ELB, GNB online lesen

Elberfelder Bibel

Elberfelder 2006

Die Geschichte der Untreue Israels und Neuanfang nach dem Gericht

1 Und es geschah im siebten Jahr, im fünften {Monat} , am Zehnten des Monats, da kamen Männer von den Ältesten Israels, um den Herrn zu befragen; und sie setzten sich vor mir nieder.

2 Und das Wort des Herrn geschah zu mir so:

3 Menschensohn, rede zu den Ältesten Israels, und sage zu ihnen: So spricht der Herr, Herr: Um mich zu befragen, seid ihr gekommen? So wahr ich lebe, wenn ich mich von euch befragen lasse[1]s. Anm. zu Kap.17,19!, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

4 Willst du sie {nicht vielmehr} richten? Willst du richten, Menschensohn? Die Gräuel ihrer Väter lass sie erkennen,

5 und sage zu ihnen: So spricht der Herr, Herr: An dem Tag, als ich Israel erwählte, da erhob ich meine Hand der Nachkommenschaft des Hauses Jakob {zum Schwur} und gab mich ihnen im Land Ägypten kund und erhob meine Hand ihnen {zum Schwur} und sprach: Ich bin der Herr, euer Gott!

6 An jenem Tag erhob ich für sie meine Hand {zum Schwur} , dass ich sie aus dem Land Ägypten herausführen würde in ein Land, das ich für sie ausgekundschaftet hatte, das von Milch und Honig überfließt; die Zierde ist es unter allen Ländern.

7 Und ich sprach zu ihnen: Werft die Scheusale weg, an denen eure Augen hängen[3]w. Werft jeder die Scheusale seiner Augen weg, und macht euch nicht mit den Götzen Ägyptens unrein! Ich bin der Herr, euer Gott.

8 Aber sie waren widerspenstig gegen mich und wollten nicht auf mich hören; keiner warf die Scheusale weg, an denen seine Augen hingen,[4]w. die Scheusale ihrer Augen warfen sie nicht weg – jeder! und die Götzen Ägyptens verließen sie nicht. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszugießen, meinen Zorn an ihnen zu vollenden mitten im Land Ägypten.

9 Aber ich handelte {gnädig} um meines Namens willen, damit er nicht entweiht werden sollte vor den Augen der Nationen, in deren Mitte sie waren und vor deren Augen ich mich ihnen kundgegeben hatte, {indem ich schwor, } sie aus dem Land Ägypten herauszuführen.

10 Und ich führte sie aus dem Land Ägypten und brachte sie in die Wüste.

11 Und ich gab ihnen meine Ordnungen, und meine Rechtsbestimmungen ließ ich sie wissen, durch die der Mensch, wenn er sie tut, lebt.

12 Und auch meine Sabbate gab ich ihnen, dass sie zum {Bundes} zeichen sein sollten zwischen mir und ihnen, damit man erkenne, dass ich, der Herr, es bin, der sie heiligt. –

13 Aber das Haus Israel war widerspenstig gegen mich in der Wüste; sie lebten[5]w. gingen nicht in meinen Ordnungen und verwarfen meine Rechtsbestimmungen, durch die der Mensch, wenn er sie tut, lebt; und meine Sabbate entweihten sie sehr. Da gedachte ich, meinen Grimm in der Wüste über sie auszugießen, um sie zu vernichten.

14 Aber ich handelte {gnädig} um meines Namens willen, damit er nicht entweiht werden sollte vor den Augen der Nationen, vor deren Augen ich sie herausgeführt hatte.

15 Doch auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wüste {zum Schwur} , dass ich sie nicht in das Land bringen würde, das ich {ihnen} gegeben hatte, das von Milch und Honig überfließt – die Zierde ist es unter allen Ländern –,

16 weil sie meine Rechtsbestimmungen verwarfen und in meinen Ordnungen nicht lebten und meine Sabbate entweihten; denn ihr Herz lief ihren Götzen nach.

17 Aber ich war ihretwegen betrübt[6]w. mein Auge floss (weinte) ihretwegen, sodass ich sie nicht vernichtete, und ich machte mit ihnen kein Ende in der Wüste.

18 Und ich sprach zu ihren Söhnen in der Wüste: Lebt[7]w. Geht nicht in den Ordnungen eurer Väter, und ihre Rechtsbestimmungen bewahrt nicht, und mit ihren Götzen macht euch nicht unrein!

19 Ich bin der Herr, euer Gott: Lebt[7]w. Geht in meinen Ordnungen, und bewahrt meine Rechtsbestimmungen und tut sie!

20 Und heiligt meine Sabbate, sie sollen zum Zeichen sein zwischen mir und euch, damit ihr erkennt, dass ich der Herr, euer Gott bin. –

21 Aber {auch} die Söhne waren widerspenstig gegen mich; in meinen Ordnungen lebten[1]w. gingen sie nicht, und meine Rechtsbestimmungen bewahrten sie nicht, sie zu tun, durch die {doch} der Mensch, wenn er sie tut, lebt. Und meine Sabbate entweihten sie. Da gedachte ich, meinen Grimm über sie auszugießen, meinen Zorn an ihnen zu vollenden in der Wüste.

22 Aber ich wandte meine Hand zurück und handelte {gnädig} um meines Namens willen, damit er nicht entweiht werden sollte vor den Augen der Nationen, vor deren Augen ich sie herausgeführt hatte.

23 {Doch} auch erhob ich ihnen meine Hand in der Wüste {zum Schwur} , dass ich sie unter die Nationen versprengen und sie in die Länder zerstreuen würde,

24 weil sie meine Rechtsbestimmungen nicht taten und meine Ordnungen verwarfen und meine Sabbate entweihten und ihre Augen hinter den Götzen ihrer Väter her waren.

25 Und auch ich gab ihnen Ordnungen, die nicht gut waren, und Rechtsbestimmungen, durch die sie nicht leben konnten.

26 Und ich machte sie durch ihre Gaben unrein, indem sie alle Erstgeburt des Mutterleibes durch {das Feuer} gehen ließen; damit ich ihnen Entsetzen einflößte, damit sie erkannten, dass ich der Herr bin.

27 Darum, Menschensohn, rede zum Haus Israel und sage zu ihnen: So spricht der Herr, Herr: {Auch} noch dadurch haben eure Väter mich gelästert, dass sie Untreue gegen mich begingen:

28 Als ich sie in das Land gebracht, das ihnen zu geben ich meine Hand {zum Schwur} erhoben hatte, wählten sie {sich} jeden hohen Hügel und jeden dicht belaubten Baum aus und opferten dort ihre Schlachtopfer und gaben dort ihre widerwärtigen Opfergaben[2]w. die Kränkung (o. Reizung) ihrer Opfergaben und brachten dort ihren wohlgefälligen Geruch[3]w. den Geruch ihrer Beschwichtigungen; s. Anm. zu Kap.6,13 dar und spendeten ihre Trankopfer.

29 Und ich sprach zu ihnen: Was ist das für eine Höhe, wohin ihr geht? So wurde ihr Name Bama[4]d. h. Höhe genannt, bis auf diesen Tag.

30 Darum sage zum Haus Israel: So spricht der Herr, Herr: Wollt ihr euch auf die Weise eurer Väter unrein machen und ihren Scheusalen nachhuren?

31 Ja, indem ihr eure Gaben darbringt[5]w. indem ihr eure Gaben hochhebt; d. h. der Gottheit weiht und eure Söhne durchs Feuer gehen lasst, macht ihr euch unrein bis heute an all euren Götzen[6]o. für all eure Götzen! Da sollte ich mich von euch befragen lassen, Haus Israel? So wahr ich lebe, spricht der Herr, Herr[7]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn, wenn ich mich von euch befragen lasse[8]s. Anm. zu Kap.17,19!

32 Und was in eurem Geist aufgestiegen ist, soll niemals geschehen, dass ihr {nämlich} sagt: Wir wollen sein wie die Nationen und wie die Geschlechter der Länder, um im Dienst von Holz und Stein zu stehen.

33 So wahr ich lebe, spricht der Herr, Herr[7]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn, wenn ich nicht mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit ausgegossenem Grimm als König über euch herrschen werde[8]s. Anm. zu Kap.17,19!

34 Und ich werde euch aus den Völkern herausführen und euch aus den Ländern, in die ihr zerstreut worden seid, mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit ausgegossenem Grimm sammeln.

35 Und ich werde euch in die Wüste der Völker bringen und dort mit euch ins Gericht[9]w. vor Gericht gehen von Angesicht zu Angesicht;

36 wie ich mit euren Vätern ins Gericht[9]w. vor Gericht gegangen bin in der Wüste des Landes Ägypten, ebenso werde ich mit euch ins Gericht[1]w. vor Gericht gehen, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

37 Und ich werde euch unter dem {Hirten} stab hindurchziehen lassen und euch abgezählt[3]so mit LXX; Mas. T. : euch in das Band (o. die Überlieferung) des Bundes hineinbringen.

38 Und ich werde von euch ausscheiden, die sich empörten und mit mir brachen; ich werde sie aus dem Land ihrer Fremdlingschaft herausführen, aber in das Land Israel sollen sie[4]so mit einigen hebr. Handschr. und den alten Üs. ; Mas. T. : soll er nicht kommen. Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin.

39 Ihr aber, Haus Israel, so spricht der Herr, Herr: Geht {doch} hin, dient ein jeder seinen Götzen! Aber nachher – solltet ihr wirklich nicht auf mich hören? – dann werdet ihr meinen heiligen Namen nicht mehr entweihen mit euren Gaben und mit euren Götzen.

40 Denn auf meinem heiligen Berg, auf dem hohen Berg Israels, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn, dort wird mir das ganze Haus Israel insgesamt dienen im Land. Dort werde ich sie wohlgefällig annehmen, und dort werde ich eure Hebopfer einfordern und die Erstlinge eurer Geschenke, all eure heiligen Gaben[5]o. all eure Weihegaben.

41 Beim wohlgefälligen Geruch[6]w. Beim Geruch der Befriedigung o. der Beschwichtigung {eurer Opfer} werde ich euch wohlgefällig annehmen, wenn ich euch aus den Völkern herausführe und euch aus den Ländern sammle, in die ihr zerstreut worden seid, und ich mich an euch als heilig erweise vor den Augen der Nationen.

42 Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich euch in das Land Israel bringe, in das Land, {über} das ich meine Hand {zum Schwur} erhoben habe, es euren Vätern zu geben.

43 Und ihr werdet dort an eure Wege und all eure Taten denken, mit denen ihr euch unrein gemacht habt; und ihr werdet an euch selbst Ekel empfinden wegen all eurer bösen Taten, die ihr begangen habt.

44 Und ihr werdet erkennen, dass ich der Herr bin, wenn ich mit euch handle um meines Namens willen {und} nicht nach euren bösen Wegen und nach euren Verderben bringenden Taten, Haus Israel, spricht der Herr, Herr[2]w. ist der Ausspruch des Herrn, Herrn.

Gute Nachricht Bibel

Gute Nachricht Bibel 2018

Die Geschichte der Untreue Israels

1 Im siebten Jahr unserer Verbannung, am 10. Tag des 5. Monats, kamen einige von den Ältesten Israels zu mir und wollten einen Bescheid von Gott haben. Sie setzten sich vor mich hin und warteten.

2 Da erging das Wort des HERRN an mich, er sagte:

3 »Du Mensch, antworte den Ältesten Israels: ›So spricht der HERR, der mächtige Gott: Ihr wollt einen Bescheid von mir haben? So gewiss ich lebe, von euch lasse ich mich nicht befragen, ich nicht!‹«

4 Und er befahl mir: »Du Mensch, du sollst sie stattdessen zur Rechenschaft ziehen; hast du verstanden! Halte ihnen vor, wie schändlich ihre Vorfahren mir die Treue gebrochen haben.

5 Sag zu ihnen: ›So spricht der HERR, der mächtige Gott: Als die Israeliten in Ägypten waren, habe ich sie erwählt und zu meinem Volk gemacht. Ich habe mich ihnen zu erkennen gegeben und mich durch einen Eid mit ihnen verbunden. Ich habe ihnen zugesagt: Ich bin der HERR, euer Gott!

6 Und ich habe ihnen geschworen, sie aus Ägypten in ein Land zu führen, das ich selbst für sie ausgesucht hatte, ein Land, das von Milch und Honig überfließt und das an Herrlichkeit alle anderen Länder übertrifft.

7 Gleichzeitig befahl ich ihnen: Jeder von euch muss seine Götzenbilder fortwerfen! Ihr habt mit den abscheulichen Göttern Ägyptens nichts zu schaffen! Ich bin der HERR, euer Gott!

8 Sie aber waren widerspenstig und gehorchten mir nicht. Keiner warf seine Götzenbilder fort; sie wollten sich nicht von den Göttern Ägyptens trennen. Da hätte ich sie in meinem Zorn beinahe noch in Ägypten vernichtet.

9 Aber ich verschonte sie um meiner selbst willen. Ich wollte nicht, dass mein Name bei den Völkern, unter denen sie lebten, in Verruf geriet. Denn ich hatte ja vor aller Welt meinen Entschluss kundgegeben, mein Volk aus Ägypten wegzuführen.

10 So führte ich die Israeliten aus Ägypten und brachte sie in die Wüste.

11 Dort gab ich ihnen meine Gebote und Ordnungen, durch die der Mensch, wenn er sie befolgt, sein Leben bewahrt.

12 Ich gab ihnen auch meinen Ruhetag, den Sabbat. Die Einhaltung der Sabbatruhe sollte das sichtbare Zeichen sein für den Bund zwischen mir und meinem Volk. Alle sollten daran erkennen, dass ich, der HERR, die Israeliten als mein heiliges Volk für mich ausgesondert habe.

13 Aber auch in der Wüste gehorchten sie mir nicht. Sie hielten sich nicht an meine Gebote und Ordnungen, durch deren Befolgung der Mensch sein Leben bewahrt; sie schändeten den Sabbat auf die schlimmste Weise. Da hätte ich sie in meinem Zorn beinahe in der Wüste vernichtet.

14 Aber ich verschonte sie um meiner selbst willen. Ich wollte nicht, dass mein Name bei den Völkern, vor deren Augen ich sie aus Ägypten herausgeführt hatte, in Verruf geriet.

15 Allerdings schwor ich ihnen, dass ich sie nicht in das Land bringen würde, das ich ihnen zugedacht hatte, dieses Land, das an Herrlichkeit alle anderen übertrifft und das von Milch und Honig überfließt.

16 Das sollte die Strafe dafür sein, dass sie immer noch an ihren Götzen hingen und deshalb meine Gebote nicht befolgt und meinen Ruhetag entweiht hatten.

17 Doch verschonte ich sie und sah davon ab, sie in der Wüste bis auf den letzten Mann zu vernichten.

18 Zu ihren Söhnen aber sagte ich in der Wüste: Folgt nicht den Geboten, nach denen eure Väter gelebt haben, und habt nichts zu schaffen mit ihren Götzen!

19 Ich bin der HERR, euer Gott! Nach meinen Geboten und Ordnungen sollt ihr leben!

20 Und ihr sollt den Sabbat beachten als den Tag, der mir heilig ist. Die Einhaltung der Sabbatruhe soll das Zeichen sein für den Bund zwischen mir und euch. Alle sollen daran erkennen, dass ich, der HERR, euer Gott bin.

21 Aber auch die Söhne gehorchten mir nicht. Sie kümmerten sich nicht um meine Gebote und Ordnungen, durch deren Befolgung der Mensch sein Leben bewahrt, und sie entweihten meinen Ruhetag. Da hätte ich sie in meinem Zorn beinahe in der Wüste vernichtet.

22 Aber ich hielt mich zurück und verschonte sie um meiner selbst willen. Ich wollte nicht, dass mein Name bei den Völkern, vor deren Augen ich sie aus Ägypten herausgeführt hatte, in Verruf geriet.

23 Aber ich schwor ihnen schon damals in der Wüste, dass ich sie unter fremde Völker und in ferne Länder zerstreuen würde,

24 zur Strafe dafür, dass sie meine Gebote nicht befolgt und meinen Ruhetag entweiht hatten und immer noch an den Götzen ihrer Väter hingen.

25 Außerdem gab ich ihnen schlimme Gebote, deren Befolgung nicht zum Leben, sondern zum Tod führen sollte.

26 Durch ihre Opfergaben wurden sie unrein, wenn sie mir alle Erstgeburten als Brandopfer darbrachten. Das befahl ich, damit sie sich entsetzen sollten. Sie sollten erkennen, dass ich der HERR bin.‹«

27 Dann sagte der HERR: »Du Mensch, rede noch weiter zu den Leuten von Israel; sag zu ihnen: ›So spricht der HERR, der mächtige Gott: Noch mit etwas anderem haben eure Vorfahren mich beleidigt und mir die Treue gebrochen.

28 Als ich sie in das Land brachte, das ich ihnen mit einem Eid zugesagt hatte, reizten sie mich zum Zorn mit den Opfern, die sie auf jedem Berg und unter jedem grünen Baum darbrachten, ihren Mahlopfern, Räucheropfern und Trankopfern.

29 Ich fragte sie: Was habt ihr da auf der Höhe zu suchen? – Deshalb nennt man bis heute diese Opferstätten Höhen.‹

30 Darum sollst du zu den Leuten von Israel sagen: ›Hier ist die Antwort des HERRN: Ihr seid noch genauso treulos wie eure Vorfahren und lauft den abscheulichen Götzen nach.

31 Bis heute bringt ihr ihnen eure Opfergaben und macht euch damit unrein, sogar eure Kinder opfert ihr ihnen als Brandopfer. Und da soll ich euch Auskunft geben, ihr Leute von Israel? So gewiss ich lebe, ich, der HERR: Von euch lasse ich mich nicht befragen!‹«

Gott macht einen neuen Anfang

32 »Aber das darf niemals wahr werden, was da als Gedanke in euch aufgestiegen ist!«, sagt der HERR. »Ihr sagt: ›Es bleibt uns nichts übrig, als zu werden wie die anderen Völker und Göttern aus Holz und Stein zu dienen!‹

33 So gewiss ich lebe, ich, der HERR: Mit starker Hand und hocherhobenem Arm und mit mächtigem Zorn werde ich mich als euer König erweisen!

34 Ich werde euch aus den Ländern der Völker, unter die ihr zerstreut worden seid, herausholen – mit starker Hand und hocherhobenem Arm und mächtigem Zorn. Ich werde euch sammeln

35 und euch in die Wüste zwischen den Völkern führen. Dort werde ich euch vor mein Gericht stellen, Auge in Auge.

36 Ich werde euch zur Rechenschaft ziehen, so wie ich eure Vorfahren in der Wüste Ägyptens zur Rechenschaft zog. Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott.

37 Wie der Hirt seine Herde unter dem Hirtenstab durchziehen lässt, so nehme ich mir euch vor, damit ihr wieder zu dem Volk werdet, das nach den Ordnungen meines Bundes lebt.

38 Alle, die mir ungehorsam waren und sich gegen mich aufgelehnt haben, scheide ich aus meinem Volk aus. Ich hole sie zwar aus den Ländern, in die sie verschleppt worden sind, heraus; aber ins Land Israel werden sie nicht kommen. Ihr sollt erkennen, dass ich der HERR bin!«

39 Hört, ihr Leute von Israel, was der HERR, der mächtige Gott, zu euch sagt: »Tut, was ihr wollt; dient euren Götzen! Ihr werdet schon sehen, wie es euch dann ergeht. Zuletzt aber werdet ihr wieder auf mich hören und meinen heiligen Namen nicht mehr durch Opfergaben entweihen, die von eurem Götzendienst verunreinigt sind.

40 Auf meinem heiligen Berg, auf dem hohen Berg mitten im Land Israel, wird das ganze Volk Israel mir dienen. Dort werde ich die vorgeschriebenen Opfergaben und Ernteabgaben gerne von euch annehmen.

41 Dann werden die Opfer, die ihr auf meinem Altar verbrennt, mir Freude machen und ich werde euch meine Liebe zuwenden. So wird es sein, wenn ich euch aus den Ländern, in die ihr zerstreut worden seid, herausgeholt habe. Denn vor den Augen aller Völker werde ich euch wegführen und mich so als der heilige Gott erweisen.

42 Ich bringe euch wieder in das Land, das ich euren Vorfahren mit einem Eid zugesagt habe. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin.

43 Ihr werdet Ekel vor euch selbst empfinden, wenn ihr daran denkt, wie schändlich ihr euch aufgeführt und wie abscheulich ihr euch durch euer böses Tun verunreinigt habt.

44 Ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich so an euch handle, wie ich es euch mit meinem Namen verbürgt habe – und nicht, wie ihr es mit eurer Auflehnung und euren bösen Taten verdient hättet, ihr Leute von Israel! Das sage ich, der HERR, der mächtige Gott.«

Videos zu Hesekiel 20 (ELB, GNB)