRN, eurem Gott, recht und gut ist. Dann wird es euch und euren Nachkommen immer gut gehen.

Warnung vor Nachahmung fremder Bräuche

29 Wenn ihr in das Land einzieht und der HERR, euer Gott, euch seine Bewohner preisgibt, sodass ihr sie vernichten und ihr Land in Besitz nehmen könnt,

30 dann lasst euch nicht dazu verführen, ihre Bräuche nachzuahmen. Erkundigt euch nicht danach, wie sie ihre Götter verehrt haben, um euren Gottesdienst ebenso einzurichten.

31 Ihr dürft den HERRN, euren Gott, nicht auf ihre Weise verehren. Denn diese Völker haben zu Ehren ihrer Götter lauter Dinge getan, die dem HERRN zuwider sind und die er hasst. Sie haben sogar ihre Söhne und Töchter als Opfer für die Götzen verbrannt.

Videos zu 5. Mose 12,22 (ELB, GNB)