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Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Klagelied über den Pharao – Der Pharao im Scheol

1 Und es geschah im zwölften Jahr, im zwölften Monat, am Ersten des Monats, da geschah das Wort des Herrn zu mir so:

2 Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den Pharao, den König von Ägypten, und sage zu ihm: Einem Junglöwen unter den Nationen[5]w. der Nationen bist du gleich geworden; und doch warst du wie ein Seeungeheuer in den Meeren[6]Gemeint ist das Krokodil im Nil. und sprudeltest mit deinen Nüstern[7]So hat der Text vielleicht ursprünglich gelautet. Mas. T. : sprudeltest in deinen Strömen und trübtest das Wasser mit deinen Füßen und wühltest ihre Ströme auf.

3 So spricht der Herr, Herr: Daher werde ich mein Fangnetz über dich ausspannen durch eine Schar vieler Völker, und man wird dich in meinem Garn heraufziehen.

4 Und ich werfe dich auf das Land, schleudere dich auf das freie Feld; und ich mache, dass sich alle Vögel des Himmels auf dir niederlassen und sich die Tiere der ganzen Erde von dir sättigen.

5 Und ich lege dein Fleisch auf die Berge und fülle die Täler mit deinem Aas[8]w. mit deinem Leichenhaufen.

6 Und ich tränke das Land mit deinem Ausfluss von deinem Blut auf den Bergen, und die Bachrinnen werden mit dir angefüllt sein.

7 Und ich werde, wenn ich dich auslösche, den Himmel bedecken und seine Sterne verdunkeln; ich werde die Sonne mit Gewölk bedecken, und der Mond wird sein Licht nicht scheinen lassen.

8 Alle leuchtenden Lichter[9]w. alle Lichtträger von Licht am Himmel werde ich deinetwegen verdunkeln, und ich werde Finsternis über dein Land bringen, spricht der Herr, Herr[4]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

9 Und ich werde das Herz vieler Völker beunruhigen, wenn ich deinen Zusammenbruch[10]LXX: deine Kriegsgefangenen über die Nationen kommen lasse, in Länder, die du nicht gekannt hast.

10 Und ich werde vielen Völkern deinetwegen Entsetzen einflößen, und ihren Königen werden deinetwegen die Haare zu Berge stehen, wenn ich mein Schwert vor ihnen schwinge; und sie werden immer wieder erzittern, jeder um sein Leben, am Tag deines Falls. –

11 Denn so spricht der Herr, Herr: Das Schwert des Königs von Babel wird über dich kommen.

12 Durch die Schwerter von Helden werde ich deine Menge[11]o. deinen Prunk, o. Reichtum fällen; die Gewalttätigsten der Nationen sind sie alle; und sie werden den Hochmut Ägyptens zerstören, und sein ganzer Prunk[12]o. sein ganzer Reichtum; o. seine ganze lärmende Menge wird ausgetilgt.

13 Und ich werde all sein Vieh an den vielen Wassern[13]w. von den vielen Wassern hinweg zugrunde richten, sodass der Fuß des Menschen sie nicht mehr trübt, noch die Klauen des Viehs sie trüben.

14 Dann werde ich ihre Wasser klären[14]w. sich setzen lassen und ihre Flüsse wie Öl fließen lassen, spricht der Herr, Herr[4]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn. –

15 Wenn ich das Land Ägypten zu einer Einöde mache und wenn das Land ohne seine Fülle verwüstet daliegt, wenn ich alle, die darin wohnen, schlage, dann werden sie erkennen, dass ich der Herr bin.

16 Das ist ein Klagelied, und man soll es als Klagelied singen, die Töchter der Nationen sollen es als Klagelied singen; sie sollen es als Klagelied singen über Ägypten und über seinen ganzen Prunk[1]o. seine ganze lärmende Menge; o. seinen ganzen Reichtum, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

17 Und es geschah im zwölften Jahr, am Fünfzehnten des Monats, da geschah das Wort des Herrn zu mir so:

18 Menschensohn, wehklage über den Prunk[3]o. die lärmende Menge; o. den Reichtum Ägyptens, und stürze ihn hinab, Ägypten[4]w. über es. – Andere üs. mit Streichung eines Buchstabens: du und die Töchter mächtiger Nationen, in das Land der Tiefen[5]o. in die Tiefen {unter} der Erde, zu denen, die in die Grube hinabgefahren sind!

19 Wen übertriffst du {jetzt noch} an Anmut? Fahr hinab, und lege dich zu den Unbeschnittenen!

20 Mitten unter den vom Schwert Erschlagenen sollen sie fallen! Das Schwert ist {ihnen} bestimmt. Schleppt mit Ägypten[6]w. mit ihm auch seinen ganzen Prunk[1]o. seine ganze lärmende Menge; o. seinen ganzen Reichtum herbei!

21 Es reden mit ihm die gewaltigen Helden mitten aus dem Scheol, mit {ihm und} seinen Helfern. Sie sind hinabgefahren, sie liegen da, die Unbeschnittenen, die vom Schwert Erschlagenen.

22 Dort ist Assur und sein ganzes Aufgebot rings um sein Grab her[7]T. entsprechend V.23b und 24a; Mas. T. : rings um ihn her seine Gräber: sie alle, Erschlagene, durchs Schwert Gefallene,

23 {Assur, } dem seine Gräber in der tiefsten Grube gegeben worden sind, und sein Aufgebot ist rings um sein Grab her {begraben}. Sie alle sind Erschlagene, durchs Schwert Gefallene, die {einst} Schrecken verbreiteten im Land der Lebenden.

24 Dort ist Elam[8]d. i. die persische Provinz, deren Hauptstadt Susa war und sein ganzer Prunk[9]o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum rings um sein Grab her[7]T. entsprechend V.23b und 24a; Mas. T. : rings um ihn her seine Gräber, sie alle, Erschlagene, durchs Schwert Gefallene, die als Unbeschnittene ins Land der Tiefen[5]o. in die Tiefen {unter} der Erde hinabgefahren sind, die {einst} ihren Schrecken verbreitet hatten im Land der Lebenden; und sie tragen ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind.

25 Mitten unter Erschlagenen hat man ihm ein Lager gegeben mit seinem ganzen Prunk[10]o. mit seiner ganzen Menge; o. mit seinem ganzen Reichtum rings um sein Grab her[7]T. entsprechend V.23b und 24a; Mas. T. : rings um ihn her seine Gräber. Sie alle sind Unbeschnittene, vom Schwert Erschlagene, weil {einst} ihr Schrecken verbreitet war im Land der Lebenden; und sie tragen {nun} ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind. Mitten unter Erschlagene ist er gelegt.

26 Dort ist Meschech-Tubal und sein ganzer Prunk[9]o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum; rings um sein Grab her[7]T. entsprechend V.23b und 24a; Mas. T. : rings um ihn her seine Gräber, sie alle, Unbeschnittene, sie sind vom Schwert erschlagen, weil sie ihren Schrecken verbreitet hatten im Land der Lebenden.

27 Und sie liegen nicht bei den Helden, die in der Vorzeit gefallen sind[11]so mit LXX und der alten lat. Üs. ; Mas. T. : bei den Helden, die von den Unbeschnittenen {getrennt} gefallen sind, die in den Scheol hinabfuhren mit ihren Kriegswaffen und die ihre Schwerter unter ihre Häupter legten und deren Schilde[12]So lautete der Text vielleicht ursprünglich. Mas. T. : deren Sünden auf ihren Gebeinen liegen; denn der Schrecken vor den Helden[13]w. der Schrecken der Helden {hatte einst} im Land der Lebenden {geherrscht}. –

28 Auch du {, Ägypten, } wirst mitten unter Unbeschnittenen zerschmettert werden und bei den vom Schwert Erschlagenen liegen.

29 Dort ist Edom, seine Könige und all seine Fürsten, die in ihrer Heldenkraft zu den vom Schwert Erschlagenen gelegt wurden; sie liegen bei den Unbeschnittenen und bei denen, die in die Grube hinabgefahren sind.

30 Dort sind die Fürsten des Nordens insgesamt und alle Sidonier, die zu den Erschlagenen hinabgefahren sind {und} trotz ihres Schreckens {, den sie einflößten, } in ihrer Heldenkraft zuschanden geworden sind; und sie liegen als Unbeschnittene bei den vom Schwert Erschlagenen und tragen ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind.

31 Sie {alle} wird der Pharao sehen und sich über seinen ganzen Prunk[1]o. mit seiner ganzen Menge; o. mit seinem ganzen Reichtum trösten. Vom Schwert Erschlagene sind der Pharao und sein ganzes Heer, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

32 Denn ich habe Schrecken vor ihm verbreitet im Land der Lebenden; und so wird er sich mitten unter Unbeschnittene legen mit den vom Schwert Erschlagenen, der Pharao und sein ganzer Prunk[3]o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Der Pharao, der erlegte Drache

1 Im zwölften Jahr unserer Verbannung, am 1. Tag des 12. Monats, erging das Wort des HERRN an mich, er sagte:

2 »Du Mensch, stimme die Totenklage an über den Pharao, den König von Ägypten! Sag zu ihm: ›Von allen Königen warst du der größte, du Drachenungetüm im weiten Meer! Aus deiner Nase schossen Wasserstrahlen, mit deinen Füßen wühltest du im Schlamm, dein Toben machte jedes Wasser trüb.‹

3 Und dann fahre fort: ›So spricht der HERR, der mächtige Gott: Ich werde mein Fangnetz ausspannen! Die Heere vieler Völker werde ich gegen dich aufbieten, die werden dich in meinem Netz einfangen und aus dem Meer ziehen.

4 Dann schleudere ich dich auf das Land und werfe dich allen Raubvögeln und wilden Tieren der Erde zum Fraß hin.

5 Dein Leichnam wird die Berge bedecken und die Täler ausfüllen;

6 dein Blut wird das Land tränken, es wird von den Bergen herabströmen und die Bäche anschwellen lassen.

7 Während ich das Strafgericht an dir vollziehe, bedecke ich den Himmel mit düsteren Wolken, sodass Sonne, Mond und Sterne verschwinden.

8 Deinetwegen mache ich alle hellen Lichter am Himmel dunkel und breite Finsternis über dein Land. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott.

9 Viele Völker werden in Unruhe gestürzt werden, wenn die Nachricht von deinem Fall zu ihnen kommt – sogar Völker, von denen du noch nie gehört hast.

10 Das Strafgericht, das ich an dir vollziehe, wird sie mit Schauder erfüllen; ihre Könige werden von Entsetzen geschüttelt, wenn sie mich das Schwert schwingen sehen und deinen Untergang erleben.

11 Denn das sage ich, der mächtige Gott: Der König von Babylon wird mit seinem Heer gegen dich heranziehen.

12 Seinem Befehl gehorchen die erbarmungslosesten der Völker; durch sie vernichte ich deine ganze stolze Heeresmacht.

13 Auch alles Vieh im Land vernichte ich; kein Huf und kein Menschenfuß wird mehr an den Tränkstellen das Wasser trüben.

14 Ruhig und ungestört wird der Nil in seinem Bett dahinfließen, so glatt wie Öl. Das sage ich, der mächtige Gott.

15 Ich fege Ägypten leer und mache es zur Wüste, alle seine Bewohner erschlage ich. Dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin.‹

16 Diese Totenklage werden die Frauen aller Völker anstimmen. Sie sollen Ägypten und sein stolzes Heer wie einen Toten betrauern. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott.«

Ägypten wird im Totenreich empfangen

17 Im zwölften Jahr unserer Verbannung, am 15. Tag des Monats, erging das Wort des HERRN an mich, er sagte:

18 »Du Mensch, singe im Voraus das Lied vom Untergang der stolzen ägyptischen Heeresmacht! Schicke sie mit diesem Lied hinunter an den Ort tief unter der Erde, wo schon die Kriegsleute vieler anderer Völker ein unrühmliches Ende genommen haben! Sag zu Ägypten:

19 ›Meinst du, du wärst schöner als andere und würdest bevorzugt behandelt? Hinunter mit dir zu den Toten! In die tiefste Tiefe zu denen, die kein ordentliches Begräbnis bekommen haben!

20 Bei den Erschlagenen und Hingerichteten sollst du liegen mit deiner ganzen stolzen Heeresmacht!

21 Die Helden, die schon drunten bei den Toten sind, sagen über euch und eure Helfer: Sie sind also auch hier unten angekommen! Da liegen sie nun, erschlagen und unbestattet!

22-23 Da drunten erwartet dich Assur mit seinem ganzen Heer, lauter durchs Schwert erschlagene Männer. Als sie noch lebten, haben sie die Völker der Erde in Furcht und Schrecken versetzt; aber jetzt liegen sie in der tiefsten Grube, der König in der Mitte und rings um ihn seine Kriegsleute.

24-25 Da drunten erwartet dich Elam mit seinem ganzen stolzen Heer, lauter durchs Schwert erschlagene Männer. Als sie noch lebten, haben sie die Völker der Erde in Furcht und Schrecken versetzt; nun liegen sie an dem Ort tief unter der Erde bei den Erschlagenen, der König in der Mitte und rings um ihn seine Kriegsleute. Niemand hat sie ordentlich begraben und so liegen sie mitten unter den Erschlagenen und müssen ihre Schande tragen zusammen mit allen, die ein unrühmliches Ende genommen haben.

26 Da drunten erwartet dich Meschech-Tubal mit seinem ganzen stolzen Heer. Als sie noch lebten, haben sie die Völker der Erde in Furcht und Schrecken versetzt; nun liegen sie erschlagen ohne ein ordentliches Begräbnis bei den Toten, der König in der Mitte und rings um ihn seine Kriegsleute.

27 Sie haben keinen Ehrenplatz unter den Toten wie die Helden der Vorzeit, die nach dem Tod in der Schlacht mit voller Rüstung in die Totenwelt gelangt sind; man begrub sie, das Schwert unter den Kopf gelegt und vom Schild bedeckt. Auch sie verbreiteten Schrecken unter den Völkern.

28 Nun musst auch du, Ägypten, hinunter zu denen, die vom Schwert erschlagen wurden und kein ordentliches Begräbnis bekommen haben!

29 Auch Edom erwartet dich drunten mit seinen Königen und Fürsten, lauter tapfere Kämpfer, aber in der Totenwelt liegen sie bei den Erschlagenen und Hingerichteten, die kein ordentliches Begräbnis bekommen haben.

30 Auch die Könige des Nordens und alle Phönizier erwarten dich. Sie haben als tapfere Kämpfer Furcht und Schrecken verbreitet, aber sie mussten hinunter zu den Erschlagenen und Hingerichteten und müssen ihre Schande tragen zusammen mit denen, die ein unrühmliches Ende genommen haben.‹

31 Sie alle wird der Pharao dort unten antreffen und das wird ihn darüber trösten, dass sein ganzes stolzes Heer verloren ist. Denn todgeweiht ist er mit seiner ganzen Heeresmacht; das sage ich, der HERR, der mächtige Gott.

32 Ich habe es zugelassen, dass er unter den Völkern Furcht und Schrecken verbreitet hat; jetzt aber ist sein Platz bei den Erschlagenen und Hingerichteten, die kein ordentliches Begräbnis bekommen haben. So ergeht es dem Pharao und seinem ganzen stolzen Heer. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott.«

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