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Elberfelder Bibel
Elberfelder 2006
Verordnungen über das Passah, das Fest der Wochen und das Fest der Laubhütten
1 Beachte den Monat Abib[1]d. h. Ährenmonat und feiere Passah dem Herrn, deinem Gott! Denn im Monat Abib hat der Herr, dein Gott, dich nachts aus Ägypten herausgeführt.
2 Und du sollst für den Herrn, deinen Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an der Stätte, die der Herr erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen.
3 Du sollst kein Gesäuertes dazu essen. Sieben Tage sollst du ungesäuerte Brote dazu essen, Brot des Elends – denn in Hast bist du aus dem Land Ägypten ausgezogen –, damit du an den Tag deines Auszugs aus dem Land Ägypten denkst alle Tage deines Lebens.
4 Und sieben Tage {lang} soll kein Sauerteig bei dir gesehen werden in deinem ganzen Gebiet. Und von dem Fleisch, das du am ersten Tag abends schlachtest, soll nichts über Nacht bleiben bis zum Morgen. –
5 Du kannst das Passah nicht in einem deiner Tore schlachten, die der Herr, dein Gott, dir gibt.
6 Sondern an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird; um seinen Namen dort wohnen zu lassen, sollst du das Passah schlachten am Abend, beim Untergang der Sonne, zur Zeit deines Auszugs aus Ägypten.
7 Und du sollst es braten[2]o. kochen; so die normale Bedeutung des Wortes, z. B. 2Mo12,9 (etwa im Wasser gekocht) und essen an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird. Und am {nächsten} Morgen sollst du dich wenden und zu deinen Zelten gehen.
8 Sechs Tage sollst du ungesäuerte Brote essen. Am siebten Tag aber ist eine Festversammlung für den Herrn, deinen Gott; du sollst keine Arbeit tun.
9 Sieben Wochen sollst du dir abzählen: Von da an, wo man beginnt, die Sichel an die Saat {zu legen} , sollst du anfangen, sieben Wochen zu zählen.
10 Dann sollst du das Fest der Wochen für den Herrn, deinen Gott, feiern, je nach der freiwilligen Gabe deiner Hand, die du geben wirst, so wie der Herr, dein Gott, dich segnen wird.
11 Und du sollst dich vor dem Herrn, deinem Gott, freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit, der in deinen Toren {wohnt} , und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte {wohnen} , an der Stätte, die der Herr, dein Gott, erwählen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen.
12 Und du sollst daran denken, dass du Sklave in Ägypten warst, und sollst diese Ordnungen bewahren und tun.
13 Das Fest der Laubhütten sollst du sieben Tage {lang} feiern, wenn du {den Ertrag} von deiner Tenne und von deiner Kelterkufe einsammelst.
14 Und du sollst dich an deinem Fest freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren {wohnen}.
15 Sieben Tage sollst du für den Herrn, deinen Gott, das Fest feiern an der Stätte, die der Herr erwählen wird. Denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Tun deiner Hände, und du sollst wirklich fröhlich sein.
16 Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was männlich ist, vor dem Herrn, deinem Gott, erscheinen an der Stätte, die er erwählen wird: am Fest der ungesäuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhütten. Und man soll nicht mit leeren Händen vor dem Herrn erscheinen:
17 jeder nach dem, was seine Hand geben kann[1]w. nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen des Herrn, deines Gottes, den er dir gegeben hat.
Anweisungen zur Rechtsprechung im Tor
18 Richter und Aufseher[2]w. Schreiber; d. i. eine Beamtenbezeichnung sollst du dir einsetzen in allen deinen Toren, die der Herr, dein Gott, dir nach deinen Stämmen gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.
19 Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht ansehen und kein Bestechungsgeschenk nehmen. Denn das Bestechungsgeschenk macht die Augen der Weisen blind und verdreht die Sache[3]o. die Worte der Gerechten.
20 Der Gerechtigkeit {und nur} der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, damit du lebst und das Land in Besitz nimmst, das der Herr, dein Gott, dir gibt.
Verbot von kanaanäischen Kultsymbolen, unvollständigen Opfertieren und Gestirnskulten
21 Du sollst dir keine Aschera pflanzen, irgendein Holz[4]o. irgendeinen Baum neben dem Altar des Herrn, deines Gottes, den du dir machen wirst.
22 Und du sollst dir keine Gedenksteine[5]hebr. mazzebot; das sind aufrecht hingestellte Steine, die zu Ehren eines Gottes kultisch verehrt wurden aufrichten, die der Herr, dein Gott, hasst.
Elberfelder Bibel 2006, © 2006 SCM R.Brockhaus in der SCM Verlagsgruppe GmbH, Holzgerlingen
Gute Nachricht Bibel
Gute Nachricht Bibel 2018
Das Passafest (Ex 12,1-20)
1 Im Frühlingsmonat, wenn die Getreideernte beginnt, sollt ihr zu Ehren des HERRN das Passafest feiern. Denn in diesem Monat hat der HERR, euer Gott, euch mitten in der Nacht aus Ägypten in die Freiheit geführt.
2 Ihr müsst zu diesem Fest an die Stätte kommen, die der HERR, euer Gott, dafür auswählen wird, dass sein Name da wohnt. Dort schlachtet ihr ihm als Passaopfer ein Schaf, eine Ziege oder ein Rind.
3 Ihr dürft dazu kein Brot essen, das mit Sauerteig gebacken ist. Sieben Tage lang sollt ihr ungesäuertes Brot essen, genau wie damals, als ihr in größter Eile aus Ägypten geflohen seid. Dieses »Brot der Not« soll euch euer Leben lang an den Tag erinnern, an dem ihr aus Ägypten ausgezogen seid.
4 Sieben Tage lang darf niemand im ganzen Land Sauerteig im Haus haben. Von dem Fleisch des Opfertieres, das ihr am Vorabend des ersten Festtages schlachtet, darf nichts bis zum nächsten Morgen übrig bleiben.
5 Ihr dürft das Passaopfer nicht an euren Wohnsitzen schlachten, die der HERR euch zuteilen wird,
6 sondern ausschließlich an der Stätte, die der HERR, euer Gott, auswählen wird. Schlachtet es am Abend, wenn die Sonne untergeht; denn zu dieser Zeit seid ihr aus Ägypten aufgebrochen.
7 Kocht das Fleisch und verzehrt es an der Stätte, die der HERR auswählen wird. Am nächsten Morgen geht ihr wieder nach Hause
8 und esst dann sechs Tage lang nur solches Brot, das ohne Sauerteig gebacken ist. Am siebten Tag ist eine große Festversammlung am Heiligtum des HERRN, eures Gottes. Alle Arbeit muss an diesem Tag ruhen.
Das Pfingstfest
9-10 Sieben Wochen nach Beginn der Getreideernte sollt ihr zu Ehren des HERRN, eures Gottes, das Pfingstfest feiern. Dabei bringt ihr dem HERRN, eurem Gott, freiwillige Opfergaben, als Dank dafür, dass er eure Felder gesegnet hat, und nach dem Maß, in dem euch dieser Segen in dem betreffenden Jahr zuteilgeworden ist.
11 Feiert ein fröhliches Fest vor dem HERRN, eurem Gott, an der Stätte, die er auswählen wird, zusammen mit euren Söhnen und Töchtern, euren Sklaven und Sklavinnen und mit den Leviten in eurer Stadt, mit den Fremden, die bei euch leben, den Waisen und Witwen.
12 Denkt daran, dass ihr selbst in Ägypten Sklaven gewesen seid. Richtet euch nach diesen Weisungen und befolgt sie!
Das Laubhüttenfest
13 Wenn nicht nur die Getreide-, sondern auch die Weinernte eingebracht ist, sollt ihr sieben Tage lang das Laubhüttenfest feiern.
14 Begeht es als Freudenfest mit euren Söhnen und Töchtern, euren Sklaven und Sklavinnen und mit den Leviten in eurer Stadt, den Fremden, die bei euch leben, den Waisen und Witwen.
15 Feiert es sieben Tage lang zu Ehren des HERRN an der Stätte, die er auswählen wird. Der HERR, euer Gott, wird seinen Segen auf alle eure Arbeit legen und euch reichen Ertrag schenken. Deshalb sollt ihr euch an diesem Fest von Herzen freuen.
16 Dreimal in jedem Jahr sollen alle Männer Israels zum HERRN, eurem Gott, an die Stätte kommen, die er auswählen wird: zum Fest der Ungesäuerten Brote, zum Pfingstfest und zum Laubhüttenfest. Keiner soll mit leeren Händen kommen.
17 Jeder soll eine Gabe für den HERRN mitbringen, viel oder wenig, je nachdem wie viel einer besitzt und was der HERR, euer Gott, ihm gegeben hat.
Ordnung des Rechtswesens
18 Setzt in euren Stammesgebieten in jeder Stadt, die der HERR euch geben wird, Richter und Aufsichtsbeamte ein. Sie sollen dafür sorgen, dass alle im Volk zu ihrem Recht kommen.
19 Ihr dürft das Recht nicht beugen. Ihr dürft im Gerichtsverfahren niemand begünstigen. Ihr dürft von den Prozessierenden keine Geschenke annehmen; denn das trübt das Urteilsvermögen auch der klügsten Leute und verführt die ehrenwertesten Männer dazu, Recht und Unrecht zu verwechseln.
20 Gerechtigkeit muss euer oberstes Ziel sein. Dann werdet ihr für immer in dem Land leben können, das der HERR, euer Gott, euch geben wird.
Reinheit des Gottesdienstes
21 Ihr dürft keinen geweihten Pfahl neben dem Altar aufstellen, den ihr für den HERRN, euren Gott, errichten werdet.
22 Ihr dürft keine Steinmale aufstellen; denn sie sind dem HERRN, eurem Gott, zuwider.
Gute Nachricht Bibel, durchgesehene Neuausgabe, © 2018 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart