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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Psalmgebet des Propheten

1 Gebet des Propheten Habakuk nach Schigjonot[3]d. i. wahrscheinlich ein bewegtes Klagelied.

2 Herr, ich habe deine Botschaft vernommen. Ich habe, Herr, dein Werk gesehen[4]so mit mehreren LXX-Handschr. ; Mas. T. : gefürchtet. Inmitten der Jahre verwirkliche es[5]w. rufe es ins Leben, inmitten der Jahre mache es offenbar! Im Zorn gedenke des Erbarmens! –

3 Gott kommt von Teman her und der Heilige vom Gebirge Paran. //[6]d. i. ein Pausenzeichen und bedeutet wohl »Zwischenspiel«; vgl. Anm. zu Ps3,3. Seine Hoheit bedeckt den Himmel, und sein Ruhm erfüllt die Erde.

4 Da entsteht ein Glanz, dem Licht {der Sonne} gleich, Strahlen ihm zur Seite[7]o. gleich, der ein Strahlenpaar von seiner (Gottes) Hand, und dort verbirgt sich seine Macht[8]w. und dort ist die Hülle seiner Macht.

5 Vor ihm her geht die Pest, und die Seuche zieht aus in seinem Gefolge.

6 Er tritt auf und erschüttert die Erde, er schaut hin und lässt Nationen auffahren. Es bersten[9]w. werden zerschmettert die ewigen Berge, es senken sich die ewigen Hügel. Das sind von jeher seine Bahnen

7 {als Strafe} für Unrecht. Ich sah die Zelte von Kuschan erzittern, die Zeltdecken[10]so mit anderer Satzeinteilung. Nach der Zeichensetzung der Masoreten müsste V.7 übersetzt werden: Unter {der Last von} Unrecht sah ich die Zelte von Kuschan, es zitterten die Zeltdecken des Landes Midian.

8 Entbrannte dein Zorn gegen die Ströme, Herr, gegen die Ströme, oder dein Grimm gegen das Meer, dass du einherfährst mit[11]w. über deinen Pferden, deinen siegreichen Kampfwagen[12]w. deinen Kampfwagen der Rettung?

9 Entblößt, entblößt ist dein Bogen, Pfeilflüche sind {dein} Reden[13]Andere üs. mit Textänderung: du hast mit Pfeilen deinen Köcher gesättigt! //[6]d. i. ein Pausenzeichen und bedeutet wohl »Zwischenspiel«; vgl. Anm. zu Ps3,3. Zu Strömen spaltest du die Erde.

10 Bei deinem Anblick erbeben die Berge, Gewitterregen zieht heran, die Tiefe[14]o. Flut lässt ihre Stimme erschallen. Ihre Hände zu heben, vergisst

11 die Sonne. Der Mond steht still in seiner[15]o. tritt in die Wohnung. Als {strahlendes} Licht gehen deine Pfeile hin und her, als {heller} Schein der Blitz deines Speeres[16]Andere üs. : Vor dem Licht deiner Pfeile vergehen sie, vor dem Glanz deines blitzenden Speeres..

12 Im Grimm durchschreitest du die Erde, im Zorn zerdrischst du Nationen.

13 Du bist ausgezogen zur Rettung deines Volkes, zur Rettung[17]o. zum Heil deines Gesalbten. Du hast den First herabgeschmettert vom Haus des Gottlosen, den Grund bis auf den Felsen bloßgelegt. //[6]d. i. ein Pausenzeichen und bedeutet wohl »Zwischenspiel«; vgl. Anm. zu Ps3,3.

14 Du hast ihm mit seinen {eigenen} Pfeilen den Kopf durchbohrt, seine Anführer sind davongerannt. Uns[18]T. ; Mas. T. : Mich zu zerstreuen, war ihr Übermut gewesen, gleichsam zu verschlingen den Elenden im Versteck.

15 Du hast seine[1]T. ; Mas. T. : deine Pferde ins Meer getreten, in die Brandung gewaltiger Wasser. –

16 Ich vernahm es, da erbebte mein Leib, bei dem Schall erzitterten meine Lippen, Fäulnis drang in meine Knochen, und unter mir bebte mein Schritt[2]T. ; Mas. T. : unter mir bebte ich, der ich warten will auf den Tag der Bedrängnis. {Jetzt} will ich auf den Tag der Bedrängnis warten, dass er heraufkommt gegen das Volk, das uns angreift.

17 Denn der Feigenbaum blüht nicht[3]Andere üs. mit Textänderung: bringt nicht Frucht, und an den Reben ist kein Ertrag. Der Ölbaum versagt {seine} Leistung, und die Terrassen {gärten} bringen keine Nahrung hervor. Die Schafe sind aus der Hürde verschwunden[4]T. ; Mas. T. : Und die Schafe hat er von der Hürde abgeschnitten, und kein Rind ist in den Ställen. –

18 Ich aber, ich will in dem Herrn jubeln, will jauchzen über den Gott meines Heils[5]o. meiner Rettungo. meiner Rettung.

19 Der Herr, der Herr, ist meine Kraft. Den Hirschen gleich macht er meine Füße, und über meine Höhen lässt er mich einherschreiten. Dem Vorsänger[6]o. Zum Vorsingen, mit meinem Saitenspiel!

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Habakuk schaut Gottes Eingreifen

1 Ein Gebet des Propheten Habakuk.

2 HERR, von deinen Ruhmestaten habe ich gehört, sie erfüllen mich mit Schrecken und Staunen. Erneuere sie doch, jetzt, in unserer Zeit! Lass uns noch sehen, wie du eingreifst! Auch wenn du zornig bist – hab mit uns Erbarmen!

3 Gott kommt von Teman her, der heilige Gott kommt vom Gebirge Paran. Seine Majestät überstrahlt den Himmel, sein Glanz erfüllt die ganze Erde.

4 Rings um ihn leuchtet es wie Sonnenlicht, nach allen Seiten strahlt es von ihm aus – darin verbirgt sich seine große Macht.

5 Die Pest geht vor ihm her und hinter ihm folgt die Seuche.

6 Setzt er den Fuß auf die Erde, so bebt sie; blickt er die Heere der Völker an, so erschrecken sie und stieben auseinander. Die ewigen Berge zerbersten, die uralten Hügel sinken zusammen; so schreitet er seit grauer Vorzeit über die Erde.

7 Niedergeduckt vor drohendem Unheil sehe ich die Zelte der Kuschiter, die Zeltdecken der Midianiter zittern.

8 HERR, gegen wen ist dein Zorn gerichtet? Gilt er den Fluten des Meeres, der Macht der Tiefe? Wenn du ausziehst mit deinen Rossen, dann bringen deine Wagen den Sieg.

9 Du ziehst deinen Bogen aus seiner Hülle, mit Drohworten begleitest du die Pfeile. Du spaltest die Erde und Ströme brechen hervor.

10 Die Berge sehen dich und erbeben wie eine Frau, die in Wehen liegt. Regengüsse prasseln hernieder, die Wellen des Meeres tosen und türmen sich auf.

11 Sonne und Mond verstecken sich, sie ziehen sich in ihr Haus zurück, weil deine leuchtenden Pfeile schwirren und dein blitzender Speer die Nacht erhellt.

12 Du schreitest über die Erde, in deinem Zorn trittst du die Völker nieder.

13 Du bist ausgezogen, um deinem Volk zu helfen, ihm und dem König, den du gesalbt hast. Das Dach hast du abgerissen vom Palast deines Feindes, dass nur noch kahle Mauern zum Himmel ragen.

14 Seine Heerführer wollten uns jagen, sie stürmten heran wie ein Wirbelwind; sie freuten sich schon bei dem Gedanken, uns Arme in ihr Versteck zu schleppen, uns zu verschlingen wie der Löwe seine Beute. Du aber durchbohrtest sie mit ihren eigenen Pfeilen.

15 Mit deinen Rossen bahntest du dir den Weg durch die schäumenden Wogen des Meeres.

16 Als ich die Kunde davon vernahm, fuhr mir der Schreck in die Glieder, meine Lippen fingen an zu zittern; meine Knie wurden weich und gaben nach, ich war am ganzen Leib wie zerschlagen. Noch muss ich warten auf den Tag, der dem Volk, das uns angreift, den Untergang bringt.

17 Noch gibt es keine Feigen oder Trauben, noch sind keine Oliven zu ernten; noch wächst kein Korn auf unseren Feldern und die Schafhürden und Viehställe stehen leer –

18 und doch kann ich jubeln, weil der HERR mir hilft; was er zugesagt hat, erfüllt mich mit Freude.

19 Der HERR, der mächtige Gott, gibt mir Kraft! Er macht mich leichtfüßig wie die Gazelle und lässt mich sicher über die Berge schreiten. Dieses Lied ist auf Saiteninstrumenten zu begleiten.

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