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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Vorschriften über den Scheidebrief – Kriegsdienst der Jungverheirateten

1 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und sie heiratet[2]w. ihr {Ehe} herr wird und es geschieht, dass sie keine Gunst in seinen Augen findet, weil er etwas Anstößiges[3]w. die Blöße einer Sache an ihr gefunden hat und er ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat,

2 und sie ist aus seinem Haus gezogen und ist hingegangen und {die Frau} eines anderen Mannes geworden,

3 {wenn dann} auch der andere Mann sie gehasst und ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hat,

4 {dann} kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wieder nehmen, seine Frau zu sein, nachdem sie unrein gemacht worden ist. Denn ein Gräuel ist das vor dem Herrn. Und du sollst das Land, das der Herr, dein Gott, dir als Erbteil gibt, nicht zur Sünde verführen.

5 Wenn ein Mann erst kurz verheiratet ist[4]w. eine neue Frau nimmt, soll er nicht mit dem Heer ausziehen, und es soll ihm keinerlei Verpflichtung[5]w. keinerlei Sache auferlegt werden. Er soll ein Jahr lang frei sein für sein Haus und seine Frau, die er genommen hat, erfreuen.

Schutz der Schwachen

6 Man soll nicht Handmühle und Mühlstein[6]d. h. den oberen Stein, den Läufer pfänden, denn {damit} pfändet man das Leben.

7 Wenn ein Mann gefunden wird, der einen von seinen Brüdern, {einen} von den Söhnen Israel, geraubt hat und ihn als Sklaven[7]w. gewalttätig behandelt und verkauft hat, dann soll dieser Dieb sterben. Und du sollst das Böse aus deiner Mitte wegschaffen.

8 Bei der Plage des Aussatzes hüte dich, dass du sehr darauf achtest und alles tust, was euch die Priester, die Leviten, lehren werden. Ihr sollt darauf achten, zu tun, wie ich ihnen befohlen habe.

9 Denk daran, was der Herr, dein Gott, an Mirjam getan hat auf dem Weg, als ihr aus Ägypten zogt!

10 Wenn du deinem Nächsten irgendein Darlehen leihst, dann sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um von ihm ein Pfand zu erheben.

11 Draußen sollst du stehen bleiben, und der Mann, dem du geliehen hast, soll das Pfand zu dir nach draußen hinausbringen.

12 Und wenn er ein bedürftiger Mann ist, sollst du dich nicht mit seinem Pfand schlafen legen.

13 Du sollst ihm das Pfand unbedingt beim Untergang der Sonne zurückgeben, damit er sich in seinem Mantel schlafen legt und dich segnet; und es wird für dich als Gerechtigkeit gelten vor dem Herrn, deinem Gott.

14 Du sollst den bedürftigen und armen Lohnarbeiter[8]o. Tagelöhner nicht unterdrücken, {sei er einer} von deinen Brüdern oder von deinen Fremden, die in deinem Land, in deinen Toren {wohnen}.

15 Am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne soll nicht darüber untergehen – denn er ist bedürftig und verlangt sehnsüchtig danach[1]w. und dazu erhebt er seine Seele –, damit er nicht über dich zum Herrn schreit und Sünde an dir ist.

16 Nicht sollen Väter um der Söhne willen[2]o. samt den Söhnen bzw. samt den Vätern getötet werden und Söhne sollen nicht um der Väter willen[2]o. samt den Söhnen bzw. samt den Vätern getötet werden; sie sollen jeder für seine {eigene} Sünde getötet werden.

17 Du sollst das Recht eines Fremden {und} einer Waise nicht beugen, und das Kleid einer Witwe sollst du nicht pfänden.

18 Und du sollst daran denken, dass du Sklave in Ägypten warst und dass der Herr, dein Gott, dich von dort erlöst hat; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.

19 Wenn du deine Ernte auf deinem Feld einbringst und hast eine Garbe auf dem Feld vergessen, sollst du nicht umkehren, um sie zu holen: Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe soll sie sein, damit der Herr, dein Gott, dich segnet in allem Tun deiner Hände.

20 Wenn du deine Oliven abschlägst, sollst du nicht hinterher[3]w. hinter dir die Zweige absuchen: Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe soll es sein.

21 Wenn du in deinem Weinberg Lese hältst, sollst du nicht hinterher[3]w. hinter dir Nachlese halten: Für den Fremden, für die Waise und für die Witwe soll es sein.

22 Und du sollst daran denken, dass du Sklave warst im Land Ägypten; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Scheidung und Wiederverheiratung

1 Gesetzt den Fall, ein Mann heiratet und findet dann etwas an der Frau, das ihm zuwider ist, stellt ihr eine Scheidungsurkunde aus und schickt sie weg.

2 Wenn nun ein zweiter Mann die Frau heiratet

3 und sie ebenfalls mit einer Scheidungsurkunde wegschickt oder auch stirbt,

4 darf ihr erster Mann sie nicht wieder zur Frau nehmen; sie ist für ihn unberührbar geworden. Sonst tut er etwas, was der HERR verabscheut. Ihr dürft das Land, das der HERR, euer Gott, euch geben wird, nicht durch solch ein Vergehen entweihen.

Verschiedene Schutzbestimmungen

5 Wenn ein Mann heiratet, wird er ein Jahr lang vom Kriegsdienst und von allen Arbeitsleistungen für öffentliche Belange befreit. Er soll sich ungestört seiner Frau widmen können.

6 Wenn ihr ein Pfand nehmt, dürfen es nicht die Mühlsteine sein, mit denen das Korn zum Brotbacken gemahlen wird. Denn dann würdet ihr das Lebensnotwendige, ja das Leben selbst zum Pfand nehmen.

7 Wenn jemand einen anderen Israeliten, einen von seinen Brüdern, raubt und ihn als Sklaven hält oder verkauft, muss er getötet werden. Ihr müsst das Böse aus eurer Mitte entfernen.

8 Wenn jemand unter euch von Aussatz befallen wird, müsst ihr genau die Anweisungen der Priester aus dem Stamm Levi befolgen. Der HERR selbst hat ihnen diese Anweisungen gegeben.

9 Denkt daran, wie es Mirjam erging, die der HERR, euer Gott, nach eurem Auszug aus Ägypten für ihren Ungehorsam mit Aussatz bestrafte.

Schutz der Schwachen

10 Wenn du einem anderen Israeliten ein Darlehen gibst, sollst du nicht in sein Haus gehen, um dir selbst ein Pfand auszusuchen.

11 Du musst draußen warten, bis er dir das Pfand herausbringt.

12 Wenn der andere so arm ist, dass er sein Obergewand verpfänden muss, darfst du das Pfand nicht über Nacht behalten,

13 sondern musst es bei Sonnenuntergang zurückbringen, damit er darin schlafen kann. Wenn du so handelst, wird er dir Gutes wünschen und du wirst vor dem HERRN, deinem Gott, als gerecht dastehen.

14 Wenn ein armer, völlig mittelloser Mann um Tageslohn für dich arbeitet, darfst du ihn nicht ausbeuten, gleichgültig, ob er einer von deinen Brüdern ist oder ein Fremder, der bei euch lebt.

15 Gib ihm seinen Lohn, bevor die Sonne untergeht; denn er braucht ihn dringend. Sonst beklagt er sich beim HERRN über dich und du wirst vor dem HERRN als schuldig dastehen.

16 Wenn jemand ein Verbrechen begangen hat, auf das die Todesstrafe steht, darf nur er selbst dafür bestraft werden, nicht seine ganze Familie. Die Eltern sollen nicht für die Schuld ihrer Kinder sterben und die Kinder nicht für die Schuld ihrer Eltern. Jeder soll nur für seine eigene Schuld bestraft werden.

17 Verweigert Fremden und Waisen nicht ihr Recht und nehmt nicht das Oberkleid einer Witwe zum Pfand.

18 Denkt daran, dass auch ihr in Ägypten Sklaven gewesen seid und der HERR, euer Gott, euch von dort freigekauft hat. Deshalb sollt ihr euch um die Schwachen kümmern.

19 Wenn ihr bei der Ernte eine Garbe auf dem Feld vergessen habt, dann geht nicht zurück, um sie zu holen. Sie soll den Fremden, den Waisen und Witwen gehören. Dafür wird der HERR euch segnen bei allem, was ihr tut.

20 Wenn ihr die Oliven von euren Ölbäumen schüttelt, dann sucht nicht hinterher noch die Zweige ab. Lasst den Rest für die Fremden, die Waisen und Witwen.

21 Wenn ihr in eurem Weinberg die Trauben erntet, dann haltet keine Nachlese. Lasst den Rest für die Fremden, die Waisen und Witwen.

22 Denkt daran, dass ihr in Ägypten Sklaven gewesen seid, und handelt danach!

Videos zu 5. Mose 24 (ELB, GNB)