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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Keine Gemeinschaft mit den Kanaanäern – Gottes Segenszusage

1 Wenn der Herr, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du {jetzt} hineinkommst, um es in Besitz zu nehmen, und {wenn er dann} viele Nationen vor dir hinaustreibt: die Hetiter und die Girgasiter und die Amoriter und die Kanaaniter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter, sieben Nationen, größer und stärker als du,

2 und {wenn} der Herr, dein Gott, sie vor dir dahingibt, und du sie schlägst, {dann} sollst du unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schließen noch ihnen gnädig sein.

3 Und du sollst dich nicht mit ihnen verschwägern. Deine Tochter darfst du nicht seinem Sohn geben, und seine Tochter darfst du nicht für deinen Sohn nehmen.

4 Denn er würde deinen Sohn von mir[1]w. von {der Nachfolge} hinter mir her abwenden, dass er andern Göttern dient[2]so mit einer hebr. Handschr. , dem SamPent, der LXX und Vulg. ; Mas. T. : dass sie andern Göttern dienen, und der Zorn des Herrn würde gegen euch entbrennen, und er würde dich schnell vernichten.

5 Sondern so sollt ihr an ihnen tun: Ihre Altäre sollt ihr niederreißen und ihre Gedenksteine[3]hebr. mazzebot; das sind aufrecht hingestellte Steine, die zu Ehren eines Gottes kultisch verehrt wurden zerbrechen und ihre Ascherim umhauen und ihre Götterbilder[4]das sind aus Stein gehauene o. aus Holz geschnitzte Bilder mit Feuer verbrennen.

6 Denn du bist dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der Herr, dein Gott, erwählt, dass du ihm zum Volk {seines} Eigentums wirst aus allen Völkern, die auf dem Erdboden sind.

7 Nicht weil ihr mehr wäret als alle Völker, hat der Herr sich euch zugeneigt und euch erwählt – ihr seid ja das geringste unter allen Völkern –,

8 sondern wegen der Liebe des Herrn zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vätern geschworen, hat der Herr euch mit starker Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten.

9 So erkenne denn, dass der Herr, dein Gott, der Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Güte[5]o. Gnade bis auf tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten,

10 und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, um sie[6]T. ; Mas. T. : ihn umkommen zu lassen. Nicht zögert er gegenüber dem, der ihn hasst, ins Angesicht vergilt er ihm!

11 So sollst du das Gebot und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen halten, die zu tun ich dir heute befehle.

12 Und es wird geschehen: Dafür, dass ihr diesen Rechtsbestimmungen gehorcht, sie bewahrt und sie tut, wird der Herr, dein Gott, dir den Bund und die Güte[5]o. Gnade bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat.

13 Und er wird dich lieben und dich segnen und dich zahlreich werden lassen. Er wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, deinen Most und dein Öl, den Wurf deiner Rinder und den Zuwachs deiner Schafe, in dem Land, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben.

14 Gesegnet wirst du sein vor allen Völkern. Kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird bei dir sein noch bei deinem Vieh.

15 Und der Herr wird jede Krankheit von dir abwenden. Und keine der bösen Seuchen Ägyptens, die du kennst, wird er auf dich legen, sondern er wird sie auf alle deine Hasser bringen.

16 Und du wirst alle Völker verzehren, die der Herr, dein Gott, dir preisgibt. Du sollst ihretwegen nicht betrübt sein[7]w. Dein Auge soll ihretwegen nicht fließen, und du sollst ihren Göttern nicht dienen; denn das wäre ein Fallstrick[8]w. ein Stellholz {des Vogelfängers} für dich.

17 Wenn du in deinem Herzen sagst: Diese Nationen sind größer als ich; wie könnte ich sie vertreiben? –

18 fürchte dich nicht vor ihnen! Denk doch daran, was der Herr, dein Gott, dem Pharao und allen Ägyptern angetan hat,

19 an die großen Prüfungen, die deine Augen gesehen, und an die Zeichen und die Wunder[1]o. Wahrzeichen und die starke Hand und den ausgestreckten Arm, womit der Herr, dein Gott, dich herausgeführt hat! Ebenso wird der Herr, dein Gott, an all den Völkern tun, vor denen du dich fürchtest.

20 Und auch die Hornissen[2]nach anderen: Angst und Schrecken wird der Herr, dein Gott, gegen sie senden, bis {alle} , die übrig geblieben sind und die sich vor dir versteckt haben, umgekommen sind.

21 Erschrick nicht vor ihnen! Denn der Herr, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein großer und furchtbarer Gott.

22 Und der Herr, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben. Du wirst sie nicht schnell vernichten können, damit sich das Wild des Feldes nicht gegen dich vermehrt.

23 Und der Herr, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in große Bestürzung versetzen[3]w. {mit} großer Bestürzung bestürzen, bis sie vernichtet sind.

24 Und er wird ihre Könige in deine Hand geben, und du wirst ihre Namen ausrotten unter dem Himmel. Kein Mensch wird vor dir bestehen, bis du sie vernichtet hast.

25 Die Bilder[4]das sind aus Stein gehauene o. aus Holz geschnitzte Bilder ihrer Götter sollt ihr mit Feuer verbrennen. Du sollst nicht das Silber und das Gold {, das} an ihnen {ist, } begehren und es dir nehmen, damit du dadurch nicht verstrickt wirst; denn ein Gräuel für den Herrn, deinen Gott, ist es.

26 Und du sollst keinen Gräuel in dein Haus bringen, damit du nicht gleich ihm dem Bann verfällst[5]w. sodass du gleich ihm Gebanntes wirst. Du sollst es als abscheulich verabscheuen und es für einen gräulichen Gräuel halten, denn Gebanntes ist es.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Der Verführung zum Ungehorsam vorbeugen (Ex 34,11-16)

1 Ihr werdet jetzt bald aufbrechen, um euer Land in Besitz zu nehmen, und der HERR, euer Gott, wird es euch gelingen lassen. Er wird sieben Völker vor euch vertreiben, die größer und stärker sind als ihr: die Hetiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter.

2 Wenn der HERR sie in eure Gewalt gibt, dürft ihr keinen Friedensvertrag mit ihnen schließen. Ihr dürft sie nicht verschonen, sondern müsst den Bann an ihnen vollstrecken.

3 Ihr dürft euch auf keinen Fall mit ihnen verschwägern. Eure Töchter dürft ihr keinem Mann aus diesen Völkern geben und für eure Söhne dürft ihr keine Frau aus diesen Völkern nehmen.

4 Sonst könnten sie von ihnen dazu verleitet werden, sich vom HERRN abzuwenden und andere Götter zu verehren. Dann würde der HERR über euch zornig werden und euch in kürzester Zeit vernichten.

5 Es gibt für euch nur eins: Reißt ihre Altäre nieder, zerschlagt ihre Steinmale, haut ihre geweihten Pfähle um und verbrennt ihre Götzenbilder.

6 Denn ihr seid ein Volk, das ausschließlich dem HERRN gehört. Der HERR, euer Gott, hat euch unter allen Völkern der Erde ausgewählt und zu seinem Eigentum gemacht.

7 Das tat er nicht, weil ihr größer seid als die anderen Völker – ihr seid vielmehr das kleinste unter ihnen!

8 Nein, er tat es einzig deshalb, weil er euch liebte und das Versprechen halten wollte, das er euren Vorfahren gegeben hatte. Nur deshalb hat er euch herausgeholt aus dem Land, in dem ihr Sklaven wart; nur deshalb hat er euch mit seiner starken Hand aus der Gewalt des Pharaos befreit.

9 Er wollte euch zeigen, dass er allein der wahre Gott ist und dass er Wort hält. Er steht zu seinem Bund und erweist seine Liebe bis in die tausendste Generation an denen, die ihn lieben und seine Gebote befolgen.

10 Aber alle, die sich ihm widersetzen, bestraft er auf der Stelle und vernichtet sie. Er wird nicht zögern, sondern jeden auf der Stelle vernichten, der ihn missachtet.

11 Darum haltet euch stets an seine Weisung, an die Gebote und Rechtsbestimmungen, die ich euch heute verkünde!

Gehorsam bringt Segen

12 Wenn ihr dem HERRN, eurem Gott, treu bleibt und auf seine Gebote hört und sie befolgt, wird auch er treu sein und zu den Zusagen stehen, die er euren Vorfahren gegeben hat.

13 Er wird euch seine Liebe erweisen und seinen Segen über euch ausschütten. Er wird euch zahlreich werden lassen und euren Wohlstand mehren in dem Land, das er euch geben wird, wie er es euren Vorfahren geschworen hat. Er wird euch viele Kinder schenken und reiche Ernten an Getreide, Wein und Öl; eure Rinder, Schafe und Ziegen wird er vermehren.

14 Kein anderes Volk wird so reich gesegnet sein wie ihr. Kein Mann wird bei euch zeugungsunfähig und keine Frau unfruchtbar sein; auch alle eure Tiere werden Nachwuchs haben.

15 Der HERR wird euch vor allen Krankheiten schützen, er wird die bösen Seuchen von euch fernhalten, die ihr aus Ägypten kennt, und wird sie eure Feinde treffen lassen.

16 Alle Völker, die der HERR in eure Hand gibt, müsst ihr vernichten. Ihr dürft kein Mitleid mit ihnen haben und auf keinen Fall ihre Götter verehren, denn das würde euch ins Verderben stürzen.

Keine Angst vor den Völkern des Landes

17 Vielleicht seid ihr in Sorge und denkt: »Die Völker im Land Kanaan sind viel stärker als wir. Die können wir nie vertreiben!«

18 Habt keine Angst vor ihnen! Denkt doch daran, wie der HERR, euer Gott, den Pharao und alle Ägypter seine Macht spüren ließ.

19 Denkt an die Plagen, die er ihnen geschickt hat, und an all seine staunenerregenden Wundertaten. Denkt daran, wie er euch mit starker Hand und ausgestrecktem Arm aus Ägypten herausgeführt hat! Genauso wird er die Völker, vor denen ihr jetzt Angst habt, seine Macht spüren lassen.

20 Er wird einen panischen Schrecken über sie kommen lassen, bis auch noch die letzten Überlebenden, die sich irgendwo vor euch versteckt haben, umgekommen sind.

21 Ihr braucht keine Angst vor ihnen zu haben; denn der HERR, euer Gott, ist bei euch. Er ist stark und mächtig und alle seine Feinde müssen sich vor ihm fürchten.

22 Er wird diese Völker vor euch vertreiben. Allerdings lässt er euch nicht von heute auf morgen mit ihnen fertigwerden. Sonst würden sich die wilden Tiere zu stark vermehren und euch Schaden zufügen.

23 Der HERR, euer Gott, wird die Völker im Land euch preisgeben; er wird sie in Furcht und Schrecken versetzen, sodass ihr sie völlig vernichten könnt.

24 Er wird ihre Könige in eure Hand geben; keiner von ihnen wird sich gegen euch behaupten können. Ihr werdet sie alle vernichten; nicht einmal an ihre Namen wird man sich noch erinnern.

25 Die Standbilder ihrer Götter müsst ihr ins Feuer werfen. Lasst euch auch nicht dazu verleiten, den goldenen und silbernen Belag abzulösen und an euch zu nehmen. Das würde euch Unheil bringen; denn solches Gold und Silber verabscheut der HERR, euer Gott.

26 Und was der HERR verabscheut, sollt ihr nicht in eure Häuser bringen, sonst seid ihr genauso wie diese Bilder dem Bann verfallen und müsst sterben. Behandelt sie als etwas Abscheu- und Ekelerregendes, das vernichtet werden muss.

Videos zu 5. Mose 7,10 (ELB, GNB)